Profilbild von Langeweile

Langeweile

Lesejury Star
offline

Langeweile ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Langeweile über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2021

Die dunkle Seite von Berlin

Berlin 1922 - Crime Mysteries
0

Berlin 1922 – eine Stadt zwischen Vergnügen und Verbrechen. Der knorrige Kommissar Gunther Hartmann und seine aufstrebende Assistentin Rosalie Menzel sind beauftragt, eine Reihe geheimnisvoller Kriminalfälle ...

Berlin 1922 – eine Stadt zwischen Vergnügen und Verbrechen. Der knorrige Kommissar Gunther Hartmann und seine aufstrebende Assistentin Rosalie Menzel sind beauftragt, eine Reihe geheimnisvoller Kriminalfälle aufzuklären. Folgen Sie Hartmann und Menzel in die mondäne Welt des Stummfilms, in elegante Stadtvillen und ins verrufene Scheunenviertel. Tauchen Sie ein in 11 spannende, reich illustrierte Geschichten mit viel Zeitkolorit und werden Sie selbst zum Ermittler: Finden Sie Antworten auf eine Reihe tatrelevanter Fragen und kommen Sie dem Täter auf die Schliche! Unabdingbar sind eine gute Kombinationsgabe, logisches Denken und akribische Detektivarbeit

Meine Meinung:

Die Autorin vermittelt auf eine unterhaltsame und spannende Weise einen Einblick in die Ermittlungstätigkeit in früherer Zeit. Kommissar Hartmann und die ihm zur Seite gestellte Kriminalassistentin Menzel sind ein ungewöhnliches Paar,was mir sehr sympathisch war.

Nach einer anfänglich etwas schwierigen Eingewöhnungsphase, haben Sie als Team gut zusammen gearbeitet und mit Logik und Scharfsinn die verschiedenen Fälle gelöst. Was den Roman zu etwas Besonderem machte, waren die verschiedenen Bilder aus der damaligen Zeit, die jede Geschichte auf spezielle Weise abrundeten.

Zu jedem Fall gab es 2-3 Fragen ,deren Beantwortung mir allerdings nur zum Teil gelungen ist.Diese neue Herangehensweise hat mir jedoch sehr gut gefallen.

Fazit:

Das Buch hat mir spannende und informative Unterhaltung beschert, gerne empfehle ich es weiter.

Veröffentlicht am 15.07.2021

Original oder Fälschung

Fälschung à la Provence
0

Inhalt übernommen:

Eigentlich lebt Dorfgendarm Pascal Chevrier in der Provence, weil er die regionale Küche und das ruhige, pittoreske Leben schätzt. Doch die Idylle findet ein jähes Ende, als im Picasso-Schloss ...

Inhalt übernommen:

Eigentlich lebt Dorfgendarm Pascal Chevrier in der Provence, weil er die regionale Küche und das ruhige, pittoreske Leben schätzt. Doch die Idylle findet ein jähes Ende, als im Picasso-Schloss eine junge Kunsthistorikerin ermordet aufgefunden wird. In exklusiven Kreisen sucht Chevrier nach Hinweisen und trifft auf exzentrische Kunstsammler und Galeristen, die alle mehr oder weniger verdächtig wirken. Aber nicht nur der verzwickte Fall in der spätsommerlichen Hitze des Luberon treibt ihm den Schweiß auf die Stirn. Audrey von der Police nationale, für die er mehr als kollegiale Gefühle hegt, macht alles noch viel komplizierter ...

Meine Meinung:

Als im Picasso Schloß eine junge Kunsthistorikerin ermordet wird, sind Pascal und seine Kollegin Audrey im Einsatz. Je tiefer sie in die Kunstszene eintauchen, umso mehr kriminelle Machenschaften kommen zu Tage und dadurch finden sie immer mehr Leute, die ein Tatmotiv haben. Als eine weitere Leiche auftaucht, spitzen sich die Ereignisse zu. Letztendlich hilft dem Kommissar sein guter Instinkt bei der Aufklärung.

Neben der Krimihandlung nimmt sich der Autor auch Zeit, dem Leser die schöne Landschaft, das gute Essen und Trinken, kurz gesagt die französische Lebensart etwas näher zu bringen. Mir hat der gelungene Mix aus diesen Themen ebenso gut gefallen, wie die Einblicke in das Privatleben der Ermittler.

Gerne würde ich mich von neuen Fällen mit diesem sympathischen Kommissar unterhalten lassen.

Eine kleine Anmerkung hätte ich noch. Mir hätte es gut gefallen, wenn es für die vielen französischen Begriffe eine Übersetzung gegeben hätte.

Veröffentlicht am 11.07.2021

Reise der Erkenntnis ist

Und im Gepäck das Leben
0

Inhalt übernommen:

Für Abbie, die ihr perfektes Leben im Griff zu haben scheint, geht die Welt unter, als ihre beiden Söhne von zu Hause ausziehen und ihr Mann zu ihr auf Abstand geht. Plötzlich steht ...

Inhalt übernommen:

Für Abbie, die ihr perfektes Leben im Griff zu haben scheint, geht die Welt unter, als ihre beiden Söhne von zu Hause ausziehen und ihr Mann zu ihr auf Abstand geht. Plötzlich steht sie ganz allein da in ihrer durchgestylten Stadtwohnung. Doch statt zu verzweifeln, rafft sie sich auf und folgt ihrem Sohn auf den Jakobsweg. Dort lernt sie besondere Menschen kennen wie Rasa, die iranische Flüchtlingshelferin, die nur im Untergrund arbeiten kann. Oder Caroline, die eine Reportage über Pilger schreiben will und dabei von den Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Gemeinsam erleben sie, dass die Herausforderungen der Wanderschaft sie an das Wesentliche ihres Lebens heranführen und manchen hochfliegenden Zukunftsplan infrage stellen  …

Meine Meinung:

Der Jakobsweg übt schon seit vielen Jahren eine besondere Faszination auf die Menschen aus. Ich habe schon mehrere Bücher dazu gelesen und jedes ist auf seine Art etwas anders.

In diesem Buch hat sich die Autorin im Besonderen auf vier Menschen fokussiert,die sich aus unterschiedlichen Beweggründen auf diesen Weg begeben. Sie tauchen in die Gemeinschaft der Pilger ein und machen dabei viele positive Erfahrungen. Wildfremde Menschen helfen einander, erzählen ihre Lebensgeschichten und hören anderen Menschen zu.Alle haben einen mehr oder weniger starken Bezug zum Glauben, der ihnen dabei hilft, die physischen und psychischen Anstrengungen dieser Reise zu überstehen.

Von den Protagonisten profitiert jeder auf seine Weise von dieser Reise.Die größte Entwicklung hat in meinen Augen Abbie gemacht,durch ihre neugewonnenen Erkenntnisse fügt sich in ihrer Familie alles zum Positiven. Auch wenn das Ende einen kleinen kitschigen Touch hatte, gefiel mir das Buch sehr gut. Ich spreche eine Lese Empfehlung aus und vergebe vier Sterne.

Veröffentlicht am 09.07.2021

Wer ist gut - wer ist böse?

Wenn der Glaubenberg schweigt
0

Inhalt übernommen:

StaatsanwältinDie Luzerner Staatsanwältin Eva Roos wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Ihr schlimmster Feind Viktor Kasakow ist zurück. Der Kunsthändler und Multimillionär, der ...

Inhalt übernommen:

StaatsanwältinDie Luzerner Staatsanwältin Eva Roos wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Ihr schlimmster Feind Viktor Kasakow ist zurück. Der Kunsthändler und Multimillionär, der für ein russisches Syndikat arbeitet, bringt Eva in seine Gewalt. Ihr Ehemann, Ermittler Cem Cengiz, ist bereit, für seine Frau bis aufs Äusserste zu kämpfen. Unterstützt wird er von einem Agenten, den ihm der russische Geheimdienst zur Seite stellt. Doch in diesem undurchsichtigen Netz aus Intrigen, Verrat und Mord spielt jeder sein eigenes Spiel

Meine Meinung:

Die Autorin hält sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf, es gibt schon ziemlich schnell die erste Leiche und von da an überschlagen sich die Ereignisse. Eva wird entführt und wieder freigelassen und immer wieder taucht „Frau Ella“ auf,was weiß sie und wer ist der „Böse Wolf“? Geschickt werden immer wieder falsche Fährten gelegt und mir als Leserin wird viel Raum für eigene Ermittlungen gegeben. Es bleibt durchgehend spannend, bis sich am Schluss alle Fragen klären. Das Buch hat mich gut unterhalten, ich freue mich auf weitere Fälle mit den sympathischen Ermittlern.

Veröffentlicht am 02.07.2021

Verschwörungen in Glückstadt

Feuer in der Hafenstadt
0

Inhalt übernommen:

Glückstadt, 1894. Kapitän Hauke Sötje hat alles verloren: sein Schiff, seine Mannschaft, seinen Ruf. Ein ehrenvoller Freitod scheint ihm der einzige Ausweg aus einer gescheiterten Existenz ...

Inhalt übernommen:

Glückstadt, 1894. Kapitän Hauke Sötje hat alles verloren: sein Schiff, seine Mannschaft, seinen Ruf. Ein ehrenvoller Freitod scheint ihm der einzige Ausweg aus einer gescheiterten Existenz – aber nicht ohne zuvor die Verantwortlichen seiner persönlichen Katastrophe zur Rechenschaft zu ziehen. Doch dann wird er in einen brisanten Mordfall verwickelt, der die Existenz der neu gegründeten Heringsfischerei AG bedroht, und gerät schließlich selbst unter Verdacht. Mit Hilfe der jungen Fabrikantentochter Sophie versucht Hauke die Fäden zu entwirren und kommt einer Verschwörung ungeahnten Ausmaßes auf die Spur.

Meine Meinung:

Im vorliegenden historischen Kriminalroman hat die Autorin auf geschickte Weise, eine fiktive Geschichte mit historischen Begebenheiten vermischt. Hauke und Sophie, die Protagonisten der Geschichte, waren mir auf Anhieb sehr sympathisch.
Er ist eine Person mit einem ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und trägt schwer daran, dass er angeblich für den Tod seiner gesamten Besatzung verantwortlich sein soll. Er bekämpft tapfer seine Klaustrophobie, was ihm in einer ganz entscheidenden Situation auch äußerst gut gelingt.

Sophie ist eine Frau, die für die damalige Zeit sehr rebellische und fortschrittliche Gepflogenheiten an den Tag legt und unbeirrt der gesellschaftlichen Zwänge,ihren Weg geht.

Die anderen, nach und nach in die Geschichte eingeführten Personen, sind mehr oder weniger verdächtig und es ist beim Lesen ein ständiges Ratespiel,wem man trauen kann, so soll ein Krimi sein.

Jedem Kapitel wurde ein Auszug aus der Glückstädter Fortuna von 1894 vorangestellt. Die einzelnen Abschnitte hatten meistens einen Bezug zum jeweiligen Kapitel, das hat mir sehr gut gefallen.am Schluss wurde fast alles aufgeklärt, einiges wird dann wohl in den folgenden Bänden ausführlicher behandelt werden.

Obwohl es in der Mitte ein wenig langatmig war, was zu Lasten der Spannung ging,hat mich das Buch gut unterhalten.