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Veröffentlicht am 14.05.2017

Der vierte Doktor in Aktion!

Doctor Who
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Die Science-Fiction-Serie „DR WHO“ ist Kult! Sie wird von der britischen BBC produziert und erlebte auch ein kleines Revival, es gibt auch eine Verfilmung . Die TV – Serie läuft schon seit 1963, und bis ...

Die Science-Fiction-Serie „DR WHO“ ist Kult! Sie wird von der britischen BBC produziert und erlebte auch ein kleines Revival, es gibt auch eine Verfilmung . Die TV – Serie läuft schon seit 1963, und bis 1989 ohne Pause.
2005 gab es, wie erwähnt, ein Revival der Serie, davor im Jahr 1996 einen im Fernsehen ausgestrahlten Spielfilm. Zeitreise – Fans kommen bei DR WHO voll auf ihre Kosten, denn der Protagonist, der
einfach als „der Doktor“ bekannt ist, reist mit seinem Sidekick in TARDIS, einer Zeit-Raum-Maschine, durch die Dimensionen und die Zeit. Auf seinen Reisen muss der Doktor natürlich auf Zack sein und sich zu helfen wissen, denn es geht teilweise nicht ungefährlich zu und so manches Abenteuer muss bestanden werden. Im Laufe der Zeit haben diverse Schauspieler den „Doktor“ gespielt. Die britische Popkultur wäre ohne die Science-Fiction- Serie, die sowohl bei den Fans („Whovians“) als auch bei den Kritikern beliebt und anerkannt ist, um ein Vielfaches ärmer. Nicht umsonst hat das Werk einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde; ausserdem hat „DR WHO“ schon diverse Preise abgeräumt!

Für „Whovians“ ist die Lektüre von „DER PIRATENPLANET“ sowieso ein Muss, aber jeder, der gerne SF liest, kann das Buch lesen, da das „DR WHO“ Universum hier phantasievoll, smart und humorvoll dargestellt wird.
Kein Wunder, denn es ist eine Adaptation der Drehbücher von Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“) aus dem Jahr 1978; der Autor James Goss hat das Ganze in eine lesbare Form gegossen. Ich hatte beim Lesen viel Spass, ich mag die abgedrehten Ideen einfach! Goss‘ Roman liest sich einfach und sehr flüssig, man muss sich natürlich in die story hineindenken, weswegen ich nicht sicher bin, ob ich das Buch als stand – alone empfehlen soll, für Leser völlig ohne Vorkenntnisse, eigentlich ist es ja Teil einer Reihe.
Wenn man aber erst einmal mit der Lektüre vom „Piratenplanet“ begonnen hat, gelingt es dem Autor, den Leser bei der Stange zu halten und super zu unterhalten.
Insgesamt gibt es zwölf „Doktoren“, hier geht’s um den vierten Doktor; natürlich dürfen sidekick Romana und K-9 nicht fehlen.
K -9, der vierte Doktor und Romana, seine Begleiterin, suchen den Schlüssel der Zeit, der aus sechs Teilen besteht. Also geht es für sie auf den Planeten Calufrax – denken sie zumindest.
Denn bei der Ankunft müssen sie erkennen, dass sie auf einem ganz anderen Planeten gelandet sind: Zanak!
Dieser Planet schwelgt im Luxus, die Bewohner sind wohlhabend und happy. Der Reichtum basiert auf der Gewinnung von Mineralien und Edelsteinen, und der Reichtum an Bodenschätzen versiegt nie. Die Minen leeren sich einfach nicht.

Wie kommt’s ?

- Der Herrscher des Planeten, „Captain“, ruft ganz einfach ein Neues Goldenes Zeitalter aus und schwupps – sind die Minen wieder gefüllt. Sehr praktisch, zu praktisch. Dr Who und Romana kommt diese boomende Wirtschaft jedenfalls spanisch vor, und sie setzen alles daran, um zu ergründen, wo Calufax abgeblieben ist. Außerdem wollen sie herausfinden, was der geheimnisumwitterte „Captain“ zu verbergen hat…
Ich mochte die Geschichte, denn es gibt spannende Elemente, slapstick und Situationskomik. Wie bei fast jeder SF – Geschichte kann man sich als Leser so seine Gedanken machen. Es wird doch kein Kommentar zu real existierenden Verhältnissen oder gar eine camouflierte Gesellschaftskritik oder ein Kommentar zum Zeitgeist sein?!

Über den eigentlichen Inhalt und den Verlauf der Handlung will ich an dieser Stelle nicht zuviel verraten – nur soviel: Science Fiction Fans kommen hier voll auf ihre Kosten!

Veröffentlicht am 10.05.2017

Der Titel ist Programm!

Erste Liebe, zweite Chance
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Becky lebt in ihrer Heimatstadt Bloomville, USA und führt ein Umzugsunternehmen. Ihr Freund Graham ist der Traum aller Schwiegermütter: Seriös und verlässlich, ein netter Mann.
Altlasten aus der Vergangenheit ...

Becky lebt in ihrer Heimatstadt Bloomville, USA und führt ein Umzugsunternehmen. Ihr Freund Graham ist der Traum aller Schwiegermütter: Seriös und verlässlich, ein netter Mann.
Altlasten aus der Vergangenheit hat Becky, wie fast jede Frau. Ihre erste große Liebe namens Reed hat sie verdrängt, denn er ließ sie sang- und klanglos in Bloomville sitzen, um als Golfprofi sein Geld zu verdienen.
Es kommt jedoch zu einem Wiedersehen, als Becky Reeds Eltern in einen neuen Alterswohnsitz umsiedeln soll, da sie beginnen, sich seltsam zu verhalten. Mit der Rückkehr Reeds verändert sich für Becky alles, und große Veränderungen werfen ihre Schatten voraus…

„ERSTE LIEBE, ZWEITE CHANCE “ von Meg Cabot ist ein toller Titel, der erahnen lässt, worum es in dem Liebesroman geht. Das Cover ist frisch und fröhlich, ansprechend gestaltet, und macht mit seinen bunten Farben Lust auf’s Lesen. In der Buchhandlung würde ich auf jeden Fall nach dem Artikel greifen, wenn ich auf der Suche nach einem Liebesroman oder chicklit wäre!

Ich habe mich auf eine schöne, romantische und witzige Lektüre gefreut. Allerdings musste ich nach den ersten paar Seiten feststellen, dass es sich um einen Patchworkroman handelt, denn er enthält wenig Fließtext und sehr viel Social Media und Ähnliches – Zeitungsartikel, Chats, Rezensionen et cetera.
Das hat mir nicht unbedingt immer behagt, auch wenn es eine moderne und witzige Art ist, eine Liebesgeschichte zu erzählen. Durch die vielen verschiedenen Kommunikations – und Informationsschnipsel kommt es zu vielen verschiedenen Perspektiven, aus welchen sich schließlich die Erzählung zusammensetzt. Es gibt Aufreger und Momente für’ s Herz, ganz klassisch, auch wenn der Stil unkonventionell ist.
Die story an sich ist gar nicht so schlecht, a blast from the past, erste Liebe, zweite Chance, der Titel ist Programm! Nach vielen Irrungen und Wirrungen gibt es am Ende (wie könnte es anders sein) ein happy ending. Die Grundidee ist nicht neu, aber immer wieder schön zu lesen – ein Expärchen trifft nach zirka zehn Jahren wieder aufeinander, die Karten werden neu gemischt. Der Roman hat mich gut unterhalten und ich habe die Lektüre nicht bereut, auch wenn ich wie gesagt mit einem eher klassischen Erzählstil gerechnet habe und mir mehr Text gewünscht hätte. Social Media in Büchern? Geschmackssache!


Meg Cabots Roman ist eine nette Lektüre für Zwischendurch! Ich vergebe für ihren Roman 3,5 von insgesamt fünf möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 02.05.2017

Typische Chicklit mit Wohlfühlfaktor

Die Zutaten zum Glück
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Vorab:
Um an diesem Roman Freude zu haben, sollte man Frauenliteratur mögen, denn es sind viele absolut genretypische Elemente enthalten:
Ein dramatisches Ereignis führt zu einer großen Veränderung. ...

Vorab:
Um an diesem Roman Freude zu haben, sollte man Frauenliteratur mögen, denn es sind viele absolut genretypische Elemente enthalten:
Ein dramatisches Ereignis führt zu einer großen Veränderung. Es gibt eine weibliche Protagonistin die sich anpassen muss, die aber trotz kleiner Rückschritte eine Entwicklung durchläuft und am Ende das große Glück findet – zuckersüßes happy ending inclusive! ?
Aber manchmal muss es eben chicklit sein! Ich mag das Genre für Zwischendurch ganz gerne, nicht immer habe ich Lust auf blutige Thriller oder schwere Kost – literarisch gesehen.
Worum geht es im Roman Die Zutaten zum Glück ?
„Wer rechnet schon damit, dass aus einem Flammeninferno das große Glück erwächst? Am wenigsten die Patissière Olivia, als sie mit ihrem flambierten Dessert einen Bostoner Luxusclub in Brand setzt. Dass genau das ihr ein neues Leben und eine Liebe auf Umwegen beschert, noch dazu in Vermont, kommt für sie genauso unverhofft wie für all diejenigen, denen sie dort in die Quere stolpert … Nachdem sich Olivias Karriereaussichten in Rauch aufgelöst haben, flüchtet sie sich kurzerhand zu ihrer besten Freundin ins ländliche Vermont. Wo sie nicht nur Unterschlupf und eine Anstellung wider Willen in einem kleinen Landgasthof findet, sondern auch ein neues Zuhause, nach dem sie bislang gar nicht gesucht hatte. Doch bevor Olivia selbst erkennt, wohin ihr Herz gehört, muss sie sich mit der kauzigen Lokalbevölkerung anfreunden – und das Geheimnis um den besten Apple Pie lüften. Und nicht zuletzt die Gunst einer eigensinnigen alten Dame erobern, unter deren rauer Schale mehr verborgen liegt, als Olivia ahnen kann …“
Der Roman hat mich gut unterhalten, ich mochte vor allem das setting und die kulinarischen Aspekte sehr gerne! Der Stil der Autorin liest sich recht angenehm. Die Figuren sind gut gezeichnet und sie passen zum Genre. Eine tiefgründige story und eine Charakterisierung nach Art eines Dostojewski darf man allerdings nicht erwarten, wer mit solchen Erwartungen an das Buch geht, wird an den „Zutaten zum Glück“ keine Freude haben.
Vieles war zugegebenermaßen etwas klischeehaft konstruiert und vor allem das Ende war wie gesagt zuckersüß gestaltet. Jedoch gehören meines Erachtens fast schon kitschige Aspekte wie Drama, Liebe und Herzeleid zum Frauenliteratur – Genre einfach dazu, und es gibt auch Abstufungen; jeder Autor entscheidet selbst, wie er seinen Roman letztendlich „strickt“. Im vorliegenden Roman dominiert das heile Welt – Element, und natürlich gibt es Aspekte, die fast unglaubwürdig und wie aus dem Märchen anmuten.
Aber man denke einmal an Kinsellas Becky Bloomwood – wie realistisch ist es, dass eine schusselige Heldin einen top organisierten Manager heiratet ?
Trotz aller Klischees ist es schön, dass Olivia, die kein leichtes Leben hatte und die unfreiwillig vom urbanen Boston in eine absolut ländliche Gegend übersiedelt, am Ende ihr Glück findet. Ich habe es ihr gegönnt! Auf diesem Weg gibt es natürlich kleine und große Hindernisse, sonst wäre es ja langweilig! ?
Fazit:
Chicklitfans, die keine Angst vor einer zuckersüßen Erzählung mit happy ending haben, kommen hier auf ihre Kosten!

Veröffentlicht am 24.04.2017

Geächtet

AchtNacht
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Schnelle Unterhaltung

Fitzeks Thriller „Achtnacht“ habe ich rasch gelesen und ich fühlte mich gut unterhalten.
Sehr aufschlussreich fand ich das Nachwort, und Sebastian Fitzek räumt ein, dass sein Thriller ...

Schnelle Unterhaltung

Fitzeks Thriller „Achtnacht“ habe ich rasch gelesen und ich fühlte mich gut unterhalten.
Sehr aufschlussreich fand ich das Nachwort, und Sebastian Fitzek räumt ein, dass sein Thriller auf dem Film „The Purge“ basiert. Redlich. Es gibt ja die Theorie, dass Literatur eigentlich immer Recycling sei, Intertextualität und so fort.
Worum geht es im Krimi?
- Ben Rühmann ist ein erfolgloser geschiedener Musiker und Vater einer Tochter, die bei einem durch ihn verursachten Unfall tragisch gehandicapped wurde. Seitdem quälen Ben Schuldgefühle. Außerdem versuchte die Tochter Jule, sich das Leben zu nehmen. Oder nicht?
- Eines Tages erfährt Rühmann, dass er das Opfer einer ominösen Todeslotterie namens „Achtnacht“ geworden ist und buchstäblich zum Abschuß freigegeben ist. Freiwild – keine Strafverfolgung im Mordfall. Der Mörder soll sogar ein Kopfgeld in Millionenhöhe erhalten, denn Rühmann wird fälschlicherweise zum Perversen erklärt, was die Wut des Internetmobs noch steigert.
- Die magersüchtige Arezu, eine Psychologiestudentin, wird ebenfalls zur Geächteten erklärt und verfolgt.
- Eine wilde Jagd durch Berlin beginnt. Werden Arezu und Ben die Nacht überleben?

„Achtnacht“ ist schnelle Unterhaltung, die ideale Lektüre für eine Zugfahrt zum Beispiel. Der Thriller ist durchaus spannend, aber nicht besonders raffiniert.
Ich fand alles recht vorhersehbar, am Ende blieb für mich der Aha - Effekt aus. Trotzdem habe ich die Lektüre nicht bereut. Es ist eben literarisches Fastfood, sprachlich nicht besonders ausgefeilt, teilweise etwas platt. Als etwas störend empfand ich die Namen der Protagonisten, die ich eigentlich mit Prominenten verbinde: Rühmann (Heinz), Herzsprung (Hannah), Vanderbildt.
Ich hätte mir in dieser Hinsicht mehr Originalität gewünscht.
Fitzek ist mir trotzdem irgendwie sympathisch, die Berlin – Bezüge fand ich einfach klasse.
Der Autor räumt ein, dass der Roman im weitesten Sinne eine Art Therapie für ihn war, was ich sehr berührend finde.
Ich rate allen Lesern, das Nachwort auch zu lesen.

Fazit: „Achtnacht“ hat mich gut unterhalten, auch wenn der Autor sehr viele Themenkomplexe in seine Erzählung einflicht und dabei nur an der Oberfläche kratzt:
Internetkriminalität, Mobbing, Psychosen, familiäre Tragödien, Selbstjustiz, Geldgier, Voyeurismus und so weiter. Die Figuren sind recht schematisch erinnert und lassen eine Tiefe vermissen.

Der Thriller ist schnell gelesen und schnell vergessen, aber meines Erachtens trotzdem kein Groschenroman.
Ich vergebe für „Achtnacht“ von Sebastian Fitzek 3,5 von insgesamt fünf möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 19.04.2017

In the Dutch mountains

Das Leben ist eine Windmühle
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Cover:

Das Cover ist wirklich toll, ist anders als bei Bd 1 nicht orange (sondern blau!) und macht Lust auf's Lesen. Es handelt sich um eine Klappbroschur - ein schönes, stabiles Taschenbuch, was mir ...

Cover:

Das Cover ist wirklich toll, ist anders als bei Bd 1 nicht orange (sondern blau!) und macht Lust auf's Lesen. Es handelt sich um eine Klappbroschur - ein schönes, stabiles Taschenbuch, was mir sehr wichtig ist, da ich paperbacks lieber als gebundene Bücher mag.

Klappentext:

'In seinen erotischen Wunschträumen hatte sich Gabriel das Eheleben ganz anders vorgestellt. Während Gattin Nuki als Käse verkaufende "Frau Antje" Karriere macht und eher nebenbei Nachwuchs auf die Welt bringt, läuft bei ihm gar nichts mehr. Erfolg im Beruf - Fehlanzeige. Auch müsste man erst mal einen haben. Den Hausmann geben wäre nicht schlecht, doch der ist im holländischen Familienmodell nicht vorgesehen. Im Liebesleben herrscht völlige Flaute, die Großfamilie nervt, ganz zu schweigen von den durchgeknallten Nachbarinnen ...'

Meine Einschätzung:

Besser als Teil 1!



"Das Leben ist eine Windmühle" ist der zweite Teil einer Reihe und gefiel mir besser als Bd 1.
Anouk (Nuki) und Gabriel (Gab) ziehen vom Hausboot in ein kleines Reihenhaus.
Misanthrop Gabriel bleibt nichts erspart - Die Geburt seines Sohnes Remco wird zum Ereignis, an dem halb Holland teilnimmt & Gardinen an den Fenstern kann er sich zunächst auch abschminken. "Heel gezellig" lautet der Kommentar von Anouk. Gab und Nuki sind sympathische Protagonisten, und der Autor Ben Bergner schildert auf humorvolle Weise die kleinen und grossen Schwierigkeiten, aber auch die kleinen und grossen Vorteile einer hybriden Identität (auf dem Oktoberfest hat Gab Heimweh nach Holland) und binationalen Ehe.

Nach dem Streusalz - Desaster aus Bd 1, Kaugummiautomaten - Hiwitätigkeit & Tatortreiniger - Intermezzo wird Gab schliesslich Pommeskönig und das Familienglück wird von Zwillingen gekrönt.
Vom "Schuhkartonstapelhaus" geht es in eine Windmühle - ein schöner Bezug zum Titel des Romans.

Das Glossar am Ende fand ich amüsant & informativ. Ein kurzweiliges Buch, sehr viel Tiefgang darf & muss man nicht erwarten.