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Veröffentlicht am 03.12.2021

Exorzismus aber anders

Die Seele eines Spukhauses
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Was macht ein Exorzist für gewöhnlich? Geisteraustreibung und dabei schreckt er auch vor Gewalt an den Untoten nicht zurück. Anders Magnolia - obwohl bei der Gilde der Exorzisten beschäftigt, hat sie andere ...

Was macht ein Exorzist für gewöhnlich? Geisteraustreibung und dabei schreckt er auch vor Gewalt an den Untoten nicht zurück. Anders Magnolia - obwohl bei der Gilde der Exorzisten beschäftigt, hat sie andere sensiblere Methoden entwickelt, um Häuser vom Spuk zu befreien. Sie nennt sich Hausflüsterin und versucht die gequälte Seele des Spukhauses zu verstehen, um diesem zu helfen. Als sie den Auftrag erhält, Shaw Manor von seinen Geistern zu befreien, ist sie überzeugt hier einen riesigen Karriereschritt zu machen, sich in der von Männern dominierten Welt der Geisteraustreiber zu behaupten und endlich Anerkennung für ihre unorthodoxen Methoden zu bekommen. Doch dieser Auftrag wird sie an ihre körperlichen und geistigen Grenzen und darüber hinaus bringen. Ob Magnolia Shaw Manor helfen kann oder werden das Grauen und die Traurigkeit sie mit in den Strudel der geknechteten Seelen reißen?

Helena Gässler hat mit diesem Buch, so finde ich, ein Meisterwerk geschaffen. Die Spannung steigert sich langsam, es gibt immer wieder Ruhepunkte, wo der Leser kurz verschnaufen kann, ehe es ein Level höher weitergeht. Die Wendungen sind überraschend, wobei Magnolias Handeln sehr detailliert und nachvollziehbar beschrieben wird, verstärkt von ihren Logbucheinträgen. Die Sprache entführt uns sofort in Magnolias Welt und die Kapitel fliegen nur so dahin. Ein Buch wie geschaffen für lange Winternächte und düstere Abende. Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen.

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Veröffentlicht am 29.11.2021

Gelungene Mischung

Dunkle Federn, scharfe Krallen
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Wer hier reine Tiergeschichten erwartet könnte enttäuscht sein. Aber diese Kurzgeschichten sind etwas völlig Neues. Sie verbinden Fantasy, zum Teil auch Dark Fantasy mit tierischen Protagonisten wie Waschbären, ...

Wer hier reine Tiergeschichten erwartet könnte enttäuscht sein. Aber diese Kurzgeschichten sind etwas völlig Neues. Sie verbinden Fantasy, zum Teil auch Dark Fantasy mit tierischen Protagonisten wie Waschbären, Hund, Affe und reinen Fantasy Figuren, welche zum Teil durchaus Metapher der Realität sein könnten. Dadurch dass die Geschichten aus den Federn verschiedener Autorinnen stammen, sind die zwar vom Schreibstil unterschiedlich sind aber ansonsten sehr stimmig. Mal etwas ganz anderes zum Teil auch wirklich unheimlich, wobei manche Geschichte das Zeug zum Roman hat. Sehr schön zu lesen.

Die Triggerwarnungen am Ende des Buches sind für empfindsame Leser bestimmt sind sehr hilfreich.

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Veröffentlicht am 28.11.2021

Hut ab

Tierische Helden
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64 Geschichten über tierische Helden, wobei hier über ganz verschiedene Tiere berichtet wird. Angefangen bei Tauben, über Hunde, Katzen, Löwen, Esel, Nashörner und viele mehr. Es sind so viele Tiere, die ...

64 Geschichten über tierische Helden, wobei hier über ganz verschiedene Tiere berichtet wird. Angefangen bei Tauben, über Hunde, Katzen, Löwen, Esel, Nashörner und viele mehr. Es sind so viele Tiere, die für ihren Menschen alles geben, loyal sind und ihr Leben riskieren und zwar über die Jahrhunderte hinweg. Geschichten, die nachdenklich machen, die berühren und unseren Blick schärfen. Geschichten stellvertretend für die vielen Tiere, die in unserem Dienst stehen, die für uns ihr Leben lassen, meist unbeachtet. Ich hoffe, dass dieses Buch den einen oder anderen zum Umdenken anregt und Augen öffnet.
Sehr angenehm ist die Länge der Erzählungen - meist 3 Seiten auf das Wesentliche reduziert, so dass man diese schnell lesen kann.
Die Sprache ist sehr angenehm zu lesen - ohne Pathos, berichtend und zum Teil die Besitzer zitierend. Ein sehr schön zu lesendes Buch. Für Tierfreunde nahezu ein Muss.

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Veröffentlicht am 25.11.2021

Kater als Maulwurf

Polizeikater Champ
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Champ wird als Katzenjunges von Diabolo, dem gnadenlosen Chef des Katzenimperiums in dessen Gang aufgenommen und von ihm großgezogen. Als ausgewachsener Kater erhält er von seinem Boss den Auftrag das ...

Champ wird als Katzenjunges von Diabolo, dem gnadenlosen Chef des Katzenimperiums in dessen Gang aufgenommen und von ihm großgezogen. Als ausgewachsener Kater erhält er von seinem Boss den Auftrag das Hundeausbildungszentrum zu unterwandern und die jugendlichen Rekruten den Katzen Untertan zu machen- angeblich um die Gang zu schützen. Als Dank winkt Diabolos schöne Tochter Chocolate und der Posten des Nachfolgers von Diabolo. Champ wird von Tag zu Tag mehr Mitglied im Ausbildungszentrum und schließt Freundschaft mit dem jungen Rüden Rocky, dem er beim Training helfen soll. Als Dank, sollte Rocky die Abschlussprüfung bestehen, verspricht ihm die alte Polizeihündin Lucy eine eigene Polizeimarke, die ihm auf ewig vor dem Tierheim bewahrt. Und auf einmal ist Champ eine Art Doppelagent. Und das Training mit Rocky hat es in sich. Was tut Champ nicht alles für eine eigene Polizeimarke.
Aber auch die Katzengang wartet nicht still ab. Was will Diabolo wirklich? Und wie werden Champs Hundekumpels reagieren, wenn sie die Wahrheit herausfinden? Und was für ein Kater will Champ eigentlich selbst sein? Eine lustige und spannende Geschichte erzählt aus der Sicht des Katers. Auch wenn die Tiere erkennbar menschliche Verhaltensweisen zeigen, ist dieses Buch, dass uns die Welt aus Katzenaugen zeigt, super toll zu lesen. Die innere Zerrissenheit von Champ, der eigentlich eine ehrliche Haut ist, die lustig beschriebene Polizeihundeausbildung. Die Erklärungen der Hunde, was sie tun, erwärmen das Herz. Ich habe mit Champ und seinen Freunden mitgefiebert, war traurig und habe mich gefragt, wie Champ sich entscheiden wird. Ein unglaublich lesenswertes Buch, wobei nicht allein Katzenliebhaber auf ihre Kosten kommen. Es ist ein Buch für jeden, der Tiere mag und Humor hat.

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Veröffentlicht am 19.11.2021

Eine spannende Geschichte über den Wert von Freundschaft

Feuerblut - Der Schwur der Jagdlinge
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Ein ausdrucksstark geschriebenes Buch über Freundschaft, Ehrlichkeit, Tapferkeit. Als Jugendbuch herausgegeben , kommen aber auch Erwachsene voll auf ihre Kosten.
Ich hätte nicht gedacht, dass sich hinter ...

Ein ausdrucksstark geschriebenes Buch über Freundschaft, Ehrlichkeit, Tapferkeit. Als Jugendbuch herausgegeben , kommen aber auch Erwachsene voll auf ihre Kosten.
Ich hätte nicht gedacht, dass sich hinter dem ziemlich unscheinbaren Cover so eine mitreißende und ergreifende Geschichte verbirgt. Das Mädchen „Zwölf“ wird nach dem Massaker an ihrem Dorf, dem ihre ganze Familie zum Opfer gefallen ist, in der Loge der Jäger ausgebildet, als bei einem Überfall ihre Mitschülerin „Sieben“ verschleppt wird. „Zwölf“ macht sich auf die Suche nach ihr und trifft dabei auf den Wächter der Loge „Hund“ und zwei ihrer Mitschüler „Fünf“ und „Sechs“. Zusammen machen sie sich auf den Weg getrieben von der Hoffnung „Sieben“ lebendig zu finden. Aber die Gefahren, die sie auf ihrem Weg überstehen müssen, sind vielfältig und tückisch. Doch die Gruppe wächst zusammen und „Zwölf“ lernt immer mehr wieder Menschen zu vertrauen. Dann entdeckt sie ein furchtbares Geheimnis. Ist nun alles verloren?
Das Buch ist ungemein spannend und sehr bildhaft geschrieben. Besonders gut gefällt mir die Entwicklung von „Zwölf“, welche zu Beginn voller Hass und Zorn ist und langsam anfängt ihr Trauma zu überwinden und auch ihre Schuldgefühle langsam ablegt. In ihre Vergangenheit wird sie immer in ihren Träumen zurückgeführt und dadurch lernt man als Leser ihre verletzliche Seite kennen und begreift, auf welch tragische Weise sie ihre Familie verloren hat.
Man erkennt, wie schnell Vorurteile zu Kriegen und Tragödien führen und dass der Verrat mitunter von Menschen kommt, von denen man ihn nicht erwartet hat und welchen man vertraut hat. Aber mit Hilfe ihrer Freunde, die zu ihr stehen und dank des Vertrauens, dass in sie gesetzt wird, wächst „Zwölf“ über sich hinaus. Und das Zitat „Wir entscheiden, was für ein Mensch wir sein wollen…“ ist so zutreffend und zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Von mir gibt es eine volle Leseempfehlung.

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