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Veröffentlicht am 27.10.2021

Irgendwie wünschte ich mir, es würde noch weiter gehen

Das Schwarze Lied
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Für Anthony Ryan gilt ja eigentlich ein wenig der Grundsatz „Episch, epischer und bis wohin kann man die Handlung noch steigern?“. Dies gilt grundlegend auch für den Abschluss der Rabenklinge-Dilogie, ...

Für Anthony Ryan gilt ja eigentlich ein wenig der Grundsatz „Episch, epischer und bis wohin kann man die Handlung noch steigern?“. Dies gilt grundlegend auch für den Abschluss der Rabenklinge-Dilogie, jedoch nicht so sehr im Hinblick auf die Weltbeschreibung wir im ersten Band.
In diesem Buch liegt die Steigerung eigentlich in der inneren Reise Vaelins und seiner eigenen Weiterentwicklung. Jetzt hat er endlich wieder das Lied in sich und doch ist es gänzlich anders als erwartet und so stellt sich sowohl für Vaelin, als auch für den Leser die Frage: Wer beherrscht wen? Das Lied Vaelin oder Vaelin das Lied? Die Auseinandersetzung damit zieht sich bis zum Abschluss durch das Buch. Das hat mir sehr, sehr gut gefallen.

Doch leider kam vielleicht deshalb der Konflikt mit Kehlbrand für mich am Ende irgendwie zu kurz. Es gab zwar durchgängig auch wieder Andeutungen, warum Kehlbrand zu dem geworden ist, der er jetzt nun einmal ist. Doch in der Quintessenz war mir die finale Auseinandersetzung der beiden Hauptprotagonisten ein wenig zu flach im Rahmen einer Endschlacht geregelt.
Aber auch das ist nur Klagen auf hohem Niveau meinerseits, denn als Gesamtpaket war der Roman stimmig und ein tolles Leseerlebnis.
Auch wenn die Handlung abgeschlossen ist, wünsche ich mir doch sehr, dass es in Zukunft doch noch etwas mehr aus dem Leben von Vaelin geben wird.

"Das Schwarze Lied" ist für mich derzeit auf dem besten Weg das Lesehighlight 2021 für mich zu werden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es in diesem jahr noch einen anderen Highfantasyroman geben wird, der mich mehr begeistern könnte.

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Interessant zu lesen

Der Gebannte
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Jetzt habe ich also einmal ein Buch von Alexey Pehov vollständig gelesen und werde mit seinen Werken definitiv nicht mehr aufhören!

Der Leser findet zu Beginn des Buches eine Welt weitestgehend ohne Magie ...

Jetzt habe ich also einmal ein Buch von Alexey Pehov vollständig gelesen und werde mit seinen Werken definitiv nicht mehr aufhören!

Der Leser findet zu Beginn des Buches eine Welt weitestgehend ohne Magie vor. Wie es dazu kam wird im Zuge eines Prologes erklärt oder eher konkludent angedeutet.
Und in dieser anscheinend recht harten Welt lernt man die drei Protagonisten kennen, die sich im Verlaufe der Geschichte erst einmal selber finden müssen. Und alle drei haben so ihre Ecken und Kanten und, und das hat mir vor allem gefallen, ergänzen sich zum Teil, was ihr magisches Erbe angeht in ihrer Welt recht gut. Doch die Traditionen aus denen dieses Erbe hervorgegangen ist, stehen wiederum zum Teil absolut konträr zueinander und dies lässt der Autor auch zunehmend durchblicken, je mehr die Handlung voranschreitet.

Was sich mir bis ins letzte Drittel des Buches nicht erschloss, war eigentlich warum ausgerechnet diese drei Menschen von einem alten magischen Wesen eben für diese Reise ausgewählt wurden, denn wie gesagt, sie bilden zwar eine tolle, doch sehr konfliktbeladene Gruppe. Aber – wie bereits gesagt, es gab ja das letzte Buchdrittel, das mir die Lösung brachte und der lange Weg bis dorthin war durch den wirklich routinierten Schreibstil des Autors spannend und fesselnd.

Das Buch hat mir ausnehmend gut gefallen, trotz einiger weniger Längen in der Handlung. Die Grundidee der Welt ist nicht wirklich neu, muss es aber auch nicht sein. Und Band 2, „Der Nachtclan“ steht bereits in meinem Regel und will auch noch in diesem Jahr gelesen werden.
Alexey Pehov hat mit seinem Roman voll meinen Lesegeschmack getroffen!

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Veröffentlicht am 12.08.2021

Ein fast menschliches Beast

Beast Quest Legend (Band 9) - Soltra, Beschwörerin der Steine
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Toms Weg führt diesmal in sein Heimatdorf. Dort muss er den Bewohnern helfen sich gegen Soltra zu wehren, ein Wesen, dessen Blick alle Lebewesen zu Stein erstarren lässt.

Dieser Band hat meinem Sohn wieder ...

Toms Weg führt diesmal in sein Heimatdorf. Dort muss er den Bewohnern helfen sich gegen Soltra zu wehren, ein Wesen, dessen Blick alle Lebewesen zu Stein erstarren lässt.

Dieser Band hat meinem Sohn wieder super gefallen. Ein wenig verwirrt war er am Ende, da nach dem Sieg über Soltra sich dieses Beast nicht in harmlose natürliche Tiere auflöste. Das fand er schade.

Ansonsten wie immer – tolle Illustrationen, gut zu lesender Schreibstil für Grundschüler und ein spannendes Abenteuer.

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Veröffentlicht am 18.12.2020

Römisch-keltisches Leben im 1. Jahrhundert v. Chr.

Keltensonne
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Wie es der Covertext andeutet. Im 1. Jahrhundert vor Christus wird zum einen die Geschichte der Keltin Rowan erzählt. Ein einfaches Bauernmädchen, verliebt in den Sohn des Stammesführers, doch verheiratet ...

Wie es der Covertext andeutet. Im 1. Jahrhundert vor Christus wird zum einen die Geschichte der Keltin Rowan erzählt. Ein einfaches Bauernmädchen, verliebt in den Sohn des Stammesführers, doch verheiratet mit einem Mann, mit dem sie nicht zusammenleben kann und will. Also gibt es für sie nur einen Weg – die Flucht. Doch diese führt sie einem ungewissen Schicksal in die römische Sklaverei entgegen.
Parallel wird das Leben des Römers Caius beschrieben. Er wächst in der Toskana auf. Doch ein Schicksalsschlag zwingt ihn in die gerade zu kolonisierenden Gebiete des Nordens, an die Grenze des Reiches zu ziehen. Und eines Tages führt das Leben Rowan und Caius zusammen.

Mich hat zuallererst der Schreibstil der Autorinnen überzeugt. Gemeinschaftsarbeiten können erfahrungsgemäß mal so, mal so ausgehen. Dieser Roman ist ein gutes Beispiel, dass es gut funktionieren kann. Er las sich flüssig und sehr rund, so dass ich als Leser keine Unterschiede im Schreibstil der Autorinnen finden konnte. Super!
Historisch konnte mich der Roman auch überzeugen.
All jenen, die sowohl zu der Region, in der der Roman überwiegend spielt, als auch generell zu Begrifflichkeiten der römischen Geschichte der entsprechenden Zeitperiode erläuternde Informationen benötigen, kann ich das Glossar am Romanende sehr ans Herz legen. Es ist wirklich informativ.

Als kleiner Wermutstropfen für meinen privaten Geschmack empfand ich den generell zu runden Ausgang des Geschehens. Hier kam es mir beim Lesen so vor, als ob unbedingt alles gut ausgehen muss, zu viel auf Völkerverständigung im weiteren Sinne. Eigentlich ein schöner Ausgang, aber irgendwie zu unrund im Zusammenhang mit der ganzen Geschichte. Aber das ist Geschmackssache.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mich mit diesem historischen Roman wirklich gut unterhalten und in die römisch-keltische Zeit des ersten vorchristlichen Jahrhunderts versetzt gefühlt habe. Ich würde aufgrund dieses Buches auch weitere Romane der Autorinnen in historischem Kontext lesen.

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Veröffentlicht am 13.06.2020

Ein Stück amerikanischer Geschichte

Das magische Baumhaus junior (Band 22) - Flucht vor dem Erdbeben
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Um ihren derzeitigen Auftrag für Morgan zu beenden müssen die Geschwister nun noch „etwas zum Leihen“ finden und werden durch das Baumhaus in das Jahr 1906 nach San Francisco geschickt. Sie landen dort ...

Um ihren derzeitigen Auftrag für Morgan zu beenden müssen die Geschwister nun noch „etwas zum Leihen“ finden und werden durch das Baumhaus in das Jahr 1906 nach San Francisco geschickt. Sie landen dort ausgerechnet, als das große Erdbeben ausbricht und erleben dadurch mit, was an jenem Tag so alles geschah.

In gewohnt schöner, fantasiereicher aber auch historisch korrekter Weise bringt die Autorin Kindern wieder einmal amerikanische Geschichte näher. Mein Sohn wusste bisher noch nichts davon und war von der Geschichte sehr überrascht. Aber sie hat ihm gefallen, wenn auch nicht so gut wie einige andere Themen zuvor. Aber das ist ja Geschmackssache.

Und wie man es von den Bänden zuvor gewohnt ist, kam er sowohl mit der kurzen Gliederung der Kapitel, als auch der altersgerecht gewählten Schrifteinteilung gut klar.

Ich kann eigentlich immer wieder nur betonen – Die Reihe gehört in ein gut sortiertes Kinderbuchregal.

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