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Veröffentlicht am 06.11.2021

Cozy Crime vom Feinsten

Die unhöfliche Tote
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Nachdem ich bereits den ersten Band der Reihe von S. J. Bennett gelesen hatte, war ich natürlich besonders gespannt auf einen weiteren Fall, in dem die "Queen of Crime", die Königin Elisabeth von England ...

Nachdem ich bereits den ersten Band der Reihe von S. J. Bennett gelesen hatte, war ich natürlich besonders gespannt auf einen weiteren Fall, in dem die "Queen of Crime", die Königin Elisabeth von England persönlich ermittelt. Diesmal gibt es eine Tote im Swimming Pool, eine unliebsame Hausangestellte wird aufgefunden, und selbstverständlich kümmert sich wieder die Queen höchstpersönlich um den Fall, unterstützt von meiner eigentlichen Lieblingsprotagonistin Rozie Oshodi, ihrer Privatsekretärin. In einem weiteren Handlungsstrang vermisst Elisabeth ein wertvolles Gemälde, das für sie nebenbei auch einen immensen ideellen Wert besitzt, auch hier muss Rozie aktiv werden und recherchieren. Alles war cozy, natürlich unblutig, unaufgeregt, genau nach meinem Geschmack, ich wage zu sagen, dass mir dieser zweite Teil sogar noch etwas besser gefallen hat als der Vorgänger. Der flüssige, angenehme Schreibstil der Autorin macht dieses Buch zu einer entspannten leichten Leküre für ein paar abwechslungsreiche Lesestunden auf der Couch für alle Liebhaber des britischen Königshauses. Von mir dafür eine absolute Leseempfehlung und die volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 25.10.2021

Der Abschied von der Angst

Liebe Angst, Zeit, dass du gehst
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bekannte Moderatorin Annett Müller hat hier einen interessanten Ratgeber zur Selbsthilfe bei Panikattacken und Ängsten veröffentlicht. Im ersten Teil geht es ausschließlich um die Beschreibung ihrer eigenen ...

bekannte Moderatorin Annett Müller hat hier einen interessanten Ratgeber zur Selbsthilfe bei Panikattacken und Ängsten veröffentlicht. Im ersten Teil geht es ausschließlich um die Beschreibung ihrer eigenen Ängste und Probleme, wie es dazu kam, selbige ihren Anfang nahmen, und wie die Autorin den Weg aus'der Krise fand. Im weiteren Verlauf des Buches erklären Experten einiges zu Ängsten, weiterhin wird dem Leser ein 10 Punkte Plan an die Hand gegeben, und man diverse Übungen entweder unterwegs oder in aller Ruhe zu Hause absolvieren. Dies hat mir gut gefallen, einigedieser Übungen habe ich bereits versucht, an andere werde ich mich später heran wagen. Ich fand es insgesamt sehr mutig, wie Anett Möller sich in diesem Buch geoutet hat, wie offen und ehrlich sie detailliert über ihre Ängste berichtete. Dies ist für mich alles andere als selbstverständlich, und gibt mir als Leser wiederholt das Gefühl, du bist nicht allein! Auf jeden Fall werde ich dieses Buch noch öfter zur Hand nehmen, und danke der Autorin für den hilfreichen und offenen Ratgeber. Auf jeden Fall die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung für alle, die sich mit diesem Thema auseinander setzen möchten!

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Veröffentlicht am 22.10.2021

Großartiger Krimi im historischen Berlin der Nachkriegszeit

Der weiße Panther (Lemke-von Stain-Serie 2)
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Nachdem ich bereits "Der Petticoatmörder", den ersten Teil der Krimireihe mit großer Begeisterung gelesen hatte, hatte ich eine hohe Erwartungshaltung an das neuste Buch von Leonard Bell, und ich wurde ...

Nachdem ich bereits "Der Petticoatmörder", den ersten Teil der Krimireihe mit großer Begeisterung gelesen hatte, hatte ich eine hohe Erwartungshaltung an das neuste Buch von Leonard Bell, und ich wurde nicht enttäuscht. Vor einem angesagten Nachtclub im Zentrum des alten Westberlins, unweit des Kurfürstendamms, wird eines Nachts der Barkeeper des Etablissements mit einer Armbrust erschossen. Doch was ist das Motiv? Handelt es sich um eine Verwechslung, und in Wirklichkeit war vielleicht der Besitzer des sogenannten Ballrooms Ziel des Anschlages? Schließlich war dieser jüdischer Abstammung und hatte in letzter Zeit Drohbriefe bekommen? Oder steckt die Stasi dahinter? Das Mordopfer hatte erst kürzlich aus'dem Ostteil der geteilten Stadt rüber gemacht, wie man umgangssprachlich so schön sagte? Die Ermittlungen gehen in viele Richtungen, und doch tappen die Kripokommissare, die wir bereits aus dem ersten Band kennen, Fred Lemke und Ellen von Stain lange Zeit im Dunklen. Der Autor führt den Leser bis zum Schluss sehr gekonnt in die Irre, ich habe tatsächlich bis zum Ende nicht vorhersehen können, wie alles zusammen hängt. Doch genauso wichtig und interessant wie die Krimihandlung war für mich die von Leonard Bell mit größter Bravour gekonnte Schilderung der damaligen politischen Umstände, die mit den fiktiven Geschehnissen elegant verwoben werden. So erfährt man nebenher vieles über das zweigeteilte Berlin, wo es zwar Ende der 50iger Jahre noch keine Mauer gab, ein Besuch im Ostteil der Stadt trotzdem nicht ungefährlich für Wesrberliner war. Auch die große Kluft zwischen der Highsociety, die im Nachtclub verkehrt, und den einfachen Menschen in den dunklen Hinterhöfen der Großstadt, die sich um ihr tägliches Überleben sorgen müssen, sind sehr professionell und gleichzeitig anrührend dargestellt. Das Ganze ist in einem sehr flüssigen und angenehm zu lesenden Schreibstil verfasst, ja man fliegt quasi nur so durch die Seiten und mag das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen! Man erfährt auch wieder einiges mehr über das Privatleben der beiden Hauptermittler. Da sie einem dadurch nur um so mehr als Herz wachsen, führt dazu, dass man nun mehr als gespannt den nächsten Teil der gelungenen Reihe herbei sehnt! Hoffentlich lässt uns der Autor nicht allzu lange warten! Von mir gibt es natürlich die volle Punktzahl und ein großes Dankeschön für großartige und sehr sehr spannende Leseunterhaltung!

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Veröffentlicht am 18.10.2021

Verzwickte Familiengeschichte zwischen Ost und West

Die Enkelin
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Birgit flieht kurz nach dem Mauerbau über die deutsch-deutsche Grenze aus Ostberlin in den Westen, um mit Kaspar zusammen zu leben, den sie bei dessen Besuch in der DDR kurz zuvor kennengelernt hat. In ...

Birgit flieht kurz nach dem Mauerbau über die deutsch-deutsche Grenze aus Ostberlin in den Westen, um mit Kaspar zusammen zu leben, den sie bei dessen Besuch in der DDR kurz zuvor kennengelernt hat. In ihrer alten Heimat lässt die junge Frau auch ihr Kind zurück, dass sie sofort nach der Geburt zur Adoption frei gegeben hat, da sie als Teenager ungewollt während einer Affäre mit einem verheirateten Mann schwanger geworden war. Die Existenz ihres Kindes, über dessen Aufenthaltsort Birgit selbst nichts weiß, verschweigt sie ihrem Ehemann Kaspar jedoch zeitlebens. Zwar trägt sich die Mutter lange mit dem Gedanken, sich auf die Spurensuche nach ihrer Tochter zu machen, nachdem dies durch die Öffnung zwischen den beiden deutschen Staaten und der Wiedervereinigung möglich geworden ist, doch kann sie das Vorhaben leider nicht in die Tat umsetzen. Zu früh verstirbt sie tragisch an den Folgen ihrer krankhaften Alkoholsucht. Durch schriftliche Hinterlassenschaften erfährt Kaspar von der Existenz der Tochter seiner toten Frau und macht sich selbst auf die Suche. Er findet nicht nur die Tochter selbst, sondern auch deren Familie. Auf diesem Wege wird er auch mit der Existenz einer quasi Stiefenkeltochter und seiner Rolle als plötzlicher Großvater konfrontiert. Durch den Tod von Birgit nun auch recht einsam, engagiert sich Kaspar intensiv als Opa, obwohl ihm dies nicht wirklich leicht fällt, lebt die neu gefundene Familie doch einen recht unterschiedlichen Lebensstil als er selbst und hat vor allem komplett andere politische Einstellungen. Svenja und ihr Mann Björn sowie Tochter Sigrun leben in den neuen Bundesländern als sogenannte völkische Siedler und finden auf diese Art und Weise ihre Erfüllung. Der "neue Großvater" lädt die Enkelin zu sich nach Berlin ein, zeigt ihr die Großstadt, bringt ihr klassische Musik nahe, besucht mit ihr Konzerte, lässt sie im Klavierspiel unterrichten u. genießt vor allem ihre Gesellschaft, auch wenn das Zusammensein nicht immer harmonisch und durchaus von kleineren Konflikten geprägt ist. Bernhard Schlink hat mich mit diesem Buch stark beeindruckt und teilweise sehr berührt! Seine klare,eindringliche, manchmal einfach wirkende, und doch so poetische Sprache macht dieses Geschichte zu einem großartigen Leseerlebnis, von mir hierfür eine absolute Empfehlung! Für mich auf jeden Fall ein Werk mit Highlight-Potential!

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Veröffentlicht am 18.10.2021

Familiensaga einer Parfümerie-Dynastie

Das Haus der Düfte
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Pauline Lambert nimmt uns in ihrem Buch "Das Haus der Düfte" mit auf eine wunderbare Reise nach Frankreich. Wir starten in Paris, hier lebt die junge Anouk mit ihrer Mutter Isabel, ein männliches Familienoberhaupt ...

Pauline Lambert nimmt uns in ihrem Buch "Das Haus der Düfte" mit auf eine wunderbare Reise nach Frankreich. Wir starten in Paris, hier lebt die junge Anouk mit ihrer Mutter Isabel, ein männliches Familienoberhaupt gibt es nicht. Die beiden Frauen führen gemeinsam eine Apotheke, doch Anouk, unsere Protagonistin, möchte dies als Lebensinhalt, anders als ihre Mutter, die sich Anouk als potentielle Nachfolgerin wünscht, nicht akzeptieren. Die Tochter hat ein anderes besonderes Talent, sie gehört zu den wenigen Menschen, die zuerst alles über ihre Nase wahrnehmen, ihr großer Traum ist es, eine Laufbahn als sogenannte Parfümeurin zu absolvieren. Doch in den 50iger Jahren, wo unsere Geschichte spielt, ist dies natürlich noch nicht so einfach, Anouk kämpft lange Zeit gegen den Widerstand ihrer Mutter. Durch eine schicksalhafte Fügung lernt sie ein Familienmitglied der Girards, der tonangebenden Firma mit Sitz in der kleinen malerischen Stadt Grasse kennen, die ihren legendären Ruf seit vielen Jahrzehnten in Sachen Parfüms behauptet. Anouk erhält tatsächlich die Möglichkeit einer Ausbildung in ihrem Traumberuf. Die Geschichte wird auf zwei zeitlichen Ebenen erzählt, wir erfahren einiges über die steinigen Anfänge der Firmengründung, über die erste Frau, die den Ruf des Imperiums ins Leben rief, und auch über die Konkurrenten einer zweiten Familie im selben Ort, die Bonnets, mit denen die Girards eine Feindschaft über Generationen verbindet, u. was sich dahinter verbirgt. Selbstverständlich gibt es auch romantische Liebesbeziehungen, doch die Autorin schafft es, hier nicht kitschig zu werden. Pauline Lambert hat einen überaus flüssigen sehr angenehmen Schreibstil, die Handlung wird von ihr sehr spannend erzählt, die Charaktere sind alle so authentisch und eindringlich geschildert, dass man jeden einzelnen zu kennen meint. Man fliegt nur so durch die Seiten, mag das Buch kaum aus der Hand legen, um auch hinter das letzte kleine Familiengeheimnis der Parfümerie zu gelangen. Für mich war dies ein wunderbares Buch, besonders beeindruckend vor allem auch die malerischen Schilderungen der französischen Landschaften, für diesen Lesegenuss eine absolute Empfehlung und natürlich die volle Punktzahl!

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