Guter Fantasy-Auftakt mit einigen Schwächen
Cassardim 1: Jenseits der Goldenen BrückeDie Story von Cassardim fand ich von Anfang an sehr interessant, besonders da es mal etwas ist, was mir so im Fantasy-Bereich noch nicht begegnet ist. Jedoch war die Geschichte wirklich sehr sehr vorhersehbar ...
Die Story von Cassardim fand ich von Anfang an sehr interessant, besonders da es mal etwas ist, was mir so im Fantasy-Bereich noch nicht begegnet ist. Jedoch war die Geschichte wirklich sehr sehr vorhersehbar und absolut nichts hat mich überrascht, wodurch die Spannung sehr leiden musste. Wenn die Protagonistin Amaia sich Theorien überlegt hat, was so um sie herum passieren könnte und was der Ursprung der Probleme sein könnte, waren es am Ende genau die Dinge, die sie sich überlegt hat.
Das World-Building hat unglaublich viel Potenzial und ich hoffe wirklich, dass man darüber noch mehr erfahren wird, da sich die Geschichte bisher ja größtenteils an einem Ort aufgehalten hat.
Die Nebencharaktere haben mir zum Teil viel viel besser gefallen, als die Protagonisten, die beide sehr klischeehaft umgesetzt worden sind. Mit Amaia bin ich im Verlauf des Buches dann doch warm geworden, jedoch waren ihre Haltungen oft sehr widersprüchlich.
Auch haben mich die Charaktere an einigen sehr stark an andere Bücher erinnert, wie zum Beispiel ACOTAR und die Lux-Reihe. So stark, dass es wirklich schon nicht mehr wie Zufall sondern wie abgeguckt gewirkt hat.
Der Schreibstil war leider auch so eine Sache, mit der ich nicht wirklich warm werden konnte. Natürlich handelt es sich um ein Jugendbuch, aber auch im Verhältnis zu anderen Jugendbüchern fand ich den Schreibstil teils etwas zu jung und kindlich.
Trotz der genannten Punkte, lohnt es sich durchaus das Buch zu lesen. Es ist eine wirklich interessante und vor allem einzigartige Fantasy-Geschichte mit einer faszinierenden Welt und viel Potenzial.