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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2021

Wenn einen die Vergangenheit irgendwann wieder einholt...

Böse Seele: Thriller
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Zum Buch: Eine männliche Leiche wird in der Nähe von Berlin aufgefunden. Ihm wurde sein Geschlechtsteil in den Mund gestopft. Man kann auf den ersten Blick nicht sagen, ob er erstickt oder verblutet ist… ...

Zum Buch: Eine männliche Leiche wird in der Nähe von Berlin aufgefunden. Ihm wurde sein Geschlechtsteil in den Mund gestopft. Man kann auf den ersten Blick nicht sagen, ob er erstickt oder verblutet ist… Leider bleibt dies nicht der einzige grausame Mordfall. Die Ermittler Martyn Becker und Milla Rostow tappen völlig im Dunkeln. Deshalb holt sich Martyn Hilfe von seinem Vater. Dieser sitzt im Gefängnis, weil er über 23 Menschen ermordet hat. Diese Verbindung birgt natürlich Potential und Martyns Welt gerät ins Wanken…

Meine Meinung: Mit diesem Buch hat sich die Autorin selbst übertroffen! Die Charaktere von Martyn, Milla, aber auch von Christoph, Martyns Vater, sind toll gezeichnet und haben so viel Tiefe! Durch ihre bildhafte Sprache hat der Leser auch gleich die komplette Szenerie vor dem inneren Auge und ist sofort mitten in der Geschichte! Und die hat es wirklich in sich! Das fängt mit dem grausigen Prolog an und endet dramatisch…

Denn hier taucht der Leser auch in Martyns Vergangenheit ein, weil schnell klar ist, dass der Täter irgendwie mit seinem Vater in Verbindung stehen muss. Aber die Geschichte ist so komplex, dass sie sich erst am Ende völlig auflöst. Auch Milla ist kein unbeschriebenes Blatt und hat so ihr eigenes Päckchen zu tragen. Diese ganze Dramatik, die hinter den Charakteren steckt, machen das Buch unglaublich spannend! Der Leser hat so viele lose Fäden in der Hand und kann sie nicht zu einem Ganzen zusammenbringen!

Der Schreibstil ist wirklich flüssig, obwohl Ariana Lambert hier sehr ausführlich schreibt. Die Kapitellänge ist gerade richtig, um noch schnell ein Kapitel zu lesen! Ich bin wirklich durch das Buch geflogen und war anschließend richtig geflashed! Obwohl sich für mich schon vor dem Ende etwas abgezeichnet hat, habe ich doch bis zum finalen Showdown die Verbindung nicht herstellen können…

Man spürt in dem Buch nicht nur die Hitze über Berlin, sondern auch das Böse unterschwellig gären… und das steckt nicht nur ein einer Person…

Mein Fazit: Das Buch ist wirklich ein grandioses Werk dieser tollen Autorin, welches ich allen meinen Lesefreunden dringend ans Herz legen möchte! Spannend und tiefgründig bis zum Schluss! Das Buch hat meine Erwartungen noch bei Weitem übertroffen! Volle Punktzahl von mir!

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Veröffentlicht am 12.07.2021

Laura Kern bekommt es hier wirklich mit dem "bösen Mann" zu tun...

Der böse Mann: Thriller
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Zum Buch: Die Ermittler Laura Kern und ihr Partner Max werden zu einem grausamen Leichenfundort gerufen. Eine Frau wurde mit einem Stacheldraht um den Hals gewickelt aufgefunden. Leider scheint sie nicht ...

Zum Buch: Die Ermittler Laura Kern und ihr Partner Max werden zu einem grausamen Leichenfundort gerufen. Eine Frau wurde mit einem Stacheldraht um den Hals gewickelt aufgefunden. Leider scheint sie nicht das erste Opfer zu sein, denn in ihrer Tasche finden die Ermittler einen Zettel mit der Aufschrift „Ich bin die Zweite“. Verbinden die Opfer die Tattoos, die sie tragen oder ist es Zufall? Schnell wird klar, dass die Ermittler hier einem Serienmörder auf der Spur sind. Wie nah, das wird Laura erst zum Ende hin klar…

Meine Meinung: Und wieder einmal hat Catherine Shepherd hier ihr ganzes Können gezeigt! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite streut sie Verdachtsmomente und lässt den Leser schön mitraten. Viele lose Enden laufen hinterher auf das große Finale zu und bis dahin hofft und bangt der Leser um die Frauen, ob diese von Laura und Max noch rechtzeitig gefunden werden. Eine andere Spur führt in die Vergangenheit. Dass Laura hier mit involviert wird, weiß sie aber noch nicht.

Privat läuft es bei Laura und ihrem Freund Taylor aber nicht so gut. Missverständnisse führen zu Streitigkeiten bei den beiden. Da ist die Eifersucht von Max auch nicht gerade hilfreich…

Obwohl hier vieles vom Privatleben der Ermittler mit einfließt, kann man das Buch auch unabhängig von den Vorgängern lesen. Es macht natürlich mehr Spaß, wenn man auf „alte Bekannte“ trifft! Aber die Autorin zeichnet die Charaktere so gut, dass man immer das Gefühl hat, sie schon länger zu kennen!

Die Story wartet mit einem Plot Twist auf, den ich so niemals erwartet hätte! Den Leser erwarten viele Verdächtige und leider auch einige Opfer, aber das ist für einen Thriller-Fan natürlich keine große Überraschung… Ich hoffe nur, dass dies nicht der letzte Fall für Laura gewesen ist… aber da warten wir mal ganz entspannt ab! Ich habe dieses Buch wieder einmal verschlungen und am Ende ist man traurig, dass es schon vorbei ist…

Mein Fazit: Die Autorin hat wieder einmal einen Pageturner produziert, den ich allen Thriller-Fans uneingeschränkt empfehlen kann! Einmal angefangen, kann man das Buch wirklich nur schwer aus der Hand legen! Volle Punktzahl für eine meiner Lieblingsautorinnen!

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Erschreckend, wie schnell man zum "Wasserzombie" werden kann!

Dry
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Zum Buch: Es fing harmlos an. Zuerst sollte man kein Wasser mehr verschwenden, keine Pools mehr befüllen und keine Gärten mehr bewässern. Und dann war der Tag da, an dem kein einziger Tropfen Wasser mehr ...

Zum Buch: Es fing harmlos an. Zuerst sollte man kein Wasser mehr verschwenden, keine Pools mehr befüllen und keine Gärten mehr bewässern. Und dann war der Tag da, an dem kein einziger Tropfen Wasser mehr aus dem Wasserhahn kam… Ganz Südkalifornien wird zum Krisengebiet.
Die 16-jährige Alyssa und ihr Bruder Garrett begeben sich dann auf eine Reise, die sich erst einmal utopisch anhört, aber in der so viel Realität steckt… Auf ihrer Suche nach ihren Eltern und Wasser begegnen sie natürlich allerhand Menschen und erst hier zeigt sich, wer zu den Guten zählt und wer nicht…

Meine Meinung: Das Buch zeigt ein Szenario, welches für mich gar nicht mehr unrealistisch ist… denn Wasserknappheit haben wir ja auch schon einmal kurzfristig erlebt. Was dann allerdings passiert und wie schnell die Veränderungen, vor allem in den Menschen, vor sich gehen, das hat mich wirklich erschüttert! Der Autor beschreibt sehr gut, wie die Menschen sich verändern, wenn es um ihr Leben geht, und zwar nicht alle zu ihrem Vorteil!

Die Charaktere der Jugendlichen werden sehr gut gezeichnet, die Sympathien sind recht schnell verteilt. Ich mochte Alyssa sehr gerne, weil sie für ihr Alter schon ziemlich vernünftig ist und sie nicht zu impulsiv handelt. Das ist zum Beispiel bei der jungen Jacqui ganz anders, aber sie lebt auch schon seit zwei Jahren auf der Straße. Alyssas Nachbar Kelton, der heimlich in sie verliebt ist, war ein unheimlich interessanter Charakter. Er wandelt sich vom Nerd zu einem echten Freund, das hat mir auch besonders gut gefallen!

Natürlich ist es ein Jugendbuch und das merkt man auch, was den Schreibstil angeht. Die Sprache ist jung und modern. Aber mir hat der Stil unheimlich gut gefallen! Der Autor lockert die einzelnen Kapitel durch sogenannte „Snapshots“ auf, in denen Momentaufnahmen gezeigt werden, wie die allgemeine Lage ist und auch einzelne fremde Charaktere tauchen hier auf. Hier wird dann klar, wie es anderen Menschen ergeht und welches Ausmaß die Katastrophe wirklich hat! Manchmal trifft man einzelne Charaktere später im Buch wieder, manchmal nicht. Zum Ende hin wird es wirklich noch einmal richtig aufregend und lässt den Leser letztendlich nachdenklich zurück!

Mein Fazit: Dieses Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen, da es spannend erzählt, was eventuell noch auf uns zukommen könnte! Durch die jugendlichen Charaktere liest sich das Buch schnell und flüssig und hat doch so ein ernstes Thema! Ich hoffe, dass wir niemals in solch eine Lage kommen werden!

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Ein ausgeklügelter Rachefeldzug!

SCHULD! SEID! IHR!
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Zum Buch: In der Lüneburger Heide wird ein Obdachloser tot im Wald aufgefunden. Scheinbar hat er sich selber mit Strychnin vergiftet. Während das Team um Kommissar Rolf Degenhardt und Jana Liebisch noch ...

Zum Buch: In der Lüneburger Heide wird ein Obdachloser tot im Wald aufgefunden. Scheinbar hat er sich selber mit Strychnin vergiftet. Während das Team um Kommissar Rolf Degenhardt und Jana Liebisch noch den Tatort untersucht, stirbt ein ehemaliger Kollege von ihnen im Krankenhaus an einem Herzinfarkt. Die Kommissare besuchen die Witwe und finden in den Sachen des Toten eine Tarot-Karte, auf der „Der Gehängte“ abgebildet ist. Genauso eine Karte fand man auch am Tatort des Obdachlosen. Wie hängen die beiden Fälle zusammen? Als man schließlich eine Verbindung findet, ist es fast schon zu spät, um den Lauf der Dinge noch zu stoppen…

Meine Meinung: Gleich der Prolog schmeißt den Leser in eine sehr brutale Situation, in der man die Luft anhält! Dann geht es aber sofort temporeich weiter!
In kurzen Kapiteln erzählt „Der Gehängte“ von seinem bisherigen Leben und seinen Plänen. Dann folgt wieder ein Szenenwechsel, diesmal erfährt der Leser, was die Kriminalpolizei unternimmt, um die ominösen Todesumstände aufzuklären. Hier lernt der Leser die Hauptpersonen kennen.

Da wäre zum einen der Hauptkommissar Rolf Degenhardt. Er folgt ziemlich gut seinen eigenen Regeln, ist aber eine gute Spürnase. Nachdem er seinen Partner in eine andere Dienststelle verabschiedet hat, hat er die Nachfolge auch gleich geregelt: die Kommissarsanwärterin Jana Liebisch, mit der er bereits in einem anderen Fall zu tun hatte. Der neue Leiter der Abteilung, Dirk Kaiser, fühlt sich übergangen, denn er hatte jemand anderes für den Posten vorgesehen. Von da an sind sich die beiden spinnefeind.
Gerade den Charakter von Degenhardt finde ich klasse und sehr sympathisch! Obwohl er auch mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat, lässt er nicht locker und sich vor allem nicht die Zügel aus der Hand nehmen! Die einzige, die das wohl schafft, ist seine Tochter Alexandra… sie weiß genau, wie sie die Fäden ziehen muss! Ein wenig in das Privatleben des Hauptermittlers schaut der Leser schon, es steht aber nicht so im Vordergrund, dass es störend wäre.

Zu den anderen Charakteren kann ich hier leider nichts schreiben, ohne zu viel zu verraten. Nur so viel, sie sind allesamt gut ausgearbeitet vom Autor!
Auch fällt einem ziemlich schnell die leicht zu lesende Schreibweise auf. Die kurzen Kapitel und die Szenenwechsel lassen das Buch sehr lebendig erscheinen und der Leser fiebert förmlich mit!

Das Ende war zwar ein wenig vorhersehbar, aber das tut der Spannung überhaupt keinen Abbruch, wie ich finde! Rasant ist es allemal!
Es handelt sich hierbei um den zweiten Fall mit Rolf Degenhardt, aber man kann dieses Buch unabhängig vom ersten Teil lesen.

Mein Fazit: Spannend erzählt macht der Autor hier auch auf ein Problem der Justiz aufmerksam, welches durchaus Aufmerksamkeit verdient! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fans von Krimis und Thrillern, denn es ist irgendwie beides!

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Veröffentlicht am 21.06.2021

Nur einer kann den Wettkampf gewinnen...

Der Nachlass
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Zum Buch: Die schwerkranke Hedda Laurent versammelt ihre Familie kurz vor ihrem selbstgewählten Todeszeitpunkt noch einmal zu einem Wiedersehen. Der Notar Nowotny soll anschließend das Testament verlesen. ...

Zum Buch: Die schwerkranke Hedda Laurent versammelt ihre Familie kurz vor ihrem selbstgewählten Todeszeitpunkt noch einmal zu einem Wiedersehen. Der Notar Nowotny soll anschließend das Testament verlesen. Die vier Kinder samt Kindern, ihr Ehemann und ihr Bruder sind anwesend, als Hedda sich das todbringende Morphium verabreichen lässt. Als der Notar allerdings die Bedingungen für das Erbe vorliest, sind alle geschockt. Es soll einen Wettkampf in verschiedenen Disziplinen geben und nur der Gewinner erbt am Ende! Nun beginnt ein erbitterter Kampf zwischen den Geschwistern und die Aufgaben werden von Runde zu Runde gefährlicher…

Meine Meinung: Es ist eigentlich ein Klassiker: 10 Personen, die immer weiter dezimiert werden. Dennoch hat mich an diesem Buch der Stil absolut begeistert, denn Jonas Winner wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen hin- und her. Das sorgt am Anfang zwar für manche Verwirrung, aber eben auch für richtig viel Spannung! Denn man merkt schnell, dass es hier nicht nur um das Erbe geht, sondern um viel mehr. Es muss in der Vergangenheit der Familie liegen, die den Kindern nicht oder nicht mehr bewusst war.

Die Charaktere lernt der Leser so nach und nach kennen. Hier fand ich auch den Stammbaum der Familie Laurent am Beginn des Buches sehr hilfreich, dort kann man immer noch mal nachschauen. Aber irgendwann weiß man, wer zu wem gehört. Und die Familiengeschichte ist wirklich sehr spannend!

Das Ende hat mich auf jeden Fall überrascht, da wäre ich so niemals drauf gekommen! Auch der Schreibstil liest sich flüssig weg, ich habe nur zwei Tage gebraucht, dann war das Buch leider schon wieder zu Ende…

Mein Fazit: Für mich war das mal wieder ein Pageturner, für den ich gerne die volle Punktzahl vergebe! Flüssig und spannend erzählt erfährt der Leser das große Familiengeheimnis der Laurents! Ich kann das Buch nur empfehlen!

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