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Veröffentlicht am 31.07.2021

Schwierige Familienbande

Firefly Creek
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„Firefly Creek: Sehnsucht in deinem Herzen“ ist der Auftakt der Firefly Creek – Reihe von Lilian Kaliner.
Schauplatz der Handlung ist die Silverwood Ranch der Familie Bennett in Firefly Creek, der Stadt ...

„Firefly Creek: Sehnsucht in deinem Herzen“ ist der Auftakt der Firefly Creek – Reihe von Lilian Kaliner.
Schauplatz der Handlung ist die Silverwood Ranch der Familie Bennett in Firefly Creek, der Stadt der Glühwürmchen. Hierhin kehrt Ethan Bennett zurück, nachdem er in Sydney so gut wie alles verloren hat. Doch nicht alle empfangen ihn mit offenen Armen, denn nicht nur sein ältester Bruder John, sondern auch sein Vater Harry zeigt sich reserviert. Überrascht muss er feststellen, dass es auch einen Neuzugang auf der Ranch gibt, denn Liz, die junge Witwe seines Bruders Samuel, führt den Haushalt der fünf Bennetts und lebt mit ihrem vierjährigen Sohn im Haus der Familie.

Ethan war mit seinem Faible für Zahlen schon immer der Außenseiter der Familie und der Einzige, der die Ranch und damit den Familienbetrieb je verlassen hat. Seine Zweifel, ob die Rückkehr tatsächlich eine gute Idee war, scheinen sich zu bewahrheiten, wenn da nicht Liz wäre. Sie ist der Sonnenstrahl, der den raubeinigen Männerhaushalt erhellt und mit Olli ist eine neue Generation der Bennetts eingezogen.
Unter der wortkargen Oberfläche brodeln einige ernste Familienkonflikte, die vor allem zwischen John und Ethan langsam eskalieren. Und die aufblühenden Gefühle zwischen Ethan und seiner Schwägerin Liz tragen auch nicht zur Beruhigung der Situation bei.
Die Charaktere schleichen sich beim Lesen ganz unauffällig ins Herz und man hofft und leidet mit ihnen bis zum Schluss mit. Die aufgeworfenen Dramen und Konflikte wirken lebensnah und authentisch, auch wenn die Sorgen und Probleme einer südaustralischen Ranch natürlich speziell sind. Die Autorin hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, in dem man komplett versinken kann. Dabei schlägt sie in ihrer wunderschönen und emotionalen Lovestory eher leise Töne an, die den liebenswerten und bodenständigen Charakteren vollkommen entsprechen. Mich hat das Schicksal der Protagonisten sehr berührt und vor allem ihre Entwicklung im Laufe der Handlung und am Ende ist überaus gut gelungen.

Mein Fazit:
Der Auftakt dieser Reihe konnte mich komplett überzeugen und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.07.2021

Herzzerreißender Abschluss

Only One Note
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„Only One Note“ ist der abschließende dritte Band der emotionalen Buchreihe von Anne Goldberg, die mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Nell und Charles sind bereits fast ihr halbes Leben ein ...

„Only One Note“ ist der abschließende dritte Band der emotionalen Buchreihe von Anne Goldberg, die mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Nell und Charles sind bereits fast ihr halbes Leben ein Vorzeige-Paar, welches seit der Schulzeit unzertrennlich ist. Die Schöne und der Streber ergänzen sich perfekt und in wenigen Wochen soll ihre Traumbeziehung mit einer Hochzeit gekrönt werden. Doch der Alltag und noch andere Probleme haben auch beim perfekten Paar ihre Spuren und kleine Risse hinterlassen. Als Charles einen dummen Fehler begeht, steht die gemeinsame Zukunft auf dem Prüfstand und beide müssen entscheiden, ob sie immer noch die gleichen Ziele und Wünsche haben und ob ihre Liebe mehr als eine Erinnerung ist.

Ich habe bereits die beiden Vorgängerteile gelesen, die auch alles andere als leichte Kost sind. Aber mit diesem abschließenden Teil, der ebenfalls um das allumfassende tragische Ereignis kreist, werden emotionale Abgründe aufgerissen, die alles vorher in den Schatten stellen.
Die komplette Story wird diesmal aus der Perspektive von Charles erzählt, was ich von Anfang an gut fand. Gerade seine Sichtweise zu ihrer langjährigen Beziehung und zu seinem Fehler war interessant. Ich fand es sehr berührend und teils richtig süß, wie er um Nell und ihre Liebe kämpft, die durch ihn ins Wanken geraten ist. Auch wenn ich seine Gefühle einerseits nachvollziehen konnte, wollte ich ihm am Anfang eigentlich keine Sympathien entgegenbringen. Aber diese Haltung änderte sich recht schnell, einfach weil seine Emotionen so echt und authentisch dargestellt sind, dass man ihm seine Reue absolut abnimmt.
Auch im dritten Teil sind mir die tiefgründigen Charaktere mit all ihren Ecken und Kanten unglaublich schnell ans Herz gewachsen, so dass mich die Wendungen sehr berührt haben. Die Taschentuchbox sollte beim Lesen nicht allzu weit weg stehen, denn ohne kommt man fast nicht aus. Der Erzählstil von Anne Goldberg ist so direkt und unverfälscht, ich weiß gar nicht wie ich es sonst ausdrücken sollte. Sie trifft mit ihren Worten genau dorthin, wo es weh tut und man leidet jede Sekunde mit den Protagonisten mit. Gleichzeitig erlebt man auch jeden witzigen und romantischen Moment hautnah mit.

Mein Fazit:
Unglaublich traurig, aber auch hoffnungsvoll und wunderschön! Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung, die für die gesamt Reihe gilt!

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Blutiger Alleingang

Blutbringer
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„Blutbringer“ von Paul Cleave ist ein packender Thriller, dessen Titel nicht zu viel verspricht.
Deputy Noah Harper überschreitet bei der Suche nach der verschwundenen siebenjährigen Alyssa viele Grenzen ...

„Blutbringer“ von Paul Cleave ist ein packender Thriller, dessen Titel nicht zu viel verspricht.
Deputy Noah Harper überschreitet bei der Suche nach der verschwundenen siebenjährigen Alyssa viele Grenzen und schreckt auch vor Folter nicht zurück. Dadurch kann er Alyssa zwar retten, aber er selbst verliert seinen Job, seine Frau und seine Heimat. Zwölf Jahre und gefühlt ein ganzes Leben später erreicht ihn ein Anruf, der erneut alles zum Stillstand bringt. Alyssa ist wieder verschwunden und Noah muss sein damals gegebenes Versprechen einhalten, auch wenn es ihn alles kosten könnte. Er kehrt zurück in seine Heimatstadt und macht sich auf die gefährliche Suche nach Alyssa.

Ich habe noch kein Buch von Paul Cleave gelesen und musste mich erst einmal an seinen Stil gewöhnen. Alles wird aus der Perspektive von Noah erzählt und die kurzen Sätze sorgen dafür, dass man sich fühlt, als würde man direkt in seinem Kopf sitzen und seine Gedanken verfolgen. Das entwickelt nach kurzer Zeit eine solche Sogwirkung, dass man das Buch gar nicht zur Seite legen kann.
Noah ist ein loyaler und pflichtbewusster Polizist, der bei der Suche nach Alyssa in einen Gewissenskonflikt gerät. Er trifft eine Entscheidung, die jeder moralisch anders bewerten kann und die auch im Laufe der Handlung in einem anderen Licht erscheint. Noah ist sich der Konsequenzen absolut bewusst und nimmt sie für Alyssas Leben in Kauf. Das gleiche passiert auch jetzt, zwölf Jahre später. Nur hat er diesmal noch weniger zu verlieren, was ihn für seine Gegner noch viel gefährlicher macht.
Noah ist ein unfreiwilliger Einzelgänger, der alle Ungerechtigkeiten gegen ihn stoisch gelassen hinnimmt. Ihm geht es nur um das Leben von Alyssa und sein Versprechen, was ich unglaublich beeindruckend finde. Es ist auch nicht so, dass er in Dirty Harry Manier einen blutigen Feldzug startet, sondern meist reagiert er einfach nur, zumindest am Anfang.
Noah ist ein unglaublich tiefgründiger Charakter, mit dem ich bis zum Schluss mitgefiebert habe. Allein dadurch, dass man so direkt an Noah dran ist, bleibt das Spannungsniveau beständig hoch. Paul Cleave greift in diesem Thriller reale Bezüge auf, die absolut erschreckend und düster sind. Überraschende Wendungen, jede Menge Action und das rasante Erzähltempo machen diesen Thriller zu einem Lesevergnügen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.07.2021

Hic sunt dracones

Angstrichter (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 4)
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„Angstrichter“ von Lars Schütz ist ein neuer spannender Thriller mit den beiden Profilern Jan Grall und Rabea Wyler.
In Nürnberg geschieht ein grausamer Mord, der an mittelalterliche Bestrafungsmethoden ...

„Angstrichter“ von Lars Schütz ist ein neuer spannender Thriller mit den beiden Profilern Jan Grall und Rabea Wyler.
In Nürnberg geschieht ein grausamer Mord, der an mittelalterliche Bestrafungsmethoden erinnert. Das Opfer wurde offenbar gevierteilt und die Reste seines Körpers aufgehängt an den Stadttoren öffentlich zur Schau gestellt. Die Geschichtsprofessorin Ellen fühlt sich nicht nur als Mittelalterexpertin betroffen, sondern das Opfer war einer ihrer Studenten. Sie kennt Jan Grall noch vom Studium und hat seinen spektakulären Werdegang verfolgt, so dass sie ihn spontan um Hilfe bittet. Kurze Zeit später taucht ein Video vom Mord im Internet auf, welches bestätigt, dass tatsächlich ein Scharfrichter seiner blutigen Aufgabe nachgeht.

Jan Grall und Rabea Wyler gehen seit ihrem letzten Fall beruflich eigentlich getrennte Wege, aber als Jan Rabea um Hilfe bittet, ist sie sofort zur Stelle. Der vierte Fall führt die beiden in die Welt des Mittelalters, in der drakonische Strafen und grausame Foltermethoden an der Tagesordnung waren. Wer die Reihe kennt, der weiß, dass diese vom Autor auch sehr plastisch und detailreich beschrieben werden, so dass man nicht allzu zarte Nerven haben sollte.
Das Profilerduo hat eine großartige Dynamik, die auch nach längerer Trennung nahtlos funktioniert. Die Perspektiven wechseln zwischen den verschiedenen Charakteren und man bekommt dabei nicht nur Einblicke in die Gedanken von Jan und Rabea, sondern auch in die Köpfe der Opfer und des Täters. Das erzeugt wie gewohnt eine beklemmende und packende Atmosphäre, der man sich gar nicht entziehen kann.
Die Handlung ist absolut spannend und voller überraschender Twists. Ich liebe diese Thrillerreihe, die mich jedes Mal begeistern kann. Das Privatleben von Jan und Rabea ist genauso interessant wie der Fall und mir gefällt sehr, wie sich die beiden Charaktere im Laufe der Bücher weiterentwickelt haben. Gleichzeitig wird die mitreißende Story nicht von den privaten Verwicklungen dominiert, sondern Lars Schütz findet genau die richtige Balance.

Mein Fazit:
Auch mit dem vierten Band konnte mich der Autor komplett begeistern. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.07.2021

Undercover verliebt

Ziel aufs Herz
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„Ziel aufs Herz“ von Catherine Bybee ist der Auftakt zu ihrer neuen romantischen Reihe Herzen im Visier.
Die 24jährige Claire arbeitet bei einer exklusiven privaten Sicherheitsfirma und ist für ihren anspruchsvollen ...

„Ziel aufs Herz“ von Catherine Bybee ist der Auftakt zu ihrer neuen romantischen Reihe Herzen im Visier.
Die 24jährige Claire arbeitet bei einer exklusiven privaten Sicherheitsfirma und ist für ihren anspruchsvollen Job perfekt ausgebildet. Ihr neuer Auftrag führt sie Undercover als Schülerin an eine Highschool, da dort immer wieder Mädchen verschwinden, die offenbar in die Fänge von Menschenhändlern geraten sind. Zur Seite steht ihr dabei ihr attraktiver Kollege Cooper Lockman, der nach sechs Jahren Einsatz in Europa zurückgekehrt ist. Schon immer sprühten zwischen den beiden die Funken, aber Cooper wurde von Claire bisher in die Friendzone verbannt. Gibt es nach sechs Jahren Auszeit eine zweite Chance?

Die Autorin verbindet in ihrer Geschichte spannende Undercover-Ermittlungen mit einer süßen Lovestory, die die beiden toughen Ermittler an ihre professionellen Grenzen bringt.
Claire kam mit achtzehn Jahren zu McBain Security und ist für den ansonsten knallharten Boss so etwas wie eine Ziehtochter. Damals lernte sie auch den sechs Jahre älteren Cooper kennen, der sich schnell darüber klar wurde, dass er seine Gefühle für Claire nicht unter Kontrolle halten kann und daher das Angebot für Europa unbedingt annehmen muss. Nun sind beide älter und reifer und Cooper wird beim Anblick von Claire von seinen Gefühlen augenblicklich eingeholt. Jetzt muss er nur noch seine Angebetete von sich überzeugen, was gar nicht so einfach ist.
Während Claire und Cooper mit der gegenseitigen Anziehung und ihren Emotionen kämpfen, müssen sie gleichzeitig verdeckt ermitteln und dürfen um keinen Preis auffallen. Die Suche nach den Hintermännern, die die Mädchen verschwinden lassen, ist ziemlich spannend und führt immer wieder auf falsche Fährten.
Catherine Bybee findet mit ihrem lockeren und humorvollen Schreibstil in ihrem Buch den perfekten Mix aus Romance und Crime. Aber auch in ernsten und berührenden Szenen trifft sie genau den richtigen Ton. Die Chemie zwischen den Protagonisten stimmt und ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe.

Mein Fazit:
Das Buch bietet rundum gelungene Unterhaltung und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

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