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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2022

Ein bisschen zu perfekt?

Keeper of the Lost Cities – Das Exil (Keeper of the Lost Cities 2)
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Band 1 konnte mich ja absolut begeistern und so hatte ich auch wirklich Lust fix Band 2 zu lesen. Noch immer bin ich verliebt in die zauberhafte Welt, in die liebenswürdigen Charaktere und die faszinierenden ...

Band 1 konnte mich ja absolut begeistern und so hatte ich auch wirklich Lust fix Band 2 zu lesen. Noch immer bin ich verliebt in die zauberhafte Welt, in die liebenswürdigen Charaktere und die faszinierenden Ideen. Aber dieses Mal gibt es auch Kleinigkeiten, die mich gestört haben.

Zum Einen ist ist das unsere Protagonistin Sophie. Bereits in Band 1 wird häufig erwähnt, wie speziell sie ist. Das hat mich da noch wenig gestört, allerdings nimmt das in Band 2 immer weiter zu, sodass es irgendwann wirklich zu viel ist. Zu viele Fähigkeiten, zu viele Jungs, die scheinbar für sie schwärmen und eine zu perfekte Sophie.

So ist Sophie auch scheinbar die Einzige, die das Alicorn (quasi Pegaus-Einhorn) zähmen kann. Mir ist diese ganze Geschichte rund um das Alicorn etwas zu kitschig. Allerdings habe ich auch im Hinterkopf, dass die Zielgruppe des Buches jünger ist. Dementsprechend ist es angemessen und völlig in Ordnung.

Trotz dieser Kritikpunkte habe ich das Buch wieder gern gelesen. Die Atmosphäre ist einfach zauberhaft und ich liebe die Nebencharaktere! Für die nächsten Bände, auf die ich mur sehr freue, würde ich mir aber wieder mehr Überraschungen und mehr Komplexität wünschen. Das sind nämlich die Punkte, von denen es nicht zu viel gibt.

Fazit: Nicht nur für jüngere Leser ein magisches Abenteuer, dass definitiv Spaß beim Lesen macht!

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Veröffentlicht am 04.12.2021

Unendlich viele Möglichkeiten für falsch und richtig

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
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Neal Shusterman ist einer meiner liebsten Autoren. Das liegt nicht nur an dem großartigen Schreibstil mit den passendsten, aber auch verrücktesten Vergleichen, sondern auch an seinen Ideen. Während viele ...

Neal Shusterman ist einer meiner liebsten Autoren. Das liegt nicht nur an dem großartigen Schreibstil mit den passendsten, aber auch verrücktesten Vergleichen, sondern auch an seinen Ideen. Während viele seiner Büche die Gesellschaftskritik eher subtil, aber doch offensichtlich (Das Paradoxon des Shusterman!) beinhalten, gibt Game Changer nun – entschuldigt den Ausdruck – richtig aufs Maul!

Ash, der Protagonist dieser Story, ist normal. Er ist kein Held, nicht unnatürlich stark, er ist nicht einmal der Quarterback seines Teams, wie es der Protagonist sonst immer ist, sondern der Lineman (was auch immer das ist). Er hält sich für einen toleranten und offenen Typen ohne Vorurteile. Und doch merkt er im Verlauf der Geschichte, dass er eben nicht vollständig aufgeklärt ist. Damit ist Ash ein Protagonist, mit dem man sich gut identifizieren kann, ohne sich irgendwie schlecht zu fühlen. Für mich vermittelt er: Es ist gut, wenn du dich für tolerant und offen hälst und das auch bist, aber es ist besser, wenn du die Augen trotzdem nicht verschließt und weiterhin an dir arbeitest und hinterfragst.

In dem Buch werden eine ganze Menge Themen angesprochen. Obwohl Rassismus im Fokus steht, wird auch über Homophobie, Missbrauch und Feminismus/Antifeminismus geschrieben. Ich möchte nicht verraten, wie das eingebaut wurde, aber ich finde die Umsetzung da sehr gelungen. Ich habe gelesen, dass es einigen Leser*innen zu viel war, für mich zeigt das allerdings nur noch besser: Ja, es gibt noch eine Menge zu tun. Und nein, ich schließe mich da ganz und gar nicht aus.

Auch die Verbildlichung der einzelnen Universen hat mir gefallen. Allerdings muss ich sagen, dass das Buch für mich ab und an ein paar Längen hat. Auch die Entwicklung der Charaktere bleibt etwas auf der Strecke, weil der Fokus eben auf Ashs Entwicklung liegt. Und der hat zwar eine ganze Menge gelernt, aber trotzdem bleibt die Frage, wie er sich weiterhin entwickelt und was die Konsequenzen nun für ihn sind. Das Ende finde ich nämlich wirklich krass, aber passend.

Fazit: Neal Shusterman zieht mich immer in seinen Bann, aber dieses Mal will der Funke nicht komplett überspringen. Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen und mir gefällt die Umsetzung der wichtigen Themen.

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Diese Sache mit der Zeit

The Upper World – Ein Hauch Zukunft
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„Aber ich warte nicht mehr darauf, dass irgendjemand kommt und mich in Ordnung bringt. Ich bin schon in Ordnung.“

Wenn ich ein Wort wählen müsste, um dieses Buch zu beschreiben, es wäre faszinierend. ...

„Aber ich warte nicht mehr darauf, dass irgendjemand kommt und mich in Ordnung bringt. Ich bin schon in Ordnung.“

Wenn ich ein Wort wählen müsste, um dieses Buch zu beschreiben, es wäre faszinierend. Der Autor Femi Fadugba ist Physiker und steckt eine ganze Menge seines Wissens in dieses Buch. Deshalb geht es in diesem Zeitreise-Roman weniger darum, dass man in der Zeit reist, sondern viel mehr darum, wie man durch die Zeit reist. Dafür wird eine ganze Menge erklärt. Dazu gibt es auch einen Anhang und kleine Skizzen, um diese Aspekte zu verdeutlichen. Das ist mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack, aber ich finde das total cool! Ich habe in meiner ganzen Schulzeit wohl nicht so viel über Physik gelernt 😀

Leider leidet die Geschichte manchmal ein kleines bisschen darunter, denn andere Dinge geraten etwas in Vergessenheit. Grundsätzlich mag ich die zwei Zeitebenen und wie diese miteinander verknüpft sind, aber einige Passagen wirken etwas trocken und langatmig. Gleichzeitig gibt es aber auch viele Stellen, da habe ich total mit Esso und Rhia mitgelitten. Außerdem habe ich mir so viele grandiose Zitate rausgeschrieben!

Esso und Rhia sind sehr normale Protagonisten, was ich sehr mag. Sie sind keine Helden, sie handeln auch impulsiv und sind definitiv nicht perfekt. Manchmal wirken die beiden allerdings etwas fern und die Entwicklung der Charakter hätte ich mir früher gewünscht. Außerdem ist der Schreibstil zwar sehr gut, aber die Gespräche wirken manchmal etwas drüber.

Fazit

Ein besonderes Buch, das Zeitreise-Aspekte hervorbringt, von denen ich vorher so nicht gelesen habe. Trotzdem ist das Buch nichts für zwischendurch und ich würde sagen, dass man ein Grundinteresse mitbringen sollte. Ich muss kein Physiker sein, um das Buch zu verstehen, aber ich muss ich darauf einlassen.

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Wenn Aktionen Wellen schlagen

Grüne Tiger
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„Unsere Idee war die Saat. Aus der Saat ist inzwischen ein kleiner Baum geworden. Wir müssen für sein Gedeihen sorgen.“ – Leyla
Leyla, Hector, Piet und Ean setzen sich das Ziel, diese Welt ein kleines ...

„Unsere Idee war die Saat. Aus der Saat ist inzwischen ein kleiner Baum geworden. Wir müssen für sein Gedeihen sorgen.“ – Leyla
Leyla, Hector, Piet und Ean setzen sich das Ziel, diese Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Dass das aber nicht immer das einzige Motiv ist, zeigt sich schnell. Denn obwohl alle vier zusammen arbeiten, hat jeder auch seine eigenen Interessen und Charakterzüge. Grundsätzlich sind die Figuren gut ausgearbeitet, allerdings bleiben sie etwas starr. Ich hätte mir etwas mehr Entwicklung gewünscht.

Die Handlung ist total interessant, da sie spannend ist, aber natürlich auch einfach brandaktuell. Obwohl ich durchgehend gefesselt war, gab es einige Szenen, die mir etwas zu überspitzt sind oder nicht komplett durchdacht wirken.

Auch der lockere Schreibstil (mit Jugendsprache, die mal nicht komplett drüber wirkt) hat dazu beigetragen, dass ich das Buch mal eben inhaliert habe. Allerdings nicht, ohne mich selbst zu hinterfragen. Im Ganzen ist die Aufmachung des Buches sehr ansprechend gestaltet.

Fazit

Ein unterhaltsamer Thriller, der ein wichtiges und aktuelles Thema sehr ansprechend umgesetzt hat und zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 26.08.2021

Willkommen beim Welten-Hopping

Cryptos
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Dieses Buch durfte ich in einem Buddyread mit zwei ganz lieben Mädels lesen und die Geschichte ist auch wie gemacht dafür. Zum Einen unterhält das Buch seine LeserInnen ziemlich gut. Zum Anderen gibt es ...

Dieses Buch durfte ich in einem Buddyread mit zwei ganz lieben Mädels lesen und die Geschichte ist auch wie gemacht dafür. Zum Einen unterhält das Buch seine LeserInnen ziemlich gut. Zum Anderen gibt es immer wieder neue Rätsel und Geheimnisse, die es zu lösen und aufzudecken gilt. Und als Gruppe lassen sich doch viel besser Theorien aufstellen!

Das Worldbuilding (oder fast schon besser gesagt "Worldbuildings"?) ist sehr gelungen. Jana springt auf ihrer Reise durch sehr viele Welten, die alle ihren ganz eigenen Stil haben. Ich hatte anfangs befürchtet, dass diese Welten vielleicht zu kurz kommen, aber es tritt beinahe schon das Gegenteil ein. Denn durch die vielen Wechsel des Ortes rannte mir die Geschichte manchmal etwas davon. Auch das Ende wirkt etwas fix erzählt.

Darunter leiden leider auch die Figuren. Denn bei den meisten Charakteren würden mir kaum mehr als zwei oder drei Worte einfallen, um diese zu beschreiben. Ich würde nicht behaupten, dass diese blass wirken, aber sie sind mir nicht komplex genug und zu gradlinig. Oft scheint es wirklich nur gut und böse zu geben und wenig dazwischen. Auch die Beziehungen der Personen entwickeln sich für meinen Geschmack zu schnell.

Fazit 

Cryptos hat mich wunderbar unterhalten und hat ganz besondere Szenerien, die dieses Buch einzigartig machen. Trotzdem fehlt mir leider eine Charakterentwicklung und ab und an ist Jana mir sogar zu viel hin und her gesprungen.




Klitzekleiner Spoiler :)

Es gibt auch eine Liebesgeschichte in Cryptos, die meiner Meinung nach absolut überflüssig ist und gleichzeitig zu kurz kommt. Das Buch wäre wunderbar ohne ausgekommen.

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