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Veröffentlicht am 23.07.2021

Leider komplett anders als erwartet

Never say Never
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„Never say Never“ ist ein Buch, bei dem ich es kaum erwarten konnte, endlich mit lesen zu beginnen. Die anderen Leser scheinen total begeistert von der Story zu sein, das Cover ist einfach ein Traum und ...

„Never say Never“ ist ein Buch, bei dem ich es kaum erwarten konnte, endlich mit lesen zu beginnen. Die anderen Leser scheinen total begeistert von der Story zu sein, das Cover ist einfach ein Traum und auch die Story hörte sich wirklich sehr spannend und vor allem auch außergewöhnlich an.

Es geht um Moira, die Nachtschichten in einen Callcenter für Telefonseelsorge schiebt. Doch als an einem Abend gleich zwei Mörder bei ihr anrufen, gerät Moiras Welt aus den Fugen. Klar ist, dass sie sich von dem Serienmörder Magnus absolut in Acht nehmen sollte. Aber wie kann das funktionieren, wenn dieser beschlossen hat, sie mit in sein krankes „Spiel“ aufzunehmen?
Ihre einzige Chance scheint Arūnas zu sein, von dem sie jedoch nur weiß, dass er ebenso kriminell wie Magnus ist. Aber sie spürt auch, dass Arūnas der einzige ist, dem sie noch vertrauen kann. Oder doch nicht?
Denn in Wirklichkeit sorgen Intrigen und Verstrickungen für noch mehr Komplikationen. Dabei wäre es schon kompliziert genug, dass Moira sich ausgerechnet zu Arūnas hingezogen fühlt, oder nicht?

So sehr ich mich auch auf die Story gefreut habe, so sehr wurde ich auch enttäuscht. Leider.
Die Entwicklung der Handlung war komplett anders, als ich es erwartet und erhofft hatte, nach dem, was der Klappentext versprach. Eigentlich war ich mir auch sicher, dass Moira eine Protagonistin sein würde, in die ich mich total hineinversetzen könnte. In der Realität fiel mir aber mit jeder Seite schwerer, sie zu verstehen und ihre Leichtgläubigkeit hat mich in den Wahnsinn getrieben.

Natürlich hat mich nicht alles gestört. Die erste Hälfte des romans hat mich, um ehrlich zu sein, sogar absolut umgehauen. Ich glaubte, ein neues Highlight für mich entdeckt zu haben. Das Buch liest sich, und das behält es auch durchweg bei, unheimlich angenehm & herrlich flüssig.
Besonders mochte ich auch die Perpektivenwechsel, da Arūnas einfach ein wunderbarer Protagonist ist und ich ihn soooo gern hatte.

Aber nach der ersten Hälfte hat sich etwa geändert. Es ging „mehr zur Sache“ und der Schreibstil in den gewissen Szenen war gar nicht meins. Mit der Zeit verging mir das Lachen und ich musste einfach nur nich den Kopf schütteln. Ich weiß, in diesem Punkt scheiden sich die Geister und normalerweise habe ich ich nie Probleme. Aber hier? Einfach nein.
Die Autorin spart an solchen Szenen auch nicht und ich musste mich ziemlich zusammenreißen, das Buch doch noch zu beenden.
Gleichzeitig hat die Thematik, auch wenn sie mir ein wenig zu düster war, etwas Fesselndes und ich habe das Buch dann eben zu Ende gelesen. Nur um mich am Ende erst recht aufzuregen, wegen dem fiesen Cliffhanger… Und nun würden noch drei weitere Bände folgen, und so sehr ich den Ausgang wissen möchte, weiß ich eben doch, dass die Lesestunden, und mögen sie auch noch so schnell vergehen, mich ziemlich viele Nerven kosten würden…

Fazit:
Aufgrund der tollen ersten Hälfte habe ich mich entschlossen, dem Buch die Hälfte an Sternen zu geben, also 2,5. Nur weil es nicht meins war, würde ich niemals sagen, dass „Never say Never“ nicht empfehlenswert ist. Im Gegenteil. Wer Krimis und Thriller liebt, wird das Buch sicher lieben und wenn man erotische Liebesromane mag, dann erst recht. Alle anderen sollten sich darüber im Klaren sein, dass „Never say Never“ nicht in sich abgeschlossen ist, und man am Ende so oder so irgendwie weiterlesen muss…

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Veröffentlicht am 24.04.2021

Bedrückende Enttäuschung

Eines Tages für immer
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Wenn ich bisher in meinen Rezensionen ein Buch als tiefgängig beschrieben habe, dann habe ich damit gleichzeitig auch gemeint, dass es mich wirklich berühren konnte. Es war für mich immer klar, wenn ich ...

Wenn ich bisher in meinen Rezensionen ein Buch als tiefgängig beschrieben habe, dann habe ich damit gleichzeitig auch gemeint, dass es mich wirklich berühren konnte. Es war für mich immer klar, wenn ich sage, das Buch hat Tiefe, ist ernst und traurig, dann meine ich das im positiven Sinne. Und nun habe ich „Eines Tages für immer“ gelesen, und bin mir nicht mehr sicher…
Aber von vorne: Worum geht es in dem Buch?
Der Roman ist aufgebaut aus zwei Handlungssträngen, die sich in jedem Kapitel abwechseln. Es gibt die Handlung aus DAMALS (1972). Hier geht es um die 19-jährige Kunststudentin Alice. Sie ist talentiert und als sie im Musiker Jake ihre große Liebe findet, scheint sie ein wundervolles Leben vor sich haben. Sie wird schnell schwanger, beide freuen sich auf das Baby. Bis die schwere Vergangenheit der zwei sie einholt.
Der zweite Handlungsstrang spielt im HEUTE, oder besser gesagt im Jahr 2000. Luke ist hier der Protagonist. Von klein auf wusste er, dass er adoptiert worden war - und litt auch immer darunter. Denn für ihn gab es nichts wichtigeres, als seine leiblichen Eltern. Und nun hat er sie endlich gefunden. Alice und sein Vater Rick sind bald Teil der Familie. Aber die Situation entwickelt sich nicht wie erwartet und Luke ahnt, dass Alice ein Geheimnis vor ihm hütet.

Eigentlich bin ich immer großer Fan von Perspektivenwechseln. Aber hier war es ein wenig too much. Meist dauerte ein Kapitel nur 5 Seiten, dann fand man sich in einer komplett anderen Umgebung, anderes Jahr, andere Figuren wieder. Das machte es einem unfassbar schwer, in das Buch zu finden. Wenn ich ehrlich bin, ist mir das auch nie wirklich gewonnen.
Der Schreibstil ist nicht unbedingt einfach zu lesen, in einen Lesefluss bin ich nicht gekommen. Vielmehr hat sich die Geschichte unfassbar in die Länge gezogen.
Ich hatte schnell eine Idee, was das große Geheimnis der Geschichte sein würde. Und diese bestätigte sich letztendlich auch, dazwischen war die Geschichte recht unspektakulär. Aber dennoch hat dieses Geheimnis das gesamte Buch überlagert und eine sehr bedrückende Stimmung erzeugt. Es gibt Geschichten, die bezeichnet man gerne als „Wohlfühlbuch“. „Eines Tages für immer“ ist für mich exakt das Gegenteil davon. Ich hatte etwas ganz anderes erwartet, weshalb ich offen gestanden einfach enttäuscht bin.
Erst gegen Ende hin, nahm die Handlung an Fahrt auf, aber gleichzeitig wurde sie mir zu, hmmm wie soll ich sagen?! Verrückt, abgedreht. Aber nicht im Sinne von unnatürlich, sondern einfach nicht greifbar.
Und dann noch ein Punkt, in dem ich sehr zweigespalten bin: Die Charaktere. Es gibt eine wirklich große Menge an Figuren. Doch ich habe nur zu den wenigsten einen Draht gefunden. Und leider gar nicht zu den Protagonisten. Luke hat mich ziemlich die Nerven gekostet. Ich konnte zwar verstehen, wieso ihn die Autorin so darstellt, aber das ändert nichts daran, dass der Protagonist es ist, der einem eine Geschichte nahebringen muss. Der den Leser mit ins Geschehen hineinzieht. Und wenn man Probleme mit dem Protagonisten hat, dann hat man in der Regel auch Probleme mit der Story an sich.
Insgesamt hat mir der frühere Handlungsstrang aus 1972 besser gefallen, weil ich Alice am Anfang wirklich gern hatte. Aber Alice taucht sowohl im DAMALS als auch im HEUTE auf- und diese zwei, komplett verschiedenen Versionen von ihr haben mich so sehr verwirrt, dass auch diese Sympathie zum Ende hin verschwand.

Fazit:
Wenn ich ehrlich bin, dann hat mich „Eines Tages für immer“ ziemlich enttäuscht. Es ist eine sehr ernste, traurige Geschichte. Aber außer, dass sie zu lesen bedrückend ist, kamen bei mir nur wenige Emotionen auf. Ich hatte sowohl mit den Figuren, als auch mit dem Schreibstil ein Problem. Letztendlich bin ich mir auch nicht sicher, was das Buch mir sagen möchte.
Die halbe Handlung, die aus 1972, gefiel mir zwar recht gut, aber sie macht eben nur die Hälfte des Buch aus. Und weil ich mir wirklich schwer tue, diesen Roman zu bewerten, werde ich das eben genau so in Sternen darstellen. Die Hälfte hat mir gefallen, also 2,5 von 5 Sternen. Eigentlich bewerte ich Bücher nicht gerne mit so wenigen Sterne, weshalb es mir auch irgendwie leid tut. Aber es ist nicht zu leugnen, dass ich enttäuscht von der Geschichte bin …

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Abgebrochen – Der Funke wollte bei mir nicht überspringen

Wild Mountain Eagles: Damian & Zoe
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Gleich vorweg: Ich habe diesen Roman nicht zu Ende gelesen und bei etwa 40 % abgebrochen. Nach einem guten Start konnte mich das Buch einfach nicht mehr fesseln und nachdem ich mich einige weitere Kapitel ...

Gleich vorweg: Ich habe diesen Roman nicht zu Ende gelesen und bei etwa 40 % abgebrochen. Nach einem guten Start konnte mich das Buch einfach nicht mehr fesseln und nachdem ich mich einige weitere Kapitel vergeblich darin versucht habe, wieder Interesse an der Story zu empfinden, nehme ich nun an, dass ich das Buch nicht mehr zu Ende lesen werde. Ihr fragt euch nun sicher: Warum?

Zuerst einmal war die Geschichte nicht das, was ich von ihr erwartet hatte. Aufgrund des Klappentextes und des Genres Sports-Romance war ich auf eine feurige Lovestory eingestellt. Mit hitzigen Wortgefechten und kribbelnder Chemie zwischen den Hauptfiguren. Doch nach einem „Not so Meet Cute“ und anfänglichen Vorurteilen habe ich diese prickelnden Reibereien zwischen Zoe und Damian ziemlich vermisst. Generell fand ich auch ihre Streite und Diskussionen nicht allzu überzeugend. Eher konstruiert.

Dieses Gefühl von einer konstruierten Geschichte ist ein weiterer Punkt, den ich ansprechen möchte.
Ich hatte beim Lesen nämlich das Gefühl, dass das Bild, welches die Autorin vermutlich von der Story, den Figuren, den Konflikten im Kopf hatte, nicht wirklich der Richtung entsprach, in die sich die Geschichte und Figuren entwickeln WOLLTEN. Dennoch wurden sie in die Wunschvorstellungs-Form gepresst, was als Ergebnis wenig authentisch und mehr irritierend war. Damian, der ein grumpy Alleingänger sein soll, verfällt Zoe bald und Zoe wuppt ihren neuen Job perfekt, braucht dann aber doch die starke Schulter zum Anlehen?! Zumindest überspitzt gesagt.
Aufgrund dieser Dissonanzen im Charakter der Figuren hatte ich auch große Schwierigkeiten damit, die beiden wirklich kennenzulernen und ein Gefühl für sie zu bekommen. Besser gesagt: Es gelang mir leider nicht, zumal beide und ihre Konflikte fiel zu glatt und einfach wirken.
Und wie ich immer sage: Bei einem Liebesroman müssen mich die Figuren überzeugen, sie brauchen Ecken und Kanten und müssen einen an sich ranlassen, sonst kommt von all den Emotionen der Story nichts bei mir an.

Nach der anfänglichen Neugier, Vorfreude und Interesse an der Story fiel mir allmählich auf, wie schwer ich in die Geschichte hineinfand. Und dieses Gefühl wurde mit jedem weiteren Kapitel stärker, sodass meine Gedanken beim Lesen immer mehr abschweiften. Die Wendungen und ihre Übergänge wirkten nicht rund. Hilfreich war auch nicht, dass mein Lesefluss immer wieder ins Stocken geriet, weil der Schreibstil ein paar seltsame Eigenheiten hat. Würde man von Kollegen immer mit vollem Vor- und Nachnamen sprechen, wahlweise samt ihrer Berufsbezeichnung? Braucht es all die Füllwörter? Verwendet man in Dialogen wirklich das Präteritum?
Das war dann der Punkt, an dem ich das Buch unbeendet zur Seite legte und mich nach einer anderen Lektüre umsah.

Mein Fazit:
Mich persönlich konnte das Buch nicht abholen. Vielleicht ergeht es anderen anders, aber meiner Meinung nach gibt es spritzigere Sports-Romances als diese, mit Figuren, die mehr Facetten und Charaktertiefe zeigen. Und einer Storyline, die zwar vielseitig ist, aber dennoch in sich rund wirkt.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Kontextlos und wenig packend

Aliens für Piraten
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Worum geht es?
Der Klappentext zu ALIENS FÜR PIRATEN passt gut zum Inhalt und ich möchte auch nicht mehr dazu sagen, weil die Geschichte so kurz ist, dass jede Information fast schon spoilert. Es geht ...

Worum geht es?
Der Klappentext zu ALIENS FÜR PIRATEN passt gut zum Inhalt und ich möchte auch nicht mehr dazu sagen, weil die Geschichte so kurz ist, dass jede Information fast schon spoilert. Es geht schlichtweg um Aedan, der vom verurteilten Piraten zum Dozenten für Alienentführung wird und um May, die das Zielobjekt seiner ersten Entführungsmission ist.

Wie hat mir die Geschichte gefallen?
Sci-Fiction-Romance ist ein durchaus schräges, aber meiner Meinung nach einfach unterhaltsames Genre, zu dem ich zur Abwechslung immer wieder gerne greife. Bisher kannte ich nur die Geschichte von Nova Edwins, die ich genial finde. Jetzt wollte ich mal eine andere Autorin in diesem Genre ausprobieren, doch dieses Buch von Skye MacKinnon konnte mich leider nicht überzeugen.

Vorneweg muss ich sagen, dass die Geschichte der vierte Band einer Reihe ist und ich habe mir sagen lassen, mit dem Vorwissen aus den anderen Bänden würde die Story anders wirken.

Nun aber zu meiner Erfahrung: Die Geschichte hat etwa 60 eBook-Seiten, was für eine Kurzgeschichte durchaus funktionieren kann: Doch bei dieser Kurzgeschichte funktioniert es nicht. Die gesamte Geschichte war mir zu oberflächlich und knapp. Ich erwarte bei diesem Genre weder Tiefgang noch zweihundert Seiten. Aber ohne Kontext hat eine Geschichte keine Wirkung auf mich. Die Figuren werden sehr knapp beschrieben, sodass ich keine Verbindung zu ihnen herstellen konnte. Über May erfahren wir etwas mehr als über Aedan, doch jede Thematik wird nur einmal angeschnitten und nicht mehr aufgegriffen oder zu Ende geführt.

Die Handlung an sich war unterhaltsam und hatte auch zwei, drei lustige Szenen zum Lachen, aber ohne sympathische Figuren konnte sie mich nicht packen. Hinzu kommt, dass am Ende alles konstruiert wirkt, so als hätte das Happy End genau einem Muster entsprechen müssen und nicht dem eigentlichen Charakter der Geschichte.

Mein Fazit:
Von ALIENS FÜR PIRATEN gibt es von mir 2 von 5 Sterne. Die Grundidee der Geschichte gefällt mir, doch die Umsetzung war zu knapp gedacht. Wer die Vorgängerbände gelesen und gemocht hat, wird wohl auch mit diesem Band glücklich sein, doch für mich sind Skye MacKinnons Bücher nichts.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

DNF - Zu viel Drama, zu wenig Authentizität

Archer's Voice. Die geheime Sprache der Liebe
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Ich habe Mia Sheridan durch mein absolutes Lieblingsbuch "The Love That Lies Within" kennen- und vor allem lieben gelernt. Als ich deshalb zu ARCHERS VOICE gegriffen habe, tat ich das in der Erwartung ...

Ich habe Mia Sheridan durch mein absolutes Lieblingsbuch "The Love That Lies Within" kennen- und vor allem lieben gelernt. Als ich deshalb zu ARCHERS VOICE gegriffen habe, tat ich das in der Erwartung auf eine ebenso besondere und rührende Geschichte. Und im Grunde konnte ich den Stil und manche Motive der Autorin in diesem Roman wiedererkennen, aber die Geschichte an sich konnte mich nicht nachhaltig packen.
Ich habe vor einigen Monaten die erste Hälfte des Buches gelesen und seitdem liegt es unbeendet herum. Nun habe ich mich dazu entschieden, es auch dabei zu belassen. Möglich, dass mich irgendwann noch das Gefühl packt, das Buch beenden zu müssen, aber aktuell verspüre ich einfach kein Interesse mehr an der Story.
Als ich begann zu lesen, habe ich mich zunächst gewundert, ob dies wirklich dieselbe Autorin wie bei "The Love That Lies Within" sein kann, weil der Schreibstil ganz anders ist. Erzählung in der Ich-Perspektive und deutlich weniger Schnörkel und Bilder. So blöd sich das anhört, der Schreibstil kam mir lediglich durchschnittlich vor, im Vergleich zu dem, was ich von der Autorin gewohnt bin.
Archers Wesen und sein Leben im Verborgenen hat mich wiederum an Jonah aus Sheridans anderem Roman erinnert und generell wuchs mir Archer mit seiner unschuldigen, lieben Art schnell ans Herz. Bree hingegen hat mich beim Lesen ziemlich enttäuscht. An sich ist sie eine nette, junge Frau und auch was sie durchgemacht hat, ist echt nicht ohne. Aber genau deshalb konnte ich ihren Charakter nicht verstehen. Sie scheint in Anbetracht ihrer Erfahrungen und ihrem Leid unfassbar naiv. Außerdem wirkt es unrealistisch auf mich, wie "gut" sie mit ihrem Trauma zurechtkommt.

Alles in allem fand ich das Näherkommen von Archer und Bree aber sehr, sehr süß zu lesen und habe das Lesen der ersten Hälfte auch durchaus genossen. Doch die Dreiecks-Problematik, die sich anbahnt und all das Drama, das man vorhersehen kann mindern meine Lust weiterzulesen schlichtweg zu sehr. Die Liebesgeschichte ist meines Empfindens nach nach der Hälfte erzählt und für ein Haufen Drama brauche ich nicht weiterzulesen.

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