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Veröffentlicht am 02.08.2021

Ungewöhnlich. Spannend.

Die Gottesmaschine
5

Der Östereicher, Reinhard Kreindl - hat am 30.07.21 seinen neuen Thriller "Die Gottesmaschine" über den Bastei Lübbe Veralg veröffentlicht.
Der ausgebildete Diplom Phsiker hat in seinem Leben durch die ...

Der Östereicher, Reinhard Kreindl - hat am 30.07.21 seinen neuen Thriller "Die Gottesmaschine" über den Bastei Lübbe Veralg veröffentlicht.
Der ausgebildete Diplom Phsiker hat in seinem Leben durch die Ausübung aussergewöhnlicher Sportarten & unterschiedlichster beruflicher Tätigkeiten einen vielseitigen Hintergrund. Diese Erfahrungen spiegeln sich in seinem Buch wieder.

Das Cover: es wird eine skizzierte Ansicht auf das Innere einer Dom-Kuppel gezeigt.
Die Kombination: Titel und Bild ergeben einen guten Hinweis auf die Handlungsthematik.

Der Inhalt:
Der junge Mönch Sebastien wird vermisst. Der Weihbischof Lombardi beauftragt, ihn zu finden, reist zu Sebastiens letzten bekannten Aufenthaltsort - ein Kloster im Montblanc - Gebiet.
Kurz nach seiner Ankunft, wird das Kloster, durch einen Sturm, von der Außenwelt abgeschnitten.
Eine aufregende & gefährliche Suche nach dem verschwundenem Mönch beginnt.
Ungeahnte Zwietracht schürende klösterliche Machenschaften im Zusammenspiel mit menschlicher Missgunst, werden nicht nur für Lombardi lebensgefährlich...

Mein Leseeindruck:
Der Titel hat in mir eine große Erwartung an den Roman geweckt.
Der gesamte Erzählstil ist darauf bedacht, möglichst große Spannung aufkommen zulassen. Dieses ist dem Autor wirklich gelungen.
Er spricht sehr viel Themen rund um Religion, wissenschaftliches Arbeiten und Forschung, digitale Möglichkeiten aber auch die "dunkle Seite", eben dieser Themen, an.
Die erste Hälfte des Buches ist im Aufbau, der Einführung und Erklärung verschiedener Glaubensannahmen und deren wissenschaftlichen Beweisführung mittels neuester Quantencomputer gewidmet.
Hier gelang es dem R. Kreindl, trotz umfangreicher Erklärungen, keine Langeweile oder Überforderung bei mir, aufkommen zu lassen.
Die 2. Buchhälfte strotzt geradezu vor spannenden, abenteuerlichen Geschehen, rationalen Denkanstößen und dem Kampf um das eigene Leben sowie die Frage rund um die Akzeptanz individueller Glaubensansichten.
Rasant wird die Story zum Ende gebracht.
Die aufgeworfenen Fragen, Thesen, Geschehen und Vorgänge werden schlussendlich, zusammengefasst erklärt.
Ein Finale, dass leider nicht vollkommen überzeugen kann.
Für meinen Dafürhalten wurden nicht alle Erzählstränge befriedigend zusammengeführt & aufgelöst.
Welches für mich aber absolut verständlich ist.
Es wurden zu viele Fakten, wissenschaftliche Annahmen & Ereignisse in die Story eingebracht.
Zu viel für ein Buch, genug Stoff für mindestens zwei.
Das ist sehr schade. Die Auflösung aller angesprochenen Themen, Fragen und Reaktionen wäre sehr interessant gewesen.

Fazit:
Sehr interessanter, etwas zu weitläufig orientierter, Thriller.
Gute spannende Unterhaltung mit vielen Anregungen für Diskussionen.

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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 01.08.2021

Einfach nur böse?

Die Giftmörderin
0

Ein weiteres Buch von Susann Anders vom Edel Elements Verlag 2019 veröffentlicht.

Das grau-schwarze Cover, eine von hinten dargestellte Frauensilhouette & mit dem giftgrünem Titel, passen sehr gut zusammen.

Inhalt:

es ...

Ein weiteres Buch von Susann Anders vom Edel Elements Verlag 2019 veröffentlicht.

Das grau-schwarze Cover, eine von hinten dargestellte Frauensilhouette & mit dem giftgrünem Titel, passen sehr gut zusammen.

Inhalt:

es geht hier um das Leben der Anna Zwanziger. Sie erlebte die finanzielle Abhängigkeit von klein auf. Eine mittellose Frau, die alles tut um der Armut zu entfliehen. Sie schreckt vor Nichts zurück. Das ausgemachte Ziel: ein Leben ohne Geldsorgen und Unabhängigkeit. Später wird sie ihrer Taten überführt & verurteilt.

Mein Leseeindruck:

Ich bin beeindruckt wie gut S. Anders das Leben der "Giftmörderin" nachzeichnet. Beim Lesen bewegen mich Fragen Wie:

Ist Anna Z. ein "guter" Mensch, der vom Leben benachteiligt zur Mörderin wurde?

Oder ist sie von Geburt an, einfach eine böse Person & wurde durch ihr persönliches Erleben, nur noch in ihrer angeborenen Kaltblütigkeit, bestätigt?

Ein interessantes Buch, das einen offenen Einblick in Anna Zwanzingers Leben gibt.

Fazit:

Diese Erzählung im "True-Crime-Stil, vermittelt dem Leser, ohne Beschönigungen Anna Zwanzigers Verbechen.

Eine sehr gute 4 Sterne Lesebewertung!

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Veröffentlicht am 28.07.2021

Spannend, wachrüttelnd...

Die APP – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
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Das Cover-Bild zeigt einen normalen Haustüreingang. Der Titel „Die App“ gibt einen Anhaltspunkt & lässt Vermutungen zum Thema des Buches zu. In diesem Fall ist der Name des Autoren, mit Sicherheit ein ...


Das Cover-Bild zeigt einen normalen Haustüreingang. Der Titel „Die App“ gibt einen Anhaltspunkt & lässt Vermutungen zum Thema des Buches zu. In diesem Fall ist der Name des Autoren, mit Sicherheit ein weiterer Grund, sich das Buch näher anzusehen.

Zum Inhalt:
Ein glückliches Paar verbringt einen schönen gemeinsamen Abend in ihrem Zuhause. Hendrik, ein am UKE tätiger Chirurg & Linda eine Bankangestellte, planen mit Vorfreude, ihre Hochzeit.
Diese soll in der kommenden Woche stattfinden.
Nach einem klinischen Notfall, kehrt Hendrik heim und muss feststellen, dass Linda nicht mehr dort ist.
Außer sich, vor Sorge, sucht er Hilfe & Unterstützung bei der Polizei.
Leider wird seine Hoffnung enttäuscht.
Die Polizei vermutet, dass es sich bei Lindas Verschwinden, um einen selbstbestimmten Akt handelt.
Sie wird vorerst keine Ermittlungen anstellen.
Hendrik beginnt auf eigene Faust, Nachforschungen anzustellen.
Ein Strudel unfassbarer Geschehen sowie die Gefährdung für sein und das Leben Anderer, beginnt...

Fazit:
Die App ist ein weiteres intensives, mit Spannung voll gepacktes Bucherlebnis. Die Protagonisten werden realistisch vorgestellt.
Wie gewohnt lässt mich das Buch nicht mehr los.
Ich lese Seite um Seite und möchte nicht mehr aufhören.
Im Verlauf des Buches, hebt A. Strobl gekonnt, den Spannungsbogen.
Wie bei vielen seiner Bücher kommt das Finale viel zu schnell.
Auch wenn, einige wenige Male, eine Vermutung, zu den Umständen und Motiven dem mysteriösen Verschwinden Lindas, in meinen Gedanken aufflackert, ich rätsele & erwarte das Finale mit Spannung.
Erst auf den letzten Seiten werden die erzählten Geschehen erklärt. Das Finale ist noch mit einen gekonntem Twist versehen, der den gesamten Lesegenuss abrundet..

Die beschriebenen digitalen Mechanismen, haben einen großen Anteil an der Gesamterzählung.
Vielleicht hätte der Lesefluss, von einem geringeren Anteil dieser Erklärungen, profitieren können.

„Die App“ ist sicher ein Buch, das unzählige Liebhaber des Thriller Genre, finden wird.
Eine sehr gute 4 Sterne Bewertung mit klarer Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.07.2021

War es Mord?

Kleine Engel
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Daniel Kohlhaas wird uns als Absolvent der Sebastian Fitzek Schule vorgestellt.
Der ausgebildete Industriekaufmann, geboren und aufgewachsen im Westerwald, schrieb schon in frühen Jahren Gedichte und andere ...

Daniel Kohlhaas wird uns als Absolvent der Sebastian Fitzek Schule vorgestellt.
Der ausgebildete Industriekaufmann, geboren und aufgewachsen im Westerwald, schrieb schon in frühen Jahren Gedichte und andere Prosa. Nachdem er in seinem Beruf nicht die ihn erfüllende Freude fand, versuchte er sich durch anderes „Menschen nahes“ Wirken.
Sein Freund Daniel Juhr lud ihn ein, mit 4 Kurzthriller zu einem Gesamtwerk beizusteuern.
Kurze Zeit später nahm Kohlhaas an der Fitzek Thriller Schule teil. Hier entbrannte erneut seine Liebe zum Schreiben. Welches Glück für uns!

Das Cover: eine blutverschmierte Kinderhand ist zusammen mit dem Titel „Kleine Engel“ ein Wegweiser zum Buchthema.
Mit hoher Vorfreude beginne ich die Lesung.

Inhalt:
Schon früh begegnen wir der kleinen Lilli und den Umständen ihres Todes.
Ein neu in die Region versetzter Kommissar, Simon Winter glaubt nicht an einen Selbstmord und nimmt die Ermittlungen in diesem Fall wieder auf.
Die Kriminalpsychologin Nadja Bergendahl unterstützt ihn, in diesem so fragwürdigen Fall. Nadja ist sich sicher, einen Serienmörder zu suchen.
Schon kurze Zeit nach Beginn der erneuten Ermittlungen, tritt ein weiterer Todesfall in dem Kinderhospiz, in welchem auch Lilli lebte, auf.
Wer tötet todkranke Kinder & warum?

Fazit:
Der gesamte Roman ist spannend und sorgt für viel Diskussionsmaterial.
Ein für uns alle schwerwiegende Hauptthema:das Leid kranker, sterbender Kinder, wird hier mit Sorgfalt und Spannung präsentiert.
Es folgen,spannende Lesestunden, in welchen Gedanken, Gefühle, Skrupel und Ängste der Protagonisten,mit erstaunlicher Klarheit & Nähe wiedergegeben werden.
Es gelang dem Autor, Raum für das eigene Abwägen der Leser, zu kreieren.
In verschiedenen Abschnitten nutzt er eine teils, ungewöhnliche Satz- & Ausdrucksstruktur.
Diese vermag es, uns den Lesern, die Gedanken-Fetzten der jeweiligen Protagonisten, nahezubringen. Mit einem sich stetig erhöhendem Spannungsbogen und Cliffhangern zwischen den Kapiteln, wurde hier nicht gegeizt.
Im Finale werden, die Fall relevanten Fragen, gut beantwortet & abgeschlossen.
Die Vor-Geschichten der Hauptprotagonisten bleiben jedoch im Dunkeln.
Eine Vorfreude auf weitere Ermittlungen von Simon Winter und Nadja Bergendahl? Mich würde es sehr freuen.

Eine sehr gute 4*Leseempfehlung an all diejenigen, die nicht nur einen spannenden Thriller lesen möchten, sondern sich mit Vorliebe den schwierigen Themen unserer Welt, stellen mögen.

Ich gewann „Kleine Engel“ als Freiexemplar für einer Leserunde.
Meine Rezension gibt meinen persönlichen Leseeindruck weiter.

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Veröffentlicht am 16.07.2021

Tief berührt

Die Wütenden und die Schuldigen
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Das Buch wird als Hardcover geliefert und gefällt mir in Optik & Haptik sehr. Kleine Beigabe, das inkludierte Leseband.

Zum Inhalt: Die gesamte Geschichte dreht sich um den Beginn der Corona Pandemie ...

Das Buch wird als Hardcover geliefert und gefällt mir in Optik & Haptik sehr. Kleine Beigabe, das inkludierte Leseband.

Zum Inhalt: Die gesamte Geschichte dreht sich um den Beginn der Corona Pandemie und deren Auswirkungen auf eine deutsche Familie. Die Charaktere werden mit großer Sorgfalt vorgestellt.

Zu Beginn lernen wir Richard einen Pfarrer, welcher sich im letzten Abschnitt seines Lebens befindet, kennen. Um ihn in seiner baldig erwarteten Sterbephase zu begleiten und unnötiges Leid von ihm fernzuhalten, reisen seine Enkelin und eine mit der Familie befreundete Palliaativmedzinierin Dr. Kuhn in die Uckermark. Währenddessen erleben wir Richards Tochter Maria und andere Menschen, deren verordnete Corona-Quarantäne, mit allen damit verbundenen Herausforderungen.

Fazit: Schon nach wenigen Zeilen, habe ich mich in die Geschichte hinein gesogen gefühlt. Die Charaktere, deren Emotionen, Gedanken und Körperlichkeit wurden für mich greifbar. Ich war tief berührt von den Ereignissen & musste sogar weinen. So klar wurden die menschlichen Nöte, Sorgen & Gedanken kommuniziert. John von Düffel hat hier ein Werk geschaffen, das viele Menschen tief berühren wird. Definitiv keine leichte Kost. Eine Leseempfehlung an Alle, die nicht auf eine geschlossene rundum festgezurrte Story bestehen. Der Autor hat genug Raum für eigene Gefühle & Emotionen der Leser gelassen. Er gab den Rahmen für eigene Überlegungen und Gedanken vor, den Rest dürfen wir mit unserem Eigenem füllen. Außergewöhnlich und lesenswert.

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