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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2022

komplexer Krimi

13° – Tödlicher Sommer
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Der Krimi spielt in Spitzbergen und man bekommt als Leserin so einen guten Einblick in die örtlichen Gegebenheiten, die Schwierigkeiten im Umgang mit der Temperatur und Helligkeit. Man bemerkt, dass sich ...

Der Krimi spielt in Spitzbergen und man bekommt als Leserin so einen guten Einblick in die örtlichen Gegebenheiten, die Schwierigkeiten im Umgang mit der Temperatur und Helligkeit. Man bemerkt, dass sich die Autorin sehr intensiv und umfangreich damit auseinandergesetzt hat und auch praktisches Know how besitzt. Die Geschichte selbst konnte mich nicht sofort fesseln, ich hatte anfangs Schwierigkeiten hineinzukommen, mich mit den unterschiedlichen Charakteren auseinanderzusetzen und die Eigenarten zu verstehen. Vielleicht fehlte mir teilweise auch das Hintergrundwissen aus dem 1. Band, den ich leider nicht gelesen habe. Die Situation mit den Migrantinnen und illegalen Eingewanderten sowie zugehörigen Clans und deren Verstrickungen ist recht komplex und für Außenstehende nicht so leicht zu erfassen. Erst mit der Zeit wurde es dann verständlicher für mich.

Veröffentlicht am 23.03.2022

nicht allzu viel Staub aufgewirbelt

Nichts als Staub
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Allzu viel Staub hat dieser Kriminalroman inhaltlich gesehen nicht aufgewirbelt, sprachlich ist er mitreißend für die Leser*innen. Alina Grimm begibt sich als Streifenpolizistin mit ihren Ansprüchen und ...

Allzu viel Staub hat dieser Kriminalroman inhaltlich gesehen nicht aufgewirbelt, sprachlich ist er mitreißend für die Leser*innen. Alina Grimm begibt sich als Streifenpolizistin mit ihren Ansprüchen und Ermittlungen in Lebensgefahr und landet auch schon bald im Krankenhaus. Davon lässt sie sich aber nicht ausbremsen, sie holt sich Unterstützung von allen möglichen Personen aus ihrem Umfeld und ermittelt eifrig weiter, wenn auch mit sehr unkonventionellen Methoden. An sich ist der Krimi spannend zu lesen, es passiert viel in recht kurzer Zeit, er ist kurzweilig und temporeich, aber die Handlungen sowie die Ermittlungen sind sehr weit von der Realität entfernt. Wer diesen Anspruch auf annähernd realistische Darstellung nicht hat, wird sich sehr gut unterhalten fühlen.

Veröffentlicht am 05.11.2021

es war an der Zeit

VANITAS - Rot wie Feuer
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Der Abschluss der Vanitas-Trilogie spielt in Wien – das hat mir von der Örtlichkeit sehr gut gefallen. Nachdem ich die beiden Vorgänger-Bände auch gelesen haben, war ich sofort mitten im Geschehen und ...

Der Abschluss der Vanitas-Trilogie spielt in Wien – das hat mir von der Örtlichkeit sehr gut gefallen. Nachdem ich die beiden Vorgänger-Bände auch gelesen haben, war ich sofort mitten im Geschehen und von den neuen Ereignissen in Beschlag genommen. Wenn ich vergleiche, hat mir der dritte Teil allerdings am wenigsten gut gefallen. Die Ereignisse waren allesamt sehr extrem, die Situationen überzogen und nicht mehr so richtig glaubwürdig. Die Verkleidungsaktionen und verdeckten Undercover-Aktionen waren zwar spannend, aber nicht mehr realitätsnah. Ich finde, dass es an der Zeit war, dieses Kapitel abzuschließen und ich freue mich, wenn die Autorin mit einer neuen, spannenden Serie beginnt – dann bin ich wieder mit Begeisterung dabei.

Veröffentlicht am 16.11.2020

spannender Thriller mit Schwächen am Schluss

Wenn ich dich hole
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Meine Meinung zum Buch:
Der Thriller „Wenn ich dich hole“ ist das erste Werk, das ich von der Autorin Anja Goerz gelesen habe. Er lässt sich sehr rasch lesen, für meinen Geschmack fast schon ein wenig ...

Meine Meinung zum Buch:
Der Thriller „Wenn ich dich hole“ ist das erste Werk, das ich von der Autorin Anja Goerz gelesen habe. Er lässt sich sehr rasch lesen, für meinen Geschmack fast schon ein wenig zu schnell (hätte ruhig etwas länger sein können) und es war auch niemals langweilig. Der verzweifelte Kampf eines Vaters gegen die Zeit um seinen Sohn zu retten, fand ich mitreißend und spannend, die parallele Geschichte der Mutter und Schwiegermutter war allerdings nicht ganz so greifbar. Dass die Hintergründe bis in die Jugendzeit von Bendix reichen, war zu vermuten und auch durchaus beabsichtigt, allerdings wurde schon zu viel vorweg genommen und erzählt, sodass man als LeserIn am Ende des Buches angelangt, nicht allzu überrascht war. Für mich war die Geschichte spannend, unterhaltsam, aber das Ende war etwas zu sehr konstruiert und zeitlich zu sehr getimed, sodass es nicht mehr glaubwürdig war. Hätte man hier den Dorfpolizisten nicht ganz so blöd dargestellt und auch das Finale nicht ganz so dramatisch inszeniert, hätte mir der Thriller noch besser gefallen.

Veröffentlicht am 19.02.2020

Cold case wird die Show gestohlen von aktuellem Fall

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
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Meine Meinung zum Buch:
Ich liebe Cold Case Geschichten und vor allem die Aufklärung nach vielen Jahren, wenn sich die Forschungsmethoden verbessert haben und auch die damals involvierten Persönlichkeiten ...

Meine Meinung zum Buch:
Ich liebe Cold Case Geschichten und vor allem die Aufklärung nach vielen Jahren, wenn sich die Forschungsmethoden verbessert haben und auch die damals involvierten Persönlichkeiten verändert haben. In diesem Fall war die Geschichte um die vermisste Annika zwar interessant eingeführt, aber die Ermittlungen gingen eher halbherzig voran und dann durch den aktuellen Ermittlungsfall wurden sie für meinen Geschmack zu stark in den Hintergrund gestellt. Auch das Ende war für mich, ohne zu viel zu verraten, nur halb zufriedenstellend.
Der zweite Handlungsstrang, in dem ein Mann gesucht wurde, der in den frühen Morgenstunden wohlhabende Frauen in ihren Häusern überfällt und vergewaltigt und zum Teil tötet, war aktueller, spannender aufgebaut und hat das Hauptaugenmerk auf sich gezogen, was ich für den Cold Case Fall sehr schade finde. Die Ermittler waren teils extrem eigenwillig, es gab offensichtlich undichte Stellen, die schwangere Marie dürfte eigentlich nicht im Außeneinsatz an vorderster Front mitarbeiten und der hinzugezogene Profiler war mehr als arbeitsunfähig. Ansonsten hat mich das Buch gut unterhalten, nur der Cold Case Fall hätte in den Vordergrund gestellt werden müssen. Alleine schon, damit der Titel stimmig ist.