Liebe im exotischen Sansibar
Im Schatten der VanilleSansibar 1880: die junge Elisabeth ist von Deutschland nach Sansibar gereist, um für ihren Bruder Gewürznelken zu kaufen. Nach und nach enthüllt sich, wovor sie tatsächlich geflohen ist. Für Frauen unserer ...
Sansibar 1880: die junge Elisabeth ist von Deutschland nach Sansibar gereist, um für ihren Bruder Gewürznelken zu kaufen. Nach und nach enthüllt sich, wovor sie tatsächlich geflohen ist. Für Frauen unserer Generation ist es unvorstellbar, dass es in dieser männerdominierten Welt viele Bereiche gab, in denen Frauen keinen Zutritt hatten. Als Frauen nur hübsch anzusehende Anhängsel waren, zuständig für den Nachwuchs und das traute Heim. Umso verwunderlicher erscheint es, dass ihr Bruder Elisabeth mit dieser wichtigen Aufgabe allein betraut hat.
Sansibar, ein Schmelztiegel für Menschen aus aller Herren Länder. Ich konnte fast all die verschiedenen Düfte riechen, mit denen Handel betrieben wird: Gewürznelken, Kokosnüsse, Zimt, Vanille und Orangen.
Die interessanten Einblicke in das Haremsleben im Palast des Sultans haben mir gezeigt, dass so ein Leben nichts für mich wäre, die allabendlichen Massagen mit wohlriechenden Düften könnten mir allerdings schon gefallen. 😉
Elisabeths Naivität prallt auf die grausame Wirklichkeit der Insel und so manches Mal muss ihr der attraktive Pflanzer Jacob aus der Patsche helfen.
Besonders interessant und sympathisch fand ich den Inder Ashok, der mit seiner ruhigen Gelassenheit als Diplomat geeignet wäre.
Ein gelungener Auftakt in die Sansibar-Saga, der mich neugierig macht, was in Teil 2 noch auf Elisabeth und mich wartet.