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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2021

Gefühlvoll, lebendig, modern

Hey June
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Anfänglich, und ausgehend vom Cover, hatte ich eher eine leichte, moderne Lovestory erwartet, doch es ist eine Geschichte mit viel Tiefgang geworden. Und ich kann sagen, sie gefiel mir von Seite zu Seite ...

Anfänglich, und ausgehend vom Cover, hatte ich eher eine leichte, moderne Lovestory erwartet, doch es ist eine Geschichte mit viel Tiefgang geworden. Und ich kann sagen, sie gefiel mir von Seite zu Seite immer besser.
Ohne langes Vorgeplänkel ist man sogleich in der Geschichte. Die nun auftretenden Figuren sind allesamt liebevoll und lebensecht charakterisiert. Die Handlung mit ihren Irrungen und Wirrungen, ist überzeugend erzählt und gleitet zu keiner Zeit ins Klischeehafte oder Gefühlsduselige ab. Auch die Ausgewogenheit zwischen Humor und Tragik gefiel mir ausgenommen gut und die Bezüge zur Musik sind fantastisch in die Geschichte integriert. Und was es mit Hey June auf sich hat, dass müsst ihr selbst lesen, dass verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.
Ich bin jedenfalls vollkommen in diese gefühlvolle, mitreißende und romantische Geschichte eingetaucht und habe gelacht und gelitten und konnte das Buch nur sehr schwer zu Seite legen.
Mein Fazit: Allen LeserInnen, die einen modernen Roman voller Gefühl aber auch mit einer guten Portion Tiefe lesen möchten, empfehle ich „Hey June“ von Sonja Rüther. Mein LiRo-Herz hat das Buch jedenfalls voll und ganz getroffen und konsequenter Weise vergebe ich somit volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.07.2021

Spannend und unterhaltsam

Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit
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Hier ist nun der neue Thriller von Claire Douglas. Aus abwechselnden Sichtweisen wird die Handlung erzählt, so dass ich als LeserIn immer im Klaren bin was gerade vor sich geht. Man bekommt stückchenweise ...

Hier ist nun der neue Thriller von Claire Douglas. Aus abwechselnden Sichtweisen wird die Handlung erzählt, so dass ich als LeserIn immer im Klaren bin was gerade vor sich geht. Man bekommt stückchenweise die kleinen aber feinen Details präsentiert. Die Autorin beherrscht es wirklich sehr gut einen auf die falsche Fährte zu führen und dank der doch zahlreichen Verdächtigen ist es auch gar nicht so einfach sich das Ende auszumalen. Die Charaktere hat die Autorin authentisch beschrieben, so dass für mich einige als Täter in Betracht kamen.
Mir hat der Thriller sehr gut gefallen, zumal auch Schreib- und Erzählstil genretypisch passten. Ich vergebe für diesen sehr spannenden und unterhaltsamen Thriller 5 von 5 Sterne und empfehle ihn natürlich auch gern weiter.

Veröffentlicht am 25.07.2021

Der Lebensweg einer außergewöhnlichen Frau

Die Architektin von New York
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Wer konnte ahnen, nachdem ihr Schwiegervater John A. Roebling, der den Bau der Brooklyn-Bridge begann, dass Emily Warren Roebling diejenige sein sollte, die gemeinsam mit ihrem Mann Washington Roebling, ...

Wer konnte ahnen, nachdem ihr Schwiegervater John A. Roebling, der den Bau der Brooklyn-Bridge begann, dass Emily Warren Roebling diejenige sein sollte, die gemeinsam mit ihrem Mann Washington Roebling, den Bau dieses architektonischen Meisterwerkes zum Abschluss bringen würde. Wie es dazu kommt erzählt Petra Hucke in ihrem Roman „Die Architektin von New York“.
Emily war eine selbstbewusste, intelligente und starke Frau, die sich trotz zahlreicher Schicksalsschläge und Widrigkeiten gegenüber dem bestehenden traditionellen Rollenverständnis immer wieder durchzusetzen verstand.
Auch wenn sich die Autorin, wie sie in ihrem Nachwort schreibt, ein paar schriftstellerische Freiheiten erlaubt hat, spürt man aber deutlich wie tiefgründig sie für diesen Roman recherchiert hat. Viele technische Details finden Erwähnung und auch die zahlreichen Schwierigkeiten während des Baus wurden in die Handlung eingeflochten. Da ja Emily die Hauptprotagonistin ist geraten andere Personen, wie z. B. Ehemann und Sohn, etwas ins Hintertreffen, was aus meiner Sicht aber vollkommen in Ordnung geht. Der Schreib- und Erzählstil ist mitreißend und flüssig zu lesen und es war für mich eine Freude den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Frau zu verfolgen.
Fazit: Der Roman gibt einen sehr interessanten Einblick in das Leben und Wirken der Emily Warren Roebling. Sie übernahm nicht nur einen Teil der Verantwortung beim Bau der Brooklyn-Bridge, sie engagierte sich auch in gesellschaftlichen Belangen. Das Buch bietet beste Unterhaltung. Ich kann es absolut weiterempfehlen und vergebe 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.07.2021

Spannender, heikler zweiter Fall für Hardy Engel

Der blutrote Teppich
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Auch in seinem zweiten Auftrag schlittert Privatdetektiv Hardy Engel ohne eigenes Zutun erneut in einen Mordfall, in dem auch er als möglicher Tatverdächtiger gehandelt wird. Es bleibt ihm also gar nichts ...

Auch in seinem zweiten Auftrag schlittert Privatdetektiv Hardy Engel ohne eigenes Zutun erneut in einen Mordfall, in dem auch er als möglicher Tatverdächtiger gehandelt wird. Es bleibt ihm also gar nichts anderes übrig, als den wahren Täter zu finden, um damit seine eigene Unschuld beweisen zu können.
Wie in „Der Mann, der nicht mitspielt“ nutzt der Autor wieder eine wahre Begebenheit, hier den Mordfall William Desmond, um seinen fiktiven Ermittler in Aktion treten zu lassen. Im wahren Leben wurde dieser Fall nie vollständig aufgeklärt, so dass an diesem Punkt der Autor seine schriftstellerische Freiheit walten lassen konnte. Wie aus Sicht Hardy Engels/dem Autor der Mord aufgeklärt wird, wird an dieser Stelle jedoch nicht verraten.
Hardy Engel bekommt hilfreiche Unterstützung von Polly Brandeis. Gemeinsam kommen sie den kleinen und großen Skandalen auf die Spur. Sehr gekonnt lässt der Autor dabei reale Persönlichkeiten wie Charlie Chaplin, Carl Laemmle oder Cecil B. DeMille zu Wort kommen. Damit schlägt Weigold sehr elegant den Bogen zwischen Historischem und Fiktivem und gibt dem historischen Kriminalroman eine eigene interessante Note. Alle auftretenden Figuren sind sehr authentisch charakterisiert und für das notwendige Flair steht hier das Hollywood des Jahres 1922. Als LeserIn spürt man dann auch die intensive Recherchearbeit des Autors und die Liebe zum kleinsten Detail. Viele Informationen fand ich wirklich sehr interessant, aber durch die doch manchmal sehr ausführlichen Beschreibungen bekam der Krimi ab und an ein paar Längen und ging zu Lasten der Spannung. Aber aus meiner Sicht bekam der Autor bei all seiner Ausführlichkeit doch immer wieder die Kurve um mich am Buch zu halten.
Fazit: Auch der zweite Fall für Hardy Engel konnte mich wieder super unterhalten. Nicht nur die Darstellung Hollywoods mit seinen Stars und Sternchen sowie Skandalen und Abgründen, auch die Lösung des Falles haben mir erneut gut gefallen. Es ist eine sehr gelungene Fortsetzung, die mich nun auch auf den dritten Fall neugierig macht. Wie schon Teil 1 kann ich auch diesen Kriminalroman aus der Feder von Christof Weigold absolut weiterempfehlen und vergebe volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.06.2021

Echo der Hoffnung

Echo der Hoffnung
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Gabaldon spannt den Bogen von Juli 1776 bis Mai 1778 und treibt die vielen miteinander verbundenen Handlungsstränge - Claire und Jamie, Brianna und Roger und den anderen „alten Bekannten“ - in schnellem ...

Gabaldon spannt den Bogen von Juli 1776 bis Mai 1778 und treibt die vielen miteinander verbundenen Handlungsstränge - Claire und Jamie, Brianna und Roger und den anderen „alten Bekannten“ - in schnellem Erzähltempo voran, indem sie das Familienerbe und die verschiedenen Auseinandersetzungen vor dem Hintergrund des Freiheitskampfes der Nation aufbaut.
Es ist erneut eine umfangreich Lektüre, die aber dank des hervorragenden Schreib- und Erzählstils flüssig zu lesen ist. Selbst das Hin- und Herspringen in den verschiedenen Handlungssträngen bereitete mir keine Probleme. Aber auch hier sei angeraten die Vorgängerbände zu kennen. Ein Quereinstieg würde ich nicht empfehlen, dafür ist die Handlung zu komplex. Kennern der Serie sei allerdings an dieser Stelle verraten, dass dieser Teil mit mehreren ungelösten Handlungssträngen endet, so dass man gewillt sein muss auch den nächsten Band lesen zu wollen/müssen. Also ich kann es nicht erwarten, dass die Reise weitergeht. Bis dahin gibt es von mir erst einmal für „Echo der Hoffnung“ eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.