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Veröffentlicht am 12.09.2021

Blackout

Aquila
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Nika wacht an einem Dienstagmorgen in ihrer Studenten-WG in Sienna auf, kann sich jedoch an die vergangenen letzten zwei Tage überhaupt nicht erinnern. Auf einem ersten Rundweg durch ihre Wohnung kommen ...

Nika wacht an einem Dienstagmorgen in ihrer Studenten-WG in Sienna auf, kann sich jedoch an die vergangenen letzten zwei Tage überhaupt nicht erinnern. Auf einem ersten Rundweg durch ihre Wohnung kommen ihr beunruhigende Fragen in den Sinn:
- warum habe ich einen Verband um mein Handgelenk, obwohl ich nicht verletzt bin?
- Wem gehört das blutige T-Shirt im Badezimmer?
- Was bedeuten der mysteriöse Zettel in der Hosentasche und die mit Lippenschrift beschmierte Inschrift auf dem Badezimmerspiegel?
- Wo sind mein Handy, Laptop, Haustürschlüssel und Pass?
- Warum ist die Wohnungstür abschlossen?
- Wo ist meine Mitbewohnerin?

Ohne Erinnerungen und mit vielen Fragen versucht Nika Antworten auf ihre Fragen zu finden, bekommt aber dadurch immer nur noch mehr Fragen auf die sie keine Antwort weiß. Als eine Mädchenleiche von der Polizei gefunden wird, gerät sie auch noch in Tatverdacht und wird zunehmend verzweifelt.

Ursula Poznanski entwickelt immer wieder sehr spannende Geschichten mit sympathischen Charakteren, bei denen die LeserInnen die Bücher nur ungern aus der Hand legen, bis das im Mittelpunkt stehende Rätsel gelöst wurde. So auch mit diesem fantastischen Jugendroman, den ich wärmstens weiterempfehlen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2021

Inhalationsstoff

Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken
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„Die Rebellinnen von Oxford – Unerschrocken“ ist der zweite Band einer Romanreihe von Evie Dunmore aus dem Genre historische Liebesromane. Allerdings handelt es sich um eine an sich abgeschlossene Handlung, ...

„Die Rebellinnen von Oxford – Unerschrocken“ ist der zweite Band einer Romanreihe von Evie Dunmore aus dem Genre historische Liebesromane. Allerdings handelt es sich um eine an sich abgeschlossene Handlung, sodass der Inhalt aus dem ersten Band zum Verstehen der Geschichte nicht zwingend notwendig ist. Da die Protagonisten der einzelnen Bände jedoch wiederkehrend auftauchen sowie deren individuelle Geschichten in kurzen Nebenpassagen weitererzählt werden, empfehle ich die Reihenfolge der einzelnen Bände zu beachten.

Protagonistin des zweiten Bandes ist Lucie Tedbury, die bei ihrer Familie in Ungnade gefallen ist, ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreitet, sich zur Anführerin der regionalen Frauenrechtsbewegung entwickelt hat und nun versucht einen Verlag zu kaufen, um damit die weibliche Leserschaft bezüglich der, von der Frauenrechtsbewegung angestrebten Rechte, Möglichkeiten und Ziele aufzuklären und zur Unterstützung aufzurufen. Gleichzeitig weiß sie nicht, dass Tristan Ballentine, berüchtigter Verführer und ihre persönliche Nervensäge aus Kindertagen ebenfalls Interesse am Verlag hegt. Allerdings möchte er sich an dem Unternehmen wirtschaftlich beteiligen, um finanzielle Unabhängigkeit von seinem Vater zu erreichen. Sobald die beiden räumlich aufeinandertreffen, sind Auseinandersetzungen und Wortgefechte vorprogrammiert. Allerdings wird Lucie vollkommen von der körperlichen Anziehung und der zwischenmenschlich-aufgeheizten Atmosphäre überrascht, die sie mit einem Mal verspürt, als sie Tristan nach einigen Jahren zum ersten Mal erneut begegnet. Und zu ihrem Unmut finden die Begegnungen nun regelmäßig statt, da sie beide gleichwertige Anteile des Verlages erringen. Lucie ist jedoch auch klar, dass sie ihre frauenrechtlichen Ziele damit nur eingeschränkt weiterverfolgen kann und so beschließt sie einen Weg zu finden, die Mehrheit der Verlagsrechte zu bekommen. Tristan scheint davon nicht gänzlich abgeneigt, ist jedoch nur bereit ihr diese Möglichkeit mit der Einwilligung in ein unmoralisches Angebot zu gewähren: Lucie soll eine Nacht mit ihm verbringen. Lucie ist hin und her gerissen. Einerseits kann sie aus moralischen und persönlichen Gründen dieses Angebot niemals annehmen, andererseits wird die Anziehung mit jeder Begegnung und der Aussicht auf gemeinsame Liebesstunden stärker.

Ich habe bisher noch keinen historischen Liebesroman gelesen. Nach der Lektüre dieses Buches sind aber alle meine Vorstellungen dieses Genres mehr als übertroffen worden. Das Buch ist eine tolle Mischung aus historischen Gegebenheiten, über die die LeserInnen gut informiert werden ohne das eine Langeweile aufkommt, einem sehr guten Spannungsbogen mit einigen Cliffhängern an den Kapitelenden, der es LeserInnen schwer fallen lässt das Buch aus den Händen zu legen und einem sehr gelungenen Schreibstil, der flüssig und modern ist, gleichzeitig aber durchaus die historischen Dialog-Konventionen berücksichtigt und damit einem die Szenerie bildlich vor dem inneren Auge entstehen lässt. Kombiniert wird diese äußerst gelingende Konzeption mit Hauptcharakteren, die einem sofort ans Herz wachsen, Nebencharakteren, die viel Abwechselung in die Handlung bringen und einer erotischen Spannung zwischen Lucie und Tristan, die LeserInnen förmlich zwischen den Seiten spüren können. Letztendlich ist es für mich aber die Entwicklung, die die beiden nehmen, die mich dazu veranlasst das Buch buchstäblich in mich einzusaugen, bis das Lesevergnügen zu Ende ist. Ich habe mit diesem Buch ein absolutes Lese-Jahreshighlight erlebt, eine neue Lieblings-Buchreihe gefunden, ein neues und lesenswertes Genre für mich entdeckt und bin auf eine neue Autorin aufmerksam geworden, die hoffentlich noch weiteren Inhalationsstoff liefern kann.

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  • Handlung
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  • Gefühl
Veröffentlicht am 07.08.2021

Ostseeblut - Mixgetränk oder Mord?

Ostseeblut
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Pia Korittki und das Team des K1 in Lübeck werden zu einem Mord bei einem Orientierungslauf gerufen: ein Läufer ist bei einer Station kaltblütig von einem Heckenschützen erschossen worden. War der Mord ...

Pia Korittki und das Team des K1 in Lübeck werden zu einem Mord bei einem Orientierungslauf gerufen: ein Läufer ist bei einer Station kaltblütig von einem Heckenschützen erschossen worden. War der Mord geplant oder ist eine Verwechselung geschehen und sollte eigentlich die Frau des Opfers ermordet werden? Pia nimmt die Ermittlungen auf und stößt dabei immer wieder auf Zusammenhänge zu einem vor langen Jahren begangenen Selbstmord. Eine junge Schülerin hat sich in einem Schwimmbad erträngt, nachdem ihr Abtreibungsversuch misslungen ist. Doch im Verlaufe der Ermittlungen beschleichen Pia Zweifel, dass es damals wirklich ein Selbstmord war. Ist der Täter nach 20 Jahren wieder aktiv geworden oder sind es zwei unabhängige Fälle? Diese und noch weitere Fragen versucht Pia zu klären. Natürlich geraten die Ermittlungen wieder unter Zeitdruck, da sich weitere Frauen bedroht fühlen und schließlich ein weiterer Mordanschlag verübt wird.

Neben diesen dramatischen Ermittlungen ist Pia privat auch wieder in enormen emotionalen Ausnahmezuständen: denn Pia ist schwanger, weiß nicht genau wer der Vater ist, weswegen die Beziehung zu ihrem Freund ins Wanken gerät.
Dieser sechste Band ist meiner Meinung nach wieder hervorragend gelungen: missteriöse Charaktere und ein toller Spannungsbogen. Dazu die Mischung aus Ermittlungen und den Verwicklungen in Pias Privatleben: Eva Almstädt hat wieder die perfekte Mischung für einen tollen Krimi gefunden!

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Veröffentlicht am 07.08.2021

Ein weiterer Hörgenuss

Harry Potter und der Halbblutprinz
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Auch den sechsten Band der Harry Potter-Reihe verleiht Rufus Beck mit seiner tollen Erzählstimme und seinem unglaublichen Talent die Charaktere unterschiedlich zu vertonen einen unglaublichen Glanz. Ich ...

Auch den sechsten Band der Harry Potter-Reihe verleiht Rufus Beck mit seiner tollen Erzählstimme und seinem unglaublichen Talent die Charaktere unterschiedlich zu vertonen einen unglaublichen Glanz. Ich habe dieses Hörbuch jetzt mindestens drei Mal gehört und werde es in meinem Leben bestimmt auch immer wieder machen, weil es einfach so gut ist. Da kann man als Zuhörer sogar das Ende dieses sechsten Bandes ertragen. Für mich steht fest: es ist auf jeden Fall ein Hörbuch für die Ewigkeit.

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Veröffentlicht am 01.08.2021

Starke Frauen von gestern und heute

Mädelsabend
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In "Mädelsabend" werden zwei Protagonistinnen in den Mittelpunkt der Handlung gestellt: Sara ist promovierte Ärztin, die dem Weg der Wissenschaft folgen möchte. Um in ihrer Karriere weiter voran zu kommen, ...

In "Mädelsabend" werden zwei Protagonistinnen in den Mittelpunkt der Handlung gestellt: Sara ist promovierte Ärztin, die dem Weg der Wissenschaft folgen möchte. Um in ihrer Karriere weiter voran zu kommen, wird ihr ein Stipendium in London angeboten, mit Hilfe dessen sie innerhalb von zwei Jahren international habilitieren kann. Es scheint sich ein Traum von ihr zu verwirklichen. Allerdings sieht sie sich auch mit Zweifeln kontrolliert: ihr Mann kann diesen Lebenstraum nämlich überhaupt nicht verstehen und versucht ihr aufzuzeigen, welche familiären Verpflichtungen Sara seiner Meinung nach zu erfüllen hat. Die Beziehung scheint eine durststrecke durchstehen zu müssen.
Gleichzeitig kümmert sich Sara zunehmend mehr um ihre Großeltern. Nach einem Sturz und Oberschenkelhalsbruch ihrer Oma Ruth sind die Großeltern in ein betreutes Wohnheim gezogen. Ihre Oma scheint die Gesellschaft sehr zu genießen, blüht auf und findet neuen Mut für ihren letzten Lebensabschnitt. Gleichzeitig fühlt sie sich aber auch ihrem Mann weiterhin zur Treue verpflichtet, der jedoch am liebsten in sein Elternhaus zurückkehren möchte, sich überhaupt nicht an das neue Leben gewöhnen kann und sich sehr misstrauisch gegenüber der unerwarteten Veränderung zeigt.

Ich finde diesen Roman gerade deshalb so lesenswert, weil er genau die Zerrissenheit anspricht, die viele Frauen prägt. Zwischen familiären, biografischen und gesellschaftlichen Erwartungen und Anforderungen gefangen, gleichzeitig durch sie geprägt, mit dem Wunsch sich zu öffenen und etwas Neues zu wagen, fühlen sich einige meiner Freundinnen und auch ich mich manchmal ganz schön überfordert die "richtigen" Entscheidungen zu treffen und seinen ganz individuellen Weg zu finden. Und darin versucht das Buch meiner Meinung nach die LeserInnen zu bestärken: man kann sich an anderen Menschen orientieren oder von deren Meinung abgrenzen, der Blick in das Leben von anderen eröffnet einem selbst den Zugang zu seinen Wünschen und manchmal muss man einen Weg ausprobieren, um festzustellen, dass man doch lieber einen anderen Weg einschlagen möchte. Hier hilft nur in sich selbst hineinzuspüren und die Erwartungen anderer abzulegen. Durch die beiden Frauen in dem Roman wird man dazu ermutigt.

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