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Veröffentlicht am 26.03.2022

Humorvoller und spannender Urban-Fantasy-Roman

Die magischen Buchhändler von London
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Als die 18-jährige Susan nach London zieht um ihren unbekannten Vater zu finden (und ein Kunststudium zu beginnen) ahnt sie nicht in welche Gefahr sie sich begibt. Beim Besuch ihres mysteriösen Onkels ...

Als die 18-jährige Susan nach London zieht um ihren unbekannten Vater zu finden (und ein Kunststudium zu beginnen) ahnt sie nicht in welche Gefahr sie sich begibt. Beim Besuch ihres mysteriösen Onkels Frank kommt sie mit der so genannten Alten Welt und wird von Merlin, einem linkshändigen Buchhändler, gerettet. Denn Buchhändler verkaufen nicht nur Bücher, sondern kümmern sich auch darum, dass die magische Welt nicht außer Kontrolle gerät. Abhängig davon ob sie Links- oder Rechtshänder sind kämpfen sie gegen die Wesen oder nutzen ihren Intellekt für hilfreiche Nachforschungen oder Beschwörungen. Eigentlich erwarten alle Beteiligten das Susan nach der Begegnung (fast) wie zuvor weiterleben kann, doch seltsame Ereignisse verfolgen sie und schnell wird klar, dass ihr Schicksal mit dem der magischen Welt zusammenhängt.

Die magischen Buchhändler von London konnte mich von Beginn an fesseln und immer wieder begeistern. Bereits auf den ersten Seiten scheint der etwas seltsame Humor durch, der sich durch das ganze Buch zieht, aber genau meins war. Ohne große Einleitung wird man mitten ins Geschehen geworfen und lernt direkt zahlreiche verschiedene mystische Wesen kennen. Zunächst war das etwas verwirrend, die wichtigen Wesen wurden aber stets auch genauer beleuchtet, sodass ich schnell in die Geschichte finden konnte. Das Worldbuilding, rund um die vielen verschiedenen Wesen war ebenfalls sehr gelungen und auch das Setting in den 80er Jahren hat unheimlich gut zur Geschichte gepasst, denn so gab es zwar bereits einige technische Innovationen, aber z.B. noch keine Handys, sodass die Suche nach einem Telefon regelmäßig zum Problem wird.

Die Handlung schreitet recht flott voran, wodurch es an keiner Stelle zu Längen kommt, viele verschiedene magische Wesen ihren Weg ins Buch finden und ein toller Überblick über die Alte Welt und die Arbeit der magischen Buchhändler möglich ist. Die einzelnen Protagonist*innen könnten allerdings noch etwas mehr Tiefe haben, was mein einziger Makel an dem Roman ist. Es gibt auch eine kleine Liebesgeschichte, die aber glücklicherweise sehr nebensächlich bleibt.

Schön fand ich auch, dass das Buch grundsätzlich in sich abgeschlossen ist, gleichzeitig aber auch genug Potenzial für eine Fortsetzung bietet, sodass die wichtigsten Probleme am Ende des Buches aufgelöst sind und keine jahrelange Wartezeit auf die Aufklärung bevorsteht.

Insgesamt war es ein sehr gelungener Urban Fantasy-Roman, den ich Buchliebhabern (und Fantasyliebhabern) sehr ans Herz legen kann, eine packende Handlung hat und sich besonders durch den trockenen Humor in mein Herz geschlichen hat. 4.5 Sterne!

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Veröffentlicht am 08.11.2021

Spannender Auftakt

Die Töchter der Phönixreiter – Crown of Feathers
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Die beiden Schwestern Veronyka und Val träumen davon Phönixreiter zu werden – doch seit dem Krieg vor 16 Jahren werden alle Animagen in Pyra verfolgt, in Leibeigenschaft gezwungen oder getötet. Als die ...

Die beiden Schwestern Veronyka und Val träumen davon Phönixreiter zu werden – doch seit dem Krieg vor 16 Jahren werden alle Animagen in Pyra verfolgt, in Leibeigenschaft gezwungen oder getötet. Als die beiden zwei Phönixeier finden, enttäuscht Val Veronyka aufs Tiefste, sodass sie sich alleine auf den Weg macht um die letzten Reiter zu finden. Verkleidet als Junge trifft sie dort auf den Lehrling Tristan, beginnt sich einzuleben, bis Val plötzlich wieder vor ihr steht und eine große Enthüllung macht.

Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass es zunächst etwas gedauert hat bis die Handlung an Fahrt aufnimmt. Neben Veronyka standen insbesondere der Phönixreiter Tristan und der Soldat Sev im Vordergrund. Mit der Zeit wurden die Stränge immer weiter miteinander verknüpft und es war angenehm die Handlung aus verschiedenen Perspektiven zu erleben.

Schön fand ich, dass alle drei Protagonisten eine starke Charakterentwicklung durchmachen: Veronyka wird reifer, indem sie sich von ihrer Schwester abnabelt, Tristan lernt mit seinen Kräften umzugehen und auch mal Kritik anzunehmen und Sev fängt an nicht immer nur den einfachsten Weg zu gehen.

Der Schreibstil selbst war stets spannend und bildlich, das Worldbuilding ist wirklich sehr gelungen und die Phönixe genial beschrieben. Zwischen den Kapiteln gibt es zudem öfters mal Rückblenden in Form von Briefen oder Ausschnitten aus Büchern, in denen die Ereignisse aus dem Krieg geschildert werden und so nach und nach greifbar werden.

Besonders angenehm fand ich zudem, dass es zwar eine einsetzende Liebesgeschichte gab, diese jedoch in keiner Weise im Fokus der Geschichte stand.

Insgesamt hat mich das Buch absolut positiv überrascht, mit der Zeit konnte ich es nicht mehr zur Seite legen und habe die zweite Hälfte in einem Stück verschlungen. Für die spannende Handlung und die bildliche Erzählweise gebe ich 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.10.2021

Gelungene Fortsetzung

Todesschmerz
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Todesschmerz ist der 6. Fall von Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder, die durch die vergangenen Bände bereits zu meinen Lieblingsermittlerinnen gehören. Generell lassen sich die Bände alle auch unabhängig ...

Todesschmerz ist der 6. Fall von Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder, die durch die vergangenen Bände bereits zu meinen Lieblingsermittlerinnen gehören. Generell lassen sich die Bände alle auch unabhängig voneinander lesen, je weiter die Reihe voranschreitet, desto mehr kann ich allerdings empfehlen die Bücher chronologisch zu lesen, da sich in den vergangenen Bänden immer mehr persönliche Verknüpfungen ergeben haben, die in diesem Band noch stärker in den Vordergrund gerückt sind als zuvor.

Der neuste Fall des Teams führt sie nach Norwegen, wo die deutsche Botschafterin ermordet wurde. Sneijder ist der Reise zunächst jedoch abgeneigt, da er im BKA eine
n Verräterin vermutet und der Sache knapp auf der Spur ist. Da sie als deutsche Ermittlerinnen in Norwegen kaum Befugnisse haben bricht das Team mehr Regeln als je zuvor, nimmt unkonventionelle Ermittlungswege und arbeitet mit den verschiedensten Personen zusammen, wodurch es zu vielen lustigen Szenen kommt.

Neben dem misanthropischen Sneijder, der nach wie vor seinen speziellen Eigenheiten nicht ablegen kann und der empathischeren Nemez, die sich bereits in den Vorgängerbänden zu einem grandiosen Team entwickelt haben, stehen auch einige andere BKA-Ermittlerinnen sowie eine Mitarbeiterin des BND stark im Vordergrund. Dies hat mir gut gefallen, da einige Nebencharaktere nachvollziehbarer wurden und durch ihre verschiedenen Kompetenzen vieles beitragen konnten.

Neben dem Haupterzählstrang der Ermittler
innen gibt es wie in den vorangegangenen Bänden einen zweiten Erzählstrang, der einige Wochen in der Vergangenheit ansetzt und sich um die Jørgensens, eine norwegische „Verbrecherfamilie“ dreht. Durch diesen zweiten Strang werden den Leserinnen einige Geschehnisse bereits vor den Ermittlerinnen klar, allerdings fand ich diesen 6. Band trotzdem etwas weniger vorhersehbar als die Vorgängerbände.

Überraschenderweise endet das Buch nicht wie bekannt mit der Aufklärung des Falls sondern mit einem fiesen Cliffhanger, der die Wartezeit bis zum 7. Band nicht einfacher macht. Insgesamt hat sich aber meine Meinung bestätigt, dass Gruber sich mit jedem Band etwas steigert, die ersten Bände der Reihe konnten mich noch nicht vollends überzeugen und waren mir etwas zu vorhersehbar, während sich dies mit jedem Band gebessert hat und mich auch jeder Band etwas mehr fesseln konnte.

Fans von Andreas Gruber kann ich diesen neuen Thriller definitiv ans Herz legen und Thriller-Leserinnen, die es noch nicht sind die Reihe sehr empfehlen. Die Länder- und Behördenübergreifende Ermittlung aus diesem Band hat für frischen Wind gesorgt, einige Charakterentwicklungen bei den Protagonistinnen hervorgebrach und mich sehr packen können. Insgesamt gebe ich daher 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Packender Auftakt

Knights – Ein gefährliches Vermächtnis
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Lena Kiefer konnte mich bereits mit ihrer Ophelia Scale-Reihe völlig überzeugen. Nachdem sie zwischenzeitlich New Adult geschrieben hat, hat sie sich nun mit Knights wieder an ein neues Genre herangewagt. ...

Lena Kiefer konnte mich bereits mit ihrer Ophelia Scale-Reihe völlig überzeugen. Nachdem sie zwischenzeitlich New Adult geschrieben hat, hat sie sich nun mit Knights wieder an ein neues Genre herangewagt.

In dieser neuen Urban-Fantasy-Reihe dreht sich alles um die Nachfahren der Ritter der Tafelrunde. Diese erben, je nachdem von welchem Ritter sie abstammen, besondere Gaben und haben sich in der Organisation KORT zusammengeschlossen um bestimmte Geschehnisse in der Welt zu beeinflussen. Charlotte, die Protagonistin des Romans, versteckt sich jedoch bereits seit ihrer Kindheit vor der Organisation und muss ihre besondere Gabe geheim halten. Als ihr Bruder plötzlich verschwindet und gleichzeitig Unbekannte auf sie jagt machen bleibt ihr jedoch keine andere Wahl als mit ihnen zusammenzuarbeiten. Obwohl sie ihnen nicht vertraut knüpft sie schon bald eine enge Beziehung zu dem Team, das sie gerettet hat und insbesondere zu Noel, einem Erben von Lancelot.

Schon nach wenigen Seiten des Buches hatte mich der packende Schreibstil von Lena Kiefer wieder in den Bann gezogen und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Thema Ritter ist mir im Jugendbuchbereich bisher noch nicht begegnet und spricht mich normalerweise auch nicht besonders an, wurde hier jedoch so gut in die aktuelle Zeit mit eingebunden und durch die besonderen Fähigkeiten der einzelnen Erben nochmal interessanter gemacht, dass es mir eher wie eine Mischung aus Geheimagenten und Superhelden-Geschichte vorkam als wie ein Roman über die Ritter der Tafelrunde.

Charlotte erfüllt zwar als Protagonistin das typische Jugendbuch-Klischee der „Auserwählten“, bringt aber eine gewisse Reife mit, die es angenehm macht die Geschichte aus ihrer Perspektive zu erfahren. Sie kann mit anpacken, sich selbst verteidigen, weiß aber auch wann sie die Hilfe von anderen annehmen sollte. Die Story kommt natürlich nicht ohne eine Liebesgeschichte aus, bei der es sich dann auch noch um Liebe auf den ersten Blick handelt. Dies wird aber so gut in die Rahmengeschichte der Ritter der Tafelrunde eingearbeitet und dadurch erklärt, dass ich diese Instant Love nicht als Kritikpunkt anführen kann.

Noel war mir als Person manchmal noch ein wenig zu glatt, auch wenn auch er eine sensiblere Seite hatte und es immer wieder Einblicke in seine Familie und seine Kindheit gab, die vieles erklärt haben. Dafür konnten mich aber die anderen Nebencharaktere sehr überzeugen, da ihnen schon im ersten Band eine eigene Persönlichkeit gegeben wurde und sie sich voneinander abgehoben haben.

Die Handlung selbst hat eine gute Balance zwischen Spannung, Charakterentwicklung und Erklärungen gehabt, letztere waren auch definitiv notwendig um die Welt rund um die Knights zu verstehen. Zuletzt folgt natürlich noch der große Plot-Twist mit Cliffhanger für den Lena Kiefer mittlerweile bekannt ist und bei dem mich erneut überrascht hat, dass ich zwar wusste das etwas kommen muss, aber den eigentlichen Plot-Twist nicht vorhersehen konnte.

Insgesamt hat mich Knights trotz ungewöhnlicher Thematik positiv überraschen können und durch den bildlichen Schreibstil und die gute Balance in der Handlung komplett mitgerissen. Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.09.2021

Spannender Auftakt!

Lady of the Wicked
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Schon beim Aufklappen des Buches hat es mich durch die wunderschöne Innengestaltung und natürlich das Cover in den Bann gezogen. Glücklicherweise war hier nicht nur das äußere überzeugend, sondern auch ...

Schon beim Aufklappen des Buches hat es mich durch die wunderschöne Innengestaltung und natürlich das Cover in den Bann gezogen. Glücklicherweise war hier nicht nur das äußere überzeugend, sondern auch der Inhalt des Buches.

Der Roman beginnt direkt mitten im Geschehen und die Leserinnen lernen Darcia kennen, der nur noch das Herz einer Hexe fehlt um zur Herrin der Wicked zu werden. Sie lebt im New Orleans der Menschen, nachdem sie aus der magischen Schattenstadt Babylon verbannt wurde und ist eine Hexia, eine Halbhexe, deren Stärke insbesondere im Fluchbrechen liegt. Bei Darcia hat mir besonders gut gefallen, dass sie irgendwo zwischen Heldin und Antiheldin schwebt, ihre ganz eigenen Ziele verfolgt und dafür eben auch über Leichen geht und sich wenig um andere schert. Besonders lieb gewonnen habe ich aber ihre Begleiterinnen Tieno und Menti, die durch ihre süße und liebevolle Art überzeugen konnten.

Die Weltbeschreibung rund um die verschiedenen Schattenstädte, die mit einer menschlichen Stadt verankert sind, war gut verständlich und auch die verschiedenen magischen Wesen wurden alle mit bildlichen Erklärungen in die Geschichte eingeführt. Unterstützend konnte man zusätzlich in der Klappe des Buches nachschauen, wo die verschiedenen Arten von Hexen erklärt werden.

Neben Darcias Perspektive wird die Story auch aus der Sicht von Valens erzählt, einem Hexer, der verflucht wurde und dadurch auf Darcias Hilfe angewiesen ist. Zwischen den beiden entwickelt sich eine interessante Beziehung, die teilweise humorvolle Situationen hervorbrachte. Im Gegensatz zu Darcia sieht Valens meist das Gute in Anderen und unterstützt seine Freunde wann immer nötig. Im Laufe des Buches kommt in Form von Ruth, seiner besten Freundin, die immer noch in Babylon lebt und dort als Stadtwache arbeitet, eine dritte Perspektive dazu. Zunächst habe ich etwas gebraucht um in ihre Abschnitte hineinzufinden, da die Hauptstory bereits so fortgeschritten war, dass ich mit Darcia und Valens bereits warm geworden war, doch ihre Kapitel haben sich schnell zu meinen liebsten entwickelt, da man dadurch mehr über die Schattenstadt Babylon und weitere magische Wesen erfahren konnte.

Lady oft he Wicked war fast durchgehend handlungsreich, hatte immer wieder spannende Stellen und einen Spannungsbogen, der sich bis zum Showdown am Ende durchgezogen hat. Die facettenreichen Charaktere und das gelungene Worldbuilding haben einen tollen Auftakt für diese Dilogie ermöglicht und machen Lust auf mehr! Von mir gibt es daher 4,5 Sterne und viel Vorfreude auf die Fortsetzung.

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