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SilviaOpel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2021

Spannung von Anfang an bis zum Ende, genial!

Das Geheimnis der Wintersteins
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Die Beziehung zwischen Celine und Konrad, die Protagonisten der Gegenwart, ist in einer kleinen Krise, als Konrads Jugendfreundin Jessy auf der Bildfläche erscheint. Von Anfang an bemerkt Celine, dass ...

Die Beziehung zwischen Celine und Konrad, die Protagonisten der Gegenwart, ist in einer kleinen Krise, als Konrads Jugendfreundin Jessy auf der Bildfläche erscheint. Von Anfang an bemerkt Celine, dass mit dieser Frau etwas nicht stimmt, dass diese Konrad für sich gewinnen will. Dann erfährt Celine zu allem Überfluss auch noch, dass sie schwanger ist. Um Konrad nicht unter Druck zu setzen, verschweigt sie es ihm zunächst.
Als sie Konrad nach Bremerhaven folgt, wo dieser mit seinem Onkel Hanno verabredet ist, belauscht sie ein Gespräch zwischen den beiden, in dem dieser Konrad vor einer Verbindung mit ihr, dem "Winerstein-Mädchen", warnt. Und natürlich taucht dann auch Jessy auf, die Celine entdeckt und aller Aufmerksamkeit auf sie lenkt, wodurch die Frage nach dem Grund für diese Warnung leider ungestellt bleibt. Da Hanno bald danach stirbt, gibt es keine Möglichkeit mehr, jemanden danach zu fragen.

Aus der Wohnungsauflösung von Hanno fällt Celine dann aufgrund einer Schusseligkeit ein Paket mit Briefen in die Hände, das eigentlich an Jessy geschickt werden sollte, und so erhält sie die Möglichkeit, eigene Nachforschungen anzustellen.

Immer wieder schieben sich Bilder aus der Vergangenheit in Celines Bewusstsein, was diese auf die Schwangerschaft schiebt. Allerdings sind diese Bilder sehr realistisch, Celine wird als Beobachterin so mit hineingezogen, dass sie zwischen der Befürchtung, verrückt zu werden, und der Frage schwankt, ob dies wirklich die Auswirkungen der Schwangerschaft sein können..
Ein seltsamer Zufall hat dabei auch noch die Hand im Spiel - fast immer trägt sie das Medaillon ihrer Urgroßmutter Claire, wenn die Rückblenden kommen.

Bei den Protagonisten der Vergangenheit handelt es sich um Harm de Beer und seine Tochter Marie, sowie Vincent van Dijk und dessen Sohn Job. Die Ehefrauen bzw. Mütter spielen nur eine untergeordnete Rolle. Dazu kommt allerdings noch Karl Friedrich Winterstein, der bereits aus dem ersten Teil bekannt ist und in der Geschichte der Vergangenheit die Rolle des Intriganten übernimmt.

Das Buch erzählt abwechselnd jeweils ein Kapitel aus der Gegenwart, dann eins aus der Vergangenheit. Normalerweise hasse ich Bücher dieser Art, nicht aber dieses. Es ist so spannend geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte, und die Zeitsprünge haben mich hier gar nicht gestört.

Ich habe selten ein so spannendes Buch gelesen, das mich vom Anfang bis zum Schluss so fasziniert hat, dass ich es wirklich bedauert habe, als es zu Ende war. Der Schluss in der Gegenwart war zwar etwas abrupt, aber nach den Verwicklungen in der Vergangenheit ist es auch schwer, etwas ähnlich fesselndes in der Gegenwart zu finden, das da mithalten kann.

Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, wenn jemand eine spannende Lektüre sucht, um eine Nacht lang wach zu bleiben. Ich konnte nur schwer Pausen einlegen, um den täglichen Pflichten nachzukommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 16.11.2025

Kuscheltierklinik und Weihnachten - eine perfekte Kombination

Winterzauber in der kleinen Stofftierklinik
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Ruby fährt nach Cornwall, um ihre Granny Jubilee bei ihrer Arbeit in der Kuscheltierklinik zu unterstützen. Dabei riskiert sie ihren Job für ein Modelabel in London, gerade als auf einer Modenschau 2 ihrer ...

Ruby fährt nach Cornwall, um ihre Granny Jubilee bei ihrer Arbeit in der Kuscheltierklinik zu unterstützen. Dabei riskiert sie ihren Job für ein Modelabel in London, gerade als auf einer Modenschau 2 ihrer Designs gezeigt werden. Die Familie geht vor. Im Kreise ihrer Familie hat Ruby die Zeit, wieder zu sich selbst zu finden und wichtige Entscheidungen zu treffen, zu denen sie in London wegen des stressigen Arbeitsalltags nicht fähig ist.
Dort trifft sie auch auf Dylan, der sich nach einem Unfall der Eltern um seine kleine Halbschwester Harper kümmert. Einige Jahre nach der Scheidung seiner Eltern bekommt Dylan dadurch wieder Kontakt zu seinem Vater, den er seitdem nicht mehr sehen wollte.

An ihrer Seite hat Ruby Granny Jubilee, deren Freundin Bertha und ihre Freundin Nicole mit Sohn Theo, die sie bei allen Schwierigkeiten unterstützen. Probleme zu verursachen ist hingegen das Spezialgebiet ihrer Vorgesetzten Eleanor und ihres Freundes Eddy.

Die Charaktere sind zum großen Teil gut ausgearbeitet, allerdings gibt es einige Personen, die die Handlung nicht wirklich weitergebracht haben, über die ich allein durch ihr Auftauchen in der Geschichte gerne mehr gewusst hätte.
Das Ende kam mir etwas zu abrupt, ich hätte mir noch einen richtig schönen, runden Abschluss gewünscht, wie etwa mit einer Party zu Weihnachten.

Der Schreibstil ist schön locker und flüssig, ich konnte das Buch nicht zur Seite legen. Dieser Roman ist perfekt dazu geeignet, einen Tag auf dem Sofa zu verbringen, eingekuschelt in eine Decke, mit einer Kanne Tee, als Einstimmung auf die Weihnachtszeit.
Eine Empfehlung an alle Leser, die sich eine Auszeit vom Alltag gönnen wollen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 09.08.2025

Wie wär's mit etwas mehr Ehrlichkeit und Offenheit?

Wedding People (deutsche Ausgabe)
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In diesem Buch treffen 2 Frauen aufeinander, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Da ist einmal Phoebe, eine Literaturprofessorin mittleren Alters, die sich ihr ganzes Leben lang ...

In diesem Buch treffen 2 Frauen aufeinander, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Da ist einmal Phoebe, eine Literaturprofessorin mittleren Alters, die sich ihr ganzes Leben lang angepasst hat , sich nun aber mehr oder weniger von all ihren Träumen verabschieden muss. Sie will nun im Cornwall-Inn ihrem Leben ein Ende setzen, ein einziges Mal in ihrem Leben im Luxus. Und auf der anderen Seite steht Lila, Tochter aus reichem Hause, die schon immer im Luxus lebte, sie hat das gesamte Cornwall-Inn für ihre 6-tägige Hochzeitsfeier gebucht.
Die beiden Frauen treffen sich im Aufzug, wo Phoebe direkt erzählt, dass sie sich einfach nur heimlich, still und leise umbringen möchte. Lila hat Angst, dass ihre perfekt durchgeplante Hochzeitswoche dadurch ruiniert werden könnte und versucht nun ihrerseits, Phoebe von ihren Plänen abzubringen.
Das ganze Hotel wimmelt von Familienmitgliedern und Freunden von Lila und Gary, aber wirklich ehrlich miteinander reden kann niemand, und so ist es ein Segen für alle, dass Phoebe im Laufe dieser 6 Tage ein Teil der Hochzeitsgesellschaft wird und sich tatsächlich als die beste (weil einzige richtige) Freundin der Braut entpuppt, der gegenüber dann am Ende auch noch einige andere Menschen der Gesellschaft die Wahrheit anvertrauen. Ein Zusammentreffen, das das Leben aller Beteiligten verändert.
Auch die anderen Charaktere sind sehr gut angelegt, ich konnte mich sehr gut in alle hineinversetzen. Trotz der teilweise sehr ernsten Themen, die das Buch behandelt, ist es doch stellenweise extrem lustig geschrieben, und die teilweise etwas langatmigen Rückblenden in Phoebes Leben konnten mein Lesevergnügen auch nicht schmälern, da die darin enthaltenen Informationen einfach wichtig sind.
Ich persönlich hatte etwas tiefgründigere Unterhaltungen erwartet, aber die tatsächlichen Dialoge waren meistens so herrlich, dass mir in dem Buch nichts gefehlt hat. Es ist eine sehr unterhaltsame, heitere Behandlung ernster Themen, ohne diese in Lächerliche zu ziehen.
Für alle LeserInnen, die KEINE Lektüre nur zum Abschalten suchen, eine klare Kaufempfehlung von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 04.07.2025

Humorvoller Roman über ernste Themen

Hello Stranger
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Sadie, eine junge Frau, die gegen den Willen ihres Vaters ein Kunststudium absolviert hat, um in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten, bestreitet ihren Lebensunterhalt mit dem Malen von Portraits. Nun ...

Sadie, eine junge Frau, die gegen den Willen ihres Vaters ein Kunststudium absolviert hat, um in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten, bestreitet ihren Lebensunterhalt mit dem Malen von Portraits. Nun bietet sich ihr eine einmalige Gelegenheit - sie ist eine von 10 FinalistInnen eines Portraitwettbewerbs. Ironie des Schicksals - ihre Mutter nahm ebenfalls vor einigen Jahren an diesem Wettbewerb teil, verstarb aber kurz vor der finalen Ausstellung. Und weil das an Gemeinsamkeiten noch nicht genügt, hat Sadie ein paar Wochen vor der Ausstellung einen Unfall aufgrund einer kleinen Fehlbildung im Gehirn. Sie wird ins Krankenhaus eingeliefert, wo diese in einer Gehirnoperation beseitigt wird, da ihr Vater, ein bekannter Herz-Thorax-Chirurg, darauf besteht, dass die Fehlbildung so schnell wie möglich durchgeführt wird. Sadie willigt widerwillig ein, da ihre Mutter den Tod fand, weil sie die OP zu lange aufgeschoben hat.
Leider ergeben sich nach der Operation Komplikationen, Sadie kann keine Gesichter mehr erkennen, sie ist gesichtsblind. Da sie ihr Bild für den Wettbewerb noch malen muss, bricht für sie erst einmal eine Welt zusammen.
Eins ist klar - auf ihre Familie kann sie nicht zählen. Ihr Vater glänzt wie immer durch Abwesenheit, sein Beruf geht vor, ihre Stiefmutter Lucinda ist auf ihr Leben als Arztfrau fixiert, taucht nur gelegentlich auf, um ungebetene Hilfe aufzuzwingen, und für ihre Stiefschwester Parker war Sadie schon immer das perfekte Mobbing-Opfer.
Zum Glück gibt es auch noch Lichtblicke in Sadies Leben - ihr kleiner Hund Peanut, den ihr ihre Mutter kurz vor ihrem Tod geschenkt hat, ihre Freundin Sue und deren Eltern, die sie kostenlos in einer Art Gartenhütte auf dem Dach ihres Hauses wohnen lassen, obwohl diese eigentlich gar nicht dauerhaft bewohnbar ist. Und zuletzt noch die Psychologin, Dr. Nicole, die ihr für die Bewältigung ihrer postoperativen Probleme von der Klinik als Therapeutin an die Seite gestellt wird. Dazu kommen dann noch ein Nachbar, Joe, der an einer Art Helfersyndrom leidet und der Tierarzt, Dr. Oliver Addison, der in der Tierklinik arbeitet, in der Peanut behandelt wird. Beide kommen ihr mit der Zeit näher und sie hat Probleme, sich zwischen ihnen zu entscheiden.

Bei der Lektüre des Buches begleitet man Sadie auf ihrem Weg zurück ins Leben, wie sie versucht, trotz ihrer Gesichtsblindheit (die sie zu einem leichten Opfer für Parker macht, weil sie sich nicht gegen ihre Gemeinheiten schützen kann) mit einem Portrait am Wettbewerb teilzunehmen. Dazu muss sie etliche neue Techniken ausprobieren. Ihre Familie und Sue kennen ihr Problem, vor allen anderen Menschen versteckt sie die Gesichtsblindheit. Dies führt zu einigen interessanten Verwicklungen.

Das Buch ist sehr flüssig und humorvoll geschrieben, auch die schwierigen Themen werden sehr gut eingebunden. Es hat mich gefesselt, so dass ich es in Rekordzeit gelesen habe. Auch wenn es stellenweise innere Monologe gab, die etwas langatmig sind, weil Sadie sich dabei oft wiederholt, Parkers Attacken mir mit der Zeit etwas auf die Nerven gingen, und einige Dinge mir leicht unplausibel erschienen, habe ich das Interesse nicht verloren.
Die Charaktere sind wunderbar angelegt, mit wenigen Ausnahmen (hauptsächlich Mitglieder von Sadies Familie) waren mir alle sehr sympathisch und ich habe mit Sadie die ganze Zeit mitgelitten oder mich mit ihr gefreut, je nach Situation.

Ich habe das Buch von vorne bis hinten genossen und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen, besonders weil darin so gut auf das Thema der Gesichtsblindheit eingegangen wird, was im Prinzip der Hauptgrund ist, warum mich dieses Buch direkt angesprochen hat.

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Veröffentlicht am 09.05.2025

Ein Roman über Freundschaft, mit deren Hilfe man alles überwinden kann

Die Inselschwimmerin
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Evie ist mit 18 Jahren überstürzt von den Orkney-Inseln nach London geflohen, wo sie 20 Jahre lang gelebt hat und nun nach Hause zurückkehrt, um sich von ihrem sterbenden Vater zu verabschieden. Leider ...

Evie ist mit 18 Jahren überstürzt von den Orkney-Inseln nach London geflohen, wo sie 20 Jahre lang gelebt hat und nun nach Hause zurückkehrt, um sich von ihrem sterbenden Vater zu verabschieden. Leider kommt sie zu spät, aber dennoch bleibt sie, um ihre Vergangenheit endlich aufzuarbeiten. Die größte Hilfe dabei ist Freya, eine gute Freundin ihres Vaters und die gute Seele der Insel.

Das Buch ist in 3 Zeitebenen unterteilt. Die erste erzählt die Geschichte von Evies Eltern und die Kindheit und Jugend von Evie und ihrer Schwester Liv. Die zweite spielt ab 2004, als Evie nach London flieht, und die dritte ab 2024, als Evie nach Orkney zurückkehrt und nach und nach ihre Probleme in den Griff bekommt und sich damit ihr Leben zurückholt. Dabei wird sie mit ihren alten Freunden und ihrer Schwester Liv konfrontiert.

Die Landschaft der Orkneys als Setting ist gut gewählt, das kalte Meer, der Wind, die raue Landschaft, alles symbolisiert die Schwierigkeiten, mit denen Evie zu kämpfen hat, in der Vergangenheit und der Gegenwart. Aber da ist auch die wärmende Sonne, die Freyas Freundschaft, Hilfe und Unterstützung symbolisiert.

Lorraine Kelly beschreibt sehr einfühlsam die seelischen Qualen, unter denen Evie leidet, ihre Schuldgefühle, die Selbstzweifel und das Trauma, unter dem sie seit ihrer Kindheit leidet. Aber auch der Weg, wie ihre Schwester Liv zu der hasserfüllten Frau werden konnte, die ihr Leben durch Alkohol und Drogen erträglich zu machen versucht, und ansonsten nur an Evies Geld interessiert ist, wird nicht vergessen.

Der Dreh- und Angelpunkt des Buches sind die Ereignisse, die Evie dazu brachten, ihre Heimat zu verlassen. Sobald dieses Rätsel gelöst ist, nimmt die Spannung ab, und der Rest ist mehr oder weniger nur noch sehr unterhaltsam.
Durch den angenehmen Schreibstil habe ich das Buch bis zur letzten Seite geliebt und hatte nicht ein einziges Mal das Bedürfnis, es zur Seite zu legen.

Das Buch vermittelt mir die Botschaft, dass man mit Freundschaft und Hilfsbereitschaft alles erreichen kann. Es gibt nur einen Punkt, den ich hier auch noch erwähnen möchte. In diesem Roman werden jede Menge interessanter Themen behandelt, aber leider nicht wirklich ausgeführt, manches gar nur am Rande erwähnt. Das hat mich etwas enttäuscht, der Unterhaltung hat es aber in keinster Weise geschadet.

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