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Veröffentlicht am 19.07.2022

Konnte mich nicht ganz begeistern

Beifang
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Hier hat mich zunächst das Cover angesprochen, es zeigt die Zechensiedlung Beifang am Rande des Ruhrgebietes. Frank, der Enkel des zwölffachen Vaters und Hilfsarbeiters Winfried Zimmermann, begibt sich ...

Hier hat mich zunächst das Cover angesprochen, es zeigt die Zechensiedlung Beifang am Rande des Ruhrgebietes. Frank, der Enkel des zwölffachen Vaters und Hilfsarbeiters Winfried Zimmermann, begibt sich dort auf Spurensuche nach vergangenem Leben, ein Leben, das von Armut, Gewalt, Kinderreichtum und Verzweiflung geprägt war.

Ich kenne diese Zechensiedlungen nur aus Erzählungen oder Medien. Ein Leben dort stelle ich mir alles andere als schön vor und ich war gespannt, was Frank über die Vergangenheit so alles erfährt. Martin Simons Schreibstil ist einfach und direkt. Es liest sich zügig, aber für mich emotionslos und die Seiten ziehen einfach an mir vorbei. Die Charaktere konnten mich ebenfalls nicht begeistern, sie sind vielfältig, aber bleiben farblos. Es gibt ein paar interessante Stellen, aber leider ist das meiste eher farblos, liest sich langweilig und manchmal sogar verwirrend. Mich konnte es nicht ganz erreichen, da es mir einfach zu emotionslos aus Franks Sicht erzählt wird.

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Veröffentlicht am 03.03.2022

Könnte besser sein

Eis. Kalt. Tot.
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Gerade zu der kalten Jahreszeit lese ich solche Thriller gerne. Schön eingemummelt in einer Decke vor dem Kamin und dann eine Story, bei dem einen die Gänsehaut über den Körper kriecht. Das ist hier reichlich ...

Gerade zu der kalten Jahreszeit lese ich solche Thriller gerne. Schön eingemummelt in einer Decke vor dem Kamin und dann eine Story, bei dem einen die Gänsehaut über den Körper kriecht. Das ist hier reichlich gegeben. Als Weichei sollte man das Buch besser nicht in die Hand nehmen. Mir hat bereits der Anfang sehr gut gefallen, da war ich direkt mitten dabei. Die Landschaft sowie die Gegebenheiten sind toll und wirklich gut vorstellbar beschrieben. Nicht gefallen haben mir hier die Protagonisten, mit denen konnte ich mich bis zum Ende absolut nicht anfreunden. Die Recognizerin Marit geht ja noch, aber die Kollegen nicht.

Der Schreibstil ist wirklich gut und man kann sich lebhaft in den Thriller einfügen. Leider konnt er mich aber nicht so begeistern, wie es sich für einen guten Thriller gehört. Echt schade.

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Veröffentlicht am 08.12.2021

Nicht ganz meins

Denn Geister vergessen nie
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Denn Geister vergessen nie von Jessica Koch ist ein tiefgründiger Roman. Das Cover ist von der Gestaltung her wunderschön, der Klappentext weist bereits ein wenig auf schwierige Beziehungen hin. Im Prinzip ...

Denn Geister vergessen nie von Jessica Koch ist ein tiefgründiger Roman. Das Cover ist von der Gestaltung her wunderschön, der Klappentext weist bereits ein wenig auf schwierige Beziehungen hin. Im Prinzip geht es darum Dinge aufzuarbeiten, und davon gibt es hier eine Menge. Vielleicht sind es auch einige zuviel? Ich konnte das Buch nur Etappenweise lesen, da ich es, obwohl der Schreibstil gut und angemessen ist, sehr häufig an die Seite legen musste. Es gibt viele Protagonisten. Amy, sie erzählt in der Ich Form, Marie, Jano und Mian aus der Erzählperspektive. Dazwischen gibt es immer wieder ein Kapitel, genannt Damals, wo ich Dinge aus der Jugend von Mian und Janos erfahren habe. Die Abschnitte sind tiefgründig, regen zum Nachdenken an und fordern einiges von mir als Leser ab. Wer Bücher zum Abschalten sucht, der sollte um dieses Buch lieber einen großen Bogen machen. An manchen Stellen fand ich es ganz interessant, begeistern konnte es mich aber nicht.

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Veröffentlicht am 29.10.2021

Konnte uns nicht ganz erreichen

Mädchenmeuterei
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Aggro - Yvette, Achterbahn - Francesca, Sorgen - mach - Antonia und Charlotte sind auf der Suche nach ihrer Freundin Bea, die nicht verrät wo sie sich aufhält, dafür aber ständig Videos schickt. Sie begeben ...

Aggro - Yvette, Achterbahn - Francesca, Sorgen - mach - Antonia und Charlotte sind auf der Suche nach ihrer Freundin Bea, die nicht verrät wo sie sich aufhält, dafür aber ständig Videos schickt. Sie begeben sich schließlich auf ein Containerschiff um Bea in der Fremde zu finden.

Vier Jugendliche, impulsiv, unüberlegt und so herrlich offen in dem was sie Tun und Sagen. Das kommt hier auch an vielen Stellen gut rüber.

Mädchenmeuterei ist wohl eine Fortsetzung von Mädchenmeute, der 2016 sogar mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Der Schreibstil ist jugendgerecht. Die Charaktere der Mädchen sind uns zu überspitzt und manches von dem was sie machen auch zu unrealistisch. So konnten wir zu keinem einen Bezug herstellen bzw.unseren Sympathisanten finden. Endlos langweilig fanden wir nach einiger Zeit die Videos von Bea, die hier immer wieder vorkommen. Anfangs laufen die noch wirklich wie in einem Film vor Augen ab, dann wird es aber langweilig und sie konnten uns nicht mehr überzeugen.

Schade eigentlich, denn stellenweise hat es uns echt gut gefallen. Man sagt ja" weniger ist mehr" - das trifft hier wohl auch zu, denn teilweise hat sich das Lesen mühsam in die Länge gezogen und wir haben viele Seiten einfach überblättert.

Das lose Umschlagcover ist allerdings echt toll gestaltet. Es zeigt wahre Mädchenfreundschaft und um die geht es hier ja.

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Veröffentlicht am 20.07.2021

Konnte mich letztendlich nicht begeistern

Unter dem Sturm
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Das Cover spiegelt das Innere des Buches wieder. Es wirkt duster, gespalten, geheimnisvoll und einsam. Unter dem Sturm von Christoffer Carlsson ist ein Kriminalroman erschienen bei rohwolt. Es ist mein ...

Das Cover spiegelt das Innere des Buches wieder. Es wirkt duster, gespalten, geheimnisvoll und einsam. Unter dem Sturm von Christoffer Carlsson ist ein Kriminalroman erschienen bei rohwolt. Es ist mein erstes Buch von Carlsson und es war 2019 für den schwedischen Krimipreis nominiert.

Eine junge Frau wird in einem Brandhaus tot aufgefunden. Als Täter kommt sofort ihr aufbrausender Freund in Verdacht und wird anschließend auch verurteilt. Der kleine Isak hat den Täter, der sein Onkel ist, vergöttert und fast jeden Sonntag bei ihm verbracht. Da sein Onkel als Böse angesehen wird, fragt er sich nun, ob er das ebenfalls in sich trägt. Der junge Polizist Vidar, der an der Aufklärung des Mordes beteiligt war, mag den Jungen, mit dem er dann 10 Jahre später wegen Diebstahl wieder zu tun hat. Als Isak verschwindet macht Vidar sich auf die Suche nach ihm und versucht nochmals die Wahrheit über den damaligen Mord heraus zu finden.

Das hört sich eigentlich alles sehr interessant an. Was mich hier gestört hat, war die fehlende Spannung und die teilweise langatmigen Kapitel. Vielleicht liegt es auch am Schreibstil, den ich als zu ruhig und nüchtern betrachte.

Vidar und Isak sind beides schwierige Charaktere, depressiv, nachdenklich, wenig lebensfroh. Das zieht sich auch durch die verschiedenen Lebensphasen, 1994, 2004 und 2017, hindurch. Die Darstellung derer ist auf jeden Fall meisterhaft gelungen. Man merkt deutlich heraus, was die Gesellschaft in Bezug auf Vorurteilen bei Menschen bewirken kann. Da konnte ich an vielen Stellen gut mitfühlen. Letztendlich konnte mich das Buch aber nicht begeistern.

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