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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2021

Spannend und unterhaltsam

Bruder Cadfael und der Hochzeitsmord
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Das Buch ist Teil der „Cadfael“ - Serie von Ellis Peter. Im Mittelpunkt des historischen Kriminalromans steht Bruder Cadfael, ein Mönch der im England der Jahre 1120 bis 1145 in der Benediktinerabtei zu ...

Das Buch ist Teil der „Cadfael“ - Serie von Ellis Peter. Im Mittelpunkt des historischen Kriminalromans steht Bruder Cadfael, ein Mönch der im England der Jahre 1120 bis 1145 in der Benediktinerabtei zu Shrewsbury Kriminalfälle löst - hier nun zum fünften mal.

Ellis Peters gelingt es souverän das mittelalterliche Klosterleben und die historischen Begebenheiten miteinander zu verknüpfen. Es macht Spaß Cadfael trotz seiner eingeschränkten Möglichkeiten bei seinen Nachforschungen zu begleiten und zu lesen mit welchen kleinen Tricks er immer wieder zu neuen Erkenntnissen gelangt.

Der Krimiplot selbst kommt stets mit wenig blutrünstigen Szenen aus, vielmehr legt die Autorin Wert auf den historischen Zusammenhang. Für Fans von historischen Krimis eine unterhaltsame Lektüre, die ich gern weiterempfehle und mit 4 von 5 Sternen bewerte.

Veröffentlicht am 21.09.2021

Nur über meine Leiche

Nur über meine Leiche
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Das Buch ist der 5. Teil der „Betsy Taylor“ - Serie von Mary Janice Davidson. Es ist eine Mischung aus Chick-lit und Vampirroman und sollte mit einem Augenzwinkern gelesen werden.
Nach einem tödlichen ...

Das Buch ist der 5. Teil der „Betsy Taylor“ - Serie von Mary Janice Davidson. Es ist eine Mischung aus Chick-lit und Vampirroman und sollte mit einem Augenzwinkern gelesen werden.
Nach einem tödlichen Unfall findet sich Betsy in einer vollkommen neuen anderen Daseinsform wieder – sie ist eine Untote - und damit beginnt für sie das absolute Chaos.
Die Autorin hat es geschafft eine völlig andere Vampirwelt entstehen zu lassen. Betsy ist eindeutig ein erfrischend anderer aber trotz allem starker Charakter. Einerseits denkt man sie hat nichts anderes als shoppen gehen im Kopf, andererseits nimmt sie kein Blatt vor den Mund und bietet jedem Paroli. Man hat beim Lesen das Gefühl, das die Autorin das Genre auf die Schippe nimmt, denn die gängigen genretypischen Klischees werden elegant auf die Spitze getrieben und man kann sich ein ums andere Mal das Lachen nicht verkneifen.
Wer also hier eine tiefgründige Geschichte erwartet, liegt mit der Annahme falsch. Wer aber mal eine vollkommen anders geartete und humorige Vampir-Romance lesen möchte ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 21.09.2021

Weihnachten mit Lori und Co.

Tante Dimity und das Herz aus Gold
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Das Buch ist mittlerweile der 24. Teil der „Aunt Dimity“ - Serie von Nancy Atherton. Die Bücher dieser Reihe werden als Krimi angepriesen, aber das trifft den Inhalt nicht wirklich und ein eingefleischter ...

Das Buch ist mittlerweile der 24. Teil der „Aunt Dimity“ - Serie von Nancy Atherton. Die Bücher dieser Reihe werden als Krimi angepriesen, aber das trifft den Inhalt nicht wirklich und ein eingefleischter Krimi-Fan würde sich hier zu Tode langweilen. Warum? Nun es ist ein Buch, das eine Wohlfühl-Geschichte zum Inhalt hat, die einfach nett, sympathisch, unterhaltend und liebevoll erzählt ist. Durch die mystischen Einlagen kommt stets ein wenig Spannung auf, also eher eine CosyCrime, dass trifft es am ehesten.
Die Autorin schildert so wunderbar detailreich alle Charaktere und die verschiedenen Schauplätze, so das man das Gefühl hat, ein Teil von Loris Welt zu sein.

Fazit: Wer sich also ohne viel Action und Blut einen angenehm entspannenden Wohlfühlroman gönnen möchte, ist hier genau richtig. Ich empfehle das Buch/die Reihe gern weiter und vergebe hier 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.09.2021

Zeitlose Spannung

Maigret und Pietr der Lette
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Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen ein internationaler Hochstapler und ein amerikanischer Investor, die sich in einem der besten Hotels von Paris treffen. Von Interpol um Amtshilfe gebeten, greift ...

Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen ein internationaler Hochstapler und ein amerikanischer Investor, die sich in einem der besten Hotels von Paris treffen. Von Interpol um Amtshilfe gebeten, greift Maigret ins Geschehen ein.
Durch die unerschrockene und solide Gegenwart Maigrets, der den Fall sehr unaufgeregt aber überzeugend bearbeitet und löst, ist der Kriminalroman eher einer von der „leisen“ Sorte. Das hat allerdings auch den Nachteil, dass es hier und da an der nötigen Spannung für einen Kriminalroman fehlt. Das hört sich zwar nach Langeweile an, das ist aber nicht. Maigrets erster Fall hat durchaus etwas Zwingendes, und zwar das Katz- und Maus-Spiel zwischen Polizei und den Ganoven. Simenon schafft es einen neuen Ermittler zu etablieren, der geradlinig und ohne viel Aufsehen seinen Job erledigt, stringent und erfolgreich, auf seine ganz eigene überzeugende Art und Weise eben.

Fazit: Für mich ist „Maigret und Pietr der Lette“ ein guter Einstieg in die Maigret-Reihe. Ich bin gespannt wie sich Maigret und sein Team in den nächsten Büchern entwickeln wird, Potenzial ist ja reichlich vorhanden. Von mir gibt es hierfür eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 13.09.2021

Hervorragende Zeitstudie

Harlem Shuffle
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Der Roman spielt 1959 in Harlem. Der Autor spricht hier viele unterschiedliche gesellschaftskritische Themen an, die sowohl die Geschichte selbst als auch die Figuren prägen und somit dem Leser ein wunderbares ...

Der Roman spielt 1959 in Harlem. Der Autor spricht hier viele unterschiedliche gesellschaftskritische Themen an, die sowohl die Geschichte selbst als auch die Figuren prägen und somit dem Leser ein wunderbares Leseerlebnis bieten.
Ray Carney, der Hauptcharakter, lebt zwischen den Welten. Einerseits ist da sein Möbelgeschäft und seine Familie inklusive der hochmütigen Schwiegereltern und andererseits die geschäftige Welt der Straßen von Harlem. Alles andere als einfach für Ray hier die Balance zu finden und zu halten. Whitehead konfrontiert seine Hauptfigur und damit den Leser aber auch mit den sich teils gewaltsam kreuzenden Welten des schwarzen Widerstands und der weißen Gewalt. Der Autor zeichnet dabei ein sehr genaues Bild dieser Zeit in Harlem, in der Neid und Missgunst eng mit Gefälligkeiten und nützlichen Verbindungen einhergehen.
Die einzelnen Figuren agieren dabei authentisch, sprich raffiniert und zwielichtig, aber stets überzeugend und dank des sehr fesselnden Erzählstils und der flüssigen Schreibweise ergibt es eine wirklich hervorragende Zeitstudie und einen gelungenen Roman. Von mir gibt es dafür eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.