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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2022

Ein Mal den leckeren Kaffee, bitte.

Die Glücksschneiderin
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Ulrike Sosnitza Die Glücksschneiderin Heyne Verlag 2021


Clara eröffnet, mit ihrer Tante Sonja, ein Nähcafe. Eines Tages findet sie auf dem Flohmarkt ein wunderschönes, altes Seidenkleid. Sie weiß nicht, ...

Ulrike Sosnitza Die Glücksschneiderin Heyne Verlag 2021


Clara eröffnet, mit ihrer Tante Sonja, ein Nähcafe. Eines Tages findet sie auf dem Flohmarkt ein wunderschönes, altes Seidenkleid. Sie weiß nicht, wem das Kleid gehört hatte, aber ihr Ex-Freund dessen Familie das Kleid gehörte, stößt bei seiner Suche auf sie. So ermitteln sie beide.

Das Cover ist wunderschön. Was ich aber nicht verstehen kann, wenn man ein Softcover macht, diese leeren Innenteile nicht auch mit irgendwas zu beschreiben oder zu bemalen. Das fand ich schade. Super fand ich, dass die Rezepte drin beschrieben waren, vom Kaffee und der Spezialtorte. Eine 2.

Die Charaktere sind sehr „interessant“. Die Tochter von Sonja mag die geschneiderten Sachen nicht sehr, denn sie denkt, sie sind aus „Müll“ gemacht. Second Hand bedeutet nicht Müll. Aber aus diesem Grund boykottiert sie die Sachen von Clara auf der Homepage fürs Cafe. Erst als Finn einen Artikel schreibt und Clara drauf aufmerksam macht, kommt das heraus. (Wie dumm ist Clara eigentlich? Sie sieht das und ignoriert das bzw. bemerkt das erst, als Finn das sagt! So früh kann man doch noch nicht betriebsblind sein!)

Das Problem des Romans ist meiner Ansicht nach, dass die Idee gut ist, aber dann werden zu viele Themen umgesetzt und die Charaktere nicht so „tiefgreifend“ beschrieben. Ich blieb irgendwie immer außen vor, als Beobachter, wie bei einem schlechten Film und wurde nicht mitgerissen. Das fand ich schade. Da wurde über CO2, Klimawandel, Upcycling, Torten, leckeren Kaffee, Müllproblemen usw. referiert, aber nichts wirklich in die Tiefe gehendes. Es war teilweise so „vollgemüllt“ mit allem möglichen, dass es stellenweise sehr langweilig wirkte und dass man nicht wirklich involviert war oder mitgerissen wurde. Das fand ich schade.

Der Schreibstil ist gut, schließlich hab ich das Buch ausgelesen.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein Buch, bei dem die Idee sehr gut ist, nur die Umsetzung etwas zu langweilig und zu viele Themen, so dass man nicht ein paar wenige tiefer beleuchten konnte. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.12.2021

Humor wirkt rettend

Kalte Lügen
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Julia Bernard Kalte Lügen ein Baden Krimi Lübbe 2021-


Das Buch handelt von Henry Marbach, einem schwäbischen Privatdetektiv (einstmals bei der Polizei), der durch eine Kundin plötzlich in größten Schwierigkeiten ...

Julia Bernard Kalte Lügen ein Baden Krimi Lübbe 2021-


Das Buch handelt von Henry Marbach, einem schwäbischen Privatdetektiv (einstmals bei der Polizei), der durch eine Kundin plötzlich in größten Schwierigkeiten steckt und das auch noch im AUSLAND, in BADEN!! Suzanne Griesbaum, die Privatermittlerin, mit einer Detektei, die Mitarbeiter beschäftigt, hat so ihre eigenen – persönlichen Probleme – mit der Polizei und einem Politiker.

Ich hab mir das Buch besorgt – mit Punkten bei Lesejury – weil ich badisch und schwäbische Zusammenstöße sehr mag. Wohnt doch eine meiner Lieblingsfreundinnen im badischen und ist überzeugte Baden_erin.

Das Cover ist wunderschön und hat mich sofort überzeugt.

Der Schreibstil und die Geschichte fand ich erstmal sehr langweilig, denn das Buch mit 446 Seiten könnte um 100 Seiten gekürzt werden. Ich wollte sehr oft aufhören mit lesen und dachte, nicht schon wieder ein Buch, mit Schwaben, das ich hasse. Das hätt mir gerade noch gefehlt.

Allerdings hab ich dank den Badenern und Suzanne doch sehr viel zu lachen gehabt. Mit Henry hatte ich ständig Mitleid und hoffte, dass er sich wieder rausreiten kann. Suzanne hat ja nicht sehr viel detektivisches Können und Henry hat erst mal, dank der schönen Kundin, alles vergessen, was er bei der Polizei gelernt hat.

Als die beiden dann – ENDLICH – aufeinandertrafen, wurde es dann spannender und witziger, nicht zuletzt dank Dieselskandal (einer total verrückten Band) und dem besten Freund von Henry, der Anwalt, der eigene Ziele hat (jedenfalls nicht Rechtsanwalt für einen Mörder, und ergo auch keine Ahnung).

Vielleicht noch eine Ziege als wichtige Person und eine Katze, dann hätten wir alles, was aus dem Buch dann vielleicht doch noch ein Bestseller machen würde?

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:

Ein Wahnsinnsbuch mit einem interessanten Serienauftakt. Es kann nur besser werden! Denke ich. 3 Sterne mit der Hoffnung auf eine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 05.12.2021

Wandern

Zum Glück gibt es Umwege
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Graeme Simsion Anne Buist Zum Glück gibt es Umwege Ein Jakobsweg Roman Fischer 2021


Zoe hat ihren Mann durch Selbstmord verloren. Sie flüchtet von Los Angeles nach Frankreich zu ihrer Freundin. Sie ...

Graeme Simsion Anne Buist Zum Glück gibt es Umwege Ein Jakobsweg Roman Fischer 2021


Zoe hat ihren Mann durch Selbstmord verloren. Sie flüchtet von Los Angeles nach Frankreich zu ihrer Freundin. Sie findet eine Jakobsmuschel und beschließt den Jakobsweg zu wandern. Von Cluny nach Saint Jean. Martin wandert auch, mit seinem Karren, den auf auf Social Media vorstellt, weil er diesen verkaufen möchte. Er hat Knieprobleme und es ist nicht sicher ob er in Santiago ankommt.

Für mich ist das eher ein verhinderter Liebesroman. Es war streckenweise mit vielen Längen gefüllt. Andererseits hab ich einen neuen Teil des Jakobswegs kennengelernt, bzw. 2 von Cluny aus. Teilweise fand ich es sehr interessant und auch die Charaktere. Wer Bücher vom Jakobsweg gerne liest, sollte den Roman auch lesen. Das Cover ist sehr schön (2), so dass es mich angelockt hat und ich den Roman gerne lesen wollte. Die Schreibweise ist gut, aber ich fand das ganze irgendwie zu „professionell“. Es fehlte die Leichtigkeit. So irgendwie.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein Jakobsweg-Roman, der, da er eine andere Strecke beschreibt, doch sehr interessant ist. Ich fand ihn zu emotionslos, dafür, dass es ein Jakobsweg-Roman ist und auch auch kein so richtiger Liebesroman. 3 Sterne und eine Empfehlung.


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Veröffentlicht am 22.10.2021

~~~ BüFrüh 2014.24: Werbung inklusive ~~~~

Unsanft entschlafen
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11.04.2014 (und ich les alles, was ich von dem Autor bekomme und bezeichne ihn als Lieblingsautor. Nur mal so. )


Die Geschichte erzählt von Fee
Agathe Weinmann lebt in einem Seniorenheim in ...


11.04.2014 (und ich les alles, was ich von dem Autor bekomme und bezeichne ihn als Lieblingsautor. Nur mal so. )


Die Geschichte erzählt von Fee
Agathe Weinmann lebt in einem Seniorenheim in Weil der Stadt. Sie hat keine Angehörigen und ist wohlbekannt als Spenderin und Förderin der Vereine, Kirchen und was sie alles fördern möchte. Alle sind traurig, als sie hören, dass sie stirbt. Beim Bestatter Froelich ruft eine Frau an, die behauptet, Agathe wäre umgebracht worden. Da der Bestatter mit seinem Leben und Beruf dermaßen unzufrieden ist, macht er sich auf die Suche nach der Agathe Weinmann, wie ihr Leben war und ob sie wirklich umgebracht wurde. Er möchte sie kennen lernen. Dabei lernt Gottfried Froelich auch Anita und Inge kennen. Er steht auf gutaussehende Frauen und Anita fällt in sein „Beuteschema“.

Fees Meinung
Gleich am Anfang habe ich mich gefragt: Was wird das jetzt? Eine billige Liebesgeschichte? Frauen werden befummelt und sehen megatoll aus. Es ist abstoßend, denn entweder sind die Frauen junge Models oder alte hässliche Blechdosen. Ich fand diese ständige Charakterisierung und die Klischees gruselig. Es langweilte mich und die Geschichte kam und kam nicht in Fahrt. Von einem Regionalkrimi erwarte ich mehr Spannung. Der Bestatter wäre zwar vielseitig und man hätte viel mehr daraus machen können.
Warum macht er keine Diät wenn sein Gewicht ihn so nervt? Für was geht er in einen Kochkurs, wenn er dort nur leckere „Dick-Machgerichte“ zu kochen lernt? Vor allem gegen Ende, zuerst freut man sich über die Rezepte im Buch und dann schaut man weiter und wird drauf hingewiesen, (dass die Rezepte, die dann wirklich interessant wären), dass man die in dem Buch: Unsere Lieblingsrezepte. Gießbert kocht mit den LandFrauen von Martin Born, findet. Werbung für ein anderes Buch also und das ist dann auch noch „vergriffen“ und würde die Nachfrage, gar nicht befriedigen können. Scheinbar fallen aber auch andere Leute nicht drauf rein. Sonst würde es sicher eine Neuauflage geben oder vielleicht erhoffte man dies? Wer weiß? Die einen sagen, das ist ein cleverer Schachzug mit der Werbung, aber ich finde das nicht grad toll. Erst den Mund wässrig machen und dann so. Hätte er alle Rezepte hier eingestellt und drauf hingewiesen, dass es in diesem Buch noch viiiiiiiiiiiiiiiel mehr leckere Rezepte gäbe, dann wäre das für mich eine positive Werbung gewesen und ich wäre wohl neugierig geworden. Es wird auch zu viel und zu ausführlich gekocht, für die Seitenanzahl. Mehr Krimi und mehr Spannung wäre einfach besser gewesen, als diese Langatmigkeit.

Es gab so vieles, was mich in diesem Buch nervte. Der Schreibstil war am Anfang holprig. Was alles zum Gäu gehört und wer zu welchem Gäu gehört, das fand ich jetzt irgendwie wieder blöde. Es ist mir müßig darüber rumzustreiten. Dazu gabs am 11. August 1999 eine Mondfinsternis und er schreibt dazu, dass ein Freund (in Ba-Wü) danach Augenprobleme hatte. Das lässt für mich den Schluß zu, dass das Erinnerungsvermögen des Autors nicht so gut war. Es gab angeblich nur eine einzige Lücke, an der A8 Richtung Bayern, bei Stuttgart, wo man auf einem Berg eine Wolkenlücke entdeckte und wo man die Mondfinsternis sah und filmen konnte. Sonst war Baden-Württemberg bedeckt von Wolken und es regnete leicht. Das was man da mitbekam war nur die kurze Dunkelheit und sonst gar nichts. Ich werde das nicht vergessen und es gab viele, die enttäuscht waren.
Das ganze war nicht so toll konstruiert, das meiste war nicht plausibel und so fand ich das einfach enttäuschend. Die bayrischen Regionalkrimis gefallen mir viel besser. Ich kenne mich in der beschriebenen Gegend des Autors zu gut aus und ich fand jetzt die Ellenlangen Wegbeschreibungen in Weil der Stadt eher passend für ein Drehbuch, als für ein Buch, für einen Regionalkrimi.

Gegen Mitte/Ende wurde es dann spannender und verlor an billigem Heftchenstory, so dass ich es geschafft habe, das Buch endlich zu Ende zu lesen.
Das Blöde ist auch, dass man schnell wusste, wer „der Mörder“ war. Ich fand das schade, dass hat der Spannung noch mehr Abbruch getan. Auch so, warum kocht er noch privat und wie schafft er es, „den Mörder“ dazu zu bringen, was „er“ getan hat und nicht, was „er“ vorhatte zu tun? Plausibel war das nicht, eher Klischeehaft und Vorurteilsbehaftet. Mehr kann ich das nicht ausführen, um nichts zu verraten. Es kann ja sein, dass doch jemand das Buch lesen möchte.
Noch etwas. Es fehlt mir an Lokalkolorit, was andere wie Elisabeth Kabatek besser hinbekommen. Das Schwäbische hier geht richtig unter und die Rezepte machen das einfach nicht wett.
Der Autor
Da ich noch ein paar Bücher des Autors habe, die ich TROTZDEM lesen möchte, hier noch ein paar Autorangaben.

Jürgen Seibold ist 1960 in Stuttgart geboren. Er ist Journalist und Buchautor. Sicher gibt’s deshalb Journalisten in seinem Buch. Er ist auch nicht gerade schlank, daher könnte man denken, dass er mit dem Bestatter Froelich in diesem Buch, sich als „Vorbild“ genommen hat. Er ist verheiratet, hat 2 Söhne und lebt im Rems-Murr-Kreis.
Es gibt noch mehr Bücher von ihm. Wer Interesse hat, bei Wikipedia gibt’s sehr viel interessantes über den Autor.
http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Seibold

Fees Fazit
Dieses Buch kann man lesen, muss man aber nicht. Ich hab mir lange überlegt, wie viel Sterne ich dem Buch wohl geben sollte. Da sich in meinem SUB noch mehr Bücher befinden, bewerte ich wohlwollender. Vielleicht sind die anderen besser, schließlich ist das Buch von 2009. Positiv ist auch, dass er über Gegenden und Städte in Baden-Württemberg schreibt. Der Kompromiss: Es gibt 3 Sterne und keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 22.10.2021

~~~ Ach ja... ~~~

Eisblume
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03.07.2014
Pro:
nette Charaktere, nette Geschichte, netter Krimi
Kontra:
wenig Lokalkolorit, teilweise langatmig
Empfehlenswert: Ja


Fees Inhalt
Nael Vockerodt ist Südafrikaner und erst vor ...


03.07.2014
Pro:
nette Charaktere, nette Geschichte, netter Krimi
Kontra:
wenig Lokalkolorit, teilweise langatmig
Empfehlenswert: Ja


Fees Inhalt
Nael Vockerodt ist Südafrikaner und erst vor kurzem nach Tübingen gekommen, um dort zu studieren. Er lebte bei seiner Freundin Jasmin Risch, die ihn in Südafrika kennen gelernt hat und für ihn ihren Freund vor die Tür gesetzt hat. Kommissar Branders, der in Entringen wohnt, muss 2 Fälle bearbeiten. Nathalie Böhme kommt aus einem schrecklichen Elternhaus und ist mal wieder verschwunden.

Fee zur Autorin
Ausnahmsweise gibt’s mal wieder was zur Autorin. Sybille Baecker wurde 1970 in Thuine (Niedersachsen) geboren. Aufgewachsen ist sie in Gronau (NRW). Studiert hat sie in Münster (NRW) und Ulm (Ba-Wü). Sie lebt in der Nähe von Tübingen (Ba-Wü) und arbeitet in Stuttgart (Ba-Wü). Irrwege und Körperstrafen heißen weitere Krimis von ihr.

Fees Meinung
Das ist ein netter Krimi, den man mal eben zwischendurch lesen kann. Er macht nichts kaputt, hat jetzt aber auch keine Riesenhöhenpunkte. Die Charaktere sind gut ausgemalt, aber nicht wirklich was besonderes. Allerdings leidet man mit Nathalie Böhme mit.
Es ist ein Regionalkrimi, der auch in Münster stattfinden könnte oder in Ulm oder so. Zwar wird teilweise auf den Weg von Entringen nach Tübingen eingegangen, aber das kann man sich auch anlesen, dafür muss man kein Einheimischer sein bzw. dort wohnen. Ein Ermittler redet schwäbisch und sonst ist alles doch sehr hochdeutsch-distanziert. Teilweise ist der Krimi spannend, dann wieder fragt man sich, was die beiden Krimiteile miteinander verbindet und warum das ganze dann wieder so langatmig sein muss. Den Krimi hätte man ohne weiteres um ein paar Seiten kürzen können.

Die Autorin und ich haben irgendwie was gemeinsam, nur, dass wir es irgendwie ein wenig umgekehrt gemacht haben. Deshalb war ich auch sehr neugierig auf das Buch und wurde vielleicht gerade deshalb doch ziemlich enttäuscht. Ich hab mir einfach mehr Lokalkolorit erwartet. Und x-Mal auf ein Schokoladenfest und die Feuerzangenbole hinzuweisen macht das auch nicht besser.

Wahrscheinlich bin ich auch zu beigeistert vom Lokalkolorit und dem Humor von Elisabeth Kabatek. Ich glaube, wenn sie Regionalkrimis schreiben würde/könnte, dann würde ich mich sofort als Vorableserin bei ihr bewerben, damit ich ja kein Fitzelchen verpasse.

Fees Fazit
Da ich vielleicht etwas kritisch bin, gebe ich 3 Sterne und eine Empfehlung. Aber es gibt wirklich viel bessere Regionalkrimis.

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