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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2021

Konnte mich nicht überzeugen

Liebe auch an Regentagen
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Seit den Anfangstagen ihrer Ehe leidet Lauren unter ihrem herrschsüchtigen Ehegatten. Doch sie erträgt alle Schikanen, um ihren beiden Töchtern ein Leben in einer intakten Familie zu ermöglichen. Nach ...

Seit den Anfangstagen ihrer Ehe leidet Lauren unter ihrem herrschsüchtigen Ehegatten. Doch sie erträgt alle Schikanen, um ihren beiden Töchtern ein Leben in einer intakten Familie zu ermöglichen. Nach 24 Ehejahren jedoch beschließt sie die Scheidung. Das wird nicht einfach, denn ihr Ehemann will seine perfekte Ehefrau zurück. Lauren erobert sich Stück für Stück ihr Leben zurück. Sie lernt Beau kennen, der sich zur selben Zeit wie sie aus einer unglücklichen Ehe kämpft.

Es ist eine Geschichte wie aus dem Lehrbuch: Laurens unglückliche Ehe ist kein Zuckerschlecken, umso mehr als ihr Mann ein bekannter und geachteter Arzt ist. Dass er eine dunkle Seite hat, scheint kaum einer zu bemerken. Sogar eine der beiden Töchter will nicht glauben, dass ihre Mutter die Wahrheit endlich aussprechen möchte. Sowohl Laurens Ehemann wie auch Beaus Ehefrau kämpfen mit unlauteren Mitteln, um ihren Ehepartner wieder zurückzubekommen. Leider bleiben die Figuren in meinen Augen nur sehr blass, als diente ihr Schicksal lediglich dazu, die verschiedenen Stadien der Lehrbuch-Geschichte einer unglücklichen Scheidung aufzuzeigen. Es fiel mir deshalb sehr schwer, mit Lauren oder mit Beau mitzufiebern, so richtig überzeugen konnten mich die vielen Schwierigkeiten nicht, die sich immer wieder neu auftürmten.

Diese Geschichte konnte das Thema nicht überzeugend umsetzen. Es fällt mir deshalb schwer, das Buch weiter zu empfehlen. Ich vergebe knappe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.08.2021

Skurril und letztendlich zu abgedreht

Das Universum ist verdammt groß und supermystisch
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Gustavs Mutter ist mit einem Mann zusammen, von dem der Junge weiß, dass er bald wieder weg sein wird, wie so viele andere zuvor. Zunächst spricht Gustav wegen dem Mann kein Wort mehr. Charles hingegen ...

Gustavs Mutter ist mit einem Mann zusammen, von dem der Junge weiß, dass er bald wieder weg sein wird, wie so viele andere zuvor. Zunächst spricht Gustav wegen dem Mann kein Wort mehr. Charles hingegen stört seine Stummheit überhaupt nicht. Als sie erfährt, dass Gustav seinen Vater nicht kennt, will sie mit ihm zusammen auf die Suche gehen. Gustavs Großvater kommt mit auf diese Reise quer durch Europa, von Berlin nach Istanbul.

Verständlich, dass Gustav gerne mehr über seinen Vater wissen will, der so überhaupt keinen Platz im Leben des Jungen hat. Will denn nicht jedes Kind an irgendeinem Punkt in seinem Leben mehr über seine Eltern wissen? Die Mutter erzählt überhaupt nichts von ihm, der Großvater lässt immerhin ein paar Brocken hören. Da ist es ein guter Zufall, dass Charles so kurz entschlossen die Führung auf der Suche nach Gustavs Vater übernimmt. Es ist interessant, wie sich diese kleine Gemeinschaft zusammenfindet in dem Ziel, den Unbekannten zu finden. Das ist sehr skurril erzählt, wobei mir das irgendwann zu abgedreht wurde. Schade eigentlich, denn das Buch vereint noch viele weitere Themen, die Kinder beschäftigen, und geht kindgerecht darauf ein.

So hat mich die Geschichte etwas zwiespältig hinterlassen. Ich kann deshalb nur 3 von 5 Sternen vergeben.

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Veröffentlicht am 28.07.2021

Zu wenig Tiefe

Die Senfblütensaga - Zeit für Träume
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Emma möchte unabhängig sein, sie möchte studieren. Es ist 1908, in Metz ist die Rolle der Frau noch sehr beschränkt darauf, Ehefrau und Mutter zu sein. Carl, Sohn eines Fuhrunternehmers, findet sie dennoch ...

Emma möchte unabhängig sein, sie möchte studieren. Es ist 1908, in Metz ist die Rolle der Frau noch sehr beschränkt darauf, Ehefrau und Mutter zu sein. Carl, Sohn eines Fuhrunternehmers, findet sie dennoch sympathisch, und auch er ist fasziniert von ihr. Vor allem finden die beiden sich wieder darin, Carl in seiner Leidenschaft für den Senf und dessen Aromen zu ermutigen. Doch da ist auch noch Carls Freund Antoine, dessen Charme sie nicht ganz widerstehen kann.

Das Buch ist der Auftakt der Senfblütensaga. Die Geschichte ist vom Schreibstil her angenehm zu lesen. Allerdings habe ich mich vor allem mit Emma sehr schwer getan. Sie kommt mir sehr naiv und trotzig vor, und so hatte ich Schwierigkeiten, sie mir in der damaligen Zeit als Kind ihrer Familie vorzustellen. Diese Problematik erscheint mir etwas abgeschwächt auch für Carl. Insgesamt fehlt mir etwas Tiefe in dieser Geschichte, es bleibt mir zuviel an der Oberfläche.

Deshalb kann ich das Buch nur bedingt empfehlen und vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.07.2021

Schonungslos

Der Junge, der das Universum verschlang
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Brisbane, 1983: Der elfjährige Eli Bell entdeckt, dass seine Mutter und sein Stiefvater mit Heroin dealen. Sein großer Bruder Gus spricht nicht mehr. Der Babysitter der beiden Jungs ist ein hartgesottener ...

Brisbane, 1983: Der elfjährige Eli Bell entdeckt, dass seine Mutter und sein Stiefvater mit Heroin dealen. Sein großer Bruder Gus spricht nicht mehr. Der Babysitter der beiden Jungs ist ein hartgesottener und gesuchter ehemaliger Häftling. Und der leibliche Vater scheint verschollen zu sein. Eli ist auf der Suche – nach seinem Platz im Leben, nach dem Guten im Menschen. Ein traumatisches Ereignis lässt das kleine Glück der Familie unwiderbringlich zerplatzen.

Es ist eine harte Welt, in der Eli und Gus leben müssen, die Mutter und der Stiefvater können den beiden nicht den Schutz geben, den sie brauchen, so sehr die beiden das auch versuchen. Drogen und organisierte Kriminalität lassen eine unbeschwerte Kindheit nicht zu. Mit drastischen Worten beschreibt der Autor Trent Dalton diese Lebenswelt seines Protagonisten, ungeschminkt und immer wieder voll bitterer Ereignisse. Ob Eli stark ist und über diese Welt hinauswachsen wird, ist nicht ersichtlich. Das Buch ist keine leichte Kost, zudem sind manche Passagen sehr langatmig geschrieben. Schwierig ist es auch, bei der großen Anzahl an handelnden Personen den Überblick zu bewahren.

Wer realistische und schonungslose Schilderungen aus einem schwierigen Milieu mag, wird dieses Buch vermutlich als eine Bereicherung empfinden. Ich habe mich eher schwer getan und erst nach einem langen Anlauf zu dieser Geschichte gefunden. Deshalb kann ich leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.

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Veröffentlicht am 19.07.2021

Zu wenig Tiefgang

Deluxe Dreams
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Sadie wird auf ihrer Rucksacktour in Nizza überfallen, hat jedoch Glück, denn ein attraktiver Mann hilft ihr aus ihrer misslichen Lage. Noch weiß sie nicht, dass dies der begehrteste und reiche Junggeselle ...

Sadie wird auf ihrer Rucksacktour in Nizza überfallen, hat jedoch Glück, denn ein attraktiver Mann hilft ihr aus ihrer misslichen Lage. Noch weiß sie nicht, dass dies der begehrteste und reiche Junggeselle Frankreichs ist, Olivier Dumont. Während Sadie sich in einer Welt voller Luxus, Glamour und Leidenschaft erholt, verlieben sich die beiden ineinander. Doch da ist noch Oliviers Onkel und dessen Familie, sie sind Olivier nicht wohlgesonnen.

Armes Mädchen trifft reichen Junggesellen mit Geheimnis – das ist kurzgefasst die ganze Geschichte. Sie ist nicht neu, dafür aber verliert sie sich in Klischees. Die handelnden Personen bleiben in festen Rollen und gewinnen kaum an Tiefe. Da gibt es die Guten, das ist Oliviers Familie, und die abgrundtief Bösen, die Familie seines Onkels. Gewürzt ist die Geschichte mit pikanten Details körperlicher Liebe, gleichgesetzt mit dem Gefühl, auf das ein ganzes Leben gebaut werden soll. Ganz zu Ende ist die Erzählung wohl nicht, jedenfalls sind nicht alle Handlungsfäden ganz zu Ende geführt worden.

Mich konnte dieses Buch nicht wirklich begeistern, mir fehlte die Tiefe in der Geschichte. Deshalb kann ich nur knappe 3 von 5 Sternen vergeben.

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