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Veröffentlicht am 23.04.2017

Humorvolles Conventionbuch mit süßer Liebesgeschichte

Ana und Zak
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Inhalt:
Ana und ihr jüngerer Bruder Clayton nehmen an derselben Quiz-Meisterschaft in Seattle teil wie Zak. Alles könnte gut sein, doch Mastergenie Clayton entwickelt sich zum kleinen Aas und haut heimlich ...

Inhalt:
Ana und ihr jüngerer Bruder Clayton nehmen an derselben Quiz-Meisterschaft in Seattle teil wie Zak. Alles könnte gut sein, doch Mastergenie Clayton entwickelt sich zum kleinen Aas und haut heimlich abends vom Turnier ab, um sich auf der nahe stattfindenden großen Science-Fiction-Comic-Convention zu amüsieren. Für Ana und Zak, die ihn finden müssen, bevor der Morgen graut (alles andere hätte furchtbare Konsequenzen) beginnt eine Nacht zwischen Orks, Bogen schießenden Amazonen und wild gewordenen Wikingern. Eine verrückte Nacht, in der beide über sich hinauswachsen, ihre Masken fallen lassen sich zum ersten mal so sehen, wie sie sind: verletzlich, wütend, voller Leben und randvoll mit Gefühlen füreinander.

Meinung:
Zak wird von seiner Lehrerin dazu verdonnert an einem Quiz-Bowl Turnier in Seattle teilzunehmen. Blöd nur das genau an diesem Tag Zaks allerliebste Convention stattfindet - ebenfalls in Seattle. Dennoch ergibt er sich seinem Schicksal und nimmt zusammen mit den Geschwistern Ana und Clayton am Turnier teil. Zak kann es jedoch nicht lassen und schwärmt Clayton von der Convention vor. Nicht verwunderlich ist es daher, dass dieser nach dem ersten Tag des Turniers zur Convention verschwindet. Ana und Zak machen sich auf die Suche nach ihm und geraten dabei von einer verrückten Situation in die Nächste.

Ich hatte bereits vor einiger Zeit ein Buch gelesen, welches sich ebenfalls um eine Convention mit einer eingebauten Liebesgeschichte dreht. Damals hatte ich bemängelt, dass mir zu viele spezielle Begriffe, Autoren und Personen erwähnt wurden, mit denen ich einfach nichts anfangen konnte. Daher war ich gespannt, wie das Thema Convention in "Ana und Zak" umgesetzt wird. Mir persönlich hat es wahnsinnig gut gefallen. Die Fachbegriffe halten sich sehr in Grenzen oder werden gut erklärt. Was mich hier überzeugen konnte, waren die verschiedenen Veranstaltungen und Spiele an denen Ana und Zak teilnehmen. So erlebt man die Convention hautnah mit. Es fühlte sich fast so an, als wäre ich selbst mit dabei.

Ana ist ein sehr ehrgeiziges Mädchen. Ihr bisheriges Leben ist von vorne bis hinten durchgeplant und einen Fehler darf sie sich nicht erlauben. Dies liegt vor allen Dingen an ihren Eltern, die Ana stark unter Druck setzen. Ana ist stellenweise unnahbar, zickig und von oben herab, dennoch konnte ich ihre Beweggründe verstehen und daher war sie mir nicht unsympathisch. Ana ist nicht unbedingt die typische Protagonistin, was sie für mich sehr interessant machte.
Zak ist das genaue Gegenteil von Ana. Er lebt in den Tag hinein und macht sich wenig Gedanken über seine Zukunft. In der Welt der Convention ist er ein kleiner Star und Frauenschwarm. Ich mochte Zak einfach wahnsinnig gerne. Auf den ersten Blick scheint es so, als hätte dieser keine Probleme. Nach und nach kommen aber immer mehr Dinge aus der Vergangenheit ans Licht.

Ich mochte die Beziehung die Ana und Zak während der Convention zueinander aufbauen sehr gerne. Im Verlauf der Geschichte vertrauen sie einander Dinge an die sonst niemand weiß.
Mit der Zeit etwas nervig fand ich die Suche nach Clayton. Dies wird für mich zu sehr in die Länge gezogen.
Gegen Ende gibt es noch eine Wendung der Geschichte die ich absolut unnötig und etwas zu abgehoben fand. Ohne dieses "Geschehnis" hätte die Geschichte auch wunderbar funktioniert.

Fazit:
Dieses Buch hat mich mit auf eine Convention voller Abenteuer, Nerds, Humor und Liebe mitgenommen. Ich war gerne mit Ana und Zak unterwegs und fühlte mich bei ihnen gut aufgehoben. Einzig die Entwicklung gegen Ende des Buches hat mir nicht wirklich gefallen.
4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 19.04.2017

Bewegendes Gedankenspiel zwischen Mensch und Pferd

Dark Horses
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Inhalt:
Merritt steckt in einer tiefen Krise und landet im Erziehungsheim »Good Fences«, einem Heim für »schwierige« Mädchen und »schwierige« Pferde. Dort trifft das verschlossene Mädchen auf den unberechenbaren ...

Inhalt:
Merritt steckt in einer tiefen Krise und landet im Erziehungsheim »Good Fences«, einem Heim für »schwierige« Mädchen und »schwierige« Pferde. Dort trifft das verschlossene Mädchen auf den unberechenbaren Hengst »Red«. Dieser wehrt jeden Menschen ab, außer Merritt. Aus den beiden Außenseitern wird auf Turnieren ein unschlagbares Team. Bis sich Merritt in den hübschen Jockey Carvin verliebt und Reds finsterer Instinkt durchbricht. Niemand ahnt, wozu das Pferd fähig ist.

Meinung:
Merritts Großmutter ist bereits vor einem Jahr verstorben, dennoch kommt Merritt immer noch nicht über ihren Tod hinweg. Nachdem sie eines Tages einfach von der Schule flüchtet, sehen ihre Eltern sich gezwungen sie in das Erziehungsheim Good Fences zu bringen. Dort kommen schwierige Mädchen im Teenageralter unter. Gemeinsam mit Pferden sollen sie versuchen ihre Probleme in den Griff zu bekommen. Merritt ist alles andere als begeistert, als sie jedoch den verschlossenen und wilden Hengst Red kennenlernt, fängt sie an eine Bindung zu ihm aufzubauen. Dabei ist Red alles andere als ein einfaches Pferd.

Da ich früher selbst geritten bin, war ich auf dieses Buch wahnsinnig neugierig. Ich stellte es mir spannend vor, dass wir nicht nur in Merritts Gedanken schauen können, sondern auch Reds Gedankenwelt eine große Rolle spielt. Vorab möchte ich sagen, dass dieses Buch nicht nur etwas für Pferdefans ist. Man sollte jedoch auch mit ein wenig Interesse an die Themen Pferde und Springreiten herangehen, da sich doch ein Großteil der Geschichte darum dreht.
Schon nach kurzer Zeit muss man als Leser feststellen, dass nicht nur Red so seine Probleme hat, sondern auch Merritt kein einfaches Leben hat. Über dem gesamten Buch liegt daher eine bedrückende Stimmung.
Ich persönlich brauchte gut die Hälfte des Buches um wirklich anzukommen. Vorher war das Buch keinesfalls schlecht, jedoch erst ab der Hälfte konnte ich mich voll und ganz auf Merritt und Red einlassen.

Durch den Tod von Merritts Großmutter hat sich diese sehr zurückgezogen. Sie fühlt sich einsam und allein und vor allen Dingen von ihren Eltern im Stich gelassen. Diese verfrachten Merritt nämlich nach Good Fences damit sie ihr Hobby Marathonlaufen nun endlich richtig ausleben können. Merritts Eltern waren für mich einfach nur fürchterlich. Ich fragte mich mehrmals, wie sie überhaupt auf die Idee gekommen sind ein Kind in die Welt zu setzen. Beiden sind ihre Hobbys deutlich wichtiger als ihre eigene Tochter. Merritt tat mir daher furchtbar leid.
Red hat bei seinem ersten Rennen als Rennpferd gehörig Mist gebaut und sollte eingeschläfert werden. Mr. de Rothschild kaufte ihn jedoch und schenkte Red seiner Tochter. Red ist ziemlich unberechenbar und besitzergreifend. Unter Merritt blüht er dann schließlich auf.
Beatrice ist Mr. de Rothschilds Tochter und mindestens genauso unberechenbar wie Red. Bei ihr weiß Merritt nie so wirklich woran sie ist, obwohl sie in ihr auch eine Freundin findet. Ich muss gestehen, dass ich Beatrice mit ihren wechselnden Launen teilweise etwas unheimlich fand. Dennoch ist sie ein sehr interessanter Charakter.

Im Wechsel wird sowohl aus Merritts als auch aus Reds Perspektive berichtet. Dabei sind Reds Gedanken gar nicht so viel anders aufgebaut als die von uns Menschen. Eine Eigenschaft von ihm ist jedoch, dass er Liedtexte zitiert.

Anhand der Charakterbeschreibungen erahnt man bereits, dass hier jeder sein Päckchen zu Tragen hat. Und die oben genannte gedrückte Stimmung zieht sich bis zum Schluss durch. Das Ende war für mich doch recht emotional. Etwas enttäuscht war ich von Merritts Verhalten und ihrer relativen Gleichgültigkeit. Aus Spoilergründen kann ich hier nicht näher darauf eingehen ohne zu viel vom Ende zu verraten.

Fazit:
Emotional und bedrückend ist dieses Buch, dass sowohl Merritts Gedanken als auch die des Pferdes Red wunderbar einfängt. Man sollte schon ein gewisses Interesse an Pferden haben, da neben den Problemen der Beiden auch der Springsport eine Rolle spielt.
Das Ende war für mich leider nicht ganz stimmig und ich brauchte auch ein wenig um im Buch anzukommen. Daher bekommt "Dark Horses" von mir knappe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 10.04.2017

Packende Geschichte eingebettet in der faszinierenden Kulisse der Antarktis

White Zone - Letzte Chance
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Inhalt:
Sechs straffällige Jugendliche, darunter die 19-jährige Crash, erhalten eine letzte Chance: In einer alten Forschungsstation in der Antarktis sollen sie ihr Leben in den Griff bekommen. Doch das ...

Inhalt:
Sechs straffällige Jugendliche, darunter die 19-jährige Crash, erhalten eine letzte Chance: In einer alten Forschungsstation in der Antarktis sollen sie ihr Leben in den Griff bekommen. Doch das Abenteuer wird zum Höllentrip. Ein Unbekannter bedroht die Gruppe und die unmenschliche Umgebung fordert ihren Preis. Nicht nur Crashs Nerven liegen blank. Als die Jugendlichen schließlich ein japanisches Walfangboot bei seiner grausamen Arbeit beobachten, entsteht ein riskanter Plan, für den sie alles auf eine Karte setzen.

Meinung:
Zusammen mit fünf anderen vorbestraften Jugendlichen geht es für die 19-jährige Crash in eine alte Forschungsstation in der Antarktis. Dies soll die letzte Chance der Jugendlichen sein um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Gemeinsam mit zwei Betreuern werden die Jugendlichen nun einige Monate in der totalen Abgeschiedenheit der Antarktis leben. Nach und nach passieren jedoch Dinge die so keiner voraussehen konnte und die das Leben der Jugendlichen auf den Kopf stellen.

Der Klappentext des Buches hat mich total angesprochen. Zum einen liegt dies daran, dass die Geschichte an einem relativ unbekannten und faszinierenden Ort wie der Antarktis spielt. Zum anderen fand ich die Idee von sechs straffälligen Jugendlichen eingesperrt auf engstem Raum sehr faszinierend. Da ist Ärger einfach vorprogrammiert und genau so kommt es dann auch. Gleich von Beginn an hat es die Autorin geschafft mich abzuholen und an die Seiten zu fesseln. Das Buch ist mit knapp 500 Seiten recht dick, langeweile kommt hier aber zu keiner Zeit auf. Immer wieder passiert etwas Neues, teils auch überraschendes auf der Forschungsstation Neumayer III.

Neben Spannung und Überraschung bekommt der Leser aber auch viele interessante Informationen über die Antarktis. Über viele Dinge habe ich mir im Bezug auf diesen Kontinent noch gar keine Gedanken gemacht, daher fand ich all dieses Wissen perfekt um meinen Horizont zu erweitern. Richtig gut gefallen hat mir zudem das Nachwort von Katja Brandis sowie das Glossar am Endes des Buches. Hier erfahren wir noch jede Menge über diesen faszinierenden Kontinent und es ist jedem Leser freigestellt, ob er all diese Informationen lesen möchte oder halt nicht. Dies empfinde ich als einen weiteren Pluspunkt, da ich auch schon Bücher erlebt habe wo man in der eigentlichen Geschichte mit Wissen vollgestopft wird.

Der Leser erfährt nach und nach was es mit Crashs Vergangenheit auf sich hat. Mir persönlich gefiel diese Art der Enthüllung ausgesprochen gut. Genau dieses Muster wird auch bei den restlichen Jugendlichen angewendet. Crash findet mit ihrer Art in der Gruppe schnell Freunde.
Benny ist der jüngste in der Gruppe. Er hat den Hang mit unbedachten Worten sich schnell in unmögliche Situationen zu bringen.
Seven ist der Schönling der Truppe und sehr von sich eingenommen. Zudem hat er früher an einer Castingshow teilgenommen und fühlt sich nun als wichtige Persönlichkeit.
Dattel lässt sich nichts gefallen und eckt daher des Öfteren in der Gruppe an.
Fee tut zwar als wäre sie eine ganz taffe Persönlichkeit, dahinter versteckt sich jedoch ein Mädchen was unbedingt Liebe und Geborgenheit erleben möchte.
Und Kaya ist ein Kampfsportass und legt gleich ziemlich zu Beginn Dattel erst mal gehörig auf die Matte bzw. in diesem Moment in den Schnee.

Natürlich kommt auch dieses Buch nicht ohne eine kleine Liebesgeschichte aus, welche allerdings sehr dezent gehalten wird.
Ab einem gewissen Punkt nahm die Geschichte dann eine Entwicklung, die mir persönlich nicht ganz so gut gefallen hat. Dies ist auch der Grund warum das Buch von mir nicht die volle Hörnchenanzahl bekommt.
Das Ende mit dem angehangenen Epilog ließ für mich keine Fragen offen und konnte mich dann wieder restlos überzeugen.

Fazit:
Sechs straffällige Jugendliche eingepfercht auf einer Forschungsstation. Das klingt nach jeder Menge Spannung und Ärger und genau dies bekommt der Leser geboten. Die Vergangenheit der Charaktere wird dabei nach und nach ans Licht geholt. Zudem erfährt man viel interessantes über den doch eher unbekannten Kontinent Antarktis.
Sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 07.04.2017

Magisch geniale Fortsetzung der Septimus Heap Reihe

TodHunter Moon - FährtenFinder
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Inhalt:
Die junge Todi steht vor einem aufregenden Ereignis: Mit 12 Jahren wird sie endlich von ihrem Vater in die Rituale der FährtenFinder eingeweiht. Kurz darauf ist Todis Vater spurlos verschwunden. ...

Inhalt:
Die junge Todi steht vor einem aufregenden Ereignis: Mit 12 Jahren wird sie endlich von ihrem Vater in die Rituale der FährtenFinder eingeweiht. Kurz darauf ist Todis Vater spurlos verschwunden. Gemeinsam mit ihrem Freund Oskar begibt sich Todi zum Zaubererturm, weil sie sich Hilfe vom Außergewöhnlichen Zauberer erhofft. Dieser ist niemand anderes als Septimus Heap. Und er hat es gerade mit einem mächtigen Feind zu tun: dem Hexer Oraton-Marr, der den Palast der Eisprinzessin in seine Gewalt gebracht hat. Im Palast aber ist der magische Lapislazuli versteckt, und der darf auf keinen Fall in die falschen Hände geraten...

Meinung:
Die junge Todi lebt zusammen mit ihrem Vater in einem Fischerdörfchen voller FährtenFinder. Sobald Todi zwölf Jahre alt wird, wird sie in das Geheimnis der FährtenFinder eingeweiht. Kurze Zeit darauf verschwindet ihr Vater spurlos und damit nicht genug wird auch noch Todis beste Freundin Ferdie entführt. Gemeinsam mit Ferdies Bruder Oskar macht Todi sich auf die Suche nach ihr. Die beiden stürzen dabei von einem Abenteuer in das Nächste und begegnen dabei Außergewöhnlichen Zauberern, Botenratten, Grula-Grulas und Eisprinzessinnen. Ein magisches Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Nach dem Ende der Vorgängerreihe "Septimus Heap" war ich furchtbar traurig darüber, dass diese nun zu Ende ging. Umso mehr habe ich mich gefreut als ich diese Fortsetzung in den Händen gehalten habe. Man kann dieses Buch auch ohne Probleme ohne die Vorkenntnisse der Septimus Heap Reihe lesen. Es macht jedoch deutlich mehr Spaß, wenn man die ganzen Charaktere und ihre Vorgeschichte bereits kennt, denn so macht manches einfach mehr Sinn.

Angie Sage hat auch mit dieser neuen Reihe wieder ihr tolles Schreibtalent bewiesen. Auf spielerische Weise hat sie es geschafft mich zu verzaubern und in den Bann zu schlagen. Dabei lernen wir auch in diesem Buch wieder wunderbare Orte und Wesen kennen. Ich bin immer wieder aufs Neue darüber begeistert was für einen Ideenreichtum die Autorin zu bieten hat.

Man merkt dem Buch allerdings auch an, dass es eher für Kinder geschrieben ist. Manche Stellen wirken doch etwas zu konstruiert und einfach gelöst. Dies lies mich zwar schon die Stirn runzeln, dadurch bekam meine Begeisterung aber nur einen kleinen Dämpfer.
Dennoch muss ich gestehen, dass ich etwas mehr als 100 Seiten brauchte um endlich wieder komplett in die Welt von Todi und Septimus eintauchen zu können.

Alice, die am liebsten einfach nur Todi genannt werden möchte, lernt in diesem Buch nicht nur die Geheimnisse rund um die FährtenFinder kennen, sondern kommt auch mit Magie in Berührung. Beides ist Todi durch ihr Erbe vorbestimmt. Dabei muss sie sehr viel Mut beweisen und mehr als einmal über ihren Schatten springen. Ich fand ihre Entwicklung sehr bemerkenswert, da sie unglaublich schnell an den Herausforderungen wächst.
Oskar ist Todis bester Freund und muss in diesem Buch einige Ängste überwinden. Denn erst wird seine Schwester und dann seine restliche Familie entführt. Zwar macht er ab und an nicht ganz so kluge Entscheidungen, dennoch hat er das Herz am rechten Fleck.
Mehr Charaktere möchte ich gar nicht gesondert hervorheben, da wir ganz viele tolle Persönlichkeiten kennenlernen. Ganz besonders hat es mich aber gefreut all die wunderbaren, altbekannten Charaktere wie Septimus, Marcia, die komplette Heap-Familie und die Botenratte Stanley wiederzusehen und zu erfahren was aus der jeweiligen Person geworden ist.

Das Cover passt übrigens ganz wunderbar zu den Covern der Vorgängerreihe. Ich finde es sehr gelungen. Auch im Buch gibt es zwei schöne Karten zu bestaunen. Außerdem ist am Anfang eines jeden Abschnittes (bestehend aus 12 Abschnitten) eine wunderschöne Skizze über eine Szene des kommenden Kapitels gezeichnet.

Fazit:
Dieser Auftaktband muss sich hinter der Septimus Heap Reihe nicht verstecken. Jede Menge tolle Ideen, magische Orte, skurrile Wesen sowie neue und altbekannte Charaktere machen das Buch zu einem kleinen Fantasyschatz für jüngere Leser. Da mich jedoch ein paar Kleinigkeiten gestört haben, erhält das Buch "nur" 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten gefiel mir das Buch richtig gut

Dragonfly
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Inhalt:
Flüstersteine, Jårlys, Kältesteine – mit diesen und anderen verzauberten Dingen ist Charlotte großgeworden. In ihrer Heimat Himmerland nimmt die Magie jedoch Tag für Tag ab, ohne dass jemand den ...

Inhalt:
Flüstersteine, Jårlys, Kältesteine – mit diesen und anderen verzauberten Dingen ist Charlotte großgeworden. In ihrer Heimat Himmerland nimmt die Magie jedoch Tag für Tag ab, ohne dass jemand den Grund dafür weiß. Doch Charlotte hat ganz andere Sorgen. Wie allen anderen 14-Jährigen des Landes steht ihr das Trivium bevor - eine feierliche Zeremonie, bei der über ihre Zukunft entschieden wird. Ob sie, wie ihre Schwester, eine Schneiderlehre machen wird? Oder bei der Hutmacherin einen Platz bekommt? Charlotte ist es einerlei, doch als sie ihre Bestimmung schließlich erfährt, fällt sie aus allen Wolken. Was hat das Schicksal sich dabei nur gedacht? Es muss ein Irrtum sein, da ist Charlotte sich sicher. Doch schneller, als sie bis drei zählen kann, wird ihre Welt auf den Kopf gestellt, und Charlotte muss sich ihrer Bestimmung stellen, um nicht nur ihre eigene Zukunft, sondern die des ganzen Landes zu retten …

Meinung:
In Himmerland ist die Magie am Schwinden. Drachen wurden schon seit Jahren nicht mehr gesehen und auch die anderen Fabelwesen ziehen sich immer mehr in die Wälder des Landes zurück oder verschwinden ganz.
Für die 14-jährige Charlotte steht der größte Tag ihres Lebens kurz bevor. Alle 14-jährigen Kinder des Landes nehmen am Trivium teil. Bei dieser Zeremonie wird entschieden welche Ausbildung oder Aufgabe die Jugendlichen zugeteilt bekommen. Charlotte ahnt nicht was ihre Bestimmung ist und wird daher von dem Ergebnis des Triviums ziemlich überrascht. Von diesem Augenblick an ist nichts mehr wie es war und nach kurzer Zeit befindet sie sich auf der Flucht vor einem ganzen Königreich.

Der Einstieg ins Buch viel mir leider nicht ganz so einfach. Die vielen magischen Begriffe und die Welt in der Charlotte lebt waren für mich ziemlich verwirrend. Ich brauchte gut 100 Seiten ehe ich mich in der magischen Welt mit all ihren Kältesteinen und Fabelwesen zurecht gefunden hatte. Ich hätte mir hier zum einen eine Karte des Landes gewünscht, um mich besser orientieren zu können. Zum anderen wäre es schön gewesen, wenn die magischen Begriffe wie Jårlys und Kältesteine genauer erklärt worden wären.

Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten konnte mich das Buch jedoch mitreißen. Aufgrund der vielen Perspektivwechsel ist die Geschichte sehr spannend und abwechslungsreich. Man versteht daher sowohl die guten wie auch die bösen Charaktere und ihre Handlungen.
Das schnelle Tempo der Handlung führt dazu, dass es wenig Pausen zur Erholung gibt. Dies hat mir ausgesprochen gut gefallen. Verständlich ist daher auch, dass die Liebesgeschichte nur eine dezente Rolle am Rand einnimmt. Aufgrund des angesprochenen Tempos hätte dies aber auch gar nicht anders bzw. glaubwürdig in die Geschichte gepasst.
Zwar haben die beiden Hauptprotagonisten Charlotte und Fynn aufgrund der rasanten Handlung vielleicht nicht ganz die gewünschte Charaktertiefe für manche Leser, mir jedoch hat ihre Beschreibung vollkommen ausgereicht. Beide waren mir zu jeder Zeit sympathisch und ich konnte ihre Beweggründe verstehen.

Was dieses Buch für Vielleser so interessant macht ist, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt. Meine Angst, dass möglicherweise Fragen offen bleiben, war jedoch total unbegründet. Am Ende war ich sogar ein wenig traurig darüber diese magische Welt für immer verlassen zu müssen.

Fazit:
Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten wurde ich mit einer rasanten und sehr unterhaltsamen Geschichte belohnt. Die vielen Perspektivwechsel sorgen für jede Menge Abwechslung und Spannung. Fans von magischen Dingen und Wesen werden hier voll auf ihre Kosten kommen.
Von mir gibt es magische 4 von 5 Hörnchen.