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Veröffentlicht am 24.02.2020

Berührendes, spannendes Hörbuch

Das Gewicht der Worte
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Der Protagonist Simon Leyland ist seit seiner Kindheit von Sprachen fasziniert und wird später gegen den Willen seiner Eltern Übersetzer. Er verfolgt unbeirrt sein Ziel, alle Sprachen rund ums Mittelmeer ...

Der Protagonist Simon Leyland ist seit seiner Kindheit von Sprachen fasziniert und wird später gegen den Willen seiner Eltern Übersetzer. Er verfolgt unbeirrt sein Ziel, alle Sprachen rund ums Mittelmeer zu lernen. Mit seiner Frau geht er nach Triest und glaubt dort den idealen Ort für seine Arbeit gefunden zu haben. Dann wirft ihn jedoch ein ärztlicher Irrtum aus der Bahn und er sieht sein Leben als Wendepunkt und richtet sich noch einmal völlig neu ein.

Der Roman handelt von der Freiheit, unser Leben zu gestalten, und von der Freiheit, die uns dabei die Literatur verspricht.

Die angenehme Stimme des Sprechers Markus Hoffmann verleiht in der Hörbuchfassung des Romans von Autor Pascal Mercier der Geschichte auf eindrucksvolle Weise Leben und reinen Hörgenuss. Man bemerkt die Leidenschaft für das literarische Erzählen. Dieses Hörbuch ist in gekonnter Manier vorgetragen und wird sicher ebenso wie der geschriebene Roman ein Besteller.

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Veröffentlicht am 30.11.2021

Schwächerer zweiter Teil einer Familiengeschichte

Bündnis der Hoffnung
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Mit "Bündnis der Hoffnung" hat Sibel Daniel die von mir ersehnte Fortsetzung um drei starke Frauen abgeliefert.

Zum Inhalt: Der Krieg ist vorbei aber in einem süddeutschen Dorf gibt es im Jahr 1951 noch ...

Mit "Bündnis der Hoffnung" hat Sibel Daniel die von mir ersehnte Fortsetzung um drei starke Frauen abgeliefert.

Zum Inhalt: Der Krieg ist vorbei aber in einem süddeutschen Dorf gibt es im Jahr 1951 noch immer linientreue Nazis. Und während in der Dorfkneipe eifrig Pläne für einen neuen Nationalstaat geschmiedet werden, wartet Helene auf eine Heimkehr ihres Mannes. Helenes Tochter Klara ist nun ebenfalls verheiratet, der Schwiegersohn entpuppt sich jedoch als Trinker. Die junge Gertrude macht sich heimlich auf den Weg nach Paris um Gilbert zu suchen. Von dem ehemaligen Zwangsarbeiter erhofft sich Gertrude die Rettung ihrer Familie.

Der Schreibstil von Sibel Daniel hat mir wieder einmal sehr gut gefallen, den Roman konnte man mehr oder weniger in einem Rutsch durchlesen. Einiges an der Geschichte gefiel mir sehr gut, wie z.B. auf die ewig Unverbesserlichen nach Kriegsende hingewiesen wurde. Das wird so sicher an vielen Orten ähnlich gewesen sein. Auch Klaras Geschichte kann ich durchaus nachvollziehen, mit dem Mann, der sich mehr und mehr dem Alkohol hingibt. Was mir aber gar nicht gefiel, war die kleine Klara, wie sie durch Frankreich hin und her reiste. Für mich mehr wie unglaubwürdig die Suche nach Gilbert. Das hat für mich zu einem Stern Abwertung geführt. Ansonsten eine gute Unterhaltungslektüre.

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Veröffentlicht am 16.11.2021

Gute Unterhaltung vor tragischem Hintergrund

Wir sind für die Ewigkeit
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Die Autorin Astrid Töpfner hat mit "Wir sind für die Ewigkeit" den ersten Teil ihrer Spanien-Saga auf den Markt gebracht.

Es geht in diesem Roman um die junge Mercedes, die mit Mutter und Bruder 1939 ...

Die Autorin Astrid Töpfner hat mit "Wir sind für die Ewigkeit" den ersten Teil ihrer Spanien-Saga auf den Markt gebracht.

Es geht in diesem Roman um die junge Mercedes, die mit Mutter und Bruder 1939 vor dem spanischen Bürgerkrieg fliehen muss. Tragische Ereignisse begleiten sie auf dem Weg in die Freiheit, aber letztendlich wird sie doch interniert. Dort lernt Mercedes Agusti kennen, sie verliebt sich in ihn und verliert ihn wieder. Mercedes kämpft sich fortan alleine durch immer auf der Suche nach Agusti und ihrer Familie. Und dann holt sie die Vergangenheit wieder ein ....

Bei diesem Roman habe ich mich sehr auf eine spannende Unterhaltung gefreut. Der spanische Bürgerkrieg wurde recht dramatisch hier beschrieben - das hat mir durchaus gefallen. Leider waren die daraus resultierenden Tragödien das einzig fesselnde an diesem Roman. Die Hauptprotagonistin Mercedes war zu Beginn ein sehr junges Mädchen, aber mit ihrer Einfältigkeit und all den schweren Lasten, die sie zu tragen hat, erstaunlich gefühllos. Und auch ihr weiterer Lebensweg hat mich nicht wirklich packen können. Die Geschichte kam mir immer unglaubwürdiger und an den Haaren herbeigezaubert vor. Schade, es hätte durchaus eine interessante Lektüre sein können.

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Veröffentlicht am 10.11.2021

Leben im Berlin der goldenen Zwanziger

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch
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Die Autorin Helene Sommerfeld hat mit "Das Leben ist ein großer Rausch)einen zweiten Teil über die Polizeiärztin Magd Fuchs geschrieben.

1922 werden in Berlin grausame Überfalle auf junge Frauen begangen. ...

Die Autorin Helene Sommerfeld hat mit "Das Leben ist ein großer Rausch)einen zweiten Teil über die Polizeiärztin Magd Fuchs geschrieben.

1922 werden in Berlin grausame Überfalle auf junge Frauen begangen. Als die Polizeiärztin Magda Fuchs und der Kommissar Kuno Mehring zu einem brutalen und scheinbar sinnlosen Mord an einer jungen Frau gerufen werden, so stellt sich die Frage, ob dieser Mord mit den Überfallen zusammenhängt. Denn in diesen, für viele sehr schweren Zeiten, haben die jungen Frauen im horizontalen Gewerbe etwas Geld verdient.

Da das Amt einer Polizeiärztin nicht für ein ausreichendes Einkommen sorgt, muss Magda eine weitere Arbeit annehmen und so eröffnet sie eine eigene Praxis. Auch ihre Bekannten, die Medizinstudentin Celia, die Anwältin Ruth und die Schauspielerin Doris haben in ihren Leben den ein oder anderen Kampf auszufechten.

Dieser Roman versprach mir eindeutig einen spannenden Roman vor historischer Kulisse. Die Protagonisten wurden sehr gut und anschaulich beschrieben. Der Handlungsstrang selbst hat mir da weit weniger gefallen. Ich bin davon ausgegangen, das hier doch Magda Fuchs im Vordergrund dieser Geschichte steht, das ist aber absolut nicht der Fall. Ihre Bekannten bekamen den gleichen Anteil der Aufmerksamkeit der Autorin. Wenn das Wort "Polizeiärztin" nicht auf dem Titel stehen würde, so wäre ich sicher von anderen Voraussetzungen ausgegangen, denn der Schreibstil hat mir durchaus gefallen. So habe ich doch eher einen Kriminalroman erwartet, und das war dieses Buch nun nicht.

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Veröffentlicht am 10.11.2021

Ein etwas anderer Krimi

Betongold
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Der ehemalige Mordermittler "Smokey" Frey macht krankheitsbedingt kilometerlange Spaziergänge durch seinen Heimatort Giesing. Dieses, gelegentliches Cannabis rauchen und seine Besuche in der Stammkneipe ...

Der ehemalige Mordermittler "Smokey" Frey macht krankheitsbedingt kilometerlange Spaziergänge durch seinen Heimatort Giesing. Dieses, gelegentliches Cannabis rauchen und seine Besuche in der Stammkneipe sollen so die Schmerzen vergessen lassen. Dann wird die Leiche eines sehr guten Freundes gefunden und Smokey hat auf seinen Spaziergängen viel Zeit um über diesen Toten nach zu denken.

Mit "Betongold" hat die Autorin einen Kriminalroman geschaffen, mit dem ich mich anfangs schwer tat. Die Protagonisten waren alle etwas skurril, die Schreibweise gewöhnungsbedürftig. Die Zeitreisen von Vergangenheit und Gegenwart nicht immer für mich nachvollziehbar. Aber irgendwann konnte ich mich damit durchaus anfreunden. Der Handlungsstrang mit der Münchener Immobiliensituation und den daraus resultierenden Geschäften an sich nicht neu. Aber letztendlich doch ein unterhaltsamer Roman, den ich aber auch nicht als reinen Krimi sehe.

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