Profilbild von Lilli33

Lilli33

Lesejury Star
online

Lilli33 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lilli33 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2021

Gelungener Abschluss der Trilogie

Bartimäus - Die Pforte des Magiers
0

Verlag: cbj (12. Juni 2006)
Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
ISBN-13: 978-3570127773
empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Originaltitel: Ptolemy’s Gate
Übersetzung: Katharina Orgaß und Gerald Jung
auch als E-Book, ...

Verlag: cbj (12. Juni 2006)
Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
ISBN-13: 978-3570127773
empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Originaltitel: Ptolemy’s Gate
Übersetzung: Katharina Orgaß und Gerald Jung
auch als E-Book, als Taschenbuch und als Hörbuch erhältlich

Gelungener Abschluss der Trilogie

Inhalt:
Nathanael ist nun Informationsminister. Sein Ehrgeiz steigt ihm immer mehr zu Kopf. Mehr denn je weitet sich die Kluft zwischen den Gewöhnlichen und den Zauberern. London wirkt wie ein Pulverfass, und der Krieg in Amerika macht das auch nicht gerade besser.

Bartimäus ist am Ende seiner Kräfte, denn Nathanael weigert sich, den Dschinn zu entlassen, damit er sich am Anderen Ort wieder regenerieren kann.

Unterdessen hat Kitty sich heimlich Kenntnisse in Magie angeeignet.
Als nun eine ganz besondere Gefahr London zu überrollen droht, müssen Nathanael, Bartimäus und Kitty zusammenarbeiten, um die Welt zu retten.

Meine Meinung:
Dies ist der 3. Band der Bartimäus-Trilogie. Die beiden Vorgänger sollte man unbedingt gelesen haben, denn die Handlung ist mehr oder weniger fortlaufend. In „Die Pforte des Magiers“ erfahren wir aber noch mehr von Bartimäus’ Vergangenheit im alten Ägypten. Diese Teile konnten mich nicht so fesseln, sie sind aber für das Verständnis des aktuellen Geschehens notwendig.

Wie gewohnt gibt es wieder viele sehr spannende Szenen, Kämpfe zwischen Zauberern und Dämonen, Intrigen und brenzlige Situationen für unsere Held*innen. Doch leider ist Bartimäus nicht wirklich auf der Höhe, und so empfand ich seinen Sarkasmus und die Anzahl der witzigen Dialoge gegenüber den ersten beiden Bänden als stark verringert. Schade!

Insgesamt ist die Handlung aber schlüssig und fesselnd. Details aus den ersten beiden Büchern werden wieder aufgegriffen und begonnene Handlungsstränge zusammen- und zu Ende geführt. Die Spannung gipfelt in einem gewaltigen Showdown, der wie die anderen Kampfszenen sehr plastisch beschrieben ist, was das Kopfkino auf Hochtouren antreibt.

Besonders gefiel mir die Entwicklung, die Nathanael durchmacht. Der Junge erkennt endlich, was wirklich wichtig ist und handelt danach.

Fazit:
Nicht ganz so witzig wie die Vorgänger, aber ein insgesamt guter Abschluss der Geschichte.

Die Reihe:
1. Das Amulett von Samarkand
2. Das Auge des Golem
3. Die Pforte des Magiers
Bartimäus’ Vorgeschichte: Der Ring des Salomo

★★★★☆

Veröffentlicht am 31.08.2021

Über das Leben, die Liebe und das Sterben

Umwege des Lebens
0

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag (30. August 2021)
ISBN-13: 978-3570104156
Originaltitel: The Book of Two Ways
Übersetzung: Elfriede Peschel
Preis: 22,00 €
auch als E-Book und ...

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag (30. August 2021)
ISBN-13: 978-3570104156
Originaltitel: The Book of Two Ways
Übersetzung: Elfriede Peschel
Preis: 22,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Über das Leben, das Lieben und das Sterben

Inhalt:
Als Doktorandin für Ägyptologie konkurrierte Dawn mit ihrem Kollegen Wyatt, bis sie sich schließlich in ihn verliebte. Doch geheiratet hat sie einen anderen, Brian. Nicht nur ihre frühere Liebe musste sie aufgeben, sondern auch ihren Beruf. Mittlerweile arbeitet sie als Sterbebegleiterin, hat eine Tochter und kann Wyatt und die Ägyptologie doch nicht vergessen.

Meine Meinung:
Was mich an Jodi Picoults Romanen sonst immer begeistert, sind die inneren Twists, die ihre Protagonist*innen durchleben. Im vorliegenden Buch fand ich das nicht ganz so prickelnd, denn grob gesagt, geht es um die Liebe zu zwei verschiedenen Männern. Dieses Thema ist ja nun nicht gerade neu. Aber natürlich ist Jodi Picoult eine exzellente Erzählerin, die auch diesen Plot unterhaltsam und spannend an die Leserschaft bringt.

Die Handlung pendelt zwischen Boston, USA, und Ägypten hin und her. Teilweise spielt sie in der Gegenwart, teilweise vor fünfzehn Jahren. Manchmal fand ich die Zeitsprünge verwirrend, da sie nicht klar gekennzeichnet sind und die Szenen in der Gegenwart ähnlich sind wie in der Vergangenheit. Es brauchte dann zuweilen ein paar Sätze, bis ich mich zurechtfand.

Ein gewisses Interesse an den Alten Ägyptern sollte man besser mitbringen, denn von ihnen und ihren Ritualen, ihren Schriften und ihren Gräbern ist sehr viel die Rede. Sehr schön fand ich hier die eingestreuten Abbildungen, die das Beschriebene noch besser begreifbar machen.

Am besten haben mir allerdings die Überlegungen zum Thema Sterben gefallen. Als Sterbebegleiterin berät Dawn todkranke Menschen und unterstützt sie und ihre pflegenden Angehörigen in allen Lebenslagen. Ob es nun darum ging, was man vor seinem Tod noch unbedingt abhaken will, oder wie man sich die Beerdigung wünscht - bei allen Aspekten erhielt ich viele Informationen und Anregungen, über mein eigenes Leben und Sterben nachzudenken.

★★★★☆

Veröffentlicht am 22.08.2021

Fesselnder Genre-Mix

Der Tod und das dunkle Meer
0

Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: Tropen (21. August 2021)
ISBN-13: 978-3608504910
Originaltitel: The Devil and the Dark Water
Übersetzung: Dorothee Merkel
Preis: 25,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch ...

Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: Tropen (21. August 2021)
ISBN-13: 978-3608504910
Originaltitel: The Devil and the Dark Water
Übersetzung: Dorothee Merkel
Preis: 25,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Fesselnder Genre-Mix

Inhalt:
1634. Die Saardam ist mit wertvollen Gütern beladen auf dem Weg von Batavia nach Amsterdam. Der Generalgouverneur Jan Haan erwartet in der holländischen Heimat mit Ruhm und Ehre überhäuft zu werden. Mit an Bord sind seine Frau Sara Wessel und ihre Tochter Lia sowie deren Freundin Ceesjie. Samuel Pipps, ein berühmter Meisterdetektiv, ist ebenfalls auf dem Schiff, allerdings eingekerkert, denn ihm wird ein schweres Verbrechen vorgeworfen. Das Schiff scheint verflucht, und Samuels Freund Arent tut sich mit Sara Wessel zusammen, um die mysteriösen Vorkommnisse an Bord aufzuklären.

Meine Meinung:
Stuart Turton konnte mich mit seinem lebendigen Schreibstil von der ersten Seite an packen. Vor meinem inneren Auge sprang sofort das Kopfkino an und die Saardam erschien durch bildgewaltige Beschreibungen auf der Leinwand. Auf ihr tummelten sich allerlei zwielichtige Gestalten, machtgierige Adlige, habgierige Emporkömmlinge, eiskalte Musketiere sowie Matrosen, denen kein Verbrechen fremd ist. Daneben gibt es nur sehr wenige rechtschaffene Charaktere, die es hier mit einer Übermacht an Bösem aufnehmen müssen, denen man aber gerne durch die Geschichte folgt.

Vom Verlag als Kriminalroman ausgewiesen, steckt so viel mehr in dieser Story: Historisches, Mystisches, Romantisches und Phantastisches, wobei der Autor nach seinen eigenen Worten historische Fakten durchaus einmal zugunsten der Handlung gebeugt hat. Man darf hier also nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Der Zeitgeist wurde trotzdem gut eingefangen. Man würde sich beim Lesen am liebsten die Nase zuhalten, um den beschriebenen Gestank auf dem Schiff besser zu ertragen. Die Willkür der Mächtigen, die geringe Wertschätzung eines Lebens sowie der Aberglaube, die in jener Zeit herrschten, kommen deutlich zum Ausdruck. So darf man sich nicht wundern, dass wir es hier mit einer Unmenge von Getöteten zu tun bekommen, und man darf dabei keineswegs zimperlich sein.

Mir gefielen vor allem die Ermittlungen, die eines Sherlock Holmes würdig sind. Kleinste Hinweise werden wie ein Puzzle nach und nach zur Lösung des Falles zusammengefügt. Dabei ist lange Zeit nicht klar, ob hier wirklich der Teufel seine Hand im Spiel hat oder ob am Ende vielleicht alles natürlich erklärt werden kann. Ich war für beide Ausgänge offen und fand daher die Auflösung absolut befriedigend.

Einige Szenen hätte man noch etwas straffen können, aber im Großen und Ganzen hat mich „Der Tod und das dunkle Meer“ sehr gefesselt.

★★★★☆

Veröffentlicht am 11.08.2021

Eine schillernde queere Geschichte

In all seinen Farben
0

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: ONE (25. Juni 2021)
ISBN-13: 978-3846601280
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: Boy Queen
Übersetzung: Valérie Thieme
Preis: 12,90 €
auch als E-Book und als Hörbuch ...

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: ONE (25. Juni 2021)
ISBN-13: 978-3846601280
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: Boy Queen
Übersetzung: Valérie Thieme
Preis: 12,90 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Eine schillernde queere Geschichte

Inhalt:
Robin Cooper steht kurz vor dem Schulabschluss, als sein Lebenstraum in sich zusammenfällt, weil er eine Absage von der Schauspielschule bekommt. Auch mit seinem Freund Connor läuft es nicht so, wie Robin sich das wünscht, denn Connor will sich nicht outen und die Beziehung muss geheim bleiben. Mehr durch Zufall findet Robin Zugang zur Welt der Drag Queens, für die er schließlich eine große Leidenschaft entwickelt.

Meine Meinung:
Dieses Jugendbuch beginnt sehr stark. Man lernt Robin und seine Freund*innen kennen. Sowohl in der Schule als auch im Tanzstudio und von seiner quirligen Mutter erhält er viel Rückhalt. Ausgerechnet sein Freund Cooper steht nicht offen zu ihm, was die Beziehung sehr belastet. Dies alles wird absolut nachvollziehbar dargestellt. Dabei sind mir die beteiligten Personen sehr schnell ans Herz gewachsen. Es sind einfach tolle Figuren, die das Herz am rechten Fleck haben. Leider konnte ich gegen Ende nicht immer verstehen, warum wer auf wen sauer war. Meiner Meinung nach war das in einigen Fällen grundlos bzw. nicht mit der bisherigen Beschreibung der jeweiligen Person in Einklang.

Die Story ist nicht unbedingt neu, aber gut erzählt. Eine kleine Liebesgeschichte mit Dreieck, Freundschaft, Familie, große Gefühle, Mobbing, Outing und vieles mehr sind die Themen, die hier zur Sprache kommen. Und natürlich die Drag Queens, die einen großen Raum einnehmen. George Lester verschafft uns hier einen Blick hinter die Bühne, was ich sehr interessant fand.

Insgesamt ein tolles und lesenswertes Jugendbuch.

★★★★☆

Veröffentlicht am 05.08.2021

Spannend und emotional

Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1)
0

Verlag: Argon (19. Februar 2021)
Sprecher: Nina Reithmeier
Lauflänge: 15 h 25 min, ungekürzt
empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
auch als Hardcover und als E-Book erhältlich

Spannend und emotional

Inhalt:
Ella ...

Verlag: Argon (19. Februar 2021)
Sprecher: Nina Reithmeier
Lauflänge: 15 h 25 min, ungekürzt
empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
auch als Hardcover und als E-Book erhältlich

Spannend und emotional

Inhalt:
Ella ist für die Ferien nach Cornwall gekommen, wo sie am Strand einen Surfer in Nöten entdeckt. Kurzentschlossen springt sie ins Wasser, um ihn zu retten. Und damit nimmt das größte Abenteuer ihres Lebens seinen Lauf. Und nicht nur das: Ella verliebt sich auch noch unsterblich.

Meine Meinung:
Mir hat die Protagonistin Ella zunächst sehr gut gefallen. Sie hat das Herz am rechten Fleck und ist recht unkompliziert, mehr pragmatisch. Damit kann ich mich gut identifizieren. Später hatte ich den Eindruck, dass sie immer weinerlicher wird, was man zwar verstehen kann, aber auf Dauer ein bisschen nervt.

Die Handlung wird spannend erzählt und Ellas Emotionen kommen gut rüber, nur leider ist alles etwas vorhersehbar und klischeehaft. Für die empfohlene Altersgruppe ist die Geschichte nicht besonders anspruchsvoll, aber okay, das muss ja auch nicht immer sein.

Das Hörbuch konnte mich insgesamt gut unterhalten, da die Sprecherin Nina Reithmeier ihre Sache ganz hervorragend macht. Sie verleiht Ella und den anderen Figuren passende Stimmen und liest sehr gut betont. So kann man konzentriert zuhören und diese mystisch-fantastische Geschichte genießen.

"Meeresglühen - Geheimnis in der Tiefe" ist der Auftaktband einer Trilogie, der aber halbwegs mit einem Abschluss endet. Wer nicht will, muss also nicht unbedingt weiterlesen, sondern kann das Ende auch so stehenlassen.

★★★★☆