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Veröffentlicht am 17.08.2021

Anschauliche Atmosphäre auf der Reicheninsel in den 1950ern/ 1960ern, viel Dramatik und Leidenschaft, aber auch etwas langatmig.

Unser Traum von Freiheit
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Im Sommer 1951 kommt Miranda Schuyler im Alter von 18 Jahren anlässlich der Hochzeit ihrer Mutter nach Winthrop Island, wo die Reichen und Schönen der Neuenglandstaaten die Sommer verbringen. Mirandas ...

Im Sommer 1951 kommt Miranda Schuyler im Alter von 18 Jahren anlässlich der Hochzeit ihrer Mutter nach Winthrop Island, wo die Reichen und Schönen der Neuenglandstaaten die Sommer verbringen. Mirandas Vater ist im Krieg gefallen und ihre Mutter hat auf der Insel mit Hugh Fisher eine neue Liebe gefunden.
In diesem Sommer taucht Miranda, begleitet von ihrer impulsiven Stiefschwester Isobel in die Lebenswelt der High Society ein und verliebt sich dabei in den Hummerfischer Joseph Vargas. Doch bevor sich ihre junge Liebe entfalten kann, geschieht ein schreckliches Unglück, was Miranda dazu zwingt Winthrop Island zu verlassen.
Erst 18 Jahre später kehrt Miranda im Sommer 1969 als berühmte Schauspielerin auf die Insel zurück, wird dort jedoch nicht von allen willkommen geheißen.

"Unser Traum von Freiheit" ist der fünfte Band der East-Coast-Reihe, nimmt aber keinerlei Bezug auf die vorangehenden Bände und kann deshalb unabhängig von ihnen gelesen werden.
Der Roman handelt auf drei Zeitebenen: im Jahr 1931, 1951 und 1969, wobei vor allem die Sommer 1951 und 1969 mit Miranda Schuyler bzw. Miranda Thomas im Fokus stehen. Alle drei Erzählstränge handeln von dramatischen Liebesgeschichten, von unglücklich verliebten Frauen und selbstgerechten Männern, die sich nehmen, was sie haben möchten. Der Mikrokosmos der kleinen Luxusinsel, auf der jeden jeden kennt und in der mächtige Seilschaften herrschen, trägt dazu bei, dass in der Zwei-Klassen-Gesellschaft Neid, Eifersucht und Geheimnisse entstehen.

Die Atmosphäre auf Winthrop Island ist bildhaft geschildert. Die Unterschiede zwischen den reichen Country Club-Mitgliedern, die dort ihre Sommerresidenz haben und den hart arbeitenden portugiesischen Fischern werden eindrücklich dargestellt. Miranda steht genau zwischen diesen beiden unterschiedlichen Welten und hätte für ihre große Liebe Joseph auf alle Privilegien verzichtet, wäre es 1951 nicht zu der alles verändernden Katastrophe gekommen.
Der Roman erzeugt zu Beginn Spannung, denn erst im Verlauf der Schilderungen auf den drei (eigentlich zwei) Zeitebenen wird klar, was sich ereignet hat, wobei bis zum Schluss unklar ist, warum es dazu gekommen ist. Bis das Geheimnis am Ende gelüftet wird, zieht sich der Roman in die Länge. Auch wenn interessant ist, wie die Erzählstränge zusammenhängen und was die Charaktere miteinander verbindet, empfand ich die Geschichte als zäh.
Die Autorin versteht es, die Atmosphäre auf dem Kleinod eindrucksvoll zu vermitteln und auch mit Dramatik, Emotionen und Leidenschaft wird nicht gespart, aber aufgrund der letztlich überschaubaren Handlung, hätte der Roman etwas straffer erzählt werden können.

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Veröffentlicht am 15.08.2021

Ein Sommer auf dem Campingplatz zur Selbstreflexion - autobiographisch, aber für den Leser wenig erhebend, spannend oder berührend.

Prima Aussicht
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Judith ist Mutter eines kleinen Sohnes und möchte nicht, dass dieser ein Dasein als Einzelkind fristen muss. Ihr Freund Bruno gibt ihr jedoch zu verstehen, dass er kein zweites Kind möchte. Als Ausgleich ...

Judith ist Mutter eines kleinen Sohnes und möchte nicht, dass dieser ein Dasein als Einzelkind fristen muss. Ihr Freund Bruno gibt ihr jedoch zu verstehen, dass er kein zweites Kind möchte. Als Ausgleich für diese Misere kauft Judith spontan einen alten Wohnwagen, um auf einem Campingplatz in Brandenburg die Wochenenden zu verbringen. Völlig unbedarft renoviert Judith und richtet den Wohnwagen ein, um eine heimelige Atmosphäre zu schaffen. Von maroden Stellen, Rost oder eindringenden Mäusen lässt sie sich dabei so schnell nicht unterkriegen. Die kleine Familie fügt sich in die Campinggemeinschaft ein und auch ihr Sohn fühlt sich in der Natur und am See wohl. Doch selbst nach den unbeschwerten Sommermonaten lässt Judith der Wunsch nach einem zweiten Kind nicht los, als sie in Brandenburg die Zelte vor dem kommenden Winter abbrechen. Eine "prima Aussicht" ist jedoch die Zusage für die Verlegung eines Buches und die Hoffnung, dass sich damit ihr Traum eines Schriftstellerinnen-Daseins realisiert.

Vor dem Lesen war mir nicht wirklich bewusst, dass es sich bei "Prima Aussicht" um einen autobiographischen Roman handelt und Judith Poznan über ihr eigenes Leben schreibt. Zumindest ist die Berlinerin Mutter eines Sohnes, Besitzerin eines Wohnwagens und hat sich mit ihrem Debütroman einen Traum erfüllt. Ob Teile des Romans fiktiv sind, erschließt sich nicht, da es keine Erklärung durch ein Nachwort gibt.

Judith Poznan erzählt frei von der Leber, wechselt dabei sprunghaft zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wenn Erinnerungen an ihre Kindheit und insbesondere an ihre Oma Karin hochkommen, die eine große Rolle in ihrem Leben gespielt haben muss. Die Verbindung zu ihren Eltern scheint nicht so eng gewesen zu sein. Ihren Sohn, der namenlos bleibt, liebt sie über alles und würde alles für ihn tun. Die Beziehung zu ihrem Freund Bruno scheint dagegen nicht so innig. Was die beiden außer dem gemeinsamen Kind verbindet, ist nicht zu erkennen. So entsteht der Eindruck, das der Wunsch nach einem zweiten Kind möglicherweise daher rührt, die fragile Beziehung zu festigen.

In dem Roman werden Fragmente aus einem Sommer geschildert, Episoden, die - außer für Judith selbst - weder sonderlich außergewöhnlich noch aufregend sind. Judith hat ihre Gedanken einfach so unstrukturiert aufgeschrieben, wie sie ihr gekommen zu sein scheinen.
Die Sorgen einer jungen Mutter und das Bestreben für eine glückliche Kindheit des Nachwuchses sowie um die finanziell unsichere Situation als Schriftstellerin mit bisher nur abgelehnten Manuskripten, sind greifbar, jedoch für den Leser eher belanglos, fesseln und berühren nicht.
Ihre geschilderten Episoden sind zumal ganz unterhaltsam, aber letztlich geben Judith Poznans Memoiren nicht so viel her, um einen ganzen Roman interessant zu gestalten. Dass Prominente Autobiographien veröffentlichen, um sich ins rechte Licht zu rücken oder Bilanz über ihr Leben zu ziehen, ist nicht weiter ungewöhnlich. Warum jedoch eine Frau wie du und ich Teile ihres Lebens in Form eines Romans mit der Öffentlichkeit teilt, wurde mir bis zum Ende nicht klar. Vermutlich hätte mir eine fiktive Geschichte der jungen Autorin besser gefallen.

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Veröffentlicht am 10.08.2021

Ein Neuanfang auf Capri mit sommerlicher Atmosphäre, aber uninspirierende Liebesgeschichte(n)

Azurblau für zwei
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Isabell Ritter ist Mitte 30, Single und hat vor kurzem ihre Anstellung in einer Buchhandlung verloren, als ihre Chefin beschlossen hatte, auszuwandern. Ihre Freunde sind inzwischen an den Rand von Berlin ...

Isabell Ritter ist Mitte 30, Single und hat vor kurzem ihre Anstellung in einer Buchhandlung verloren, als ihre Chefin beschlossen hatte, auszuwandern. Ihre Freunde sind inzwischen an den Rand von Berlin gezogen und haben glückliche Familien gegründet. Als Isa dann auch noch ihrem Exfreund Alex und seiner schwangeren Freundin begegnet, hadert sie mit ihrem traurigen Schicksal und ihrem unerfüllten Kinderwunsch. Ein Inserat in der Zeitung, in dem für den Sommer eine Assistentin für eine Buchautorin auf Capri gesucht wird, weckt deshalb ihr Interesse, denn in Berlin hält Isa derzeit nichts mehr.
Die berühmte Autorin Mitzi Hauptmann möchte ihre Memoiren schreiben und benötigt auf Grund ihres Alters Unterstützung beim Verfassen derselbigen. In der wunderschönen Villa Azzurra am Rande eines kleinen Dorfs beginnt Mitzi von ihrem Leben zu erzählen und erinnert sich dabei an ihre Jugendliebe Johann, die sie vor 60 Jahren zuletzt gesehen hatte, denn ihre Eltern waren gegen die Verbindung.
Während Isa sich in ihrer freien Zeit auf Capri in den Inselpolizisten Luca verliebt, möchte sie auch Mitzi helfen, ihre Liebe zu finden und wird mit Hilfe von Luca sogar fündig.

"Azurblau für zwei" ist eine Sommerlektüre, die auf der Insel Capri handelt und durch die anschaulichen Beschreibungen des Inselflairs, des azurblauen Meers, den bergigen Serpentinen und dem Duft von frisch geernteten Zitronen, Feigen oder süßen Tomaten fühlt man sich bald so, als befände man selbst am Golf von Neapel.
Die Geschichte beginnt mit einem nachvollziehbaren Chaos in Isas Leben und man kann gut verstehen, warum sie die Chance auf eine Auszeit fernab von Berlin nutzen möchte. Auf Capri verliert der Roman allerdings an Tiefe. Die Beschreibungen von Mitzis Leben sind eher oberflächlich und unspektakulär, wenn auch der Verlust ihrer jungen Liebe tragisch ist. Die Suche nach einem späten Happy End ist unaufregend, vorhersehbar und am Ende auch etwas kitschig.
Isas Liebesgeschichte zeichnet sich schon bei der ersten Begegnung mit dem attraktiven Inselpolizisten ab und entwickelt sich für meinen Geschmack viel zu abrupt und wirkte aufgesetzt. Schon nach einem gemeinsamen Ausflug wurde sich die große Liebe geschworen, was selbst vor dem Hintergrund von ungetrübter Sommerlaune und "La dolce Vita" übereilt war.

Der Roman ist bildhaft beschrieben und das Setting auf der Insel ist wirklich schön, weder die Lebens- noch die Liebesgeschichten konnten allerdings überzeugen und berühren, so dass das Buch nicht mehr ist, als eine leicht zu lesende Strandlektüre, ohne große Emotionen oder Überraschungen.

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Veröffentlicht am 05.08.2021

Unterhaltsam und vermittelt schöne Botschaften von familiärem Zusammenhalt, Freundschaft und Nächstenliebe, ist jedoch mit Problemen überfrachtet und dadurch etwas oberflächlich und vorhersehbar

Der Junge, der mit dem Herzen sah
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Nach einem Küchenbrand beschließt Sandy ihre Schwieger-Großmutter in ein Altenheim zu geben. Dies stößt bei ihrem Sohn Milo, der seine Gran heiß und innig liebt auf Widerstand. Sandy wurde vor kurzem von ...

Nach einem Küchenbrand beschließt Sandy ihre Schwieger-Großmutter in ein Altenheim zu geben. Dies stößt bei ihrem Sohn Milo, der seine Gran heiß und innig liebt auf Widerstand. Sandy wurde vor kurzem von ihrem Ehemann und Vater von Milo verlassen, hat resigniert, tröstet sich mit Keksen und vernachlässigt die Kunden ihres Kosmetikstudios. Aufgrund der finanziellen Situation wird Milos Urgroßmutter in einem kostengünstigen Altenheim untergebracht, das nach Außen jedoch einen guten Eindruck vermittelt. Milo, dessen Sehfähigkeit aufgrund einer unheilbaren Netzhauterkrankung bereits stark eingeschränkt ist, blickt hinter die Fassade. Was er sieht, ist nicht nur menschenverachtend, sondern auch kriminell, doch weder seine Mutter noch die Polizei nehmen den neunjährigen Jungen ernst. Einzig der syrische Flüchtling Tripi, der als Koch in dem Altenheim arbeitet, hört auf Milo und unterstützt ihn bei der Sammlung von Beweisen gegen die für das Heim verantwortliche Altenpflegerin.

"Der Junge, der mit dem Herzen sah" ist der perfekte Titel für diesen warmherzigen Roman, der er fasst die Geschichte grundlegend zusammen. Milo sieht die Welt wegen seiner Erkrankung nur noch durch ein Nadelöhr, sieht mit seiner kindlichen Art, seiner Ehrlichkeit, Unbedarftheit, Liebe und Fürsorge aber dennoch mehr als so mancher gesunder Erwachsener.
Als seine geliebte Gran, um die er sich zu Hause liebevoll zusammen mit Zwergschweinchen Hamlet gekümmert hat, ins Altenheim kommt, ist er mit der Entscheidung seiner Mutter nicht einverstanden. Als Milo bei seinen Besuchen auch noch hinter die fragwürdigen Machenschaften der groben und raffgierigen Altenpflegerin kommt, beschließt er, seine Gran zu retten.

Es ist eine anrührende, aber auch sehr abenteuerliche Geschichte. Nicht alles ist wirklich glaubhaft dargestellt, denn der kleine Held Milo wirkt deutlich reifer als ein neunjähriger Junge und unternimmt eigenmächtig sehr viel, ohne dass seine Mutter Notiz davon nimmt.
Die Charaktere sind zudem eher eindimensional geschildert und dienen der Bedienung von Klischees. Einzig die "Opfer", wie der kranke Milo, der unter dem Verlust seiner Gran leidet, der syrische Koch, der illegal in England ist und die ins Heim abgeschobene Lou sind liebenswert, während die anderen Erwachsenen wenig sympathisch und fehlerhaft dargestellt sind.

Die Geschichte ist unterhaltsam und vermittelt schöne Botschaften von familiärem Zusammenhalt, Menschlichkeit, Freundschaft und Nächstenliebe, ist dabei aber recht vorhersehbar und bleibt nicht nur in Bezug auf den inneren Konflikt bei der Entscheidung um die Unterbringung und Versorgung ältere Menschen in Alten- und Pflegeheimen, sondern auch auf die Situation in Syrien und die der Geflüchteten an der Oberfläche. Auch Milos Erkrankung ist kaum mit Einschränkungen für diesen verbunden.

Das Buch steht voller Probleme, die es zu lösen gilt und wirkt damit etwas überfrachtet. Es liest sich durch de Kindessicht Milos jedoch leicht und letztlich hofft man für ihn, dass am Ende tatsächlich alles gut wird.
Der Roman regt zum Nachdenken an, wieder mehr Kind zu sein, um die Augen vor den wirklich wichtigen (Herzens-)dingen nicht zu verschließen. Trotz der schwerwiegenden Themen und einzelner anrührender Momente war mir der Roman insgesamt jedoch zu sehr aus Kindesicht geschrieben. Die anderen beiden Romane der Autorin "Solange unsere Herzen schlagen" und "Die Bilder in unseren Herzen" wussten mich wesentlich mehr zu begeistern.

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Veröffentlicht am 03.08.2021

Zu einfach und vorhersehbar konstruiert. Mehr ein Drama als ein spannender Krimi.

Die Studentin
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Die 22-jährige Studentin wird nach einem Sturz vom Balkon ihres Apartments tot aufgefunden. Alle Indizien deuten auf einen Selbstmord hin, denn die Studentin wurde von ihrem langjährigen Freund verlassen, ...

Die 22-jährige Studentin wird nach einem Sturz vom Balkon ihres Apartments tot aufgefunden. Alle Indizien deuten auf einen Selbstmord hin, denn die Studentin wurde von ihrem langjährigen Freund verlassen, den sie zuletzt stalkte.
Detective Frankie Loomis zweifelt daran, dass die Studentin sich selbst das Leben genommen hat, da ihr Handy nicht aufgefunden werden kann. Zudem ergeben weitere Ermittlungen, dass die Studentin schwanger war und eine Affäre mit ihrem Englischprofessor hatte. Jack Dorian hat einen Motiv, aber hat er Taryn tatsächlich getötet?

Der Roman ist unterteilt in die Geschehnisse "Davor" und "Danach", vor und nach dem Tod von Taryn, so dass man die Studentin und ihre möglichen Beweggründe für einen Suizid oder eine vorsätzliche Tötung erfährt und selbst spekulieren kann. Taryn hat in ihrem Leben bereits viele Enttäuschungen erlebt, fühlt sich als Tochter einer alleinerziehenden Altenpflegerin minderwertig und klammert sich deshalb fest an die Männer, die sie liebt und die ihr Aufmerksamkeit schenken, zunächst der gleichaltrige Liam, dann der zwanzig Jahre ältere Professor. Trotz ihrer obsessiven Liebe ist sie jedoch eine Studentin mit herausragenden Leistungen und hat die Chance, zu promovieren.
Die Ermittlungen "Danach" spielen zunächst eine eher untergeordnete Rolle, so dass sich der Kriminalroman eher wie ein emotionales Drama als ein Krimi liest. Spannung ist dabei durchaus vorhanden, allerdings ist aufgrund der ausführlichen Schilderungen des "Davor" bald klar, wer Taryn auf dem Gewissen hat, zumal ein Selbstmord durch die in ihrem Apartment aufgefundenen Beweise und die Kameraüberwachung frühzeitig auszuschließen ist.
Aus diesem Grund wirkt der Roman gerade im letzten Drittel etwas langatmig und die belanglosen Gedanken der Ermittlerin um ihre Zwillingstöchter, die wenige Jahre jünger wie die tote Studentin sind, ermüdend. Auch die Details aus dem Literaturunterricht bei Jack Dorian um tragische Liebespaare der klassischen Literatur hätten für meinen Geschmack etwas gestrafft werden können.
Durch die beiden unterschiedlichen Erzählstränge und den Wechsel der Perspektiven unter den beteiligten Protagonisten ist der Roman abwechslungsreich und mühelos zu lesen, aber für einen spannenden Krimi zu einfach und vorhersehbar konstruiert.

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