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Langeweile

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2021

Spannend und gruselig

Die Todesbeigaben: Thriller
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Inhalt übernommen:

In der Friedenskirche des seit dem Zweiten Weltkrieg verlassenen Dorfes Döllersheim wird ein Leichnam gefunden. Die Tote ist übel zugerichtet und verbirgt eine Botschaft des Mörders ...

Inhalt übernommen:

In der Friedenskirche des seit dem Zweiten Weltkrieg verlassenen Dorfes Döllersheim wird ein Leichnam gefunden. Die Tote ist übel zugerichtet und verbirgt eine Botschaft des Mörders in ihrem Brustkorb.
Abteilungsinspektorin Susanne Kriegler vom LKA Wien Süd begibt sich auf die Jagd nach dem Täter. Doch noch während die Ermittlungen anlaufen, verschwindet das nächste potenzielle Opfer. Alle Spuren verlaufen im Nichts, bis Susanne selbst in den Fokus des Psychopathen gerät, der gnadenlos auf Rache sinnt. Susanne muss eine Entscheidung treffen, die ihr beruflich wie auch privat den Boden unter den Füßen wegzureißen droht.

Meine Meinung:

Schon im Prolog wurde Spannung aufgebaut, so mag ich es. Die kurzen Abschnitte wechselten zwischen Vergangenheit, in welcher man tiefe Einblicke in die Psyche des Täters bekam und der Gegenwart.Die Tatorte,sogenannte Lost Places waren gut gewählt und erzeugten ein gewisses Gruselgefühl. Obwohl das ungleiche Ermittler Team unter Hochdruck agierte ,schien der Täter immer eine Nasenlänge Vorsprung zu haben. Als auch die ermittelnde Kommissarin in seinen Fokus gerät, spitzt sich die Sache zu. Im spannenden Count-down werden alle Fragen geklärt.

Es gefiel mir gut, dass quasi zur Entspannung der Leser zwischen den gruseligen Szenen immer wieder humorvolle Aspekte eingebaut wurden.

Fazit:

Es war für mich das erste Buch dieser Autorin,aber definitiv nicht das letzte. Von mir eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 12.09.2021

Ein Neuanfang für Johanna

Für Glück ist es nie zu spät
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Die erste Szene spielt an einem ungewöhnlichen Ort, auf einem Friedhof. Die Protagonistin Johanna trägt ihren Mann zu Grabe, sie nimmt Abschied von einer Ehe, die schon lange keine mehr war.

Als sie danach ...

Die erste Szene spielt an einem ungewöhnlichen Ort, auf einem Friedhof. Die Protagonistin Johanna trägt ihren Mann zu Grabe, sie nimmt Abschied von einer Ehe, die schon lange keine mehr war.

Als sie danach zu Hause die Trauerkarten liest, sticht ein Brief besonders ins Auge, er enthält neben aufmunternden und tröstenden Worten, ein Notizbuch und stammt von ihrer Freundin Ines, zu der sie schon lange keinen Kontakt mehr hat. Sie erinnert sich, dass sie in der Vergangenheit immer ihre Gedanken einem Tagebuch anvertraut hat und das tut sie nun auch wieder. So erfährt man beim Lesen (wobei sie auch ihre alten Tagebücher zu Rate zieht) einiges aus ihrer Vergangenheit, nimmt aber auch an ihren Zukunftsplänen teil.

Die Autorin breitet auf eine lockere, leichte aber auch öfter sehr nachdenklich machende Weise, Johannas altes und neues Leben vor den Lesern aus. Dabei lernt man etliche neue Menschen kennen, es gibt aber auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten der Protagonistin. Neben Johanna, haben mir besonders Pauline und die kleine Mia, die mit ihren klugen Sprüchen mich oft zum schmunzeln brachte, gefallen.Ich habe mich in der Geschichte rundum wohl gefühlt und auch die ein oder andere Parallele zu meinem eigenen Leben gefunden.

Die Geschichte macht Mut und vermittelt die Erkenntnis, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist.

Zum Schluss bleibt mir nur noch das tolle Cover zu loben,es passt sowohl von der Farbgebung als auch der Gestaltung wunderbar zum Buch.

Fazit:

Eine Empfehlung für ein absolutes Wohlfühlbuch.

Veröffentlicht am 09.09.2021

Spannend und humorvoll zugleich

Salzburger Rippenstich
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Inhalt übernommen:

Ein Toter mit entstelltem Gesicht: In Grödig am sagenumwobenen Untersberg ist das Verbrechen angekommen. Noch bevor Arzthelferin Rosmarie Dorn den ersten Mord beweisen kann, taucht ...

Inhalt übernommen:

Ein Toter mit entstelltem Gesicht: In Grödig am sagenumwobenen Untersberg ist das Verbrechen angekommen. Noch bevor Arzthelferin Rosmarie Dorn den ersten Mord beweisen kann, taucht die zweite Leiche auf. Die Spuren führen in die Vergangenheit des unbeliebtesten Dorfbewohners. Will er den Tod seiner Mutter rächen? Viel Zeit bleibt Rosmarie nicht, denn das Sterbedatum für Opfer Nummer drei steht bereits fest: »Die Wilde Jagd vom Untersberg« im Advent. Aber dann passiert Rosmarie ein verhängnisvoller Fehler

Meine Meinung:

Ich habe schon lange keinen Krimi gelesen, bei dem ich so viel geschmunzelt und teilweise laut gelacht habe und der trotzdem durchgehend spannend war. Als der erste Tote gefunden wird und die Polizei keine wesentlichen Erfolge vorweisen kann, nimmt die couragierte Arzthelferin Rosmarie die Sache selbst in die Hand und treibt die Ermittlungen voran. Nach und nach werden auch der Rest ihrer Familie, Freunde und etliche Patienten mit einbezogen und tragen auf ihre Weise zum Gelingen bei.

Die einzelnen Personen werden so gekonnt gezeichnet, dass man sie deutlich vor Augen hatte (großes Kopfkino).Die Auswahl war groß,von dem Hypochonder,der mit immer neuen Krankheiten die Praxis aufsuchte,über die geschwätzige Postbotin, für die das Postgeheimnis ein Fremdwort war, gab es die skurrilsten Typen.Zum Schluss erklärt sich auch das ausgefallene, schöne Cover.

Fazit:

Das Buch war spannende Unterhaltung und intensives Lachmuskeltraining in einem, ich kann es sehr empfehlen.

Veröffentlicht am 07.09.2021

Der Glaube an die Zukunft

Die Hafenschwester (3)
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Inhalt übernommen:

Der erste Weltkrieg ist zu Ende. Martha und Paul haben während der Inflation 1923 alle Ersparnisse verloren und die finanzielle Lage ist prekär.ihre Tochter Ella will unbedingt Ärztin ...

Inhalt übernommen:

Der erste Weltkrieg ist zu Ende. Martha und Paul haben während der Inflation 1923 alle Ersparnisse verloren und die finanzielle Lage ist prekär.ihre Tochter Ella will unbedingt Ärztin werden, muss ihren Traum jedoch zunächst auf Eis legen und die Familie unterstützen. Sie tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter und beginnt eine Schwesternausbildung. Dann kommen die Nazis an die Macht. Ella fiebert dem Studium entgegen, doch die Einschreibung an der Universität wird ihr untersagt. Als die Familie in eine schreckliche Lage gerät, ruhen alle Hoffnungen auf dem jüngsten Sohn Fredi.Er macht bei der Mordkommission Hamburg Karriere. Und lässt sich auf einen gefährlichen Pakt mit der Gestapo ein…

Meine Meinung:

Es handelt sich um den dritten Teil einer Reihe, von dem ich die anderen Beiden leider bis jetzt nicht gelesen habe.Durch geschickte Rückblicke in die Vergangenheit hat die Autorin es aber verstanden, meine Wissenslücken aufzufüllen,sodass ich der Handlung mühelos folgen konnte.

Sie hat die tatsächlichen Erlebnisse ihrer Urgroßmutter mit einer fiktiven Geschichte verknüpft und diese wiederum in das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte eingebettet.Dabei schont sie die Leser in keiner Weise,sondern konfrontiert sie hautnah mit den Gräueltatein ,die mir manchmal das Blut in den Adern gefrieren ließen und öfter die Tränen in die Augen trieben.

Der Gegenpol zum Weltgeschehen, war hier die Familie, welche trotz aller Schwierigkeiten und Querelen fest zusammengehalten hat.

Sie hat es verstanden, den einzelnen Protagonisten ein Gesicht zu geben und mir dadurch sehr nahe zu bringen, ganz großes Kopfkino.Ich habe schon viele Bücher gelesen, die während dieser Zeit spielen und trotzdem gab es noch reichlich Neues für mich zu erfahren.

Das Buch endet mit den ersten Jahren nach Kriegsende und hier schließt sich auch der Kreis zum Untertitel, nämlich dass es wieder eine Zukunft gibt, für die es sich lohnt, zu leben.

Ich werde in nächster Zeit die ersten beiden Bücher der Reihe lesen, um noch ein besseres Hintergrundwissen zu den einzelnen Protagonisten zu erhalten.

Fazit:

Ein Buch was mich tief bewegt hat und mich mehr als einmal an meine psychischen Grenzen gebracht hat. Ich empfehle es allen Lesern, die geschichtliches Interesse haben, sehr gerne weiter und vergebe voll verdiente fünf Sterne.

Veröffentlicht am 04.09.2021

Die dunkle Seite der Ostsee

Weißer Sand
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Inhalt übernommen:

Urlaubsparadies Ostsee? Weit gefehlt! Hochsommer in der Lübecker Bucht. Kriminalkommissar Birger Andresen ist gerade erst wieder im Dienst, als er und sein Team zu einem Einsatz gerufen ...

Inhalt übernommen:

Urlaubsparadies Ostsee? Weit gefehlt! Hochsommer in der Lübecker Bucht. Kriminalkommissar Birger Andresen ist gerade erst wieder im Dienst, als er und sein Team zu einem Einsatz gerufen werden: Nach einem Überfall am Strand von Scharbeutz wird eine Frau vermisst. Ihr Mann kann sich kaum an Einzelheiten erinnern. Wenig später wird eine Leiche in der Ostsee gefunden – aber es ist nicht die Vermisste. Nach und nach wird Andresen bewusst, dass ihm die Jagd nach dem Täter mehr abverlangen wird, als ihm lieb ist.

Meine Meinung:

Es war für mich der erste Fall mit diesem Ermittler. Nach seiner einjährigen Auszeit hatte er sich eigentlich einen ruhigeren Start gewünscht, was leider nicht geklappt hat. So wird er gleich mit einem komplizierten Fall konfrontiert und hat außerdem mit Querelen im Kollegen Team, sowie Problemen im privaten Bereich zu kämpfen.

Mir hat sowohl der Aufbau der Geschichte, als auch die Gewichtung zwischen Krimi und privatem beziehungsweise beruflichen Umfeld, sehr gut gefallen.

die Spannung wurde durchgehend gehalten, häppchenweise kann man beim Lesen der Lösung näher. Auch die Auflösung am Schluss hat mir gut gefallen. Ich würde gerne noch weiteres von diesem Ermittler lesen.