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Veröffentlicht am 29.08.2021

Paula - zwischen Kunst und Liebe

Eine Familie in Berlin – Paulas Liebe
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Inhalt übernommen:

Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts. Sie nennen ihn "Merlin", weil er alle verzaubert – der Mann, den ihr Bruder ihr als seinen Freund vorstellt. Paula Oppenheimer, die in einem offen ...

Inhalt übernommen:

Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts. Sie nennen ihn "Merlin", weil er alle verzaubert – der Mann, den ihr Bruder ihr als seinen Freund vorstellt. Paula Oppenheimer, die in einem offen jüdischen Haushalt groß geworden ist, verliebt sich in den jungen Dichter Richard Dehmel. Er verkehrt mit vielen Literaten und will als Künstler leben. Paula wird zu seiner Muse und zur strengen Kritikerin seiner Texte. Als sich ihre Eltern gegen ihre Verbindung stellen, kämpft Paula für ihre Liebe. Doch dann muss sie sich fragen, ob Richards wilde, unkonventionelle Art sie auf Dauer glücklich machen kann … Das Porträt einer Künstlerin in unruhigen Zeiten: Am Anfang war sie die Ehefrau des Dichters Richard Dehmel – dann wurde sie selbst zur Schriftstellerin.

Meine Meinung:

Ich kenne mehrere Familiensagas von Ulrike Renk, die ich mit Begeisterung gelesen habe. Ihr neuestes Werk unterscheidet sich jedoch deutlich von den Vorgängern,sowohl was die Protagonistin,ihren familiären Hintergrund,als auch den Schreibstil betrifft.

Die im Mittelpunkt stehende Familie Oppenheimer pflegt einen sehr liebevollen Umgang miteinander,hat eine große Liebe zur Kunst und Literatur und einen starken Hang zu philosophischen Gesprächen.Das war für mich zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und vor allen Dingen die vielen Briefe, welche in dem Buch wiedergegeben wurden, empfand ich streckenweise als sehr kitschig. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und tauchte immer intensiver in die Vergangenheit ein.

Wie immer bei dieser Autorin, werden die einzelnen Personen, ihre Gedanken und die Orte an welchen sie sich aufhalten, sehr genau und intensiv beschrieben (großes Kopfkino).Ich habe mich Paula, ihrem Bruder Franz und ihrer Tante Auguste, die einen großen Anteil an ihrer Entwicklung hatte, sehr verbunden gefühlt. Carl,der Nachzügler der Familie sorgte mit seinen Sprüchen für den einen oder anderen Schmunzler.

Ihre Ehe mit ihrer großen Liebe Richard, verläuft leider nicht so, wie sie es erhofft hatte. Ich bin gespannt wie es im nächsten Buch weitergeht und wie Paula ihr Leben fortan meistert.

Fazit:

Ein Buch, was mich nach einer Eingewöhnungsphase sehr gut unterhalten hat.Ich

Veröffentlicht am 23.08.2021

Das Leben - ein ständiger Kampf

Umwege sind auch Wege
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Umwege sind auch Wege!«, findet Annabelle Mandeng. Und Stoppschilder gibt es für sie nicht, es sei denn, sie hält sie selbst hoch. Ob sie von den Nachbar*innen »Schokokind« genannt ...

Inhalt übernommen:

Umwege sind auch Wege!«, findet Annabelle Mandeng. Und Stoppschilder gibt es für sie nicht, es sei denn, sie hält sie selbst hoch. Ob sie von den Nachbar*innen »Schokokind« genannt wird, bei einem Autounfall fast ihren linken Arm verliert, in Pakistan als Schwarze Tochter einer blonden alleinerziehenden Mutter gemobbt wird oder Stangen und Schrauben im Rücken hat – unbeirrbar, mutig und, wenn nötig, auch geduldig bahnt Annabelle Mandeng sich ihren Weg. Dabei lernt sie, Widerständen und rassistischen Anfeindungen mit Offenheit, Empathie, Disziplin und Humor (»der durchaus auch schwarz sein kann«) zu begegnen. Ihr Lebensmotto: Aufgeben gilt nicht!
Dann – kurz vor ihrem 50. Geburtstag – hat sie ihren Durchbruch als Schauspielerin: Für ihre Rolle in »Berlin Alexanderplatz« wird sie auf der Berlinale 2020 gefeiert. Aber Ausruhen kommt für Annabelle Mandeng nicht in Frage. Schließlich hat sie noch viel mehr vor …

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass mir Annabelle bis jetzt kaum bekannt war. Mit diesem Buch hat sich das jedoch grundlegend geändert. Es ist unglaublich, was das Leben dieser taffen Frau bis jetzt zugemutet hat.Umso erstaunlicher, dass sie immer wieder die Schwierigkeiten bewältigt hat und sich niemals unterkriegen lKeßler.

Auf eine eher distanzierte und lapidare Weise erzählt sie von ihrem ereignisreichen Leben, in dem sie nicht nur wegen ihrer Hautfarbe Probleme hatte sondern auch mit vielen gesundheitlichen Einschränkungen fertig werden musste.

Das Buch ist relativ dünn, ich hätte mir an manchen Stellen etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht. Mich hat ihre Geschichte tief beeindruckt, ich solle ihr großen Respekt.

Veröffentlicht am 22.08.2021

Eine Achterbahn der Gefühle

Sophies Café
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Seit Leah vor zehn Jahren geheiratet hat, erträgt sie die Brutalität ihres Mannes. Nach einem erneuten Gewaltausbruch schlägt sie in Notwehr zurück und entkommt. Einige Wochen später ...

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Seit Leah vor zehn Jahren geheiratet hat, erträgt sie die Brutalität ihres Mannes. Nach einem erneuten Gewaltausbruch schlägt sie in Notwehr zurück und entkommt. Einige Wochen später erreicht sie Rivertown, eine malerische Kleinstadt in South Carolina, wo sie Sophie, die warmherzige Eigentümerin eines hübschen Cafés, kennenlernt. Die engagierte Frau schließt Leah sofort in ihr Herz und gibt ihr ein neues Zuhause.

Mithilfe von Sophie und des charmanten Anwalts Crowley gelingt es Leah, schon bald ein Teil von Rivertown zu werden. Doch ihre Vergangenheit scheint einer tiefergehenden Freundschaft zu Crowley im Wege zu stehen. Werden beide zueinander finden und es schaffen, Vergangenes hinter sich zu lassen und einen gemeinsamen Neuanfang zu wagen?

Meine Meinung:

Der erste Teil des Buches brachte mich gefühlsmäßig an meine Grenzen. Die Beschreibungen der Hölle,welche Leah in ihrer Ehe erlebte waren unfassbar grausam.Ich habe mehr als einmal gedacht, warum verlässt sie diesen schrecklichen man nicht und sucht sich Hilfe. Aber es ist leicht, als nicht Betroffener über so etwas zu reden, wenn man in so einer Situation steckt, sieht die Sache ganz anders aus.

Nachdem sie endlich unter schlimmen Umständen den Absprung geschafft hat,wendet sich ihr Leben. Der kleine Ort Rivertown und seine Bewohner,allen voran Sophie, tut ihrer geschundenen Seele gut und nach und nach findet sie wieder ins Leben zurück.Ob sie auch der Liebe wieder einen Platz in ihrem Leben einräumt, bleibt lange Zeit unklar.

Ich habe das Buch mit wachsender Begeisterung und in ziemlich kurzer Zeit gelesen und durchlebte dabei die ganze Palette an Gefühlen. Die bildhafte Beschreibung führte dazu, dass ich mir jede einzelne Person genau vorstellen konnte. auch den kleinen Ort Rivertown hatte ich genau vor Augen.Auf eine unaufdringliche Weise fand auch der christliche Glaube immer wieder Eingang in die Geschichte.

Fazit:

Ein Buch, was mich tief bewegt hat und was ich sehr gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 20.08.2021

Die Isdalfrau

Das letzte Bild
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Die Schriftstellerin Eva entdeckt eines Morgens in der Zeitung das Bild einer Frau , die ihrer Mutter zum Verwechseln ähnlich sieht.Es handelt sich um eine Frau, die 1970 in Norwegen tot aufgefunden wurde ...

Die Schriftstellerin Eva entdeckt eines Morgens in der Zeitung das Bild einer Frau , die ihrer Mutter zum Verwechseln ähnlich sieht.Es handelt sich um eine Frau, die 1970 in Norwegen tot aufgefunden wurde und deren Identität nie geklärt werden konnte. Als sie ihre Mutter damit konfrontiert, tut diese die Sache ganz lapidar ab, Eva jedoch merkt, dass sie etwas verbirgt. Ihr Spürsinn ist geweckt ,sie beginnt zu recherchieren und findet heraus, dass es sich um ihre Tante handelte, die vor vielen Jahren verschwundene Zwillingsschwester ihrer Mutter. Eva reist nach Norwegen und versucht Licht ins Dunkel zu bringen. Nach und nach kommen unglaubliche Geschehnisse ans Tageslicht.

Das Buch wird abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit, im Leben von Margarete, Evas Tante, erzählt.
Geschickt vermischt die Autorin Fiktion und Wirklichkeit und enthüllt eine Geschichte von unglaublicher Tragweite. Neben mehreren miteinander verwobenen Familiengeschichten, geht es auch um die dunkle Vergangenheit zur Zeit der Naziherrschaft. Ich habe schon verschiedene Bücher gelesen, welche sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, jedoch war noch keines darunter, in welchem die Rolle Norwegens zu dieser Zeit thematisiert wurde.
Man merkt dem Buch die außerordentlich gute Recherche Arbeit sehr deutlich an. Die im Anhang aufgeführten Erläuterungen untermauern diese Tatsache noch einmal.
Obwohl es an einigen Stellen etwas zähflüssig war,hat mich das Buch begeistert.

Fazit:
Eine absolute Empfehlung für Leser mit geschichtlichen Interesse.

Veröffentlicht am 23.07.2021

Zwei Frauen - zwei Schicksale

Wir für uns
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Inhalt:
Josie ist mit Anfang 40 schwanger von ihrem Geliebten,der verheiratet ist und bereits zwei Kinder hat. Er drängt Josie zur Abtreibung,doch was will sie?Kathi hat gerade nach fast 50 Jahren Ehe ...

Inhalt:
Josie ist mit Anfang 40 schwanger von ihrem Geliebten,der verheiratet ist und bereits zwei Kinder hat. Er drängt Josie zur Abtreibung,doch was will sie?Kathi hat gerade nach fast 50 Jahren Ehe ihren Mann verloren. Durch einen Zufall treffen die beiden Frauen auf einander und ganz langsam entwickelt sich zwischen ihnen eine Freundschaft. Neben diesem Kernthema gibt es noch einige andere Probleme. Kathis Sohn hat sich gerade von seiner Frau getrennt, den Grund dafür kann Kathi nur sehr schwer akzeptieren.Josie hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und außerdem gibt es in ihrer Familie das Geheimnis um Babette, ihre früh verstorbene Schwester. Dann gibt es noch Melanie, allein erziehende Mutter von zwei Kindern, von denen eines das Down-Syndrom hat. Die beiden Frauen lernen sich per Zufall kennen und werden nach und nach Freundinnen.

Auf eine unaufgeregte,dennoch emotionale Weise berichtet die Autorin über die verschiedenen Schicksale und Zusammenhänge.
Zu Anfang habe ich über Josie manchmal den Kopf geschüttelt und gedacht, wie kann eine Frau in dem Alter noch so naiv sein und sich durch einen Mann über mehrere Jahre in die zweite Reihe stellen lassen, immer die Hoffnung im Hinterkopf, dass er sich doch irgendwann von seiner Frau trennt. Im Verlauf der Geschichte wurde sie mir jedoch zunehmend sympathischer, weil sie es geschafft hat, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich nach und nach von der Meinung anderer Leute befreit.
Kathi ist eigentlich eine Frau, die zupackt und sich nicht unterkriegen lässt. Allerdings ist sie,was ihre Meinung betrifft, oft sehr stur und festgefahren.
Beide Frauen profitieren im Verlauf der Geschichte voneinander und so kommt es zu einer Entwicklung, die für beide viele Vorteile bringt.
Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen, sie war emotional und hatte auch einen gewissen Tiefgang.