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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2021

Neubesinnung und Neubestimmung

Change of Life
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Wie bei der Pubertät erlebt jede Frau diese wichtige Lebensphase etwas anders, aber irgendwann zwischen 45 und 55 Jahren ist es meistens so weit. Der Körper stellt sich um. Vorbei ist die fruchtbare Phase. ...

Wie bei der Pubertät erlebt jede Frau diese wichtige Lebensphase etwas anders, aber irgendwann zwischen 45 und 55 Jahren ist es meistens so weit. Der Körper stellt sich um. Vorbei ist die fruchtbare Phase. Doch was kommt jetzt? Ist es Zeit sich zur Ruhe zu setzen, oder kommt etwas Neues, Spannendes ins Leben?

In diesem Buch geht es weniger um die körperlichen Beschwerden der Wechseljahre. Obwohl dieses Thema kurz angesprochen wird und in einem Anhang auf natürliche Hilfen hingewiesen wird, liegt der Schwerpunkt auf den Reichtum, den diese Lebensphase bietet. Bei vielen Frauen werden die Kinder selbstständig und es entstehen neue Freiräume. Somit ist es der perfekte Zeitpunkt, um zu überlegen, was noch machbar ist, was wichtig ist und was nicht.

Es gibt in diesen Jahren auch Lebensumstände, die neu dazukommen. Das kann der Auszug der Kinder sein, die Pflege der Eltern oder die neue Rolle als Großmutter. In der Ehe gilt es neu zu überlegen, was verbindet, wenn die Kinder selbstständig geworden sind. Doch auch Themen, die nicht unmittelbar mit den Wechseljahren zusammenhängen, werden angesprochen, zum Beispiel Glück und Zufriedenheit, die Verbindung mit Jesus oder das Lebensende.

Die Kapitel dieses Buchs sind jeweils einem Thema gewidmet. Dabei erzählt die Autorin von ihren eigenen Erfahrungen und gibt Antworten und Ratschläge, außerdem lässt sie andere Frauen zu Wort kommen und erzählt von biblischen Vorbildern. Jedes Kapitel schließt mit einigen Fragen, sodass das Gelesene auf das eigene Leben angewandt werden kann. Mit dieser guten Themeneinteilung und den Fragen eignet sich dieses Buch gut, um es gemeinsam mit einer Freundin oder in einer Kleingruppe zu lesen und besprechen.

Die Schriftgröße ist ein bisschen größer als normal und kommt somit der Zielgruppe entgegen. Die Gestaltung mit blauen Highlights ist ansprechend.

Es gibt wohl wenige Bücher über diese Jahre in der Mitte des Lebens die sich in erster Linie mit der inneren Einstellung befassen. Der Blick auf eine Neuausrichtung und die Frage, wie die verbleibenden Lebensjahre gut gestaltet werden können, ist hilfreich. Es ist ermutigend, dass die Autorin von ihren eigenen Schwierigkeiten erzählt, es werden sich sicher viele Leserinnen in ihren Kämpfen und Fragen wiederfinden. Das Beste ist aber, dass die Autorin es versteht anhand der Bibel und ihres Glaubens eine neue Perspektive zu vermitteln.

Fazit: Ein gutes Buch, um sich neu auf das zu besinnen, was im Leben wirklich wichtig ist. Mit praktischen Tipps für die Lebensumstände von Frauen zwischen vierzig und sechzig Jahren, macht dieses Buch Mut, voller Freude und Zuversicht diese Lebensphase als kostbares Geschenk zu betrachten. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 23.11.2021

Weihnachten im Wald

Der kleine Igel und die verschwundenen Geschenke
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Es gibt im Brunnen-Verlag eine Menge Geschichten von diesem niedlichen kleinen Igel. Gemeinsam mit seinen Waldfreunden erlebt er so manches Abenteuer. In diesem besonderen Adventskalenderbuch freut er ...

Es gibt im Brunnen-Verlag eine Menge Geschichten von diesem niedlichen kleinen Igel. Gemeinsam mit seinen Waldfreunden erlebt er so manches Abenteuer. In diesem besonderen Adventskalenderbuch freut er sich auf eine gemütliche Weihnachtsfeier mit seinen Mäusefreunden. Als er ankommt gibt es noch viel zu tun. Der kleine Igel packt mit an. Die Vorfreude auf das große Fest wächst. Doch dann passiert das Unfassbare! Alle liebevoll eingepackte Geschenke sind weg! Sie liegen nicht mehr unter dem Baum, sondern sind spurlos verschwunden.

Der kleine Igel setzt rasch seine rote Mütze auf und macht sich auf die Suche. Dabei begegnet er viele Waldbewohner, denen er von den verschwundenen Geschenken erzählt. Sie sind wegen den Mäusekindern traurig, darum geben sie dem Igel etwas für sie mit. Der Weg des Igels ist lang und gefährlich, doch schließlich steht einem fröhlichen Weihnachtsfest nichts mehr im Weg!

Die Gestaltung dieses Buchs erinnert an einen Aufstellkalender. Das stabile Buch enthält 24 kurze Geschichten, für jeden Adventstag eine. Dabei ist auf der einen Seite des Aufstellbuchs ein buntes Bild mit liebevoll gezeichneten Tieren, und auf der anderen Seite die Geschichte zum Vorlesen. So kann der Adventskalender zwischen Eltern und Kindern aufgestellt werden, sodass Kinder das Bild betrachten, während sie der Geschichte lauschen.

Die Bildern enthalten lustige Details, wie zum Beispiel Winterkleidung für die Tiere des Waldes. Die Spannung in der Geschichte steigt, sodass Kinder sich sicher jeden Tag darauf freuen zu hören, wie es weitergeht. Nach dem Vorlesen kann der Adventskalender stehen bleiben und den ganzen Tag angeschaut werden.

Themen dieses Buchs sind Freundschaft und Zusammenhalt. Obwohl einige Bücher über den kleinen Igel eine christliche Botschaft haben, steht hier in erster Linie das Weihnachtsfest im Mittelpunkt.

Fazit: Eine schöne Idee, um Kindern die Wartezeit im Advent zu verkürzen. Mit schönen Zeichnungen und einer spannenden Geschichte eignet sich dieses Buch am besten für Kinder im Vorschulalter. Empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 21.11.2021

Ein buntes Bild vom Leben

Das Leben ist nicht schwarz-weiß
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Dieses Buch ist ein Meisterwerk. Mit einer außergewöhnlichen Gestaltung und einem interessanten, nachdenklich-machenden und aufrüttelnden Inhalt, macht es richtig Spaß darin zu blättern und zu lesen.

Judy ...

Dieses Buch ist ein Meisterwerk. Mit einer außergewöhnlichen Gestaltung und einem interessanten, nachdenklich-machenden und aufrüttelnden Inhalt, macht es richtig Spaß darin zu blättern und zu lesen.

Judy Bailey ist weltweit für ihre Musik bekannt, doch dieses Buch zeigt, dass ihr Leben noch so viel bunter ist. Sie ist Botschafterin für das Kinderhilfswerk World Vision und kämpft sich durch das Leben als deutsche „Fremde“ in Deutschland. Gemeinsam mit ihrem Mann gibt sie Konzertlesungen, hilft Flüchtlingen und sorgt für ein besonderes musikalisches Miteinander im Heimatdorf Alpen.

In diesem Buch erzählen Judy und ihr Mann, Patrick, von ihrem bunten Leben. Da gibt es die Geschichten hinter den Geschichten, einerseits eine Vergangenheit in der Sklaverei, andererseits ein Lebensborn-Geheimnis. Dann gibt es weltweite Geschichten. Da ragt vor allem das Barbados ABC heraus, in dem Judy, als Ortskennerin, von ihrer geliebten Insel erzählt. Interessant sind aber auch die Erlebnisse rund um die Welt als Botschafterin für Kinderpatenschaften.

Schwarz und weiß, dabei geht es auch um Rassismus und der Ungerechtigkeit in dieser Welt. Judy erzählt, wie es ist als Schwarze in Deutschland zu leben, und selbst die drei Söhne kommen zu Wort. Patrick hat weise Worte darüber, wie der Rassismus oft unbemerkt zu einem Teil unseres Denkens geworden ist, sodass wir gar nicht wahrnehmen, wie anders – bevorzugt - man behandelt wird, wenn man weiß ist.

Ein weiteres Thema ist die Arbeit unter Flüchtlingen, einer Aufgabe, die Judy und Patrick am Herzen liegt. Sehr hilfreich und praktisch sind dabei die Ratschläge am Ende des Buchs.

Lustig und zum Nachdenken sind die Beobachtungen über Sprache. Wer hat schon einmal überlegt wie viele Wörter mit -zeug enden, recht merkwürdig, wenn man darüber nachdenkt. Und ist es nicht komisch, dass Hühner und Enten in verschiedenen Ländern andere Laute machen? Oder liegt das vielleicht daran, dass unsere Wahrnehmung begrenzt ist und nur einen Teil der Wirklichkeit wiedergibt?

Dieses Buch sprüht über vor Leben, dafür sorgen nicht zuletzt die wunderschönen schwarz-weiß Bilder, die mal Landschaften, mal Familienangehörige, oder andere passende Einblicke in das gemeinsame Leben, zeigen.

Und dann gibt es noch Liedtexte. Sehr viele Liedtexte. Die meisten Lieder sind englisch, aber die Übersetzung ist immer dabei. Einige Lieder haben auch einen QR-Code, der zum Lied führt.

Fazit: Ein wunderbar buntes und vielfältiges Buch, mit spannenden Lebensgeschichten. Es wirkt wie eine Mischung aus Zeitschrift und Konzert. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 16.11.2021

Was nach dem Tod kommt

Großer Himmel - kleine Hölle?
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Wer kommt in den Himmel? Und was passiert mit den anderen Menschen? Das sind die zwei großen Fragen, die sich durch dieses Buch ziehen. In evangelikalen Kreis herrscht die Meinung vor, dass sehr wenige ...

Wer kommt in den Himmel? Und was passiert mit den anderen Menschen? Das sind die zwei großen Fragen, die sich durch dieses Buch ziehen. In evangelikalen Kreis herrscht die Meinung vor, dass sehr wenige Menschen in den Himmel kommen, nämlich nur diejenigen, die ihr Leben bewusst Jesus übergeben. Das heißt aber, dass nicht nur die Menschen, die Jesus ablehnen, sondern auch die vielen, die nie von ihm gehört haben, verloren gehen. Also die meisten Menschen. Nach Meinung des Autors kann das nicht stimmen, denn das passt nicht zu der Barmherzigkeit Gottes, von der die ganze Bibel zeugt.

Doch dem Autor geht es nicht darum eine theologische Meinung zu begründen, die zu seinen Wünschen und Bedürfnissen passt. Der Pastor im Ruhestand kennt die Bibel sehr gut. Er schätzt das Wort Gottes und glaubt, dass es göttlich inspiriert ist. Doch er meint, dass es biblisch begründete Alternativen zu dieser weitverbreiteten Meinung gibt.

Das Buch ist in drei Teile untergliedert. Der erste Teil, in dem es um das Gericht geht, nimmt den größten Raum ein und legt die Grundlage für die beiden anderen Teile. Neben dem Wesen des Richters, geht es um die unterschiedlichen Maßstäbe, die für das Urteil entscheidend sind, und um den Ausgang des Gerichts.

Im zweiten Teil geht es um drei gängige Auffassungen über die Hölle. Während die häufigste evangelikale Meinung ist, dass jeder, der Jesus nicht bewusst annimmt, ewige Qualen leidet, gibt es zwei weitere Überzeugungen, die weniger Beachtung finden. Bei der zweiten Möglichkeit führt die Strafe zur Vernichtung, nicht zur ewigen Qual, und bei der dritten Möglichkeit werden schließlich alle nach einer Läuterungszeit gerettet. Diese drei Standpunkte werden miteinander verglichen, und der Autor stellt fest, dass anhand der biblischen Aussagen nicht eindeutig klar ist, was die Wahrheit ist.

Im dritten Teil geht es schließlich um den Himmel, beziehungsweise um die neue Erde. Der Autor untersucht, was Gott alles neu machen wird, und betrachtet die biblischen Aussagen über das neue Jerusalem und über die Nationen, die außerhalb der Stadt leben. Dabei kommt er zu überraschenden Ergebnissen, die zu seiner Schlussfolgerung führen, dass der Himmel groß und die Hölle klein sein wird.

Dem werden sicher nicht alle Leser zustimmen, doch der Autor macht auf einleuchtende Weise klar, dass Gott uns nicht alle Geheimnisse offenbaren will.

„Gott hat das absichtlich gemacht – aus Liebe zu uns! Außerdem sind wir in unserem Verstand so begrenzt, dass wir das, was nach dieser Welt bzw. einem neuen Zeitalter, geschehen wird, mit neuen Augen und neuen Ohren begreifen können – jetzt aber noch nicht. Deshalb hat Gott uns lediglich Puzzlesteine der Wahrheit mitgeteilt, von denen jeder für sich ein echtes Stückchen Wahrheit darstellt, das zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht zu allen anderen Wahrheitsteilchen passt. Die dazwischenliegenden Teile sind noch gar nicht auf dem Brett platziert, weil wir sie noch nicht lesen können. Wir sind auch gar nicht aufgefordert, sie mit unverrückbaren Einsichten und theologischen Spekulationen zu füllen, sondern mit Taten der Liebe und mit Gehorsam gegenüber unserer Berufung.“

Die Demut, die in diesen Worten liegt, ist typisch für das ganze Buch. Die Erforschung dieses Themas ist eine fast lebenslange Reise des Autors. Die Frage nach Himmel und Hölle liegt ihm sehr am Herzen. Und doch will er seine Erkenntnisse seinen Lesern nicht überstülpen. Voller Ehrfurcht untersucht er die biblischen Texten, weist auf verschiedene Sichtweisen hin, und erklärt, warum er zu einer bestimmten Meinung neigt.

Die Schreibweise dieses Buchs ist sehr angenehm. Trotz der vielen Bibel- und Quellenverweise ist der Text nicht theologisch abgehoben oder kompliziert. Der Autor fügt außerdem an mehreren Stellen Geschichten und Beispiele ein, die sehr hilfreich sind. Dieses Buch lässt sich gut in kleineren Abschnitten lesen und lädt zur eigenen Beschäftigung mit den Bibeltexten ein. Dabei lässt es jedem die Freiheit zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen.

Dieses Thema liegt auch mir persönlich sehr am Herzen. Ich bin an dieses Buch mit der Hoffnung herangegangen, dass der Autor mir die biblischen Belege dafür gibt, dass mehr Menschen gerettet werden, als verloren gehen. Beim Lesen musste ich feststellen, dass mich seine Argumentation nicht in allen Punkten überzeugt, doch trotzdem habe ich durch dieses Buch viel Neues, Überlesenes in der Bibel entdeckt.

Nach dem Lesen frage ich mich warum die Lehre einer ewigen Qual für Verlorene so sicher erscheint, aber die vielen Aussagen in der Bibel über die Bedeutung von Barmherzigkeit so gut wie gar nicht beachtet werden. Das Gleichnis von den Schafen und Böcken macht sehr deutlich, dass tätige, barmherzige Liebe eine Rolle spielt bei der Beurteilung unseres Lebens. Wie schade, dass das Evangelium viel zu oft auf ein sogenanntes Übergabegebet reduziert wird!

Fazit: Ein wertvoller Beitrag zu der wichtigen Frage, was nach dem Tod kommt. Das Besondere an diesem Buch ist, dass der Autor nicht versucht eine bestimmte Lehrmeinung zu belegen, sondern ernsthaft und aufrichtig die biblischen Aussagen prüft. Damit lädt er den Leser ein mit offenem Herzen das Wort Gottes zu entdecken und sich selbst ein Urteil zu bilden. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 14.11.2021

Wenn Frauen für gescheiterte Integration die Kosten tragen

Beute
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Dieses Buch beginnt mit der Beobachtung, dass es in manchen Großstädten Europas mittlerweile ganze Stadtviertel gibt, in denen Frauen und Mädchen kaum mehr auf den Straßen zu sehen sind. Sie fühlen sich ...

Dieses Buch beginnt mit der Beobachtung, dass es in manchen Großstädten Europas mittlerweile ganze Stadtviertel gibt, in denen Frauen und Mädchen kaum mehr auf den Straßen zu sehen sind. Sie fühlen sich dort einfach nicht sicher. Die Politikwissenschaftlerin Ayaan Hirsi Ali untersucht in diesem Buch die Frage, inwieweit das mit dem Zustrom von Männern aus muslimischen Ländern zusammenhängt.

Obwohl die Autorin auf bewegende Weise über das Schicksal von weiblichen Opfern schreibt, geht es hier nicht um Stimmungsmache oder emotionale Argumente. In diesem Buch finden sich neben unzähligen Fallbeispielen viele Statistiken und andere Ergebnisse ihrer Recherchen. Sie zeigt glaubhaft auf, wie in manchen Fällen Täter nur eine geringe Strafe bekommen oder gar straffrei ausgehen, weil sie sich auf ihre Herkunftskultur berufen. Das, meint die Autorin, darf nicht geschehen. Wenn Menschen nach Europa einwandern, müssen sie sich nach den dortigen Gesetzen und Bräuchen richten.

Leider leiden Frauen nicht nur als Opfer sexueller Gewalt, sondern auch nach der Tat müssen sie sich Anschuldigungen und ähnlichem unterwerfen. Frauen und Mädchen wird gesagt, wie sie sich anzuziehen haben, um solche Vorkommnisse zu vermeiden. So fällt ihnen die Last für diese Taten zu.

Dieses dicke und gründlich recherchierte Buch enthält die wichtige und eindringliche Warnung, dass wir unsere Kultur nicht den Zuziehenden anpassen dürfen. Die Autorin ist nicht gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, die als Kind zwangsbeschnittene Frau floh selbst aus Somalia in die Niederlanden, um einer Zwangsheirat zu entgehen. Doch es geht darum muslimischen Einwanderern deutlich zu machen, dass sie in ihrer neuen Heimat neue Maßstäbe beherzigen müssen. Es kann nicht sein, dass Frauen die Verantwortung dafür tragen müssen, dass sie nicht sexuell belästigt werden, oder dass sie Angst haben ihre Häuser zu verlassen.

Fazit: Ein leidenschaftlicher und doch sachlicher Blick auf ein zunehmendes Problem, vor allem in unseren Großstädten. Mit Hintergrundinformationen, Statistiken und Erfahrungsberichten ist dieses Buch ein wertvoller Beitrag zur Flüchtlingsdiskussion. Sehr empfehlenswert!