Traditionelle britische Backrezepte – vegan und gesund interpretiert
Dear Doris
Die Autorin und Modedesignerin Sophia Lewis hat den Lock down genutzt, um die klassischen Backrezepte ihrer geliebten Großmutter Doris herzuholen und zu überarbeiten. Sie interpretierte diese neu und ...
Die Autorin und Modedesignerin Sophia Lewis hat den Lock down genutzt, um die klassischen Backrezepte ihrer geliebten Großmutter Doris herzuholen und zu überarbeiten. Sie interpretierte diese neu und machte sie damit vegan tauglich. Sophia Lewis verwendet dafür ausschließlich gesunde Lebensmittel und Zutaten, es wird mit alternativen Mehlen und Zuckern gearbeitet. Die neu entwickelten leckeren Backrezepte können es mit den alten Rezepten von Oma Doris geschmacklich durchaus aufnehmen. Und genau das war ihre Intention.
Mir gefällt das Konzept des Buches. Nebenbei lernen wir Oma Doris kennen und auch ein bisschen lieben. Das Buch ist eine Hommage an die Großmutter. Sie scheint eine wunderbare Frau gewesen zu sein.
Die Autorin plädiert für eine gesunde Lebensweise, denn Ernährung hat einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Ja, auch ich bin davon überzeugt, gesunde Ernährung kann Krankheitsverläufe positiv beeinflussen bzw. sogar heilen.
Das Buch selber hat eine wunderschöne Haptik. Die Fotos sind sehr ansprechend. Neben Rezeptabbildungen finden sich auch Familienfotos in dem Buch. Überhaupt erzählt die Autorin viele Anekdoten und Geschichten aus ihrer Familie und vermittelt so dem Leser ihre Sichtweise auf das Leben. Mit gefällt, dass die Autorin betont, dass man trotzdem auf bestimmte Dinge nicht verzichten muss. Wichtig ist, dass man eine vernünftige Balance findet. Sie plädiert auch dafür, im Einklang mit der Natur zu leben. Die Natur ist eine unschätzbare Kraftoase. Man sollte Ehrfurcht vor den kleinen Dingen entwickeln und in der Einfachheit die Schönheit entdecken.
Aber zurück zu den Rezepten: Meine Favoriten sind der Haselnuss-Schokoladen-Kuchen, der Käsekuchen und der Bonfire-Apfelkuchen. Und ja, der Hermann ist wieder da! In ‚Dear Doris‘ ist es der Sauerteig ‚Sir Charles‘ oder kurz auch ‚Charlie‘. Sir Charles-Brot sieht total lecker aus. Als Brot-Fan sind bei mir fast alle Rezepte mit dem ‚Charlie‘ gut angekommen. Besonders lecker sehen die Roggen-Kümmel-Brötchen aus. Das Foto dazu ist so toll, ich kann sie förmlich riechen. Wow, und erst der Flammkuchen.
Fazit: Ein wunderbares persönliches Backbuch für alle die es gesünder mögen. Was mir weniger gut gefällt ist, dass es kein reines Backbuch ist, hier werden zu viele Familiengeschichten gebracht, die für manche Leser sicherlich nicht unbedingt den Stellenwert wie für die Autorin haben.