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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2021

Lebendig, mitreißend, informativ

Das Haus der Düfte
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Auf 448 Seiten erzählt Pauline Lambert die Geschichte Anouks, die sich ihren Traum Düfte zu kreieren, trotz aller Widrigkeiten und Schicksalsschläge, erfüllen will und als sich ihr eine Chance dazu bietet, ...

Auf 448 Seiten erzählt Pauline Lambert die Geschichte Anouks, die sich ihren Traum Düfte zu kreieren, trotz aller Widrigkeiten und Schicksalsschläge, erfüllen will und als sich ihr eine Chance dazu bietet, zögert sie nicht.

Die Geschichte wird in verschiedenen Erzählsträngen erzählt, so z. B. aus der Sicht der Familie Girard, bei der Anouk ihre Ausbildung beginnt. Neben der Haupthandlung, Anouks Geschichte, erfährt der Leser viel über die Mannigfaltigkeit des Kreierens von Düften, aber auch über die vielen reichhaltigen Zutaten, die es braucht ein neues Parfüm zu erschaffen. Gerade diese Abschnitte fand ich schon sehr interessant und informativ.

Natürlich finden auch die weitläufigen Lavendelfelder, überhaupt die Provence, Erwähnung und geben der Geschichte die notwendige Atmosphäre.
Ob und wie sich Anouk in der Welt der Düfte und Parfümerien behauptet, dass solltet ihr selbst lesen, es lohnt sich.

Der Erzählstil mit seinen Rückblicken in die Vergangenheit und den Sichtweisen in der Gegenwart fand ich mitreißend und harmonisch, dadurch ergab sich letztlich ein stimmiges Gesamtbild, dass sich dank des flüssigen und lebendigen Schreibstils auch wunderbar lesen lies.

Fazit: „Das Haus der Düfte“ ist zwar eher ein unaufgeregter, dafür aber ein informativer und mit einem interessanten Plot versehener Roman, der mich für einige Zeit in die Provence entführen konnte. Und was will man mehr als für einige Zeit dem Alltag zu entfliehen. Dieses Buch hat es bei mir definitiv geschafft und deshalb bewerte ich es mit vollen 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.10.2021

Spannend und geheimnisvoll

Der Sucher
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In diesem Roman geht es um Cal Hooper, einen pensionierten Polizisten aus Chicago, der ein heruntergekommenes Haus in einem kleinen irischen Dorf kauft. Cal ist auf der Suche nach Frieden, Ruhe und Zeit, ...

In diesem Roman geht es um Cal Hooper, einen pensionierten Polizisten aus Chicago, der ein heruntergekommenes Haus in einem kleinen irischen Dorf kauft. Cal ist auf der Suche nach Frieden, Ruhe und Zeit, um sich von seiner traumatischen Scheidung zu erholen. In der Stadt Ardnakelty findet Cal allerdings nichts von alledem.

Cal ist ein großartiger Charakter, er respektiert, wie die Dinge in seiner neuen Umgebung funktionieren ohne seine moralischen Prinzipien seinen Mitmenschen aufzuzwingen, auch wenn das gegen seine Natur geht. Tana French baut langsam die Spannung und das Geheimnis auf, während Cal erfährt, dass auch schöne Kleinstädte dunkle Geheimnisse verbergen können.

Es hat eine Weile gebraucht, bis ich mit der Erzählweise zu recht kam und auch eine Verbindung zu den einzelnen Charakteren aufgebaut hatte. Aber als ich im Lesefluss war wollte ich das Buch auch nicht mehr weglegen. Denn Tana French versteht es hier die Geschichte in einem ruhigen Rhythmus aber klug und überzeugend zu erzählen, wobei sie den Leser tief in die Charakter ihrer Figuren blicken lässt.

Die sich allmählich steigernde unterschwellige Spannung gepaart mit den idyllischen Beschreibungen der Natur und der Stadt und ihrer Umgegend ergeben wieder einen sehr gelungenen Roman, den ich absolut weiterempfehlen möchte. Ich vergebe deshalb auch volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2021

Eine Familie muss sich der Vergangenheit stellen

Unter dem Schnee
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Louise von Schwan ist verstorben und zur Beerdigung findet sich die Familie auf dem Gut an der Ostsee ein. Durch einen Schneesturm, der plötzlich mit extremen Schneemassen übers Land fegt, an das Haus ...

Louise von Schwan ist verstorben und zur Beerdigung findet sich die Familie auf dem Gut an der Ostsee ein. Durch einen Schneesturm, der plötzlich mit extremen Schneemassen übers Land fegt, an das Haus gefesselt, entwickelt sich eine Geschichte von Liebe, Verrat, Flucht und Schuld. Und der Auslöser all dieser zu bewältigenden Konflikte ist Aimee, die genauso plötzlich über die Familie kommt wie der Schneesturm selbst. Mit ihrem Erscheinen muss sich die Familie einer Wahrheit stellen, die lieber ungesagt geblieben wäre.

Katrin Burseg versucht anhand der fiktiven Familie von Schwan Themen aufzuarbeiten, welche noch lange nach dem 2. Weltkrieg Tabu waren – die Beschäftigung von ZwangsarbeiterInnen in deutschen Unternehmen, der Umgang mit Kindern aus Beziehungen von ZwangsarbeiterInnen mit einer/einem Deutschen und auch die Vertreibung aus den damaligen Ostgebieten. Die Verbindung, die die Autorin dabei zwischen Fiktion und Historie geschaffen hat, ergibt eine wunderbar lebensechte Geschichte. Aimees Existenz als Aufhänger für die hier erzählte Familiengeschichte der von Schwans zu nutzen und die o. g. Themen aus Sicht der einzelnen Personen zu beleuchten, empfand ich als sehr überzeugend und spannend erzählt.

Katrin Burseg konnte mich mittels ihrer wunderbar bildhaften Sprache und dem flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil absolut an das Buch fesseln. Die Kapitel handeln im Wechsel immer von/über einen anderen Charakter, sodass sich letztlich ein komplettes Bild der Umstände und Entscheidungen innerhalb der Familie zusammensetzt. Die einzelnen Figuren sind nicht stereotyp sondern haben alle ihre Ecken und Kanten, entwickeln sich im Verlauf weiter und können gemachte Fehler sich selbst und den anderen gegenüber eingestehen.

Fazit: Mich hat das Buch wunderbar unterhalten und auch nachdenklich in Hinsicht auf die beschriebene Thematik zurückgelassen. Hier wurde ein Kapitel deutscher Geschichte beleuchtet, welches bis heute noch nicht vollständig aufgearbeitet ist, aber mit diesem Roman doch eine Stimme bekommen hat. Ich empfehle das Buch hiermit sehr gern weiter und vergebe volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2021

Ein echtes Schmuckstück

Das Collier der Königin
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Erzählt wird hier eine Geschichte auf zwei Zeitebenen. Zum einen ist da Lea, deren Leben als sie ein unerwartetes Erbe erhält, nämlich das titelgebende Collier, vollkommen auf den Kopf gestellt wird. Und ...

Erzählt wird hier eine Geschichte auf zwei Zeitebenen. Zum einen ist da Lea, deren Leben als sie ein unerwartetes Erbe erhält, nämlich das titelgebende Collier, vollkommen auf den Kopf gestellt wird. Und zum anderen ist da Isabelle, die eine Beziehung zu genau diesem Collier hatte. Nur dass ihre Geschichte im Frankreich des Jahres 1794 angesiedelt ist und man als LeserIn nun durch die Nachforschungen Leas in der Gegenwart vieles über die Zusammenhänge mit dem Schmuckstück aus der Vergangenheit erfährt.

Bücher mit Bezug zu längst vergangenen Zeiten lese ich sehr gern. Und so war ich schon sehr gespannt, wie die Autorin hier Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden würde. Das Collier bietet dazu den plausiblen Einstieg, um den Roman genau so zu erzählen.

Die Geschichte ist von Beginn an fesselnd und durch die historischen Fakten gleichzeitig informativ, wobei es ein ausgewogener Mix von Fiktion und Historie ist. Die einzelnen Figuren sind sehr lebensecht charakterisiert und die Atmosphäre, besonders die der Vergangenheit, haben mir sehr gut gefallen.

Der Schreib- und Erzählstil, der fließend und sehr bildhaft ist, taten ihr Übriges diesen Roman für mich zu einem wahren Leseerlebnis zu machen.

Ich kann diesen Roman absolut weiterempfehlen und vergebe volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2021

Geheimnisvoll, gefährlich, magisch

Wolf Shadow - Tödliche Versprechen
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Anders als in seinem direkten Vorgängerband stehen hier nun wieder Lily und Rule im Mittelpunkt. Sie sind in North Carolina, um das volle Sorgerecht für Rules Sohn zu bekommen, als Rule einige Leichen ...

Anders als in seinem direkten Vorgängerband stehen hier nun wieder Lily und Rule im Mittelpunkt. Sie sind in North Carolina, um das volle Sorgerecht für Rules Sohn zu bekommen, als Rule einige Leichen in den Wäldern findet. Diese Leichen weisen eine Spur von Todesmagie auf und Lily beginnt zu untersuchen, was sie getötet hat und warum.

Der Fall mit dem sich die beiden auseinandersetzen müssen ist verzwickt und entpuppt sich als schockierend und verstörend. Die Autorin schafft hier eine geheimnisvolle und gefährliche Atmosphäre, die allerdings durch das Auftreten von Cullen und Cynna immer wieder etwas gelöst wird.

Die Story selbst ist spannend erzählt und macht wieder einmal Lust auf mehr. Ich spreche wieder eine Leseempfehlung aus und bewerte „Tödliches Versprechen“ mit vollen 5 Sternen.