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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2022

Interessant

Das rätselhafte Universum
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In dem Werk "Das rätselhafte Universum" von Ilja Bohnet und Thomas Naumann werden die größten ungelösten Fragen der Physik bzw. Wissenschaft erläutert.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Der erste ...

In dem Werk "Das rätselhafte Universum" von Ilja Bohnet und Thomas Naumann werden die größten ungelösten Fragen der Physik bzw. Wissenschaft erläutert.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil befasst sich mit dem Weltbild der Physik, um dem/r LeserIn einen Einblick in die Welt der Physik zu geben. Dabei wird versucht die Wissenschaft auch für Laien verständlich zu erklären und diese somit abzuholen. Dies gelingt jedoch meines Erachtens nicht so ganz. Ich habe diesen Teil für Laien als viel zu kompliziert empfunden. Die Autoren haben zwar versucht einen roten Faden herzustellen, jedoch ist dieser bedingt gelungen. Der zweite Teil wiederum befasst sich mit den sieben Welträtseln. Hierbei wird die Welt der Wissenschaft mit der philosophischen Sicht verknüpft und aus dieser Perspektive erläutert. Dieser Abschnitt ist sehr interessant gestaltet und auch verständlich verfasst.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch empfehlenswert ist, jedoch für Laien nicht so gut geeignet ist.

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Veröffentlicht am 07.10.2021

Nichts für schwache Nerven

Der Gesang der Berge
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Die Autorin Nguyễn Phan Quế Mai beschreibt in dem Buch "Der Gesang der Berge" die Familiengeschichte von einer Großmutter und ihrer Enkelin zu Zeiten des Vietnamkriegs. Dabei wird die Geschichte auch abwechselnd ...

Die Autorin Nguyễn Phan Quế Mai beschreibt in dem Buch "Der Gesang der Berge" die Familiengeschichte von einer Großmutter und ihrer Enkelin zu Zeiten des Vietnamkriegs. Dabei wird die Geschichte auch abwechselnd aus der Perspektive dieser zwei Protagonisten erzählt.

Ich habe mich sehr darüber gefreut ein Buch über Vietnam zu lesen und habe auch einiges über dieses Land erfahren und mitnehmen können. Jedoch fiel es mir schwer die Zeitsprünge zu ordnen. Zudem wurde mein Lesefluss durch die vielen verschiedenen Namen sehr stark gebremst, wodurch es schwierig wurde wieder in die Thematik reinzukommen und sich aufzurappeln weiterzulesen. Ich habe an einigen Stellen irgendwann den Überblick verloren und auch die Lust weiterzulesen, aber habe das Buch nicht abgebrochen.

Gut finde ich das Buchcover. Es ist passend zu der Geschichte und gut gestaltet worden. Die Figuren haben mir an sich auch gut gefallen, jedoch hätte ich mir Figuren gewünscht, die nicht so ganz perfekt bzw. fehlerfrei sind.

Im Großen und Ganzen ist dieses Werk lesenswert und interessant, aber nichts für schwache Nerven.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Auf Spuren der Vergangenheit

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Der Roman "Das Leben kommt noch" hat mich besonders angesprochen, weil mich Geschichten über Frauen im Widerstand besonders interessieren und ich es wichtig finde, dass ihre Schicksale erzählt werden. ...

Der Roman "Das Leben kommt noch" hat mich besonders angesprochen, weil mich Geschichten über Frauen im Widerstand besonders interessieren und ich es wichtig finde, dass ihre Schicksale erzählt werden. Das Buch berichtet von Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs als Agentinnen für Churchills Spezialeinheit (SOE) in Frankreich tätig waren. Diese historische Ebene wird mit einer Gegenwartshandlung verknüpft, in der die BBC-Reporterin Gwen den Auftrag erhält, über die mutigen Frauen zu recherchieren. Dabei stößt sie auf Spuren, die auch mit der Geschichte ihrer eigenen Großmutter verbunden sind.

Die Idee, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verknüpfen, fand ich grundsätzlich sehr spannend. Besonders die Rückblenden in die 1940er Jahre haben mir gut gefallen. Pats Erlebnisse als Agentin und ihre Erinnerungen an diese Zeit wirken authentisch und berührend. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie gefährlich und belastend diese Arbeit gewesen sein muss und wie schwer es den Frauen nach dem Krieg fiel, darüber zu sprechen. Etwas schwierig fand ich allerdings den Aufbau des Romans. Die Wechsel zwischen den Zeitebenen sind teilweise nicht klar erkennbar, wodurch ich gelegentlich den Überblick verloren habe. Auch die Verbindung zwischen den historischen und den journalistischen Teilen wirkt manchmal etwas holprig. Der Roman ist sehr gut recherchiert, aber durch die vielen sachlichen Passagen kommt die eigentliche Spannung und Nähe zu den Figuren ein wenig zu kurz.

Trotzdem hat mir gefallen, dass die Autorin auf das Thema aufmerksam macht und die Frauen würdigt, die im Widerstand gekämpft haben. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und vermittelt die Emotionen meist auf eine ruhige, unaufdringliche Weise. Insgesamt ist es für mich ein solides Buch, das interessante Einblicke gibt, aber erzählerisch nicht ganz überzeugt.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Zwischen sanfter Atmosphäre und fehlendem Tiefgang

Die Magnolienkatzen
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Noriko Morishitas Buch "Die Magnolienkatzen" schildert in ruhigem Tonfall eine besondere Begegnung zwischen Mensch und Tier. Die Geschichte beginnt mit der Skepsis der Protagonistin gegenüber Katzen, wandelt ...

Noriko Morishitas Buch "Die Magnolienkatzen" schildert in ruhigem Tonfall eine besondere Begegnung zwischen Mensch und Tier. Die Geschichte beginnt mit der Skepsis der Protagonistin gegenüber Katzen, wandelt sich jedoch allmählich als eine streunende Katze ihre Jungen im Garten zur Welt bringt. Im Verlauf des Buches entwickelt sich eine sanfte, aber tiefgehende Bindung zwischen Noriko, ihrer Mutter und den Tieren.
Die Stärke des Buches liegt in der atmosphärischen Erzählweise. Die Kapitel fügen sich harmonisch aneinander, sodass die Leser:innen das Aufwachsen der Kätzchen aus nächster Nähe miterleben können. Besonders die detailreichen Beschreibungen des Katzenverhaltens verleihen der Geschichte Authentizität und lassen sie für Tierliebhaber besonders lebendig wirken. Besonders hervorzuheben ist die ästhetisch ansprechende Gestaltung des Buches. Die Illustrationen sind aber nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern unterstreichen auch die ruhige, beinahe meditative Atmosphäre der Erzählung. Die Verbindung zur oft erwähnten Kunst der Achtsamkeit bleibt jedoch eher oberflächlich. Erwartet man eine tiefere Reflexion über die Beziehung zwischen Achtsamkeit und dem Zusammenleben mit Tieren, könnte man enttäuscht werden. Sprachlich ist der Roman meiner Meinung nach sehr schlicht und unaufgeregt gehalten, was den ruhigen Ton der Geschichte verstärkt. Allerdings fehlt es stellenweise an Tiefgang. Themen wie der Verlust des Vaters oder die emotionale Entwicklung der Protagonistin hätten stärker ausgearbeitet werden können. Stattdessen liegt der Fokus fast ausschließlich auf den Katzen, was das Buch eher zu einer sanften Alltagsbeobachtung macht als zu einer vielschichtigen Erzählung.
Für Katzenliebhaber ist "Die Magnolienkatzen" eine ansprechende Lektüre, die zum Verweilen einlädt. Wer sich jedoch eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Achtsamkeit oder eine vielschichtige Geschichte erhofft, könnte die Erzählung als zu seicht empfinden. Trotz kleiner Schwächen bleibt das Buch eine charmante, wenn auch eher leichte Lektüre, die vor allem durch ihre Gestaltung und ihre ruhige Erzählweise überzeugt. Insgesamt würde ich das Buch mit 2,5 Sternen bewerten, da es zwar schön illustriert und atmosphärisch ist, aber inhaltlich nicht völlig überzeugt.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Vielversprechende Idee mit Potenzial zur Verbesserung

Wir treffen uns im nächsten Kapitel
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"Wir treffen uns im nächsten Kapitel" von Tessa Bickers bietet eine interessante Grundidee: Zwei Personen nähern sich einander durch Randnotizen in Büchern an, die sie in einem lokalen Büchertauschschrank ...

"Wir treffen uns im nächsten Kapitel" von Tessa Bickers bietet eine interessante Grundidee: Zwei Personen nähern sich einander durch Randnotizen in Büchern an, die sie in einem lokalen Büchertauschschrank hinterlassen. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen.

Die zentrale Idee, dass Bücher als Kommunikationsplattform in einer Liebesgeschichte dienen, ist süß und vielversprechend. Allerdings bleibt die Klassikerliteratur, die laut Klappentext eine wichtige Rolle spielen sollte, nur oberflächlich behandelt. Dies führte dazu, dass die Bücher eher als Hintergrunddekoration wirkten, anstatt aktiv zur Handlung beizutragen. Dieser interessante Ansatz hätte mehr Tiefe verdient!!! Die Erzählweise von Bickers ist angenehm zu lesen und strukturiert, und die Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten Erin und James bieten einen interessanten Einblick in ihre Gedankenwelt. Dennoch fiel es mir schwer, eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Erin wirkte oft egozentrisch und ihre Handlungen erschlossen sich mir nicht immer. James hingegen zeigte zumindest nachvollziehbare und sympathische Züge, obwohl auch ihm Tiefe und Entwicklung fehlten. Insgesamt zog sich die Geschichte für meinen Geschmack zu sehr in die Länge, und manche Handlungsstränge wirkten konstruiert. Das Ende kam dann abrupt, da es die zuvor aufgebauten Konflikte zu schnell auflöste.

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