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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2022

Kurzweiliger Thriller zum Mitraten

Escape Room: Mörderspiel
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~ Valerie ist tot. Und einer ihrer besten Freunde hat sie umgebracht. Der Escape Room „Mörderspiel“ soll Klarheit bringen. Doch wer hat Valeries Clique hier her gelockt? Und was ist in der schrecklichen ...

~ Valerie ist tot. Und einer ihrer besten Freunde hat sie umgebracht. Der Escape Room „Mörderspiel“ soll Klarheit bringen. Doch wer hat Valeries Clique hier her gelockt? Und was ist in der schrecklichen Todesnacht auf dem Dach wirklich passiert? Schon bald ist jeder der sechs Freunde verdächtig, denn alle hatten einen guten Grund Valerie zu hassen. ~

„Escape Room Mörderspiel“ von Alexandra Maibach hat mich wirklich sehr überrascht. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich hatte keine Ahnung, wo mich die Reise hinführt. Aber schon nach den ersten Seiten war ich voll drin. Die Geschichte ist genial und bis zum Schluss könnte wirklich jeder der Mörder gewesen sein. Die Suche nach Hinweisen und das Miträtseln hat wirklich großen Spaß gemacht. Der Thriller hätte aber ruhig noch einige Kapitel länger sein dürfen. Gerne hätte ich die Charaktere noch besser kennen gelernt.

Kurz: Guter Schreibstil, genialer Plot Twist, kurzweilig. Ich habe es super gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 22.10.2021

Ein Digital-Detox-Trip, der es in sich hat.

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Digital-Detox könnten wir wohl alle mal gebrauchen. Sich endlich wieder auf sich selbst besinnen. Kein Handy, kein Internet, einfach nur das Leben.
Doch was, wenn sich diese digitale Auszeit anders entwickelt, ...

Digital-Detox könnten wir wohl alle mal gebrauchen. Sich endlich wieder auf sich selbst besinnen. Kein Handy, kein Internet, einfach nur das Leben.
Doch was, wenn sich diese digitale Auszeit anders entwickelt, als du es dir vorgestellt hast? Wenn du in einem verschneiten Bergsteigerhotel festsitzt, zusammen mit einem grausamen Psychopathen? Ohne Kontakt nach draußen, ohne eine Möglichkeit Hilfe zu rufen. Du kannst niemandem vertrauen und es gibt kein Entkommen.

Arno Strobel schickt seine Leser in „Offline“ auf einen Digital-Detox-Trip, der es in sich hat. Eine Reisegruppe muss, abgeschnitten von der Außenwelt, ums Überleben kämpfen. Und der Mörder ist mitten unter ihnen.
Schon der Prolog verspricht eine aufregende Lesezeit voller Gänsehaut und Zähneklappern. Und ich wurde bis zum Ende nicht enttäuscht.
Die ersten Kapitel plätschern, für meinen Geschmack, zwar etwas dahin, aber die Figuren und das Setting der Geschichte müssen ja vorgestellt werden.
Danach geht es dann rasant zur Sache und „Offline sein“ bekommt eine Bedeutung, die man sich in seinen schlimmsten Träumen nicht ausmalen will.
Besonders spannend ist die soziale Interaktion innerhalb der Gruppe. Wie in einer Extremsituation die Masken plötzlich fallen. Wie die Charaktere zwischen Sympathie und Misstrauen hin und her geworfen werden. Wer ist Freund und wer ist Feind?
Jeder ist gleichermaßen verdächtig. Jeder ist gleichermaßen in Gefahr.
Ich selbst habe Seite für Seite fieberhaft nach Indizien gesucht, die den Killer entlarven. Nach jedem Kapitel hatte ich jemand anderen in Verdacht.

Lieber Arno, vielen Dank für dieses tolle Lesevergnügen. Es war mein erstes Buch von dir, es wird aber ganz bestimmt nicht das letzte gewesen sein.
Und sollte ich irgendwann an einem Digital-Detox-Experiment teilnehmen, werde ich in meinem Gepäck auf jeden Fall ein Handy für den Notfall verstecken. Man weiß ja nie... 😉

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Veröffentlicht am 24.12.2025

Für Fans von eher unblutiger Spannungsliteratur genau das Richtige!

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Für Julias Junggesellinnenabschied hat sich ihre Freundin Nicki etwas ganz Besonderes ausgedacht. Zu zweit planen sie eine Wanderung auf dem Kungsleden in Schweden. In der Abgeschiedenheit der rauen Natur ...

Für Julias Junggesellinnenabschied hat sich ihre Freundin Nicki etwas ganz Besonderes ausgedacht. Zu zweit planen sie eine Wanderung auf dem Kungsleden in Schweden. In der Abgeschiedenheit der rauen Natur wollen sie ihre Freundschaft feiern. Doch der Trip verläuft anders als geplant und nur eine der beiden Freundinnen kommt zurück.

Was für ein Horror Trip! Schon die ersten Seiten des Thrillers schaffen eine seltsame und irgendwie beunruhigende Atmosphäre. Schnell wird klar: Hier stimmt etwas nicht! Und obwohl die Handlung eher ruhig und leise dahinplätschert, wird es zu keiner Zeit langweilig. Die Spannung hält sich durchgehend und das unerwartete Ende kommt mit einem großen Knall um die Ecke.

Kurz: „Der Weg – jeder Schritt könnte dein letzter sein“ von Rebecca Russ ist kurzweilig, fesselnd und überraschend. Für Fans von eher unblutiger Spannungsliteratur genau das Richtige!

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Veröffentlicht am 24.12.2025

Ein Allrounder unter den Cosy-Crimes

Über die Toten nur Gutes
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Mads muss eine Trauerrede für seinen alten Jugendfreund Patrick schreiben, zu dem er schon seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Eine schwere Aufgabe!
Auf der Suche nach Inspiration taucht Mads ...

Mads muss eine Trauerrede für seinen alten Jugendfreund Patrick schreiben, zu dem er schon seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Eine schwere Aufgabe!
Auf der Suche nach Inspiration taucht Mads in Patricks Vergangenheit ein und merkt schnell, dass Patrick nicht der nette und liebenswerte Junge aus seinen Erinnerungen war. Ehe er sich versieht, ist er mitten drin in einem gefährlichen Strudel aus dunklen Geheimnissen und Lügen. Und Patricks Feinde sind nun auch ihm auf den Fersen.
In die Ecke gedrängt, steht Mads vor der vielleicht wichtigsten Entscheidung seines Lebens: Kann er nicht nur Patricks Vermächtnis, sondern auch sich selbst retten? Oder wird die letzte Trauerrede, die er schreibt, seine Eigene sein?

„Über die Toten nur Gutes“ von Andreas Izquierdo ist ein warmherziger und humorvoller Wohlfühlkrimi. Er enthält wirklich alles, was man für einen gemütlichen Leseabend auf dem Sofa braucht. Die Grundidee ist originell, die Charaktere sind skurril und sympathisch, die Handlung ist spannend, der Schreibstil angenehm. Das eigentlich eher bedrückende Thema „Sterben“ wird hier humorvoll umgesetzt. Emotionale Familienkonflikte und existenzielle Fragen sorgen für die nötige Tiefe – ein Allrounder unter den Cosy Crimes!

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Mal was anderes!

Ein ungezähmtes Tier
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„Ich wollte aus einem Panther einen Schoßhund machen. Doch wilde Tiere sind wie Menschen. Man kann sie zähmen, schminken, verkleiden. Man kann sie mit Liebe und Hoffnung nähren. Ihre Natur aber kann man ...

„Ich wollte aus einem Panther einen Schoßhund machen. Doch wilde Tiere sind wie Menschen. Man kann sie zähmen, schminken, verkleiden. Man kann sie mit Liebe und Hoffnung nähren. Ihre Natur aber kann man nicht verändern.“

Sophie Braun lebt mit ihrer Familie in einer Glasvilla am Waldrand des Genfer Sees.
Aufgrund ihres Reichtums und ihrer Schönheit oft beneidet, befreundet sich die Familie ausgerechnet mit einem finanziell weniger gut gestelltem Paar. Doch das ungleiche Quartett steht auf wackeligen Beinen. Eifersucht und Begehren bestimmen die Freundschaft. Ein raffinierter Juwelenraub und ein fünfter Mann im Bunde bringt die scheinbar perfekte Fassade schließlich zum Einsturz.

Meine persönliche Lesermeinung:
Trotz geschickt gestreuter „Ocean`s-Eleven-Vibes“ ist „Ein ungezähmtes Tier“ von Joël Dicker ein eher ruhiger Roman. Ich hatte etwas mehr Action erwartet. Dennoch habe ich die Geschichte um den Juwelenraub sehr gerne verfolgt. Hier hat wirklich jeder Dreck am Stecken. Die Story lebt von den einzigartigen und interessanten Charakteren. Die attraktive Verführerin, der Meisterdieb, der Stalker, das wilde Tier... Wer ist schuldig? Wer ist unschuldig? Joël Dicker sorgt für die eine oder andere Überraschung. Mal was anderes! Und ein tolles Lesevergnügen für zwischendurch.

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