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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2021

Bedrückend und fesselnd

Tiefer Fjord
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„Tiefer Fjord“ ist ein Thriller, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Die Autorin thematisiert hier Kindesmisshandlung bis zum schlimmstmöglichen Ende. Die Hauptprotagonisten Henrik, Arzt in der ...

„Tiefer Fjord“ ist ein Thriller, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Die Autorin thematisiert hier Kindesmisshandlung bis zum schlimmstmöglichen Ende. Die Hauptprotagonisten Henrik, Arzt in der Notaufnahme und Tatverdächtiger, und Clara, seine Frau und Politikerin, die sich für ein Gesetz gegen Misshandlung von Kindern stark macht, sind sehr authentisch und intensiv charakterisiert und tragen die Geschichte.
Die in Oslo angesiedelte Geschichte ist bedrückend, fesselnd und sehr wendungsreich. Sie entfaltet durch die vielen Perspektivwechsel und kurzen Kapitel viel Tempo. Die Handlung selbst ist sehr clever erzählt und kann damit die Spannung bis zum fulminanten Ende locker halten. Obwohl das behandelte Thema vielleicht nicht nach jedermanns Geschmack sein könnte, denn es schockiert schon in so manchen Passagen, hat mich der Thriller überzeugt. Das Ende war für mich überraschend und passte somit absolut zur Qualität dieses Thrillers.
Fazit: Trotz des schwierigen Themas ein sehr gelungener Thriller mit facettenreichen Figuren und einer durchdachten und super erzählten Handlung. Von mir gibt es dafür eine Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 13.09.2021

Sehr unterhaltsam

Der Tod und das dunkle Meer
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Es ist ein brillanter Krimi, abgedrehtes Seeabenteuer, unheimliche, übernatürliche Erzählung.
Im Jahr 1634 wird Samuel Pipps, seines Zeichens größter Detektiv der Welt, wegen eines ihm unbekannten Verbrechens ...

Es ist ein brillanter Krimi, abgedrehtes Seeabenteuer, unheimliche, übernatürliche Erzählung.
Im Jahr 1634 wird Samuel Pipps, seines Zeichens größter Detektiv der Welt, wegen eines ihm unbekannten Verbrechens per Schiff nach Amsterdam überstellt, um dort vor Gericht gestellt und hingerichtet werden zu können. Auf „seiner letzten Fahrt“ ebenfalls dabei sein Freund und Leibwächter Arent Hayes und Sara Wessel, eine Adlige mit einem nur ihr bekannten Plan. Kurz nach Antritt der Fahrt wird das Schiff von seltsamen teuflischen Ereignissen heimgesucht. Da Samuel ja arrestiert ist, obliegt es Hayes und Wessel den Geschehnissen auf die Spur zu kommen und Schlimmeres von Passagieren und Schiff abzuwenden.
Turtons Erzählweise ist wunderbar lebendig und strotzt vor Detailreichtum über das Leben auf dem Schiff. Die einzelnen Figuren, die nach und nach ihren Auftritt bekommen, haben eine unverwechselbare Persönlichkeit und verstehen es den Leser dadurch zu bezaubern, zu erschrecken, zu betören oder auch zu entsetzen. Und die Palette der Charaktere reicht dabei vom Hexensucher, über Mätresse, Zwerg, Musketier bis hin zum gefürchteten Bootsmann.
Obwohl die Handlung und auch der Buchumfang sehr komplex sind war ich aber nie mit dem Geschehen überfordert. Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen und ließ mich nie den „roten Faden“ verlieren.
Fazit: „Der Tod und das dunkle Meer“ ist ein intelligent ausgearbeiteter und fantastisch erzählter Krimi. Er ist unterhaltsam, fesselnd und lässt einen so leicht nicht mehr los. Ich bin begeistert und vergebe eine absolute Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 13.09.2021

Komplex, spannend, humorvoll

Pirlo - Gegen alle Regeln
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Gegen alle Regeln, besser hätte man den Titel nicht wählen können. Denn Dr. Anton Pirlo, erfolgreicher Strafverteidiger, muss alle Tricks und Kniffe anwenden, um Schaden von seiner Mandantin abzuwenden. ...

Gegen alle Regeln, besser hätte man den Titel nicht wählen können. Denn Dr. Anton Pirlo, erfolgreicher Strafverteidiger, muss alle Tricks und Kniffe anwenden, um Schaden von seiner Mandantin abzuwenden. Doch was war passiert? Nachdem Pirlo aus einer Kanzlei gemobbt wurde und selbst noch wegen der erlittenen Schmach förmlich neben sich steht, soll er von jetzt auf gleich eine des Mordes beschuldigte junge Frau vertreten. Der Fall scheint ausweglos, doch Pirlo wäre nicht Pirlo gäbe es nicht Mittel und Wege den Fall für sich und seine Mandantin zu entscheiden. Sehr hilfreich steht ihm dabei seine junge Anwältin Sophie Mahler zur Seite. Und gemeinsam decken sie Stück für Stück Ungeheuerliches auf.
Ingo Bott, selbst Anwalt, weiß genau worüber er hier schreibt. Und das nicht etwa trocken und humorlos, nein ganz im Gegenteil. Schon allein das familiäre Umfeld seines Pirlo ist eine Sache für sich und bietet reichlich Potenzial. Der Hauptcharakter Pirlo ist ein facettenreicher Typ, der sehr authentisch und charismatisch, aber auch sehr findig in Bezug auf die Lösung des Falles daherkommt. Die Handlung selbst ist wendungsreich erzählt und bleibt bis zum Ende spannend.
Fazit: Mich hat dieser (Justiz)Krimi wirklich super unterhalten. Der Erzählstil war locker und leicht zu lesen und die Hintergrundinformationen hinsichtlich des Prozesses aber auch zum Handlungsort Düsseldorf passten gut in die Geschichte. Ich kann diesen Pirlo absolut weiterempfehlen und vergebe volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 12.09.2021

Poirot in Höchstform

Mord im Orientexpress
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Was mir nach dem Lesen aufgefallen war ist, dass Agatha Christie hier reale Begebenheiten in die Krimihandlung eingebaut hat. Zum einen die Entführung des Lindbergh-Babys und zum anderen, dass der Orientexpress ...

Was mir nach dem Lesen aufgefallen war ist, dass Agatha Christie hier reale Begebenheiten in die Krimihandlung eingebaut hat. Zum einen die Entführung des Lindbergh-Babys und zum anderen, dass der Orientexpress tatsächlich mal auf offener Strecke wegen Schneefalls zum Halten kam. Aber auch bei diesem Kriminalroman gibt es wieder das altbewährte Muster, ein abgeschiedener Ort, ein Mord, und ein überschaubarer Personenkreis aus dem der Mörder/die Mörderin kommen muss.
Im „Mord im Orientexpress“ erhebt Agatha Christie diese Art einen Krimi zu erzählen zur Perfektion. Denn nach dem Mord wird nur noch geredet. Dass aber wiederum so intensiv und geschickt in Dialoge verpackt, das es schon wieder Spaß macht „mitten drin“ zu sein. Trotz der zahlreichen Verdächtigen, Informationen und falschen Alibis gipfelt das Ende von Poirots Schlussfolgerungen in einem spannenden und erstaunlichen Schluss.
Wer Kammerspiele mag und gern knifflige Rätsel löst, dem kann ich diesen Poirot-Krimi absolut empfehlen.

Veröffentlicht am 12.09.2021

Hat überzeugt

Hercule Poirots Weihnachten
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Anstatt geruhsam seine Weihnachten zu verbringen, wird Poirot gebeten in einem mysteriösen Mord bei der Aufklärung behilflich zu sein. Simeon Lee, ein Ekel von einem Familienpatriarchen, wird in einem ...

Anstatt geruhsam seine Weihnachten zu verbringen, wird Poirot gebeten in einem mysteriösen Mord bei der Aufklärung behilflich zu sein. Simeon Lee, ein Ekel von einem Familienpatriarchen, wird in einem von innen abgeschlossenen Raum tot aufgefunden. Und wie immer bei Agatha Christie gibt es eine Vielzahl von Tatverdächtigen und Motiven. Ebenfalls nicht vergessen wurden die falschen Fährten, aber auch die Hinweise um selbst den Täter überführen zu können. Aber ich gebe es zu, das überlasse ich gern Hercule und erfreue mich am Ende an seinen zwar weit schweifenden aber logisch herausgearbeiteten Erkenntnissen. Auf welche sehr wortgewandten Art er die Familie mit seinen Enthüllung bombardiert ist genial. Und die Lösung des Falls hatte ich so nicht auf dem Schirm – also war dieser Fall mehr als überraschend und fesselnd für mich.
Mir hat Hercules Art Weihnachten zu zelebrieren sehr gut gefallen, deshalb vergebe ich auch volle 5 Sterne.