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SaintGermain

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2017

unglaubwürdig, unlogisch, langatmig

Runaway
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Frederick Hagel kommt in eine forensische Psychiatrie wegen Mordes an seiner Frau. An den Mord kann sich Frederick nicht erinnern. Nachdem er bei einem Baseball-Spiel glaubt seine Frau gesehen zu haben, ...

Frederick Hagel kommt in eine forensische Psychiatrie wegen Mordes an seiner Frau. An den Mord kann sich Frederick nicht erinnern. Nachdem er bei einem Baseball-Spiel glaubt seine Frau gesehen zu haben, bricht er aus und versucht sie zu finden.

Das Cover des Buches ist nicht wirklich der Burner, trotzdem hat es mich angesprochen und gefällt mir.

Der Schreibstil des Autors ist gut, Personen und Orte werden sehr gut beschrieben.

Auch die Idee die dem Buch zu Grunde liegt ist gut und interessant.

Der Beginn des Buches ist spannend, kurzatmig und wirklich gut geschrieben.

Insgesamt erinnert die Thematik des Buches an den Film "Doppelmord".

Damit endet es allerdings schon mit dem Positiven.

Denn spätestens ab der Mitte häufen sich Unglaubwürdigkeiten, Unlogik und es wird langatmiger.

Einige Beispiele:

- Dass jemand wegen Mordes ohne Leiche eingesperrt wird, ist unglaubwürdig. So viele Polizisten, Ärzte etc. kann man nicht bestechen.

- Dass man sich nach Einnahme von 3000 mg Seroquel noich die Pulsadern aufschneiden kann, finde ich unrealistisch. Da bewegt sich keiner mehr.

- Frederick bricht aus der Psychiatrie aus; 3 Monate später sucht er in aktuellen Zeitungen, ob über ihn berichtet wird. Für die Zeitungen ist das sicher nicht mehr interessant, denn da zählt nur das Aktuelle.

- Dass man einen Führerschein in einer Patientenakte findet mag zwar für die Geschichte wichtig sein, hätte ich aber noch nie gesehen. Und ich arbeite als Krankenpfleger.

- Ist 1988 wirklich Anfang der 80er?

- Frederick arbeitet für kurze Zeit in einem Restaurant. Dort muss er wirklich sehr gut verdient haben, denn damit leistet er sich diverse Motels und diverse Mietautos.

- Der Prolog ist zwar spannend - ich kann ihn allerdings nicht wirklich in die Geschichte einordnen.

- Ab der Mitte sind sehr ausschweifende Erklärungen und Beschreibungen (Stichwort: Bär und Wolf), die langatmig und unnütz sind.

- Das Ende kam dann doch etwas abrupt, einige Fragen (z.B. Joanna) blieben ungeklärt.

Fazit: Gute Grundidee aber schlechte Umsetzung für ein Buch über das man sich letztendlich ärgern muss.

Veröffentlicht am 03.09.2017

Patterns of Force

Gefangene der Zukunft
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Joe und Vivianne werden bei ienem Gewitter aus der Gegenwart ins Jahr 2150 geschleudert. Dort wird Europa von einem Nazi-Regime beherrscht; Vivianne und Joe schliessen sich dem Widerstand an.

Das Cover ...

Joe und Vivianne werden bei ienem Gewitter aus der Gegenwart ins Jahr 2150 geschleudert. Dort wird Europa von einem Nazi-Regime beherrscht; Vivianne und Joe schliessen sich dem Widerstand an.

Das Cover des Buches ist gut gemacht und passt zum Thema.

Ich finde Zeitreise-Stories und SF-Bücher immer spannend und lese sie auch gerne. So machte mich auch bei diesem Buch die Inhaltsangabe sehr neugierig.

Allerdings war ich diesmal doch ein wenig enttäuscht. Die Story an sich klingt sehr vielversprechend, alelrdings wurde einiges verabsäumt. EIniges erinnerte auch an die Star Trek - Folge "Patterns of Force".

1. Die Inhaltsangabe passt nicht 100%ig, denn dieses Ereignis aus dem Jahr 2016 alles ändern könnte ist doch etwas irreführend.

2. Der Schreibstil ist relativ einfach vom Satzbau her, zum anderen bleiben die meisten Protagoisten farb- bzw. gesichtslos, denn Vivianne und Joe werden fast gar nicht beschrieben, obwohl sie die Hauptfiguren sind.

3. Stattdessen beginnt das Buch mit Belanglosigkeiten über Joe und Vivianne, die weder für das Verständnis der Personen, noch für die Geschichte notwendig sind.

4. Einige Logikfehler. Hauptsächlich: Warum versuchen Joe und Vivianne nicht einmal eine Möglichkeit zu finden in die Gegenwart zurückzureisen, wo diese doch eigentlich die viel bessere Zeit ist?

5. Gerade zum Schluss zu geht alles sehr rasant, doch das Ende ist offen. Es bleiben viele Fragen unbeantwortet, es gibt aber auch keine Hinweise auf eine Fortsetzung.

Insgesamt konnte mich nur der Mittelteild es Buches einigermassen überzeugen, die Handlung war aber insgesamt gut und mit dem Schreibstil konnte ich mich im Laufe des Buches immer besser anfreunden.

Dies alles führte zu einer mittleren Bewertung von 3 Sternen.

Fazit: Idee gut, Umsetzung leider nicht ganz geglückt

Veröffentlicht am 14.08.2017

Trauma

Die gute Tochter
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Samantha und Charlotte sind die Töchter eines Rechtsanwalts mit zwielichtigem Ruf, denn er verteidigt recht erfolgreich Kleinkriminelle und Verbrecher.
Deshalb wird auch sein Haus niedergebrannt. Sie verlieren ...

Samantha und Charlotte sind die Töchter eines Rechtsanwalts mit zwielichtigem Ruf, denn er verteidigt recht erfolgreich Kleinkriminelle und Verbrecher.
Deshalb wird auch sein Haus niedergebrannt. Sie verlieren alles an Hab und Gut und kommen in einem heruntergekommenen, baufälligen Farmhaus unter.
Zwei maskierte Gestalten, die es ursprünglich auf den abwesenden Vater abgesehen hatten, ermorden die Mutter und verschleppen die Mädchen in den Wald.
28 Jahre später ist aus Charlie eine erfolgreiche Rechtsanwältin geworden, sie blieb im gleichen Kaff – Pikeville - wie ihr Vater. Doch plötzlich ist sie mitten im Geschehen als in einer Schuke Schüsse fallen.

Karin Slaughter ist ja jedem Thriller-Fan ein Begriff - obwohl ich bisher noch kein Buch von ihr gelesen habe. Dies war also mein erstes.

Das Cover des Buches ist gut gemacht, auch wenn es nicht wirklich zum vorliegendem Buch passt.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut - Charaktere und Orte werden wirklich spitzenmäßig dargestellt. Auch die Rückblenden gefielen mir sehr gut.

Das Buch beginnt im Jahr 1989 sehr spannend und lässt einen kaum mehr los. Auch das Ende ist sehr gut geschrieben. Dazwischen allerdings nimmt in diesem Buch das (Familien-) Drama Überhang - Thrillerelemente sind kaum mehr vorhanden.

Wirklich überraschen konnte mich in diesem Buch nichts. Zu sehr versteifte sich die Autorin auf die Familie, viele Dinge waren vorhersehbar.

Insgesamt konnte mich das Buch zwar nicht fesseln, aber der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, sodass ich sicher noch etwas von Karin Slaughter lesen werde.

Fazit: Mehr Drama als Thriller, dadurch bleibt die Spannung etwas auf der Strecke. 3,5 Sterne

Veröffentlicht am 04.05.2017

Etwas verwirrend, mit Höhen und Tiefen

Drei Minuten für jeden
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Ich durfte das Buch als Testleser noch vor dem Lektorat lesen - eine Aktion bei Lovelybooks.
Auffallend war für mich zuallererst, dass der Autor im Schreibstil sehr viele Beistriche setzt (manche auch ...

Ich durfte das Buch als Testleser noch vor dem Lektorat lesen - eine Aktion bei Lovelybooks.
Auffallend war für mich zuallererst, dass der Autor im Schreibstil sehr viele Beistriche setzt (manche auch falsch), bedingt durch teilweise sehr lange Sätze. Außerdem, dass die Wörter "das" und "dass" immer falsch verwendet werden und das Wort "ließ" meist "lies" geschrieben wurde.

Das Buch selbst hat mich hin- und hergerissen. Manche Episoden haben mich sehr gut unterhalten und ich kam dabei auch zügig weiter, manche Teile hingegen "zogen" sich ein wenig. Auch die Verbindung zwischen den verschiedenen Episoden wurden mir erst sehr spät klar.

Im fertigen Buch ist anscheinend (so wurde damals - 2016 - gesagt) ein zusätzliches Kapitel vorhanden, das ich (noch) nicht kenne.

Das Cover des Buches ist passend zum Roman, aber es ist etwas düster.

Fazit: Teilweise verwirrendes Buch, das aber auch gute, spannende Teile hat.

Veröffentlicht am 30.04.2017

Die Bilanz eines Lebens

Herr Jonas erwartet Besuch
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Was ist Zeit? Zeit ist im Grunde lediglich die Vermischung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Doch über allem steht als Grenzwächter das Alter. Herr Jonas, ein hochbetagter Herr, muss an einem besonders ...

Was ist Zeit? Zeit ist im Grunde lediglich die Vermischung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Doch über allem steht als Grenzwächter das Alter. Herr Jonas, ein hochbetagter Herr, muss an einem besonders herrlichen Sommertag feststellen, dass er zwar auf eine lange Vergangenheit zurückblicken kann, ihm aber die Neugier auf die Zukunft fehlt, denn schon die Gegenwart ist ihm fremd geworden. Allein gelassen mit Erinnerungen, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit lebt er zurückgezogen hoch unterm Dach in einer schäbigen Mansardenwohnung. Wäre er in der Vergangenheit nicht so ein Pedant und Querulant gewesen, niemand in seiner Umgebung hätte von der Existenz eines Friedbert Jonas gewusst. Deshalb trifft er eine wohlbedachte Entscheidung. Es gibt da jemanden, dem er alle seine Nöte aufbürden will. Er zieht den guten Anzug an und kocht ein opulentes Mahl, denn: Herr Jonas erwartet Besuch! Rainer Mauelshagen ist es gelungen, die Unaussprechlichkeit der Einsamkeit in Worte zu fassen und damit ein Mahnmal für die moderne Gesellschaft zu erschaffen.

Die Zeichnung als Cover gefällt mir gut und sie passt auch mit den Details zur Story.

Erzählt wird die Bilanz eines Lebens aus der Sicht eines 88-jährigen einsamen Mannes.

Das Buch hat einen sehr guten Schreibstil und regt zum Nachdenken an. Dabei wird auch vor aktuellen Themen nicht zurückgeschreckt.

Leider war das Buch trotzdem von Anfang an sehr vorhersehbar und ich hätte mir die eine oder andere Passage gewünscht, wo vielleicht auch etwas Humor hervorkommt.

Dennoch ist das Buch absolut lesenswert, wenn man sich darauf einlässt. 3,5 Sterne