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Veröffentlicht am 03.05.2017

Die Chroniken des Harry Clifton

Spiel der Zeit
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„Spiel der Zeit“ ist der erste Teil der Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Dieses Buch spielt zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg und vermittelt die Kluft zwischen arm und reich sehr authentisch.

Die Erzählweise ...

„Spiel der Zeit“ ist der erste Teil der Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Dieses Buch spielt zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg und vermittelt die Kluft zwischen arm und reich sehr authentisch.

Die Erzählweise ist außergewöhnlich. Mal sehen ob ich es verständlich erklären kann. Also … Das Buch ist untergliedert in mehrere Teile, wobei jeder Teil aus der Sicht einer anderen Person geschrieben ist. Die Handlungsbögen überschneiden sich in den jeweiligen Teilen, so dass es auch zu Wiederholungen kommen kann, wenn eine Person die Ereignisse aus ihrer Sicht schildert. Das kann zeitweise auch etwas langweilig ausfallen, da man ja bereits weiß, was geschieht. Auf der anderen Seite ist es interessant, wie die Geschehnisse von anderen Personen empfunden wurden. So werden Häppchenweise Informationen gestreut, die nach und nach ein Ganzes ergeben. Man wartet richtig drauf, dass man den Punkt erreicht, an dem der Point-of-View-Charakter mit seinen Ausführungen dort weitermacht, wo der vorhergehende geendet hat. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber hat man erst einmal den Dreh raus, kann man sich vollkommen auf die Geschichte einlassen. So bleiben wenigstens keine Fragen offen. ich muss jedoch sagen, dass der Geschichte eine Straffung auf jeden Fall gut getan hätte. Man kämpft sich das ein oder andere Mal durch die Kapitel, in der Hoffnung endlich wieder was Neues zu erfahren. Nicht die optimalste Art des Erzählens, aber als Stilmittel ungewöhnlich und dadurch auch erfrischend anders.

Die Saga steckt sich über insgesamt sieben Teile. Zusammen gesehen ein echtes Mamutwerk. Man merkt aber bereits bei Band eins, dass die Story noch viel zu bieten hat. Es gibt viele Figuren die einen auf dem Weg durch die Epoche begleiten und dann machen die Wiederholungen auch Sinn. Somit ist es fast ausgeschlossen, dass man mit den vielen Namen durcheinander kommt.

Das Buch hat eine Chance verdient. Ich weiß hier streiten sich die Geister, aber mir hat es gefallen und ich werde die Reihe weiter verfolgen.

Veröffentlicht am 19.04.2017

Sehr spannend und überaus witzig

Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
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„Ragdoll“ ist der Debütroman von Daniel Cole. Für ein Debüt wirkt dieses Buch außerordentlich ausgereift, was man nicht unbedingt von einem Erstling erwartet. Das prägendste ist die Sprache und der Schreibstil. ...

„Ragdoll“ ist der Debütroman von Daniel Cole. Für ein Debüt wirkt dieses Buch außerordentlich ausgereift, was man nicht unbedingt von einem Erstling erwartet. Das prägendste ist die Sprache und der Schreibstil. Daniel Cole hat ein Fingerspitzengefühl, was das angeht. Er versteht es die Geschichte auf seine ganz besondere Art zu erzählen. Dabei ist gespickt mit jeder Menge schwarzen Humor, teilweise so witzig, dass man unumgänglich darüber lachen muss. Gleichzeitig schafft er aber den gleitenden Übergang zu ersten Szenen. Man bekommt das aber gar nicht so genau mit, denn eine ersthafte Szene kann in einen göttlichen „Joke“ enden. Das wirkt nie deplatziert, die Pointen kommen genau zur richtigen Zeit.

Die Figuren sind extrem überspitzt gezeichnet, wie ich finde. Sie passen zwar zur Geschichte und dem Erzählstil, jedoch verliert die Story für mich dadurch etwas an Glaubhaftigkeit. Es wirkt alles etwas grotesk. Wirkliche Sympathieträger lassen sich für mich daher eher nicht ausmachen um nicht zu sagen, einzelne Personen nerven mich doch etwas. Man darf mich nicht falsch verstehen. Ich habe mit den Protagonisten mitgefiebert und mitgelacht, aber deren Macken sind teils arg ausgebildet, dass ich nicht unbedingt nochmal mit diesem Haufen auf Reisen gehen möchte. Ich weiß, dass es eine Fortsetzung geben wird und ich blicke dem etwas skeptisch entgegen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, außer man wechselt ein paar der Figuren aus.

Dieses Buch war für mich ein Erlebnis, es hat mich unterhalten. Es hat mir Spaß gemacht, aber ein Ausflug in diese Welt reicht mir vollkommen. Ich werde diesen Autor in jedem Fall weiterhin verfolgen, in der Hoffnung, dass er noch viele andere Ideen hat.

Veröffentlicht am 19.04.2017

Sehr spannend un d überaus witzig

Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
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„Ragdoll“ ist der Debütroman von Daniel Cole. Für ein Debüt wirkt dieses Buch außerordentlich ausgereift, was man nicht unbedingt von einem Erstling erwartet. Das prägendste ist die Sprache und der Schreibstil. ...

„Ragdoll“ ist der Debütroman von Daniel Cole. Für ein Debüt wirkt dieses Buch außerordentlich ausgereift, was man nicht unbedingt von einem Erstling erwartet. Das prägendste ist die Sprache und der Schreibstil. Daniel Cole hat ein Fingerspitzengefühl, was das angeht. Er versteht es die Geschichte auf seine ganz besondere Art zu erzählen. Dabei ist gespickt mit jeder Menge schwarzen Humor, teilweise so witzig, dass man unumgänglich darüber lachen muss. Gleichzeitig schafft er aber den gleitenden Übergang zu ersten Szenen. Man bekommt das aber gar nicht so genau mit, denn eine ersthafte Szene kann in einen göttlichen „Joke“ enden. Das wirkt nie deplatziert, die Pointen kommen genau zur richtigen Zeit.

Die Figuren sind extrem überspitzt gezeichnet, wie ich finde. Sie passen zwar zur Geschichte und dem Erzählstil, jedoch verliert die Story für mich dadurch etwas an Glaubhaftigkeit. Es wirkt alles etwas grotesk. Wirkliche Sympathieträger lassen sich für mich daher eher nicht ausmachen um nicht zu sagen, einzelne Personen nerven mich doch etwas. Man darf mich nicht falsch verstehen. Ich habe mit den Protagonisten mitgefiebert und mitgelacht, aber deren Macken sind teils arg ausgebildet, dass ich nicht unbedingt nochmal mit diesem Haufen auf Reisen gehen möchte. Ich weiß, dass es eine Fortsetzung geben wird und ich blicke dem etwas skeptisch entgegen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, außer man wechselt ein paar der Figuren aus.

Dieses Buch war für mich ein Erlebnis, es hat mich unterhalten. Es hat mir Spaß gemacht, aber ein Ausflug in diese Welt reicht mir vollkommen. Ich werde diesen Autor in jedem Fall weiterhin verfolgen, in der Hoffnung, dass er noch viele andere Ideen hat.

Veröffentlicht am 20.02.2017

Spannende und unterhalsame Fortsetzung

Das Hospital
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„Das Hospital“ von Oliver Ménard ist der zweite Teil der Thriller-Reihe um die TV-Journalistin Christine Lenève. Was mit „Federspiel“ begann, wird hier fortgesetzt, auch wenn es sich um eine neue Geschichte ...

„Das Hospital“ von Oliver Ménard ist der zweite Teil der Thriller-Reihe um die TV-Journalistin Christine Lenève. Was mit „Federspiel“ begann, wird hier fortgesetzt, auch wenn es sich um eine neue Geschichte mit einem neuen Serienkiller handelt. Aber Figuren aus dem ersten Teil tauchen auch hier wieder auf. Die Hauptprotagonistin Christine polarisiert wieder mit frechen Sprüchen und ihrer forschen Art. Sie schreckt vor nichts zurück und hat scheinbar auch vor nichts Angst. Ich finde die Figuren sind das Beste an der Geschichte. Es gibt sehr viele Dialoge und innere Konflikte werden beleuchtet. Dies ist sehr interessant zu lesen und bringt einem die einzelnen Personen näher. Z. Bsp. wenn der Killer auf Beutefang geht, erleben wir die Empfindungen eines Opfers und erkennen, welche Gefühle dran schuld sind, dass sie erst in diesen Schlamassel gerät. Durch den flüssigen Schreibstil schaffe ich es, mich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen und mitfühlen zu können. Das brauche ich auch unbedingt, damit mir ein Buch gefällt. Je näher mir die Personen stehen, desto tiefer kann ich in die Geschichte eindringen.

Der Plot ist in meinen Augen nicht schlecht, aber die Intention des Killers, sowie die Schilderungen der Ereignisse sind sehr stereotypisch. Natürlich war es die ganze Zeit aufregend und spannend, es kam mir nur alles sehr bekannt vor. Jetzt nicht konkret der Vorgang der Tat, eher die ganze Szenerie. Die Schauplätze, das Verhalten der Protagonisten, die obligatorischen Erklärungen des Täters, alles irgendwie schon mal da gewesen. Natürlich ist es schwer das Thriller-Genre neu zu erfinden, muss man ja auch nicht unbedingt. Es ist und bleibt ein guter Thriller, aber gerade als Vielleser, bietet das Buch nicht viel Neues. Deshalb bekommt dieser zweite Teil wohlverdiente 4 Sterne.

Nach dem Ende hoffe ich natürlich auf einen dritten Teil, denn ich will ja wissen, wie es mit Christine weitergeht. Ich hoffe Oliver Ménard hat noch nicht alles erzählt und ich kann bald wieder mehr von ihm lesen. Der Vorgänger „Federspiel“ muss nicht zwangsläufig gelesen werden um „Das Hospital“ genießen zu können.

Veröffentlicht am 20.02.2017

Spannende und unterhalsame Fortsetzung

Das Hospital
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„Das Hospital“ von Oliver Ménard ist der zweite Teil der Thriller-Reihe um die TV-Journalistin Christine Lenève. Was mit „Federspiel“ begann, wird hier fortgesetzt, auch wenn es sich um eine neue Geschichte ...

„Das Hospital“ von Oliver Ménard ist der zweite Teil der Thriller-Reihe um die TV-Journalistin Christine Lenève. Was mit „Federspiel“ begann, wird hier fortgesetzt, auch wenn es sich um eine neue Geschichte mit einem neuen Serienkiller handelt. Aber Figuren aus dem ersten Teil tauchen auch hier wieder auf. Die Hauptprotagonistin Christine polarisiert wieder mit frechen Sprüchen und ihrer forschen Art. Sie schreckt vor nichts zurück und hat scheinbar auch vor nichts Angst. Ich finde die Figuren sind das Beste an der Geschichte. Es gibt sehr viele Dialoge und innere Konflikte werden beleuchtet. Dies ist sehr interessant zu lesen und bringt einem die einzelnen Personen näher. Z. Bsp. wenn der Killer auf Beutefang geht, erleben wir die Empfindungen eines Opfers und erkennen, welche Gefühle dran schuld sind, dass sie erst in diesen Schlamassel gerät. Durch den flüssigen Schreibstil schaffe ich es, mich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen und mitfühlen zu können. Das brauche ich auch unbedingt, damit mir ein Buch gefällt. Je näher mir die Personen stehen, desto tiefer kann ich in die Geschichte eindringen.

Der Plot ist in meinen Augen nicht schlecht, aber die Intention des Killers, sowie die Schilderungen der Ereignisse sind sehr stereotypisch. Natürlich war es die ganze Zeit aufregend und spannend, es kam mir nur alles sehr bekannt vor. Jetzt nicht konkret der Vorgang der Tat, eher die ganze Szenerie. Die Schauplätze, das Verhalten der Protagonisten, die obligatorischen Erklärungen des Täters, alles irgendwie schon mal da gewesen. Natürlich ist es schwer das Thriller-Genre neu zu erfinden, muss man ja auch nicht unbedingt. Es ist und bleibt ein guter Thriller, aber gerade als Vielleser, bietet das Buch nicht viel Neues. Deshalb bekommt dieser zweite Teil wohlverdiente 4 Sterne.

Nach dem Ende hoffe ich natürlich auf einen dritten Teil, denn ich will ja wissen, wie es mit Christine weitergeht. Ich hoffe Oliver Ménard hat noch nicht alles erzählt und ich kann bald wieder mehr von ihm lesen. Der Vorgänger „Federspiel“ muss nicht zwangsläufig gelesen werden um „Das Hospital“ genießen zu können.