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annamichalea

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2022

Kultstatus

Der letzte Sommer in der Stadt
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Vorab: Hier findet ihr keinen weiteren Hinweis auf den Inhalt des Buches.
Es kommt schon mal vor, dass ich ein Buch das erste Mal in die Hand nehme und dann ungeplant auf einen Rutsch durchlese. Meist ...

Vorab: Hier findet ihr keinen weiteren Hinweis auf den Inhalt des Buches.
Es kommt schon mal vor, dass ich ein Buch das erste Mal in die Hand nehme und dann ungeplant auf einen Rutsch durchlese. Meist habe ich da zufällig zumindest etwas Zeit, sonst nimmt man auch kein Buch in die Hand, und das Buch ist entweder sehr spannend oder was überraschend Neues.
Bei " Der letzte Sommer in der Stadt " von Gianfranco Calligarich ist alles anders.
Schon das Cover hat eine magische Anziehungskraft. Dann die Information, dass es in der Versenkung verschwunden war, immer wieder vergriffen und wieder neu aufgelegt. Was hat dieses Buch?
Eine magische Anziehungskraft. Vielleicht nicht für jeden Leser, aber kennt ihr die Zeit in eurem Leben, als Bücher eine sehr besondere Rolle spielten? Es gab Titel, die musste man gelesen haben. Darüber wurde diskutiert und geschrieben, noch bevor es leicht war per Internet sich auszutauschen. Wo war dieses Buch damals, warum habe ich zu meiner Schande noch nie etwas davon gehört?
Fast in einem Rutsch durchgelesen, nur mit den notwendigsten Unterbrechungen, und es klingt nach, das Buch. Wird noch mal gelesen und sicher weitergereicht werden um unbedingt wieder zurückzukehren. Bücher haben eine grosse Bedeutung auch für die Hauptperson dieses Buches Leo Gazzarra, der immer mindestens zwei Koffer mitführt, Bücher von denen er sich wirklich nie trennen wird.
Wer Bücher mit sogenanntem Kultstatus liebt, muss dieses Buch lesen!!

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Veröffentlicht am 03.01.2022

Ein einmaliges Leseerlebnis voller Atmosphäre und eine Heldin, die niemand so schnell vergisst.

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Freiheit der Frauen (Hafenärztin 1)
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Eine Zusammenfassung oder Teile aus dem Buch zu übernehmen ist eigentlich nicht meine Art, aber der Titel der Rezension passt wie die Faust aufs Auge.
Das beginnt schon, wenn man das Buch in die Hand nimmt. ...

Eine Zusammenfassung oder Teile aus dem Buch zu übernehmen ist eigentlich nicht meine Art, aber der Titel der Rezension passt wie die Faust aufs Auge.
Das beginnt schon, wenn man das Buch in die Hand nimmt. Obwohl ein Taschenbuchformat, wirkt es edel durch die goldfarbenen Buchstaben auf dem rückseitigen Cover und dem strukturierten ebenfalls goldfarbenen Rahmen auf beiden Coverseiten. So wirkt das Buch gleich wertiger.
Die Titelheldin wird sehr detaillreich präsentiert, bis hin zu den Schatten der Fältelung ihrer Bluse. Das betont auch die Persönlichkeit der Protagonistin Anne, die mit unbekannter Vergangenheit in eine neue Zukunft startet, aber auch in ihrem Auftreten ihre Herkunft und innere Haltung nicht verleugnen kann.
Dieser Roman verbindet Frauengeschichte mit Krimi, stellt Alltagsgeschichte von arm und reich zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor und bietet auch eine Fantasiereise durch das damalige Hamburg.
Ein rundum gelungenes Leseevent.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Rundum gelungen

Die Brücke der Ewigkeit
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Ich bin froh, mich zu diesem Buch durchgerungen zu haben. Titel und Cover kamen mir so bekannt vor. Ein Abklatsch von Ken Follett?
Nein, ganz und gar nicht.
Es ist wie immer nicht einfach ein Buch zu ...

Ich bin froh, mich zu diesem Buch durchgerungen zu haben. Titel und Cover kamen mir so bekannt vor. Ein Abklatsch von Ken Follett?
Nein, ganz und gar nicht.
Es ist wie immer nicht einfach ein Buch zu rezensieren, ohne zuviel vom Inhalt zu verraten. Zumindest kann ich ganz klar sagen, weder Inhalt noch Schreibstil sind eine Nachahmung von den Erfolgsbüchern von Ken Follett.
Wolf Hector, wüsste zu gerne wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, schafft es auf gekonnte Art und Weise historische Fakten, existierende Orte und geschichtlich relevante Persönlichkeiten mit fiktiven Personen und Geschehnissen zu verbinden. Ich vermute mal er hat genau recherchiert, wobei ich da nur die Stimmigkeit nicht die Tatsachen verifizieren kann.
Besonders sind mir immer die Darstellungen des Alltagsleben der unteren Schichten wichtig. Hier kann man nicht so auf Tatsachen bauen, wurden ja nicht von einem Chronisten festgehalten, sondern eher das schriftstellerische Gefühl für die Zeit gepaart mit historischen Recherchen führen zu einer realistisch anmutenden Darstellung. Dies finde ich bei Wolf Hector gelungen.

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Veröffentlicht am 05.12.2021

Ein grandioses Kinderbuch

Fanny und die Liebe
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Kinderbücher sind eigentlich nicht ganz das Genre mit dem ich mich privat befasse, aber da ich mich ehrenamtlich oft auch mit dieser Altersgruppe beschäftige habe ich immer ein Auge auf die Neuerscheinungen.
Hier ...

Kinderbücher sind eigentlich nicht ganz das Genre mit dem ich mich privat befasse, aber da ich mich ehrenamtlich oft auch mit dieser Altersgruppe beschäftige habe ich immer ein Auge auf die Neuerscheinungen.
Hier machten mich der Titel und das Cover neugierig. Die Leseprobe an sich fand ich gelungen, wenn mir auch die Sprache zuerst zu einfach gestrickt erschien. Als wäre es für ganz kleine Kinder geschrieben.
Ich habe dann auch mal in den Leseeindrücken zu dem Buch gestöbert und war sehr empört, dass hier, zum Glück selten, auch grosse Vorurteile gegen das Thema Liebe in einem Kinderbuch bestehen. Vor allem Bedenken, dass es auch um gleichgeschlechtliche Liebe gehen könnte.
Hierzu sage ich Gottseidank geht es auch darum. Als eine selbstverständliche Art der Liebe, erwähnt in einem Nebensatz als Möglichkeit, wen man lieben kann.
Ein sehr gelungenes Buch, das weder polarisiert noch "gendert". Inwieweit der sehr feinsinnige Humor der mich begeistert auch bei den Kindern ankommt kann ich nicht beurteilen nur hoffen, dass sie davon auch erreicht werden.

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Veröffentlicht am 05.11.2021

Eine hilfreiche Kladde mit vorgeformten Seiten

Resilienz für dich
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Es ist erst einmal ziemlich schwierig etwas über ein Sachbuch zu schreiben, das als Selbsthilfebuch konzipiert ist. Es "lebt" ja von der Interaktion, so ist es eher eine Art Besichtigung von aussen.
Zuerst ...

Es ist erst einmal ziemlich schwierig etwas über ein Sachbuch zu schreiben, das als Selbsthilfebuch konzipiert ist. Es "lebt" ja von der Interaktion, so ist es eher eine Art Besichtigung von aussen.
Zuerst hat es mich schon sehr enttäuscht, dass es kein Hardcover ist. Zwar etwas stabiler als ein Taschenbuch, aber gerade ein Eintragbuch für problematische Lebenssituation sollte stabil sein. Es wird sicher oft genutzt, mitgenommen oder auch als Anker benutzt, da soll es auch haptisch Stärke vermitteln.
Das Coverdesign finde ich gelungen. Kleine ansprechende und nicht bewertende Symbole und vor allem im Titel eine direkte Ansprache. Keine Schnörkel, kein Overload.
Interessant ist im Buch auch, das besondere Kleinigkeiten eine bedeutende Wirkung erzielen. So ist der Text, auch das Inhaltsverzeichnis im Schriftbild immer durchbrochen von scheinbar handschriftlichen Einträgen. Zum einem macht es die so vermittelte Botschaft persönlicher und zugleich durch die Wahl des eher ungleichmässigen Schreibschriftbildes vermittelt es, Unvollkommenheit ist ok.
Der Aufbau des Eintragbuches ist so strukturiert, dass man kleine Einheiten vorfindet, die nicht überfordern. Man kann bei dem Thema einsteigen, dass einem gerade anspricht.
Inhaltlich findet sich hier ja keine neue psychologische Herangehensweise an das Thema, das will das Buch ja auch gar nicht. Es ist eine Hilfestellung für Hilfesuchende, die dazu ein ensprechendes Gerüst brauchen, das sie anleitet und weiterbringt. Diese Aufgabe sehe ich, zumindest als Aussenstehende hier voll erfüllt.

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