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julia-elysia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2021

Langatmige Lektüre, die mich nicht wirklich fesseln konnte ...

Unterleuten
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"Unterleuten" ist mein erstes Buch von Juli Zeh, welches im Rahmen meines Germanistik-Studiums gelesen habe. Ich denke, es ist sowieso immer etwas anderes, wenn man einen Roman in der Schule oder Uni lesen ...

"Unterleuten" ist mein erstes Buch von Juli Zeh, welches im Rahmen meines Germanistik-Studiums gelesen habe. Ich denke, es ist sowieso immer etwas anderes, wenn man einen Roman in der Schule oder Uni lesen muss, weil man (in-)direkt dazu gezwungen wird, aber ich bin tatsächlich sehr offen an das Buch herangegangen. Ich wohne selbst in einer brandenburgischen Kleinstadt, die eher einem Dorf ähnelt, weswegen ich gehofft hatte, einige inhaltliche Strukturen wiederfinden und auf meine ländliche Gesellschaft anwenden zu können.

Leider wurde ich enttäuscht.

Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt. Im ersten bekommt man bereits einen groben Überblick über die Protagonistinnen. Jedes Kapitel wird aus einer anderen Sicht geschrieben, was mich nach einer Weile überfordert hat. Wahrscheinlich hätte es mir weitaus mehr geholfen, hätte ich nicht erst am Ende realisiert, dass auf den letzten Seiten eine Personenübersicht zu finden ist, aber alleine die verschiedenen Storylines, die auch mit vergangenen Ereignissen zusammenhängen, haben mir das Lesen erschwert und mir die Konzentration geraubt.

Das Werk ist auf jeden Fall keine leichte und schnelle Leselektüre, nicht zuletzt durch die 600+ Seiten. Am besten, man schreibt nebenbei mit, damit man nichts durcheinanderbringt.

Wie gesagt, hatte ich gehofft, einige dort abgebildete Strukturen auch auf meine dörfliche Region anwenden zu können. Auch wenn einige Stimmen und Kritiker
innen meinten, dass dieses Buch eine brandenburgische ländliche Gemeinschaft/Gesellschaft darstellt, konnte ich da nicht wirklich mitgehen. Vielleicht erging es aber auch nur mir so.

Insgesamt gebe ich dem Buch 3 Sterne. Wäre es vielleicht nicht so langatmig und mit so vielen Protagonist*innen geschrieben worden, hätte man vielleicht eine verständlichere und fesselndere Geschichte gehabt.

Veröffentlicht am 17.07.2025

Mehr als nur eine Lügnerin ...

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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kann Spoiler enthalten

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen. Der Klappentext kann sehr vielversprechend. Ich mag Geschichten, in welchen man nicht gleich herausfindet, wer die Wahrheit ...

kann Spoiler enthalten

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen. Der Klappentext kann sehr vielversprechend. Ich mag Geschichten, in welchen man nicht gleich herausfindet, wer die Wahrheit sagt, und ich mag es, mitzurätseln.

Die Geschichte beginnt Sloane und damit, dass sie einen gutaussehenden Mann auf dem Spielplatz trifft und ihm dabei hilft, seiner Tochter einen Bienenstachel herauszuziehen. Gleich zu Beginn wird deutlich, dass Sloane eine notorische Lügnerin ist, die sich selbst eine schönere Welt und ein besseres Leben herbeilügt und gleichzeitig einen Drang zur Besessenheit hat. Sie stalkt nicht nur ihn und seine Familie, sondern drängt sich ihr auch richtig auf.

Ich bin bis zum Ende mit keiner Figur warm geworden - insbesondere mit Sloane nicht.

Das Buch hatte dennoch am Anfang Potenzial. Die Spannung hat sich zwar etwas gezogen, aber durch den Klappentext hat man sich immer wieder gefragt, wer sonst noch lügt. Klar war, dass es mit der Familie zusammenhing, aber ab der Mitte des Buches musste ich mir auch eingestehen, dass ich irrtümlich von der falschen Person ausgegangen bin.

Ab der Hälfte des Buches fand ein Perspektivenwechsel statt, und von da an ging es so gut wie gar nicht mehr richtig um Sloane und ihre Probleme. Sie war natürlich immer noch ein Teil eines Plans, allerdings fand ich, dass ihre Lügen und ihre erschwindelte Identität und ihre Vergangenheit nie richtig aufgedeckt und klargestellt wurden.

Irgendwie konnten mich die ganzen Twists nicht wirklich überzeugen, obwohl ich glaube, dass das Buch Potenzial gehabt hätte, wenn man mehr in die Tiefe gegangen wäre. Auch das Ende war nicht wirklich nachvollziehbar.

Insgesamt vergebe ich 2,5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.01.2022

Die Geschichte hätte Potenzial gehabt ...

Herz aus Gold und Asche
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Ich weiß nicht, was mich letztendlich dazu gebracht hat, dieses Buch zu kaufen, denn ich kann mich den meisten Rezensionen hier anschließen. Der Klappentext und das Cover haben ...

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Ich weiß nicht, was mich letztendlich dazu gebracht hat, dieses Buch zu kaufen, denn ich kann mich den meisten Rezensionen hier anschließen. Der Klappentext und das Cover haben mich wahrscheinlich in den Bann gezogen, aber leider war der Inhalt ziemlich enttäuschend.

Bereits zu Anfang treten sehr unlogische und klischeehafte Ereignisse auf. Die 19-jährige Elin will unbedingt Chemie studieren, kann sich dies aber nicht leisten, da das meiste Geld für die Krebsbehandlung ihres Bruders ausgegeben wurde und nach dem Tod ihrer Eltern ihre Tante auf sie aufpasst. Sie will bei derselben Firma arbeiten, wo auch ihr Vater zuvor gearbeitet hat - auch wenn ihre Tante felsenfest davon überzeugt ist, dass diese am Tod ihrer Eltern schuld ist. Elin bewirbt sich trotzdem, weil mit dem Job ein Chemiestudium einhergeht - und sie wird sofort ohne Umschweife angenommen! Beim Rausrennen stößt sie übrigens noch gegen einen Wachmann mit goldenen Augen, den sie sofort super attraktiv findet und sich in ihn verliebt. Seitdem bekommt sie ihn nicht mehr aus dem Kopf.

Hat jemand ein paar Klischees bestellt?

Die nächsten Begegnungen zwischen den beiden sind auch so gestaltet, dass sie so ziemlich schnell zusammenkommen, aber nicht zusammen sein können, weil er "gefährlich" wäre. Trotzdem sind sie unsterblich ineinander verliebt und würden sich nie wieder trennen - weil sie einfach zusammengehören.

Selbst wenn ich jünger gewesen wäre, hätte mich diese unlogische Storyline gestört. Es war kaum Spannung und Sinn enthalten - es schien, als wären alle Inhaltspunkte einfach so schnell wie möglich abgehakt worden.

Auch dass Elin die Nachfahrerin der Erben ist, die als Einzige das geheime Buch ihres Vaters lesen kann und den Frieden zwischen Menschen und Basilisken auferhalten soll, wurde ziemlich schnell und unspektakulär eröffnet.

Ich bin ziemlich enttäuscht, denn die grundlegende Story hätte wirklich Potenzial gehabt. Die Sache mit den Alchemisten vs. Basilisken hat mich teilweise an die "Kaleidra"-Reihe von Kira Licht erinnert, auch wenn das Buch davor geschrieben wurde. Zwischendurch gab es einige Szenen, die das Ganze wieder etwas spannender gestaltet haben, aber sobald Elin und Esra (der Wachmann) wieder liebevoll aufeinanderzugegangen sind, konnte ich nur genervt die Augen verdrehen.

Insgesamt gebe ich dem Buch 2,5/3 Sterne. Schade eigentlich, die Geschichte hätte Potenzial gehabt ...

Veröffentlicht am 29.07.2021

Leider weniger spannend als erwartet

1984
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Ehrlich gesagt habe ich für diesen Roman länger gebraucht als für andere Bücher mit dieser Seitenanzahl. Das lag vor allem daran, dass sich der erste Teil unfassbar in die Länge gezogen und kaum Spannung ...

Ehrlich gesagt habe ich für diesen Roman länger gebraucht als für andere Bücher mit dieser Seitenanzahl. Das lag vor allem daran, dass sich der erste Teil unfassbar in die Länge gezogen und kaum Spannung gehabt hatte.

Ich hatte schon viel von "1984" gehört und es ist so etwas wie eine Must-Read-Lektüre, allerdings war ich im Nachhinein eher enttäuscht und muss sagen, dass es für mich den Hype nicht wert war. Generell finde ich das Grundthema sehr spannend und wichtig, insbesondere auch deswegen, weil es in unserer heutigen Zeit aktuell ist und es sich tatsächlich auch wie um einen Vorhersage-Roman handelt, da die Ereignisse teilweise so eingetreten sind, wie es von George Orwell vorhergesagt worden war.

Dennoch muss ich sagen, dass ich den Schreibstil sehr trocken fand, auch wenn einige Aspekte sehr beschrieben und entsprechend dargestellt waren. Es fehlte jedoch irgendwie an Emotionalität, denn generell war der Schreibstil eher auf Sachlichkeit beschränkt.

Das Ende fand ich widerum etwas spannender, auch wenn sich alles gezogen hat. Es gab viele Wiederholungen, wie z.B. bei den Arbeitsabläufen von Winston Smith. Auch fand ich die Kapitel, die von dem Buch wirklich ausgeschrieben worden waren, etwas zu lang geraten. Man hatte das Gefühl, man liest einen Sachratgeber oder historische Aufzeichnungen innerhalb eines Buches, was mich zumindest aus dem eigentlichen Geschehen und Lesefluss herausgerissen hat.

Mit diesen Kritikpunkten gebe ich dem Roman 2,5-3 Sternen.

Veröffentlicht am 23.09.2023

Die emotionale Tiefe hat komplett gefehlt ...

Und wir tanzen, und wir fallen
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enthält Spoiler

Ich habe das Buch hier bei einer Leserunde auf lovelybooks erhalten, dennoch bin ich vollkommen enttäuscht. Zuallererst passt der Klappentext überhaupt nicht zum Inhalt. Ich dachte, es ...

enthält Spoiler

Ich habe das Buch hier bei einer Leserunde auf lovelybooks erhalten, dennoch bin ich vollkommen enttäuscht. Zuallererst passt der Klappentext überhaupt nicht zum Inhalt. Ich dachte, es wird die Geschichte zwischen zwei besten Freundinnen erzählt, die ihr gesamtes Leben zusammen erlebt haben (ihre Kindheit, Jugendzeit, das Älterwerden, Heiraten, Kinderkriegen usw.) und bei der die eine schließlich an Krebs erkrankt, während die andere die letzten Monate mit ihr teilt. Leider war dem überhaupt nicht so.

Die Geschichte wird ausschließlich aus Ashs Sicht erzählt, nicht aus Edis, der krebskranken Freundin. Eigentlich wäre das überhaupt nicht problematisch gewesen, wenn es sich nicht dabei ständig nur um Ashs Leben, ihre Eheprobleme, ihre Kinder, ihr Sexleben und ihre Paranoia, selbst krank zu sein, gedreht hätte! Von der Autorin wurden hier auch gar keine Erklärungen geliefert. Im ganzen Roman hat jegliche emotionale Tiefe gefehlt, so dass es völlig schwierig war, sich emotional in die Charaktere hineinzuversetzen und insbesondere Ashs Verhalten nachzuvollziehen.

Sie war für mich ein vollkommen unsympathischer, egoistischer Charakter, und das hat sich auch im gesamten Buch nicht gebessert.

Alle Szenen mit Edi wiederum haben sich ständig wiederholt. Es gab irgendwie nie etwas Neues und auch hier hat die emotionale Tiefe gefehlt, so dass mich ihre letzten Monate bzw. Wochen überhaupt nicht berührt haben. Bis zum Ende ging es nur um Ash. Edis Tod wurde in wenigen Absätzen abgehandelt.

Das Buch hätte Potenzial gehabt, doch leider hat es seinen Fokus irgendwie auf vollkommen "falsche" Charaktere und Augenblicke gelegt, wobei es gar nicht schlimm gewesen wäre, aus Ashs Sicht zu schreiben. Diese hätte sich jedoch auch mal auf Edi und die Emotionen zu ihr beziehen müssen.

Das Buch hat mich leider null abgeholen können, weswegen ich nur 2 Sterne vergeben kann. Schade eigentlich, denn die Thematik hätte großes Potenzial gehabt.