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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2021

Unterhaltsam

Es könnte wehtun
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Eine Kurzgeschichtensammlung mit und über Ärzte und deren Patienten. Sah lustig aus, klingt gut, also habe ich es mal gelesen. Das Format des Büchleins ist schön klein und so kann man es auch gut einpacken ...

Eine Kurzgeschichtensammlung mit und über Ärzte und deren Patienten. Sah lustig aus, klingt gut, also habe ich es mal gelesen. Das Format des Büchleins ist schön klein und so kann man es auch gut einpacken und mitnehmen und vielleicht beim nächsten Arztbesuch lesen. Ich muss sagen, dass mir nicht alle Geschichten gefallen haben, was einfach der Tatsache geschuldet ist, dass es natürlich verschiedene Autor:innen sind und so natürlich auch verschiedene Stile. Jeder der Schreiber hat auch einen anderen Humor und ich mochte nicht alles bzw. fand nicht alles witzig. In manchen Geschichten habe ich mich selbst wiedergefunden, in andere konnte ich mich wunderbar hineinversetzen. Es sind vierzehn Kurzgeschichten mit so schönen Themen wie Männerschnupfen, Verwechslungen, Eigenleistungen oder auch die Werbung von neuen Patienten.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und ich finde, man darf es nicht ernst nehmen, da die Geschichten meist stark überspitzt dargestellt wurden. Denn so kann man mit dem Buch gut lachen und sich an eigene haarsträubende Arztgeschichten erinnern. Das Buch ist auch gut als Geschenk geeignet, vielleicht für jemanden der häufig zum Arzt muss. Perfekt um die Wartezeiten zu überbrücken.

Ein kleines Büchlein voll kurzweiliger Geschichten, deren Humor teils schon sehr dunkel ist. Mir hat es recht gut gefallen, wenn auch nicht alle Geschichten.

Veröffentlicht am 06.10.2021

Bewegende Geschichte über drei Mädchen/Frauen mit Krebs

Und plötzlich steht dein Leben auf null
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Eine etwas harte Lektüre über ein trauriges und doch präsentes Thema - Krebs bei Kindern und Jugendlichen.
Es gibt ja schon einige Bücher darüber und doch hat mir dieses gut gefallen, auch wenn mir an ...

Eine etwas harte Lektüre über ein trauriges und doch präsentes Thema - Krebs bei Kindern und Jugendlichen.
Es gibt ja schon einige Bücher darüber und doch hat mir dieses gut gefallen, auch wenn mir an einigen Stellen die Tiefe gefehlt hat.
Man lernt in dieser Geschichte drei junge Mädchen/Frauen kennen, die alle ein Schicksal teilen, denn jede von ihnen hat Krebs. Sina ist 14 Jahre alt und muss nicht nur erneut gegen den Krebs kämpfen, sondern auch die schwierige Stimmung in ihrem Elternhaus ertragen. Luise ist 16 Jahre, ihre Eltern leben getrennt, als sie die Information erhält, dass der Tumor bösartig ist. Die dritte Protagonistin ist Ella, 18 Jahre alt, mit Knochenkrebs, der nur zufällig entdeckt wurde.
Alles Schicksale, die tief berühren und die man keinem wünscht. Und doch hat mir die Tiefe gefehlt und es kamen nicht alle Emotionen bei mir an. Teilweise war es etwas nüchtern. Doch Szenen wie der Perückenkauf oder die Kleideranprobe haben mir wiederrum sehr gefallen. Diese waren lebendig und ein Lichtblick im Geschehen. Auch die Silvesterfeier hat mir gefallen, auch wenn es dort emotional zugeht.
Ich hätte jedoch noch gern mehr über die Therapien erfahren, vielleicht auch wie es mit den dreien weitergeht. So fand ich es etwas kurz und nicht ausführlich genug. Der Stil ist auch recht einfach, lässt sich dadurch schnell und unkompliziert lesen.

Schicksale, die man niemandem wünscht, die dennoch berühren. Hier hat jedoch die Tiefe gefehlt und die Emotionen kamen nicht alle bei mir an.

Veröffentlicht am 06.10.2021

Traumreisen mit Anouk

Anouk, die nachts auf Reisen geht (Anouk 1)
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Ein neues Buch illustriert von Joëlle Tourlonias, da musste ich natürlich zugreifen. Egal, wo mir ihre Zeichnungen über den Weg laufen, ich lese die Bücher gern und schaue mir dazu die Illustrationen an.
Hier ...

Ein neues Buch illustriert von Joëlle Tourlonias, da musste ich natürlich zugreifen. Egal, wo mir ihre Zeichnungen über den Weg laufen, ich lese die Bücher gern und schaue mir dazu die Illustrationen an.
Hier habe ich versucht das Autoren-Duo außen vor zu lassen, doch die Zeichnungen sollen natürlich sie darstellen, da ihre Tochter auch Anouk heißt, wobei sie viel jünger ist als hier die 6-Jährige im Buch.
Daher bin ich mir nicht so sicher, ob ein Kind in dem Alter so sprechen würde bzw. andauernd Redewendungen verwendet, diese jedoch grundsätzlich falsch ausspricht. Das fand ich etwas übertrieben, denn es kam in jeder Geschichte mindestens einmal vor.
Ansonsten hilft Anouk den Kindern mutiger zu sein, selbstbewusster zu werden und sich auch mal helfen zu lassen. Das jedoch jedes Mal nur mit Anouks Hilfe. Es kommt so rüber als ob sie es ohne ihre Hilfe nicht schaffen würden.
Dem stehe ich etwas zwiespältig gegenüber, irgendwie sagt mir das Geschriebene so nicht richtig zu, soll aber jeder selbst entscheiden dürfen, ob einem das gefällt.
Die Idee mit den Traumreisen ist jedoch extrem süß, man begleitet Anouk hier zu den Rittern, in den Zirkus, auf einen Bauernhof und zu weiteren Orten. Hier können die Zuhörer oder Selbstleser noch einiges lernen über die vorgestellten Völker etc. Doch die Bemerkung der Eltern am Ende, dass es ja nur ein Traum war und sie ihrem Kind nicht zuhören wollen, fand ich nicht schön und möchte ich meinem Kind so nicht vorlesen. Denn auch wenn es nur ein Traum war, beschäftigt es das Kind ja trotzdem.

Von mir gibt es nur eine bedingte Empfehlung. Ich liebe den Zeichenstil und die Traumreisen, doch bin nicht mit allen Botschaften im Buch einverstanden.

Veröffentlicht am 17.09.2021

Seichte Lektüre

Bis ans Ende aller Fragen
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Das ist nicht mein erstes Buch von Anne Hertz und da ich bisher immer gut unterhalten wurde, habe ich hier natürlich auch gern zugegriffen.
In diesem Buch begleitet man Maxi, die in ihrem Leben nicht das ...

Das ist nicht mein erstes Buch von Anne Hertz und da ich bisher immer gut unterhalten wurde, habe ich hier natürlich auch gern zugegriffen.
In diesem Buch begleitet man Maxi, die in ihrem Leben nicht das erreicht hat, was sie sich in ihrer Jugend gewünscht hat. Was das ist, erfährt man durch Rückblicke, die man jedoch nicht zwingend benötigt, denn die Geschichte ergibt auch so einen Sinn.
So komme auch auf den zweiten großen Kritikpunkt, denn das Buch ist meines Erachtens zu vollgepackt. Zu viele Männer, zu viel Vergangenheit. So wirkt es zu gewollt und man hat einfach so viele Baustellen, dass man sich fragt, wieso das jetzt alles auf einmal passiert.
Zudem ist der Klappentext etwas irreführend, denn die Trauergruppe kommt nicht wirklich häufig vor. Wenn man das außen vorlässt, unterhält das Buch gut und lässt sich durch den Stil auch schnell lesen. Man kann auch mal lachen, ist auch mal traurig mit Maxi und freut sich mit ihr. Am Ende läuft dann alles recht schnell auseinander und klärt sich, stellenweise etwas gewollt und es wirkt leicht konstruiert.

An sich ein schönes seichtes Wohlfühlbuch, das etwas zu voll gepackt wurde.

Veröffentlicht am 17.09.2021

Nicht ganz mein Fall

Die Gefangene von Golvahar
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Hier fällt mir die Meinung ehrlich gesagt etwas schwer, genaueres dazu später.
Zuerst kurz zur Geschichte selbst: Soraya lebt zurückgezogen in ihrem goldenen Käfig. Niemand darf sie berühren, sonst stirbt ...

Hier fällt mir die Meinung ehrlich gesagt etwas schwer, genaueres dazu später.
Zuerst kurz zur Geschichte selbst: Soraya lebt zurückgezogen in ihrem goldenen Käfig. Niemand darf sie berühren, sonst stirbt derjenige, denn Soraya wurde von den Diw verflucht. Dann taucht Azad auf, ein junger Mann, durch den sie nichts mehr möchte, als ihren Fluch zu brechen.
Ein schöner Einstieg und Soraya ist mir gleich ans Herz gewachsen. Sie hat mir so leidgetan, denn wer kann es nicht verstehen, dass man einsam wird, wenn man zurückgezogen lebt.
Und doch war mir lange unklar, was die Diws sind. Mir ist es sehr schwer gefallen mir dieses Volk vorzustellen. Zuerst war auch die Ablehnung groß, doch ein Geheimnis ändert alles und letztendlich sind sie mir doch als faszinierende, aber auch teils angsteinflößende Charaktere in Erinnerung geblieben.
Soraya verhält sich ihrem Alter entsprechend, manchmal hätte ich sie dennoch schütteln können, denn sie handelt oft überstürzt und denkt über keinerlei Folgen nach. Das hat mich häufig genervt, wie auch ihre Wankelmütigkeit. So ist der Funke des Buchs nicht wirklich auf mich übergesprungen und ich hatte Momente in denen ich nicht sofort weiterlesen musste. Doch letztendlich ist es ein solides Buch, jedoch eher für nicht zu alte Leser. Ich denke jüngeres Publikum kann mehr damit anfangen und sich besser identifizieren.
Was für mich ein großer Pluspunkt ist, sind die Erklärungen der Autorin am Ende. Dadurch wurde mir vieles im Nachhinein klarer, denn sie erklärt Hintergründe, legt Begriffe dar und beschreibt Herkunft ihrer Ideen. So schließt es sich doch und vieles ergibt mehr Sinn.

Ein lesenswertes Buch mit einer teilweise anstrengenden Protagonistin. Vielleicht bin ich auch zu alt für dieses Buch.