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Veröffentlicht am 09.12.2021

Tiefschwarze Psychothrillerparodie

Die Psychothriller Parodie Trilogie / Der Amok-Insasse: Die Psychothriller Parodie
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Phills Sohn Klax wird entführt; man geht von seinem Tod aus. Phills Frau Olga und seine Tochter Svetlana reisen zurück nach Russland, während sich Phill in die Psychiatrie einschleusen lässt, um mehr über ...

Phills Sohn Klax wird entführt; man geht von seinem Tod aus. Phills Frau Olga und seine Tochter Svetlana reisen zurück nach Russland, während sich Phill in die Psychiatrie einschleusen lässt, um mehr über den Tod seines Todes herauszufinden. Wobei es ihm eigentlich nur ums Geld geht.
Das Cover des Buches ist zwar einfach, aber dennoch gut gemacht. Zu beachten ist natürlich auch der Aufdruck "Briegel-Bestseller".
Wie schon das Autorenpseudonym vermuten lässt, wird hier einer der bekanntesten deutschen Psychothriller-Autoren kräftig durch den Kakao gezogen.
Der Schreibstil des Autors ist gut - soweit man das beurteilen kann. Denn in einer Parodie und Satire muss natürlich nicht immer alles logisch sein, und auch nicht abgeschlossen.
So beginnt das Buch auch mit dem Ende, der auch nach dem ganzen Buch noch nicht wirklich Sinn ergibt und so doch einige Fragen unbeantwortet bleiben.
Das Buch hat auch viele Fußnoten, wo der Autor den Leser eigentlich so richtig verarscht. Mir gefielen sie trotzdem, obwohl das Blättern mit dem Tolino teilweise recht schwierig war, da der Reader teilweise etwas anderes ausführen wollte.
Mal abgesehen davon, dass das Buch sehr skurril ist (besser gesagt die Handlung), konnte dazwischen aber auch Thrillerspannung erzeugt werden, die leider immer wieder durch den Humor zunichte gemacht wurde.
Insgesamt war es - abgesehen vom Humor, der gaaaaanz tief unter die Gürtellinie ging - ein spannendes und vor allem humorvolles Werk des Autors.
Fazit: Wer tiefschwarzen Humor und deftige Parodien mag, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. 4,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 27.11.2021

Biographie von einem senegalischem Männer-Model

Das Leben ist niemals nur schwarz-weiß
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Papis wächst im Senegal mit seinen 25 Geschwistern auf. Schon früh spürt er, dass er anders ist und wird daher auch in der Schule gemobbt. Er möchte unbedingt nach Europa. Als Läufer erhält er ein Sportstipendium ...

Papis wächst im Senegal mit seinen 25 Geschwistern auf. Schon früh spürt er, dass er anders ist und wird daher auch in der Schule gemobbt. Er möchte unbedingt nach Europa. Als Läufer erhält er ein Sportstipendium in Frankreich. Doch bald muss er seinen Traum aufgeben und alles kommt anders als er es sich vorgestellt hatte.

Das Cover passt natürlich perfekt, da es den Autoren zeigt um den es ja auch in der Biographie geht.

Für mich war Papis eine unbekannte Person, bevor ich das Buch las. Weder interessiere ich mehr für Models (ich kann gerade noch ein paar weltbekannte weibliche aufzählen) noch habe ich Austrias Next Topmodel, Germanys Next Topmodel oder Promi Big Brother gesehen, wo der Autor ebenfalls seine Auftritte hatte und so auch der weniger modeaffinen Welt ein Begriff wurde.

Die Biographie beginnt, wo sie beginnen soll - in der Kindheit. Es ist interessant zu lesen, wie das Leben im Senegal an sich so abläuft und was der junge Papis so mit seinem Leben vorhat.

Der Autor benutzt auch immer wieder englische Phrasen, die er dann ins deutsche übersetzt - manchmal aber nicht sehr genau, höchstens sinngemäß.

Man kann teilweise sehr gut mit dem jungen Papis mitfühlen, obwohl manche Reaktionen von ihm für einen Europäer nur schwer vorstellbar sind.

Nachdem sein großer Traum vom Sport zerplatzt, geht es dann um die Welt der Mode und Fashion, die ebenfalls interessante Einblicke bringt.

Wichtig für den Autor ist es auch herauszustreichen, dass er für Homosexualität und gegen Rassismus auftritt. Manche Szenen, die er allerdings als rassistisch sieht, würde ich nicht ganz so schlimm sehen.

Obwohl es dramatischere Biographien (auch von afrikanischen Models wie z.B. Waris Dirie) gibt, gab das Buch doch sehr gute Einblicke in das Leben von Papis Loveday, der sich hier auch erstmals öffentlich outet.

Am Ende des Buches sind einige Fotos abgebildet, allerdings hätte ich mir hier noch mehr Bildmaterial (z.B. Pferd im Fußballstadion oder erstes Casting) gewünscht.

Fazit: Interessante Biographie über ein männliches Model. 4,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 25.11.2021

Reset

Als wir verschwanden
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Anna Berger erwacht allein auf dem Segelboot ihres Bruders. Dieser und 2 weitere Begleiter sind verschwunden, genauso wie Annas Gedächtnis über die letzten Stunden (- oder doch Tage?). Auch die Technik ...

Anna Berger erwacht allein auf dem Segelboot ihres Bruders. Dieser und 2 weitere Begleiter sind verschwunden, genauso wie Annas Gedächtnis über die letzten Stunden (- oder doch Tage?). Auch die Technik ist ausgefallen. Als es ihr gelingt an Land zu gelangen, sieht sie ebenfalls keine Menschenseele. Anna sucht Überlebende und Antworten darauf was passiert ist. Und sie wird schon nach wenigen Tagen fündig.

Das Cover des Buches passt perfekt zum Buch und ist auch hervorragend gemacht.

Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben.

Das Buch beginnt dann allerdings doch einigermaßen nüchtern und (für mich) langwierig. Es geht viel ums Segeln und das im typischen Segeljargon. Gleichzeitig fiebert man aber mit der Protagonistin mit, was denn passiert ist und lernt dabei Anna auch kennen.

Ab dem Zeitpunkt, wo Anna an Land ist geht die Spannung allerdings los. Man lernt andere Überlebende kennen und Theorien werden gesponnen und es wird auch ein wenig philosophiert, was auch den Leser zum Nachdenken anregt.

Etwas enttäuscht war ich dann kurz vor dem Auftreten von Sam, denn ich hätte hier einen anderen Weg in mir weitergesponnen. Allerdings konnte ich mich dann doch einigermaßen damit anfreunden.

Das lange Schlusskapitel (Utopia) hatte dann aber doch auch wieder einige Längen, wo nicht wirklich etwas geschieht, was die Handlung weiterbringt. Und doch entwickelt sich die Story dann doch spannend weiter, sodass man (obwohl das Buch abgeschlossen ist) doch auf eine Fortsetzung hoffen kann, denn einiges könnte man noch besser klären.

Auch wird eine mögliche Fortsetzung im Nachwort angesprochen. Dies ist ein Interview von der Autorin mit der Hauptprotagonistin.

Das Buch ist auch hervorragend recherchiert; Quellennachweise sind ebenfalls zu finden.

Die Schrift im letzten großen Kapitel ist übrigens kleiner als das restliche Buch und man benötigt hier gute Augen (oder man vergrößert die Schriftgröße am Reader).

Das Buch bringt auch durch das Philosophieren der Protagonisten den Leser sehr zum Nachdenken, was definitiv beabsichtigt ist.

Zudem durfte ich auch neue Wörter kennenlernen, da die Autorin auch gerne nicht so oft verwendete Ausdrücke verwendet (außerhalb des Segeljargons). Im letzten Kapitel ist es, obwohl passend, dann auch etwas zu anglisiert mit der Sprache.

Fazit: Berührendes Buch, das zum Nachdenken und Mitfiebern anregt, auch wenn es ein paar kurze Längen hat. 4,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 16.10.2021

Die Hotelhunde (Teil 3)

Phoebe & Layla
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Phoebe und Layla und ihre Herrchen Uwe und Oliver dürfen in diesem Buch wieder einige turbulente Situationen meistern. Dabei sind natürlich auch Barbara und Anna mit ihren Hunden Hector und Angelo, aber ...

Phoebe und Layla und ihre Herrchen Uwe und Oliver dürfen in diesem Buch wieder einige turbulente Situationen meistern. Dabei sind natürlich auch Barbara und Anna mit ihren Hunden Hector und Angelo, aber auch ein neuer Hund spielt eine große Rolle in diesem Buch.

Das Cover ist wieder liebevoll gestaltet und zeigt natürlich die Titelfiguren "Phoebe" und "Layla", die es auch in echt gibt.

Die Charaktere sind wundervoll gezeichnet und haben auch meist einen realen Hintergrund. Der Schreibstil insgesamt ist ausgezeichnet.

Toll war vor allem, dass das Buch aus Sicht der Hündin Phoebe erzählt wird und so natürlich auch sehr humorvoll beschrieben wird, wie sich die Hunde untereinander anleiten, um die Menschen zu erziehen bzw. sich einfach unterhalten - über menschliche und hündische Angelegenheiten.

Dazu gibt es auch wieder skurrile Personen - hier v. a. in Form der Testerin.

Es gibt aber auch einige sehr emotionale Szenen v.a. mit Charly und natürlich mit den titelgebenden Hauptprotagonistinnen.

Ich selbst habe 2 Hunde, einer davon heißt sogar Phoebe. Dazu habe ich jetzt auch einen Hundewelpen.

Jedem Hundebesitzer kann ich diesen Roman nur ans Herz legen. Aber auch "Nicht-Hunde-Menschen" wird das Buch gefallen.

Den 2. Teil "Layla" habe ich noch nicht gelesen, werde dies aber sicher nachholen. Man kann dieses Buch aber auch für sich alleine lesen, da am Anfang Phoebe das Wichtigste der bisherigen 2 Bände zusammenfasst.

Ich hoffe, dass es noch mehr tierische Abenteuer rund um Phoebe und das Hotel zu lesen geben wird.

Fazit: Humorvoller und emotionaler Roman aus Sicht einer Hündin. 5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 08.09.2021

Callie 1 - Klassentreffen ins Schattenland

Verschollen in der Poison Bay
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4 Männer und 4 Frauen machen sich auf zu einer Wanderung in Neuseeland. Es ist das erste Klassentreffen nach 10 Jahren, nach dem Selbstmord einer Freundin vor aller Augen. Eine davon ist die Fernsehreporterin ...

4 Männer und 4 Frauen machen sich auf zu einer Wanderung in Neuseeland. Es ist das erste Klassentreffen nach 10 Jahren, nach dem Selbstmord einer Freundin vor aller Augen. Eine davon ist die Fernsehreporterin Callie Brown. Doch bald schon merken 7 Freunde, dass Bryan sie in eine Falle gelockt hat. Wie können sie überleben?

Das Cover des Buches ist nicht außergewöhnlich, passt aber hervorragend zum Buch und ist auch gut gelungen, v.a. durch die Person am rechten unteren Eck, die man unschwer als Callie identifizieren kann.

Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft und bildgewaltig dargestellt.

Das Thema des Buches ist an sich nichts neues: Seit "Und dann gabs keines mehr/10 kleine Negerlein" von Agatha Christie haben sich schon einige Autoren von Büchern und TV des Themas angenommen, dass jemand ca. 10 Leute auf eine Insel etc. einladet und dort eine Person nach der anderen ermordet wird. Auch der Täter ist meistens mehr oder weniger der gleiche.

Und doch konnten mich die meisten dieser etwas abgekupferten Stories doch überzeugen. In diesem Buch kommt natürlich das Ambiente hinzu und dass es Helfershelfer gibt, dafür ist das Motiv schon von Beginn an klar und ein Mittäter kann vom Leser ebenfalls schon früh identifiziert werden.

Eine der "Gefangenen" ist Diabetikerin. Während das Buch in sonstigen Belangen ausgezeichnet recherchiert ist, bedankt sich die Autorin auch über die Informationen über Diabetes. Diese Informationen hat sie allerdings sicher erst bekommen, nachdem das Buch zur Hälfte geschrieben war. Während nämlich in der 2. Hälfte das Problem die fehlenden Kohlenhydrate sind, die die Diabetikerin bekommt, ist es am Anfang das Insulin, das nur für einen gewissen Zeitraum reicht. Und wenn man keine Kohlenhydrate (oder nur sehr wenige zu sich nimmt, benötigt man dann sicher kein oder weniger Insulin als bei gewohntem Essverhalten.

Trotz allem konnte mich dieser Auftakt der Wild-Crimes-Reihe perfekt unterhalten.

Fazit: Trotz Vorhersehbarkeit und starken Parallelen zu anderen Büchern kann es überzeugen. 4,5 von 5 Sternen

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