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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2022

Pageturner

Thirteen
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Eddie Flynn ist Strafverteidiger in einem der größten Verfahren in Amerikas Geschichte. Er vertritt den aufstrebenden Schauspieler Bobby Solomon, der seine Frau und seinen Bodyguard ermordet haben soll. ...

Eddie Flynn ist Strafverteidiger in einem der größten Verfahren in Amerikas Geschichte. Er vertritt den aufstrebenden Schauspieler Bobby Solomon, der seine Frau und seinen Bodyguard ermordet haben soll. Er ist aber Opfer eines perfiden Serienkillers. Und der sitzt in der Jury.

Der Ansatz, dass man den Mörder von Anfang an kennt, ist interessant und ich war anfangs skeptisch, aber es tat der Spannung keinen Abbruch. Die Geschichte wird abwechselnd aus Eddies Sicht und aus Sicht des Mörders Kane erzählt.

Man bekommt so einen guten Einblick in Kanes Arbeiten. Was er sich alles einfallen lässt, um am Ende wirklich als Geschworener ausgewählt zu werden und sein Opfer auch wirklich verurteilt wird. Aus Eddies Sicht bekommt man mit, wie ein solcher Fall vorbereitet wird und wie der Gerichtsprozess abläuft. Da der Autor selbst lange als Anwalt gearbeitet hat, werden diese Szenen sehr authentisch dargestellt.

Dieser Wechsel der Sichten treibt die Spannung stark voran und man möchte immer weiterlesen, um zu erfahren, wer die Oberhand behält und mit welchen Tricks die beiden Seiten noch aufwarten können.

Das Buch ist wirklich gut geschrieben, aber eine Bindung zu den Charakteren konnte ich nicht aufbauen. Vielleicht liegt es daran, dass es schon mehrere Eddie-Flynn-Fälle gibt und man ihn in den anderen Büchern besser kennenlernt. Es gibt zwar kleinere Szenen, die Bezug auf Eddies Vergangenheit nehmen, aber das schafft kein ganzes Bild. Für den Fall ist es nicht relevant, der ist in sich abgeschlossen.

Der zweite negative Punkt ist das Ende, das sehr rasant ist und dabei etwas zu viel des Guten. Da wollte der Autor zu viel einbauen, um es besonders dramatisch zu gestalten. Die finale Auflösung war gut, es hätte mehr ins Detail gehen können, aber der Autor hatte es geschafft, den Leser in einem Punkt etwas an der Nase herumzuführen.

Ein spannender Pageturner, den man schwer aus der Hand legen kann.

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Veröffentlicht am 02.02.2022

Finanzen für Einsteiger

Das einzige Buch, das Du über Finanzen lesen solltest
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Es ist nie zu spät, mit dem privaten Vermögensaufbau zu beginnen und nie war es leichter sein Geld an der Börse anzulegen. In seinem Buch erklärt der Autor Thomas Kehl – der auch den Youtube-Kanal „Finanzfluss“ ...

Es ist nie zu spät, mit dem privaten Vermögensaufbau zu beginnen und nie war es leichter sein Geld an der Börse anzulegen. In seinem Buch erklärt der Autor Thomas Kehl – der auch den Youtube-Kanal „Finanzfluss“ betreibt – die verschiedenen Möglichkeiten sein Geld anzulegen, räumt mit Vorurteilen auf und beantwortet häufige Fragen zu Finanzen.

Das Buch beginnt mit einem kurzen Abriss des Werdegangs des Autors und wie er zu dem Thema Finanzen kam. Er geht kurz darauf ein, warum der private Vermögensaufbau so wichtig ist. Wobei die Gründe für die meisten nichts Neues sein werden.

Danach wird auf (staatliche) Sparverträge, Versicherungen und Fonds eingegangen. Wenn man sich in diesem Bereich überhaupt nicht auskennt, dann ist der Abschnitt ganz interessant, aber etwas bahnbrechend Neues wird jetzt nicht erzählt.

Am interessantesten fand ich den Abschnitt zu Aktien und ETFs, da ich mich intensiver mit diesem Bereich beschäftigen möchte und hier auch viele Fragen, die ich mir vor allem im Bezug auf ETFs gestellt hatte, geklärt wurden. Z.B. welche ETFs sind sinnvoll, wie viele ETFs sollte man haben, sollte man neben ETFs noch andere Sparanlagen haben.

Unterstützt werden die Erklärungen zu den Anlagemöglichkeiten immer mit Rechenbeispielen, die für die Verständlichkeit vereinfacht wurden. Der Schreibstil ist, für das doch komplexere Thema, sehr verständlich und man kann den Ausführungen gut folgen. Es nimmt zudem die ersten Ängste vor einer Geldanlage an der Börse.

Mit dem Titel hat sich das Buch nicht unbedingt einen Gefallen getan. Der Autor sagt am Ende selbst, dass man sich mit den Themen, die einen interessieren, noch intensiver beschäftigen kann. Und das sollte man auch. Das Buch ist ein sehr guter Einstieg in die Finanzwelt und gibt einen groben Überblick über die Möglichkeiten, aber man sollte sich noch genauer damit auseinandersetzen, sobald man sich für ein Sparmodell entschieden hat.

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Veröffentlicht am 18.12.2021

Große und kleine Helden

Tierische Helden
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Jeder kann ein Held sein. Ob groß oder klein, auf vier Pfoten, Hufen oder mit Federkleid oder Flosse. Clare Balding zeigt in ihrem Buch, dass tierische Helden ganz unterschiedlich sein können – in ihrem ...

Jeder kann ein Held sein. Ob groß oder klein, auf vier Pfoten, Hufen oder mit Federkleid oder Flosse. Clare Balding zeigt in ihrem Buch, dass tierische Helden ganz unterschiedlich sein können – in ihrem Erscheinungsbild und in ihren Taten.

Die vorgestellten tierischen Helden im Buch sind sehr unterschiedlich. Von der nicht gerade beliebten Ratte bis zum Schwergewicht Elefant. Und auch in ihren Taten sind sie alle individuell. Die einen Retten unzählige oder auch nur ein Menschenleben, andere berühren Millionen Herzen mit ihrer Loyalität und Liebe oder lösen Begeisterungsstürme mit sportlichem Talent aus. Besonders schön fand ich die Anerkennung, die den Tieren zuteilwurde, die der Wissenschaft „gedient“ haben und dem Menschen zu neuen Erkenntnissen verholfen haben. Oft haben sie es mit ihrem Leben bezahlt.

Die Autorin hat eine schöne Auswahl von Geschichten getroffen, die immer interessant zu lesen waren. Durch die Kürze lässt sich die Sammlung schnell und gut lesen. Manchmal fand ich es schon zu kurz, wenn es mehr eine Aneinanderreihung von Jahreszahlen und den entsprechenden Ereignissen war. Dadurch ging an einigen Stellen das Emotionale verloren.

Trotzdem fand ich es toll zu lesen. Die meisten Geschichten kannte ich noch nicht und es hat Spaß gemacht, sie kennenzulernen. Ein Buch für jeden Tierfreund.

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Veröffentlicht am 30.11.2021

Kochbuch für Fans

PietSmiet kocht. Die besten Gerichte der Show
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Im Youtube-Format „Pietsmiet kocht“ kochen die fünf Jungs von Pietsmiet jede Woche ein neues Gericht. Jetzt gibt es ihre Lieblingsrezepte gesammelt in einem Kochbuch.


Nach einer kurzen Einführung werden ...

Im Youtube-Format „Pietsmiet kocht“ kochen die fünf Jungs von Pietsmiet jede Woche ein neues Gericht. Jetzt gibt es ihre Lieblingsrezepte gesammelt in einem Kochbuch.


Nach einer kurzen Einführung werden die Top-20-Rezepte aus der Show vorgestellt. Die Reihenfolge orientiert sich nach den Bewertungen, die von den Fünf im Format für das jeweilige Rezept vergeben wurde. Die Bewertung steht bei den Rezepten auch immer dabei. Danach stellen die fünf Jungs jeweils ihre eigenen Lieblingsrezepte vor. Die meisten davon kennt man noch nicht von Youtube, sie sind also exklusiv im Kochbuch zu finden. Neben den Rezepten gibt es immer wieder Anekdoten, wie die Fünf zum Kochen stehen und am Ende des Buches gibt es ein kleines Glossar.


Der Aufbau der Rezepte ist zunächst sehr klassisch gehalten. Es werden die Zutaten aufgelistet und die Zubereitung erklärt. Danach gibt es aber häufig noch Tipps oder andere Anmerkungen von einem oder mehreren der Piets. Bei den Top-20-Gerichten findet sich zudem auch der Youtube-Link zum Video. Jedem Rezept geht ein Foto voraus, die sehr ansprechend sind und wer das Format kennt, weiß, dass es so schön angerichtet bei den Jungs nicht immer aussieht.


Die Gerichte sind eine bunte Mischung. Es gibt viele einfache Rezepte, aber auch ein paar aufwändigere bzw. zeitintensivere. Es fällt aber auf, dass es viele Gerichte mit Fleisch gibt. Ich empfehle, vorher einen Blick in das Youtube-Format zu werfen, wenn man es noch nicht kennt, damit man einen Eindruck von den zu erwarteten Rezepten bekommt. Den Zubereitungsschritten kann man gut folgen, manchmal hätte ich mir ein paar genauere Erläuterungen gewünscht. Z.B beim Apple Crumble wird erklärt, dass man die Streusel braten soll bis sie fertig sind, aber nicht wie sie aussehen, wenn sie fertig sind. Da merkt man an einigen Stellen schon, dass es sich um Hobby-Köche handelt.


Das Kochbuch ist eindeutig für Fans gedacht. Ich finde es aber schön, dass viele alltagstaugliche Rezepte enthalten sind und ein paar werde ich so oder in ähnlicher Form in mein Repertoire mit aufnehmen.

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Veröffentlicht am 16.11.2021

Keine 08/15-Dystopie

Das Babel Projekt – Lifelike
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Eve verdient ihr weniges Geld mit Roboterkämpfen. Als ihr Roboter bei einem Kampf zerstört wird, steht sie mit nichts da. In Schrottbergen macht sie sich auf die Suche nach etwas Wertvollem und findet ...

Eve verdient ihr weniges Geld mit Roboterkämpfen. Als ihr Roboter bei einem Kampf zerstört wird, steht sie mit nichts da. In Schrottbergen macht sie sich auf die Suche nach etwas Wertvollem und findet einen Lifelike. Lifelikes sind dem Menschen zum Verwechseln ähnliche Androiden, die verboten wurden. Der Fund stellt Eves Leben komplett auf den Kopf.

Was für ein Ritt durch diese Welt, die der Autor hier erschaffen hat. Es ist eine wilde Mischung aus postapokalyptischen und dystopischen Setting mit Science-Fiction. Vor allem am Anfang fallen viele technische Begriffe, die man erst einordnen muss. Sie werden aber so beschrieben, dass man sich bald etwas darunter vorstellen kann. Die Geschichte spielt im Gebiet der USA, das aber nach Kriegen und Klimaveränderungen nicht mehr das ist, was es mal war. Hier hätte ich mir deutlich mehr Informationen gewünscht, was überhaupt alles passiert ist, das zu dieser Welt geführt hat. Es wird hin und wieder zwar angeschnitten, aber einen wirklichen Überblick habe ich nicht bekommen. Man erfährt auch nicht, was im Rest der Welt vor sich geht. Ob es dort genauso aussieht. Generell erfährt man wenig über die Strukturen, die der Gesellschaft und dem Leben zugrunde liegen. Vielleicht wird das in den nächsten Teilen noch mehr aufgegriffen.

Die Handlung an sich ist dann sehr rasant. Eve und ihren Begleitern stellen sich immer wieder Probleme und Widersacher in den Weg. Es kommt zu Kämpfen, die gut beschrieben und auch mal blutiger sind. Allgemein sind die Sprache und die Dialoge rauer. Es gibt einige Plottwists, wirklich einige. Ein paar sind vorhersehbar und nicht überraschend, andere haben mich kalt erwischt. Vor allem das Ende setzt noch einmal einen drauf.

Die Charaktere sind toll und haben eine gute Chemie untereinander, es gibt viel Geplänkel und niemand ist um einen Spruch verlegen. Dadurch gibt es immer wieder amüsante Stellen. Eve als Protagonistin ist sehr stark. Sie hat einen eigenen Willen, lässt sich nichts vorschreiben und kämpft auch mal allein. Die Liebesgeschichte – geschenkt, die hätte es nicht unbedingt gebraucht, es wäre auch ohne gut gegangen.

Es werden auch ethische und moralische Themen angeschnitten. Wenn man Maschinen erschafft, die eigene Gedanken und Gefühle entwickeln, ist es dann noch in Ordnung sie auszubeuten, sie für sich arbeiten zu lassen und sie zu Sachen zu zwingen?

Ein starker Reihenauftakt, der sich von anderen Dystopien abheben kann und mit einem fiesen Ende, das sehr neugierig auf die Fortsetzung macht.

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