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Veröffentlicht am 04.10.2021

Folgenschwer

Vorbelastet
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"Vorbelastet" von Peter Märkert ist ein absolut spannender Justizkrimi.
Marie ist Bewährungshelferin und betreut einen Physiotherapeuten nach der Verbüßung seiner Haftstrafe wegen Kindesmißbrauchs. Sie ...

"Vorbelastet" von Peter Märkert ist ein absolut spannender Justizkrimi.
Marie ist Bewährungshelferin und betreut einen Physiotherapeuten nach der Verbüßung seiner Haftstrafe wegen Kindesmißbrauchs. Sie hat aber Zweifel an der Schuld ihres Schützlings. Der Freund von Marie ist bei der Polizei und nicht einer Meinung mit Marie. Schon daraus ergeben sich so einige Mißverständnisse.
Als Marie dann auch noch beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, bekommt das dem Privatleben von Marie nicht besonders gut.
Im Falle des Beschuldigten lag ein Großteil des Urteils an der Vorbelastung des Angeklagten durch eine ehemalige Beziehung. Sehr spannend wird hier dargelegt, was für weitreichende Folgen solch eine Aussage im späteren Leben haben kann. Für mich war es sehr erschreckend, den Verlauf von Beschuldigungen und den Folgen daraus zu erfahren. Der Fall ist sehr plausibel aufgebaut und wird vom Autor sehr spannend dargestellt.
Für mich wird es definitiv nicht das letzte Buch sein, dass ich aus dieser Reihe von Justizkrimis lesen werde.

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Veröffentlicht am 04.10.2021

Verstehen lernen

Introvertiert - Die leise Revolution
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"Introvertiert-Die leise Revolution" von Linus Jonkman ist ein Sachbuch, in dem es um die Introvertiertheit geht. Der schwedische Autor schreibt hier aus eigener Erfahrung und weiß in einer sehr lockeren ...

"Introvertiert-Die leise Revolution" von Linus Jonkman ist ein Sachbuch, in dem es um die Introvertiertheit geht. Der schwedische Autor schreibt hier aus eigener Erfahrung und weiß in einer sehr lockeren und ansprechenden Art über das Thema zu berichten.
Das Buch wird sehr abwechslungsreich durch kleine Episoden aus dem Leben des Autors und viele Sachen geht er mit Humor an. Vom Unterschied zwischen Introvertierten und Extrovertierten bis zu einem Test zur eigenen Zugehörigkeit ist hier viel Wissen versammelt.
Es werden viele Hilfen angeboten für Menschen, die es betrifft, als auch für Menschen, die es besser verstehen wollen und sich im Umgang mit introvertierten Mitmenschen sicherer fühlen wollen.
Was mir besonders gefällt, ist die Tatsache, dass der Autor es schafft, hier das Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein der Leser zu stärken, bei denen Nachdenken und Zurückhaltung und nicht das sich selber in den Vordergrund drängen, eine Rolle spielen.
Viele Verhaltensweisen kann ich nach dieser Lektüre besser verstehen und einordnen und ich empfehle es sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 29.09.2021

Wenn Unglaubliches wahr wird

The Stranger Times
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"The Stranger Times" von C.K.McDonnell ist der erste Band einer geplanten Trilogie. Ein Buch, auf dessen Fortsetzung ich mich schon sehr freue. Es ist mal etwas ganz anderes, eine Mischung zwischen Urban ...

"The Stranger Times" von C.K.McDonnell ist der erste Band einer geplanten Trilogie. Ein Buch, auf dessen Fortsetzung ich mich schon sehr freue. Es ist mal etwas ganz anderes, eine Mischung zwischen Urban Fantasy und Krimi und mit gehörig viel Humor geschrieben.
Hannah ist auf Arbeitssuche und gerät dabei in die Redaktion der "Stranger Times", einem Wochenblatt für Unerklärliches und Unglaubliches. Der Stoff aus dem Albträume sind und auch ihr Chef ist ein solcher. Alle Mitarbeiter sind sehr skurril und eigenwillig und die Redaktion befindet sich in einer alten Kirche.
Als Hannah grade anfängt sich dort etwas einzuleben, geschieht etwas Grauenhaftes und die Mitarbeiter der Redaktion versuchen zu ermitteln und aufzuklären. Was dabei zu Tage kommt, sorgt für eine gehörige Portion Spannung.
Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und zusätzlich aufgelockert durch abgedruckte Zeitungsberichte. Als roter Faden zieht sich hier schwarzer Humor von Anfang bis Ende durch das Buch. Auch die Charaktere sind sympathisch und alle sehr eigen dargestellt, es macht sehr viel Spaß ihnen zu folgen.
Ein Buch, dem man beim Lesen anmerkt, mit wie viel Liebe zum Schreiben und zum Humor es verfasst wurde und das ich erst wieder weglegen konnte, als ich es beendet hatte. Es war eine sehr vergnügliche Lesezeit und ich warte gespannt auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Spannung bis in die Vergangenheit

Die Todesbeigaben: Thriller
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"Die Todesbeigaben" von Drea Summer ist ein Thriller, der es geschafft hat, mich an das Buch zu fesseln. An einem "Lost Place", einer Kirche in Döllersheim, wird eine Frauenleiche gefunden. In ihrem Brustkorb ...

"Die Todesbeigaben" von Drea Summer ist ein Thriller, der es geschafft hat, mich an das Buch zu fesseln. An einem "Lost Place", einer Kirche in Döllersheim, wird eine Frauenleiche gefunden. In ihrem Brustkorb verbirgt sich ein Geheimnis, oder eher ein Hinweis.
Susanne Kriegler und ihr Kollege werden mit den Ermittlungen betraut, am Tatort trifft Susanne ihre Tochter an und schon wird dieser Fall ein persönlicher.
Von Anfang an wird hier durch verschiedene Blickwinkel eine Spannung aufgebaut, die sich bis zum Ende erhält, Man hat Einblicke durch die Augen des Täters und besonders berührend sind da einige Rückblenden weit in seine Vergangenheit. Das macht die ganze Angelegenheit menschlicher.
Meistens begleiten wir aber Susanne bei ihrer Arbeit und lernen dadurch nach und nach alle Beteiligten kennen. Die handelnden Figuren sind sehr lebensecht angelegt, haben Ecken und Kanten und sind auch nicht alle durchweg Sympathieträger. Grade das macht die Lektüre aber so abwechslungsreich.
Sehr schön fand ich es, dass die Autorin auch zum Ende hin noch überraschen konnte und erst ganz zum Schluß alles komplett geklärt wurde. Von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.09.2021

Gedanken unterwegs im Weiß

Reise durch ein fremdes Land
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"Reise durch ein fremdes Land" von David Park ist ein sehr eindringlicher Roman, geschrieben in Bildern. Genauer gesagt in Fotografien, denn Tom ist Fotograf und hat einen Blick für stimmungsvolle Motive.
Tom ...

"Reise durch ein fremdes Land" von David Park ist ein sehr eindringlicher Roman, geschrieben in Bildern. Genauer gesagt in Fotografien, denn Tom ist Fotograf und hat einen Blick für stimmungsvolle Motive.
Tom muss kurz vor Weihnachten quer durch Großbritannien fahren, mit dem Auto, um seinen Sohn nach Hause zu holen. Der ist zum Studium und erkrankt, alleine, kein Flug geht mehr, weil alles unter einer dicken Schneedecke begraben ist.
Als Leser begleitet man hier Tom auf seinem einsamen Weg durch die tief verschneite, teils wunderschön beschriebene Landschaft. Tom hört unterwegs Musik und läßt seine Gedanken wandern, zurück zu den Tiefpunkten in seinem Leben.
Unterwegs bildet sich hier eine absolute Nähe zu Tom und seine Erinnerungen an seinen älteren Sohn Daniel. Seine Gedanken versuchen immer wieder sich dieser Vergangenheit zu stellen und sie zu bewältigen. Das alles ist kristallklar und glaubhaft geschrieben, mir haben auch die Ansätze mit dem Erinnern in Fotografien, in Momentaufnahmen gut gefallen.
Auch wenn man schon zeitig erkennt, worauf die Geschichte hinausläuft, haben mich die, mitunter poetischen Worte, sehr gefesselt. Das Buch vereint Stille, Einsamkeit, Trauer und Schuld mit Hoffnung, Zuversicht und Liebe. Mir hat diese Erzählung Mut gemacht.

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