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Veröffentlicht am 14.08.2021

Spannende, vielfältige Story mit kleinen Schwächen

Nah wie fern - Tödliche Wahrheit
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Saskia und Leonardo leben den Traum einer jungen Familie, bis ein schrecklicher Flugzeugabsturz sie aus ihrem Traum reißt und in einen regelrechten lebendigen Alptraum hinein katapultiert.

Saskia kann ...

Saskia und Leonardo leben den Traum einer jungen Familie, bis ein schrecklicher Flugzeugabsturz sie aus ihrem Traum reißt und in einen regelrechten lebendigen Alptraum hinein katapultiert.

Saskia kann den Tod Leonardos nicht glauben, nicht verkraften und schon gar nicht verarbeiten und zieht sich, ihre Familie und ihr ganzes Umfeld in einen immer tiefer werdenden Strudel aus Lügen, Wunschträumen und emotionalen Fehlentscheidungen hinein, aus dem es irgendwann keinen Ausweg mehr gibt und der sie zermürbt, zerstört und in tödliche Gefahr bringt ...

Das Cover zu "Nah wie fern – Tödliche Wahrheit" ist so schön wie es auch düster ist und passt hervorragend zur Geschichte. Auch der Klappentext weckt das Interesse des Lesers, ohne gleich zu viel zu verraten, denn im Buch passiert so viel mehr als nur die Suche nach der Wahrheit. Der Schreibstil ist leicht und klar, so findet man gut in die Geschichte hinein. Leichte Schwächen zeigen sich in der Sprache und der Logik der Story, aber man konnte der Geschichte dennoch gut folgen und sie verstehen.

Bisher sind mir bis auf Saskia nur wenige Personen ans Herz gewachsen – diejenigen, die sympathisch wären, verschwinden ziemlich schnell wieder oder leiden arg in der Story. Aber es gibt ja noch zwei weitere Teile, in denen hoffentlich auch positivere Dinge und ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar werden, denn dieses fehlt im ersten Teil verständlicherweise noch.

Die Geschichte endet im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Cliffhanger und man sollte daher „Nah wie fern – Gefährliches Verlangen“ wahrscheinlich direkt hinterher lesen.

Alles in allem hatte ich angenehme Lesestunden mit diesem Debütroman, habe mitgefiebert, mitgelitten und mich auch gefürchtet vor dem was noch kommt, und umso gespannter bin ich, was mich in „Gefährliches Verlangen“ erwartet.

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Veröffentlicht am 29.07.2021

Spannende Story mit ungewöhnlichem Ermittlergespann

Böse Seele: Thriller
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Die Ermittler Martyn Becker und Milla Rostow werden zu einem grausamen Mord gerufen und sind zunächst ratlos wer der Täter sein könnte. Außergewöhnlicherweise kann Martyns leiblicher Vater, ein inhaftierter ...

Die Ermittler Martyn Becker und Milla Rostow werden zu einem grausamen Mord gerufen und sind zunächst ratlos wer der Täter sein könnte. Außergewöhnlicherweise kann Martyns leiblicher Vater, ein inhaftierter Serienmörder, ihm immer wieder einen entscheidenden Tipp geben – eine Tatsache, die für die Ermittler selbst, die Kollegen und die Familie nicht einfach ist. Und zwischen Zweifel, Geheimniskrämerei und dem Drang nach Aufklärung der Mordfälle verstrickt sich Milla auch noch und lässt eine skrupellose Person gefährlich nahe an sich und alle, an denen ihr etwas liegt, heran ...

Die Geschichte beginnt rasant mit einem grausamen, detailreich beschriebenen Mord schon im Prolog, und auch wenn es zunächst nach zu vielen Informationen über die Täter und Hintergründe aussah – nichts ist so, wie es scheint, da kann man sich bei Ariana Lamberts Thriller „Böse Seele“ wirklich sicher sein.

Der Schreibstil ist locker und trotzdem voller Spannung, auch mit Cliffhangern am Kapitelende wird nicht gespart. In unregelmäßigen Abständen gibt es Kapitel über eine Person, die zunächst nichts mit den Ermittlern zu tun hat, die Zusammenhänge werden zumindest dem Leser aber schnell klar. Für mich persönlich hätte es diese Kapitel nicht unbedingt in dieser Ausführlichkeit gebraucht, so laufen manche Cliffhanger ins Leere, weil der Leser schon vorab über das nächste Opfer Bescheid wusste.

Alles in allem aber dennoch ein wirklich spannendes, lesenswertes Buch mit gut und logisch aufgeklärtem Ende, das ich kaum aus der Hand legen konnte.

Ich bin gespannt ob es mit Martyn und Milla noch weitergeht, denn Potential hat dieses ungewöhnliche Ermittlergespann in jedem Fall.

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Veröffentlicht am 26.07.2021

Emotionale Familiengeschichte mit Urlaubsfeeling

Parted Hearts
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Stella muss den frühen Tod ihres Vaters verarbeiten. Die Mutter ist bereits bei ihrer Geburt gestorben und sie fühlt sich trotz bevorstehender Hochzeit einsam und unverstanden. Da findet sie im Nachlass ...

Stella muss den frühen Tod ihres Vaters verarbeiten. Die Mutter ist bereits bei ihrer Geburt gestorben und sie fühlt sich trotz bevorstehender Hochzeit einsam und unverstanden. Da findet sie im Nachlass ihres Vaters Hinweise und einen Brief, der die ganze Geschichte um den Tod der Mutter als Lüge entlarvt und Stella macht sich auf den Weg nach Italien, um endlich die Wahrheit zu erfahren – nichtsahnend, dass diese Reise ihre gesamte Lebensplanung gehörig durcheinander bringt.


Die Story liest sich wirklich flüssig, durch den locker-leichten Schreibstil findet man direkt wunderbar rein. Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen, die den Leser neben der Gegenwart auch 34 Jahre in die Vergangenheit reisen lässt. Sylvia Klinzmann versteht es sehr gut, beide Stränge interessant zu gestalten und sie zu einem geeigneten Zeitpunkt miteinander zu verknüpfen.

Stella ist wahnsinnig liebenswert, gutmütig und sympathisch und man leidet mit ihr, was ihr während des Buches alles widerfährt. Doch es wäre nicht rund, wenn sich am Ende nicht doch alles irgendwie zum Guten wendet, und die Fragen vollumfänglich aufgeklärt werden.

Ein kleiner Teil der Geschichte war mir etwas zu konstruiert und vielleicht zu viel „Zufall“, aber dennoch kann ich dieses Buch für schöne Lesestunden wärmstens empfehlen und werde mir die Autorin in jedem Fall merken.

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Veröffentlicht am 13.07.2021

Wunderbarer Roman – witzig und ernst zugleich

Kaktusfeigen
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Linda lebt mit ihrer Tochter Hanna und ihrer Mutter Mitzi zwar in Deutschland, aber ihr Herz flieht gedanklich immer wieder nach Sizilien, wo sie geboren ist. Da ihre Mutter jegliche Frage zu ihrer Herkunft, ...

Linda lebt mit ihrer Tochter Hanna und ihrer Mutter Mitzi zwar in Deutschland, aber ihr Herz flieht gedanklich immer wieder nach Sizilien, wo sie geboren ist. Da ihre Mutter jegliche Frage zu ihrer Herkunft, ihrem Vater und ihrer angeblich bei der Geburt gestorbenen Zwillingsschwester Lucia abwehrt, reist Linda kurzentschlossen selbst in ihren Geburtsort, um ihrer Vergangenheit und ihrer Identität näher zu kommen und lernt in der kurzen Zeit mehr über „la famiglia“, die Liebe und sich selbst, als sie zu träumen gewagt hat.

Die Story ist flüssig zu lesen, mit witzigen Dialogen und herrlich normalen Eigenschaften der Protagonisten, die einfach sympathisch, liebenswürdig und authentisch sind. Zwischen den lustigen Kapiteln werden aber auch ernste Themen angerissen: mafiöse Strukturen, Flüchtlingskrise, Politikgeschehen, die Suche nach dem Vater und natürlich das rätselhafte Verschwinden von Lucia.

Mit „Kaktusfeigen“ ist Anna Castronovo etwas gelungen, was so viel mehr als nur ein Roman ist – Krimi, Reiseführer, Familiengeschichte, Tatsachenbericht und all das umhüllt von einer großen Portion regionalem Flair und Humor. Nächstes Jahr erscheint bereits die Fortsetzung (die es fast geben MUSS, weil die Geschichte ganz und gar nicht abgeschlossen ist), auf die ich mich sehr freue! Eine liebenswerte, für mich neue Autorin, von der ich gerne noch ganz viel lesen würde.

Für mein Empfinden hätte es den erhobenen Zeigefinger im Nachwort nicht gebraucht, da die Problematik im Buch schon thematisiert wurde und ich finde, dass ein Roman ein Roman bleiben sollte und keine politische Meinungsbildung.

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Gefühlvolle Traumabewältigung vor schöner Kulisse

Am Horizont das Meer
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Die kleine Sofia wird am Strand von Rocavella aufgefunden: schwach aber lebendig, fremd aber liebenswürdig. So schnell wie sie kam, musste sie auch wieder gehen und es dauert 20 Jahre, bis sie in Erfahrung ...

Die kleine Sofia wird am Strand von Rocavella aufgefunden: schwach aber lebendig, fremd aber liebenswürdig. So schnell wie sie kam, musste sie auch wieder gehen und es dauert 20 Jahre, bis sie in Erfahrung bringt, was damals wirklich passiert ist und wieso das Meer diese seltsame Anziehungskraft auf sie ausübt. Die Erkenntnis bringt ihr gesamtes Leben durcheinander und Sofia muss sich entscheiden, wo ihr Herz hingehört.

Das Cover ist farbenfroh und deutet auf einen leichten Urlaubsroman hin, der hintere Klappentext verrät auch wenig über die tatsächliche Geschichte – beides zusammen wirkt rückblickend sogar etwas irreführend. Lediglich der innere Klappentext zeigt die wahre Tiefe und liefert Hinweise zur eigentlichen Story. Da die aber noch interessanter ist als erwartet, kann man über den wenig aussagenden Klappentext vielleicht hinwegsehen und sich trotzdem auf die Geschichte einlassen.

Der Schreibstil ist flüssig, die Schrift angenehm groß. Die Kapitel sind kurz und klar untergliedert, für die Rückblicke in die Vergangenheit wurde sogar eine andere Schriftart gewählt. Die Protagonisten sind durchweg sympathisch, auch wenn man in manchen Situationen vielleicht selbst anders reagiert hätte. Die Story ist an keinem Punkt langatmig oder gar langweilig, zum Ende hin sogar richtig spannend, hochemotional und herzzerreißend, aber nach wie vor authentisch. Ein Epilog hätte dem Abschluss der Geschichte noch gut getan, denn es bleibt unklar ob Sofia ihr Versprechen diesmal hält.

Ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen, und obwohl es schlicht als „Roman“ betitelt wird, ist es so viel mehr als das: eine schöne Story mit viel Tiefgang, Emotionen und einer Portion Fernweh.

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