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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2021

Versailles im 18. Jahrhundert

Die letzte Tochter von Versailles
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Das Cover des Buches ist sehr schön gestaltet. Abgebildet ist der Spiegelsaal von Versailles, man ist also sofort im Thema drin.

Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt. Zunächst wird das Leben von ...

Das Cover des Buches ist sehr schön gestaltet. Abgebildet ist der Spiegelsaal von Versailles, man ist also sofort im Thema drin.

Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt. Zunächst wird das Leben von Véronique beschrieben, die als ganz junges Mädchen die Mätresse des Königs wird, bis sie schwanger von ihm verstoßen wird.

Die anderen Abschnitte erzählen von Marie-Louise, der Tochter und ihrem Leben vor, während und nach der Französischen Revolution.

Mit dem ersten Abschnitt hatte ich etwas Probleme. Viele Namen und eine Handlung, in die man erst rein finden musste. Es wirkte etwas langatmig.

Die Geschichte um Marie-Louise ist dagegen sehr spannend und authentisch im historischen Kontext erzählt.

Eva Stachniak hat hervorragend recherchiert und beschreibt die politischen Umstände und das Leben des Volkes und bei Hofe sehr detailreich und wortgewaltig.

Der Schreibstil ist durchweg flüssig, die Erzählperspektiven wechseln und geben damit noch mehr Einblick.
Man leidet mit den Figuren mit und bekommt nebenbei noch etwas Geschichtsunterricht und ein Sittenbild dieser Zeit.

Es hat viel Spaß gemacht, das Leben der beiden Frauen durch die Wirren dieser Zeit zu begleiten.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Kurz und knackig

Herren der Lage
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Ich habe bisher noch kein Buch von Castle Freeman gelesen und war eher skeptisch wegen der geringen Seitenzahl. Aber ich wurde eines Besseren belehrt.
Sheriff Wing und der kleine Ort Cardiff werden in ...

Ich habe bisher noch kein Buch von Castle Freeman gelesen und war eher skeptisch wegen der geringen Seitenzahl. Aber ich wurde eines Besseren belehrt.
Sheriff Wing und der kleine Ort Cardiff werden in ihrer Ruhe gestört, als ein Anwalt auftaucht und die Stieftochter seines Auftraggebers sucht. Windige Gestalten in Anzug und Krawatte, Lucian Wing ahnt sofort, das gibt Ärger. 
Castle Freeman gelingt es auf 180 Seiten mit wenigen Worten  den Ort und die teilweise sehr skurrilen Figuren so treffend zu beschreiben, dass beim Leser ein wunderbares Kopfkino entsteht.
Der Schreibstil ist kurz, knapp und mit viel trockenem Humor versehen, lässt sich aber sehr flüssig lesen. 
Am Ende hätte ich gerne noch mehr Zeit in Cardiff verbracht.

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Macht Spaß zu lesen

Sandy / Der Banker mit dem Stöckelschuh
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Der 2. Band um die unkonventionelle Privatdetektivin Sandy. Diesmal wird sie durch ihre Schwester in eine Fall um Drogen und Banker verwickelt. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, was aber kein Nachteil ...

Der 2. Band um die unkonventionelle Privatdetektivin Sandy. Diesmal wird sie durch ihre Schwester in eine Fall um Drogen und Banker verwickelt. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, was aber kein Nachteil ist. Man findet sich schnell in der Vorgeschichte der Personen zurecht.

Es ist ein unterhaltsamer und spannender Krimi, obwohl er vergleichsweise wenig Seiten hat. Die doch recht eigenwilligen Charaktere sind durchweg glaubwürdig und gut beschrieben. Der Fall selbst hat einiges an Wendungen, so dass es bis zum Schluss spannend bleibt.

Der Handlungsort Frankfurt mit seiner Drogen- und Bankerszene ist ebenfalls gut getroffen.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich angenehm lesen.

Mir hat es großen Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich werde sicher den kommenden 3. Band auch lesen.

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Urlaubslektüre

Wie das Leuchten von Bernstein
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Die Liebesgeschichte von Marie und Ole ist eine wunderbare Urlaubslektüre. Sie entführt uns auf die wunderbare Insel Hiddensee. Die Protagonisten des Romans werden von der Autorin sehr liebevoll beschrieben, ...

Die Liebesgeschichte von Marie und Ole ist eine wunderbare Urlaubslektüre. Sie entführt uns auf die wunderbare Insel Hiddensee. Die Protagonisten des Romans werden von der Autorin sehr liebevoll beschrieben, allen voran Oma Gertrud und ihre Freundin Irmgard, die etwas unkonventionelle Schamanin. Marie hat mit den Scherbenhaufen ihres Lebens zu kämpfen und sucht Zuflucht bei ihrer Oma. Nele Blohm erzählt eine wunderschöne Geschichte über Heimat , Familie, alte Lieben und Geheimnisse aus der Vergangenheit. Das Buch macht Lust auf Urlaub bei Oma Gertrud und die Sanddornrezepte am Ende des Buches werden sicher bei manchem Leser Verwendung finden.

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Kaiserzeit,Sommerfrische und ein Mord

Der tote Rittmeister
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Der tote Rittmeister ist mal was ganz anderes, da das Buch in einer Zeit spielt, die ich bisher noch nicht als Krimihintergrund gefunden habe. Die Autorin versteht es mit einer ganz besonderen Leichtigkeit ...

Der tote Rittmeister ist mal was ganz anderes, da das Buch in einer Zeit spielt, die ich bisher noch nicht als Krimihintergrund gefunden habe. Die Autorin versteht es mit einer ganz besonderen Leichtigkeit zu schreiben und dabei der Geschichte immer wieder besondere und unerwartete Wendungen zu geben, sodass es bis zum Schluss spannend bleibt. Das Lebensgefühl und die gesellschaftlichen Unterschiede und Regeln der Kaiserzeit sind gut recherchiert und herausgearbeitet. Es werden die gesellschaftliche Stellung der Frau und die ersten Emanzipationsversuche beschrieben, die Unterschiede zwischen Arm und Reich und auch politische Gegebenheiten wie "Judenfreie Inseln" und alles in der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg.
Eingebettet in der Krimihandlung ist die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten Viktoria und Christian, die die gesellschaftlichen Zwänge der Zeit widerspiegelt. Der Krimi selber hat ein bisschen was von Miss Marple, was aber durchaus erfrischend ist.
Es ist das zweite Buch der Autorin und ich werde mir das erste Buch "Die Tote in der Sommerfrische" auch zulegen.
Das Buch lädt ein zum miträtseln und abtauchen in eine andere Epoche. Von mir eine Leseempfehlung.

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