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Veröffentlicht am 31.12.2021

Mit Tiefgang!

Weihnachtsglück in Willowbrook
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Nach der Trennung flüchtet Evie Miller vor ihrem Ex Verlobten und ihren Eltern nach Willowbrock und erfüllt sich einen langgehegten Traum. Sie eröffnet das Handarbeitsgeschäft „Button Hole“, dessen Start ...

Nach der Trennung flüchtet Evie Miller vor ihrem Ex Verlobten und ihren Eltern nach Willowbrock und erfüllt sich einen langgehegten Traum. Sie eröffnet das Handarbeitsgeschäft „Button Hole“, dessen Start jedoch harzig verläuft. Umso dankbarer ist sie, als sie den Auftrag bekommt für das Anwesen Old Hall neue Vorhänge zu nähen. Wenn da nur nicht der Besitzer des Hauses wäre. Jack Hartwood ist einer der unausstehlichen Sorte Mann, auch wenn er sehr attraktiv ist und einen süssen Hund hat.





Die Geschichte handelt in der Vorweihnachtszeit in Willowbrock und endet in den Weihnachtstagen in Frankreich. In einem sehr stimmungsvoll beschriebenen Willowbrock und einem romantisch angehauchten, jedoch unkonventionellem, Weihnachtsfest in Frankreich.

Es schneit ordentlich und die Autorin lässt nichts aus, was zu und in diese magische Zeit gehört. Vom Weihnachtsmarkt bis zum Trinken heißer Schokolade über den Weihnachtszauber bis zu langen Spaziergängen in der schneebedeckten Landschaft.

Die Beschreibungen der Cottages des kleinen Dorfes Willowbrock, sowie die Darstellung der Bevölkerung, die sich sehr solidarisch zeigt, habe ich mit Genuss gelesen. Als Leser findet man das im Titel des Buches angepriesene Weihnachtsglück und es wird idyllisch. Es wird aber auch sehr romantisch, auch wenn man von Beginn an weiß, wer denn nun von nun an die Weihnachtsfeste zusammen feiern wird. Eine ernsthafte Konkurrenz für Evies Traummann gibt es nicht. Der Weg zur großen Liebe ist allerdings mit allerlei Abwägen und Zaudern gepflastert. Evie und Jack sind nämlich beide mit Altlasten aus früheren Beziehungen gesegnet.



Das große Plus in dieser Geschichte waren für mich die liebevoll ausgearbeiteten Figuren, die ich richtig gern bekommen habe. Evie ist eine Frau, die aufgrund ihrer Vergangenheit unter Minderwertigkeitsgefühlen leidet, ihr Herz jedoch auf dem rechten Fleck hat und etwas wagt im Leben. Sie ist sehr kreativ und ihr grosses Hobby, das Nähen von Quilts, hat einen hohen Stellenwert.

Jack hingegen ist zurückhaltend, knurrig und zeigt durch die Liebe zu seinem Hund Smoke, dass er doch irgendwo ein verborgenes Herz hat.

Durch ihre Vergangenheit wird die Geschichte zu einer mit viel Tiefgang und abwechslungsreich schleust Sophie Claire die Leser durch die Vorweihnachtszeit bis zum Weihnachtfest.

Ich konnte völlig abtauchen in die Geschichte rund um Willowbrock, Jake und Evie. Da abwechselnd aus der Sicht von Jake und dann wieder aus der Sicht von Evie erzählt wird, kann man sehr gut nachvollziehen, was beide fühlen, denken und erleben.

Eine Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 24.12.2021

Eines der besten Bücher der Autorin!

Ich will es doch auch!
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Mit 39 Jahren hat Charlotte Meininger als Kardiologin beruflich schon viel erreicht. Nur privat herrscht in ihrem Leben Eintönigkeit. Was sie nicht überhören kann, ist die biologische Uhr, die laut tickt. ...

Mit 39 Jahren hat Charlotte Meininger als Kardiologin beruflich schon viel erreicht. Nur privat herrscht in ihrem Leben Eintönigkeit. Was sie nicht überhören kann, ist die biologische Uhr, die laut tickt. Charlotte ist Single, träumt aber von Eheglück und Kindern. Die Hochzeit ihrer besten Freundin Antonia zeigt ihr deutlich, dass sie auf dem absteigenden Ast sitzt. Toni heiratet nämlich Charlottes Jugendliebe Tom. Als Uwe in ihr Leben tritt, ist Charlotte sofort fasziniert. Mit Uwe lernt sie das Leben zu genießen. Dabei passt Uwe so ganz und gar nicht zu ihr, weder in gesellschaftlicher noch in beruflicher Hinsicht.





Noch nie hat mir ein Buch der Autorin so gut gefallen wie „Ich will es doch auch“. Sehr humorvoll erzählt Ellen Berg die Geschichte von Charlotte, die unter den verschiedensten Phobien, ihren kontrollsüchtigen Eltern und einer großen Leere in ihrem Leben leidet. Charlotte ist sympathisch, hat viele Ecken und Kanten und muss lernen sich durchzusetzen. Gegen ihre Eltern und gegen ihre beste Freundin Antonia! Charlottes Probleme ziehen sich wie ein roter Faden durch die Handlung. Oft habe ich gedacht, sie hat autistische Züge, denn ihre Paranoia, Berührungsängste und Rituale gehen eindeutig in diese Richtung. Überspitzt dargestellte, jedoch sehr witzige Situationen, erlebt man mit Charlotte. Teilweise habe ich laut gelacht, teilweise hatte ich aber auch großes Mitleid mit ihr. Vor allem, wenn sie mit Karacho in alle Fettnäpfchen tritt, die sich anbieten. Die Figur macht eine enorme Entwicklung durch, die anschaulich und authentisch ist. Ich habe mich beim Lesen mit der Figur sehr wohlgefühlt, denn sie ist liebenswert und sehr ehrlich.

Dazu kommt, dass die Geschichte sehr lebendig ist und einige Überraschungen bietet. Das zentrale Thema ist „Vorurteile“. Uwe ist Klempner und einer der raubeinigen Sorte Mann…denkt Charlotte. Erst als sie hinter die Fassade blickt, geht ihr auf, dass ….doch lest selbst. Es lohnt sich!

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Veröffentlicht am 04.12.2021

Cold Case!

Frost
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1983 wird ein Sanatorium in Akureyri das Zentrum einer Mordserie, mehrere Angestellte der Klinik werden ermordet. 2012 recherchiert Helgi Reykdal für seine Abschlussarbeit im Studium der Kriminalistik ...

1983 wird ein Sanatorium in Akureyri das Zentrum einer Mordserie, mehrere Angestellte der Klinik werden ermordet. 2012 recherchiert Helgi Reykdal für seine Abschlussarbeit im Studium der Kriminalistik über die damalige Mordserie. Er sticht dabei mitten in ein Wespennest und schon bald geschieht ein Mord in der Gegenwart, der seinen Ursprung wohl in seinen Recherchen hat.





Trotz vieler Zeit und Perspektivwechseln hat es Ragnar Jonasson geschafft, die Geschichte nicht nur klar zu strukturieren, sondern auch übersichtlich zu halten. Es wird bei Kapitelbeginn nicht nur die zeitliche Einordnung, sondern auch die Figur, die gerade im Mittelpunkt steht, angegeben. Normalerweise mag ich so viele Perspektiven und Zeitwechsel nicht so gerne, da es oft schwer ist, den Überblick zu behalten. Den habe ich in „Frost“ nicht ein einziges Mal verloren, was ein klarer Pluspunkt ist für den Autor.



Dreißig Jahre liegen die Mordfälle in dem Tuberkulosesanatorium zurück. Mit dem Studenten Helgi, der recherchiert, um die Mordfälle in seiner Abschlussarbeit zu verwenden, weicht der Plot von dem Schema „Mord – Polizei – Aufklärung „ ab.



Hulda Hermannsdottir die in der vorangehenden Trilogie, die Hauptrolle innehat, bleibt in „Frost“ eine Nebenfigur. Hulda verabschiedet sich in diesem Teil in den Ruhestand. Wobei das Ende in der Besetzung bei der Kriminalpolizei Hoffnung auf einen nächsten Teil der Reihe macht.



Im Mittelpunkt in der Gegenwart steht der Student Helgi Reykdal, der mir sympathisch war. Denn Helgi ist ein Büchernarr und hat eine ganze Bibliothek zu Hause. Leider kristallisiert sich nach und nach heraus, dass Helgi Probleme hat. Er hat nämlich eine Frau, Bergpora , die seltsamerweise selten in die Handlung eingebunden wird. Ein Verdacht kam bei mir hoch, der mich Helgi in einem anderen Licht hat sehen lassen. Zum Schluss wandelt sich dieser Verdacht aber und der Autor hat mir wortwörtlich die lange Nase gezeigt. Damit ist dem Autor ein zusätzlicher Spannungsbogen gelungen!

Die Ereignisse in dem Sanatorium in den 80er Jahren werden schlüssig aufgelöst und mir hat die, ohne komplizierte Verwicklungen, einfach erzählte Geschichte sehr gefallen. Kurze Einspieler, die die damalige Seuche, die Tuberkulose, auch „weißer Tod“ genannt, zeigen, wie schrecklich diese Krankheit war. Mir gefallen Bücher mit Cold Cases grundsätzlich gut. Der Autor hat die ungelösten alte Fälle mit einem aktuellen Fall in der Gegenwart ergänzt. Einige Figuren agieren auch zeitübergreifend, mischen also 1983 und 2012 mit, was der Story Struktur gibt.

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Veröffentlicht am 03.11.2021

Ein absolutes Wohlfühlbuch!

Das Fest der Weihnachtsschwestern
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Ein Unfall lässt Gayle Mitchell wieder Kontakt zu ihren Töchtern Samantha und Ella aufnehmen. Seit fünf Jahren und nach einem Streit haben sich Mutter und Töchter nicht mehr gesehen, geschweige denn miteinander ...

Ein Unfall lässt Gayle Mitchell wieder Kontakt zu ihren Töchtern Samantha und Ella aufnehmen. Seit fünf Jahren und nach einem Streit haben sich Mutter und Töchter nicht mehr gesehen, geschweige denn miteinander gesprochen. Die Karriere war Gayle immer wichtiger und sie ist eine der erfolgreichsten Geschäftsfrauen in Manhattan. Nun gelobt Gayle Besserung und möchte Weihnachten mit den beiden Töchtern verbringen. Doch im Leben von Samantha und Ella hat sich viel verändert. Veränderungen, über die ihre Mutter nicht informiert ist. Sie fahren als Familie ins tief verschneite Kinleven in Schottland, wo Sam Geschäftliches regeln muss. Kann ein Familienurlaub, noch dazu an Weihnachten, dem Fest der Liebe und Wärme, sie als Familie wieder zusammenfügen?





Sarah Morgan, die zu einer meiner Lieblingsautorinnen gehört, hat wieder einen Treffer gelandet. Und zwar mitten in mein Herz. Die Geschichte rund um die Familie Mitchell ist warmherzig, ohne kitschig zu sein. Zwar spielt sie an Weihnachten, ist jedoch weit entfernt von einer typischen Weihnachtgeschichte. Denn in „Das Fest der Weihnachtsschwestern“ gibt es nicht nur Plätzchen, Liebe und Weihnachtsmänner. Die drei Protagonistinnen fechten allerlei Kämpfe aus. Miteinander und auch jede mit sich selbst. Da ist zum Beispiel Gayle, die eine Verwandlung durchmacht, der ich nicht ganz getraut habe. Und tatsächlich…. Doch das lest ihr am besten selbst!


Die Figuren sind so menschlich beschrieben, dass man mit ihnen mitfühlt, sich freut und auch ärgert. Es zeigt sich, wie viele Altlasten man aus seiner Kindheit und Jugendzeit, wie auch aus der Erziehung, mitschleppen kann.

Die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Schwestern, zwischen Mutter und Töchtern, aber auch mit anderen Familienmitgliedern, die ich hier nicht verrate, um potenziellen Lesern die Freude der Entdeckung nicht zu nehmen, sind sehr gefühlvoll beschrieben. Im positiven, wie auch im negativen Sinn. Es wird nicht langweilig, denn ständig geschieht auf dieser Ebene etwas Neues. Die Romantik und die Liebe kommen ebenfalls nicht zu kurz und so entwickelte sich diese Lektüre immer mehr zum Wohlfühlbuch. Es gibt da ein paar Szenen, da habe ich laut gelacht. Es gibt aber auch ein paar Szenen, da zieht es ordentlich in der Mitleidschiene. Sarah Morgan versteht es wie keine andere, Romantik mit tiefgründigen Themen zu mischen. Die gründliche Einführung der Figuren ist auch hier sehr gelungen. So gut, dass ich traurig bin, Abschied nehmen zu müssen von der Familie Mitchell und der Familie Mc Intayre, der die Kinleven Lodge gehört.


Eine klare Leseempfehlung für dieses warmherzige, weihnachtliche und abwechslungsreiche Wohlfühlbuch!

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Veröffentlicht am 25.10.2021

Romantisch, erfrischend und unterhaltsam

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Nach der Trennung von Justin sucht Tiffy Moore verzweifelt eine Wohnung. Doch die sind rar in London und so meldet sie sich auf eine unkonventionelle Wohnungsannonce. Krankenpfleger Leon Twomey sucht eine ...

Nach der Trennung von Justin sucht Tiffy Moore verzweifelt eine Wohnung. Doch die sind rar in London und so meldet sie sich auf eine unkonventionelle Wohnungsannonce. Krankenpfleger Leon Twomey sucht eine WG-Partnerin. Da er nur ein Bett hat und nachts arbeitet, vermietet er seine Wohnung nachts und an den Wochenenden und benutzt die Wohnung tagsüber. Tiffy, die tagaus arbeitet, schlägt zu, denn günstiger kommt sie nie an eine Wohnung. So leben die beiden nebeneinanderher, die einzige Verbindung sind die Post-its, die sie sich hinterlassen. Sie lernen sich immer besser kennen, haben sich jedoch noch nie getroffen.





Der Plot dieser Geschichte fand ich sehr witzig und tatsächlich wird das Arrangement der beiden sehr humorvoll beschrieben. Immer wieder musste ich schmunzeln, denn in der Figur von Tiffy und der von Leon prallen zwei unterschiedliche Stile und Welten aufeinander. Tiffy hat einen Hang zu bunter Mode, liebt ihre Lavalampe heiß und innig und ist lebendig, laut und chaotisch. Leon ist introvertiert, sehr zurückhaltend und geht völlig in seinem Beruf in einem Hospiz auf. So wie er ist, ist … oder besser war… auch seine Wohnung vor dem Einzug von Tiffy. Funktionell, ordentlich und aufgeräumt. So trägt jeder der beiden seine Persönlichkeit in die Wohnung und in die Handlung.



Tiffy wirbelt Leons Welt ganz schön durcheinander. Ich empfand sie als erfrischend und mochte sie unheimlich gerne. Auch Leon fand ich sympathisch und ich mochte besonders seine Tiefgründigkeit. Seine Arbeit in dem Hospiz wird nur oberflächlich beschrieben, der Fokus der Autorin liegt eindeutig nicht auf dem schweren Thema Sterben und Tod. Allerdings bringt Leons Bruder schon auch ernstere Themen in die Story.

Im Mittelpunkt steht die wunderschöne Liebesgeschichte zwischen den beiden, die ich als „anders“ als normalerweise in Liebesromanen durchwinke. Den Schreibstil habe ich als sehr witzig empfunden und immer wieder musste ich über einzelne Sätze oder Passagen schmunzeln. „Der Mann, der eine Mauer zwischen Amerika und Mexiko bauen will“ kommt zum Beispiel nicht gut weg.

"Love to Share. Liebe ist die halbe Miete" ist romantisch, erfrischend und unterhaltsam.

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