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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2021

Eine unterschätzte Frau

Das Schicksal der Reformatorin
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Die junge Franziska ist begeistert von den Ideen Martin Luthers, doch als Frau wird sie zur Zeit der Reformation nicht ernst genommen. Frauen wird keine geistige Bildung zugetraut, Frauen sind keine Gelernten. ...

Die junge Franziska ist begeistert von den Ideen Martin Luthers, doch als Frau wird sie zur Zeit der Reformation nicht ernst genommen. Frauen wird keine geistige Bildung zugetraut, Frauen sind keine Gelernten. Also fängt sie an im Namen ihres Bruders mit gebildeten jungen Männern in Kontakt zu treten und schon bald betreibt sie einen regen Briefverkehr. Doch dann gerät ihr Bruder in Verdacht gegen die Kirche zu sein und Flugblätter zu drucken...

Der Roman führt uns tief in die Zeit der Reformation. Er beschreibt zum einen die Situation der Reformation, zum anderen aber auch die der Frauen. Es ist schon erschreckend das kein Mann einer Frau irgendeine Art von geistigem Verstand zutraut. Frauen haben zu heiraten und Kinder zu bekommen.

Mir hat vor allem die Figur der Franziska gefallen, sie ist gewitzt und lässt sich nicht von ihren Idealen abbringen. Eine Frau die ein Vorbild ist. Aufgelockert wird der Roman von Franziskas kleinen Bruder Markus der einfach Klasse ist.

Ein Mittelalterroman der sich lohnt.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Es geht spannend weiter

Deutschland 1927
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Das Leben von Anna geht turbulent weiter. Sie ist mir Kapitän Brandis verheiratet und lebt mit ihm in Kiel. Doch dann wird ein Mann seiner Mannschaft getötet und Brandis Gerät unter Verdacht. Anna tut ...

Das Leben von Anna geht turbulent weiter. Sie ist mir Kapitän Brandis verheiratet und lebt mit ihm in Kiel. Doch dann wird ein Mann seiner Mannschaft getötet und Brandis Gerät unter Verdacht. Anna tut alles um seine Unschuld zu beweisen, doch ist sie wirklich überzeugt daß er unschuldig ist?

Annas Geschichte kenne ich bereits aus dem Vorgänger Deutschland 1925 und ich würde auch empfehlen diesen Teil vorher gelesen zu haben, da sich das eine oder andere auf diesen Teil bezieht. Wir haben hier auch einen für sich stehenden Fall der spannend erzählt wird.

Daneben erleben wir eine Zeit in der viel passiert ist. Politisch wie auch wirtschaftlich, die Nazies sind auf dem Vormarsch, auch wenn hier noch viele gegen sie sind. All das wird geschickt in die Romanhandlung eingeflochten.

Sehr gut gefallen haben mir wieder die Charaktere Anna ist einfach Sympathieträgerin. Aber auch ihr Mann mit seiner sehr eigenen Art oder ihre Freundin Lilly oder der Kommissar beleben die Geschichte auf ihre ganz eigene Art.

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Veröffentlicht am 04.12.2021

Alles was ein guter Mittelalterroman braucht

Die Brücke der Ewigkeit
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Ich liebe das Mittelalter und Romane die in dieser Zeit angesiedelt sind. Da war es für mich ganz klar, das ich Die Brücke der Ewigkeit unbedingt lesen musste. Schon das Cover hat mir sehr gut gefallen, ...

Ich liebe das Mittelalter und Romane die in dieser Zeit angesiedelt sind. Da war es für mich ganz klar, das ich Die Brücke der Ewigkeit unbedingt lesen musste. Schon das Cover hat mir sehr gut gefallen, es zeigt für mich den wesentlichen Bestandteil des Romans. Die Brücke um die es geht.

Wir reisen ins vierzehnte Jahrhundert nach Prag und erleben den Bau der Brücke, die wir heute als Karlsbrücke kennen. Natürlich kann sich ein Roman nicht nur um eine Brücke drehen, sondern auch um die Menschen die an ihrer Bebauung beteiligt waren. Die Hauptperson ist Jan Otlin, ein junger Steinmetz der einst geschworen hatte, Prag eine neue Brücke zu bauen. Als er die Gelegenheit dazu bekommt, bewirbt er sich, doch da ist auch der Steinmetz Rudolph, der sich ebenfalls bewirbt. Dieser wird zu einem Feind, der vor nichts zurück schreckt...

Der Roman erzählt Jans spannende Geschichte und nebenbei auch die der jungen Maria Magdalena, die mindestens genauso interessant ist. Der Autor lässt uns tief in die Welt seiner Charaktere eintauchen und so begleiten wir sie durch ihr turbolentes Leben.
Dazu kommt der sehr bildliche Schreibstil, der es geschafft hat Prag und das Mittelalter lebendig werden zu lassen und uns so ins Mittelalter reisen lassen hat.

Für mich ein Mittelalterroman der alles hat was ein guter Roman braucht.

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Veröffentlicht am 03.12.2021

Lebkuchen und Mord

Mord auf dem Eis
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Ich liebe historischen Krimis, mit unverwechselbaren Ermittlern. Bisher ist die Wiener Reihe von Beate Maly leider an mir vorbeigegangen und ich habe gar nicht gewusst das es sich bei Mord auf dem Eis ...

Ich liebe historischen Krimis, mit unverwechselbaren Ermittlern. Bisher ist die Wiener Reihe von Beate Maly leider an mir vorbeigegangen und ich habe gar nicht gewusst das es sich bei Mord auf dem Eis um den neuesten Band dieser Reihe handelt. Es ist aber überhaupt kein Problem, hier zu starten.

Es geht um den Tod einer jungen Eistänzerin, die ermordet in ihrer Garderobe auf der Wienereisbahn gefunden wird. Der Fall führt uns in die Welt der Eisbahn und ist spannend erzählt. Ich möchte gar nicht.mehr dazu schreiben, um nicht zu Spoilern und die Spannung zu nehmen.
Was ich aber erwähnen möchte ist das großartige Drumherum. Allen voran Ernestine und Anton, zwei ältere Wiener die man einfach ins Herz schließen muss. Anton ist ein absoluter Genussmensch und ich muss gestehen das ich während des Lesens ständig Hunger auf Lebkuchen hatte, so verführerisch waren diese beschrieben. Ernestine ist eine neugierige und wissbegierige Dame, die einfach nicht die Finger vom Detektiv spielen lassen kann. Ich war so vertieft in die Geschichte das ich gar nicht gemerkt habe, wie die Seiten an mir vorbei geflogen sind.

Wer historische Krimis, mit eigensinnigen , liebenswerten Charakteren mag, ist hier richtig

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Veröffentlicht am 01.12.2021

Spannend und historisch perfekt

Gold und Ehre
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Sabine Weiss glänzt einmal mehr mit ihrer großartigen Recherche. Der Roman spielt in Amsterdam und Hamburg rund um das Jahr 1700. Ehrlich gesagt wusste habe ich noch nicht viel aus dieser Zeit gelesen, ...

Sabine Weiss glänzt einmal mehr mit ihrer großartigen Recherche. Der Roman spielt in Amsterdam und Hamburg rund um das Jahr 1700. Ehrlich gesagt wusste habe ich noch nicht viel aus dieser Zeit gelesen, das in den Niederlanden spielt. So war es für mich sehr interessant mit diesem Roman in die Geschichte abzutauchen. Für mich liegt hier das Können von Sabine Weiss. Sie lässt viele Fakten in ihre Geschichte einfließen und glânzt durch hervorragende Recherche. Wie war das Leben der Handwerker und der Bevölkerung, aber auch der Alltag auf einem Schiff wird beschrieben. Dazu kommen Einblicke in die Politik der Zeit.

Dazu gibt es die Geschichte des jungen Architekten Benjamin, der von Amsterdam nach Hamburg reist. Mit ihm erleben wir das Leben eines jungen Menschen mit all seinen Problemen, wie Liebe und das schwere Verhältnis zu seinem Bruder. Zu Beginn des Romanes steht Benjamin im Mittelpunkt des Geschehens, zum Ende hin tritt dann allerdings immer mehr der geschichtliche Teil in den Vordergrund und die fiktive Geschichte tritt deutlich kürzer.


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