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Veröffentlicht am 13.12.2021

Großartiger Abschluss

Chasing Hope
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„Chasing Hope“ ist der Abschlussband der wunderschönen und emotionalen Montana Arts College Trilogie von Julia K. Stein.
Julie hat sich ihren Platz am Montana Arts College hart erkämpft, denn sie ist ...

„Chasing Hope“ ist der Abschlussband der wunderschönen und emotionalen Montana Arts College Trilogie von Julia K. Stein.
Julie hat sich ihren Platz am Montana Arts College hart erkämpft, denn sie ist ihr ganzes bisheriges Leben völlig mittellos in einer Hippie-Kolonie auf Hawaii aufgewachsen. Sie fokussiert sich auf ihr Creative-Writing-Studium und kann den übrigen College-Vergnügungen nichts abgewinnen. Gäbe es eine Skala, würde sich Nate wohl genau am anderen Ende befinden. Der reiche und verwöhnte New Yorker verliert sich lieber in Ablenkungen, als sein Studium durchzuziehen. Als er Julie um Hilfe bittet, lehnt sie zunächst ab. Aber je näher sie Nate kennenlernt, desto mehr blickt sie hinter seine Fassade.

Beide Hauptfiguren durfte man ja schon in den Vorgängerbänden ein wenig kennenlernen, wobei man sie sich anfangs nur schwer als Paar vorstellen kann, da sie aus völlig verschiedenen Welten kommen. Im Laufe der Handlung zeigt sich, dass vor allem in Nates Welt nicht alles so toll und easy ist, was sein Party-Image geschickt verschleiert.
Julie hat eine schwierige Vergangenheit und ihr innerer Zwiespalt zwischen der tiefen Liebe zu ihrer Familie und der objektiven Beurteilung deren Verhaltens kommt sehr intensiv zum Ausdruck. Sie ist hin- und hergerissen und ein Opfer ihrer teils traumatischen Erfahrungen, die ihr eigenes Verhalten nachhaltig beeinflussen. Die Facetten ihres Charakters sind unglaublich gut beschrieben, denn sie ist viel mehr als nur eine esoterische Hippiebraut.
Nates Charakter zeigt genau soviel Tiefe. Er ist vielleicht in manchen Dingen tatsächlich ein verwöhnter Ostküstenbalg, aber überwiegend reflektiert er sein Verhalten sehr selbstkritisch. Vor allem in der sich langsam aufbauenden Beziehung zu Julie hat er mich mehrfach mit seiner Sensibilität überrascht und völlig von sich überzeugt.
Julia K. Stein erzählt die emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle sehr berührend und mitreißend, so dass ich von Anfang bis Ende mit Nate und Julie mitgefiebert habe. Leider ist dies das letzte Buch der Reihe, was ziemlich schade ist. Mich würden die Geschichten der anderen Nebenfiguren, wie Layla oder Eduardo, auch brennend interessieren, denn in dieser Reihe gibt es keine langweiligen Charaktere.

Mein Fazit:
Ich gebe eine ganz klare Leseempfehlung und die vollen fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 10.12.2021

Liebe auf Sendung

Love is on Air
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„Love is on Air“ von Sophie Sullivan ist eine amüsante Lovestory, in der der Traummann der Protagonistin näher ist als gedacht.
Die introvertierte Radioproduzentin Everly Dean hasst ihre Geburtstage. ...

„Love is on Air“ von Sophie Sullivan ist eine amüsante Lovestory, in der der Traummann der Protagonistin näher ist als gedacht.
Die introvertierte Radioproduzentin Everly Dean hasst ihre Geburtstage. Seit ihrer Kindheit konnte sie sich sicher sein, dass an diesem schicksalhaften Tag immer etwas Schreckliches passiert. Den eigenen Freund beim Überraschungsbesuch mit seiner Assistentin im Bett zu erwischen, fällt definitiv in diese Kategorie. Den anschließenden Wutanfall live im Radio zu übertragen, toppt das Level der Vorjahre noch um ein Vielfaches. Um ihren gefährdeten Job noch zu retten, erklärt sich Everly bereit, bei einer Radio-Dating-Show mitzumachen, um ihren Traummann zu finden. Große Unterstützung bekommt sie dabei von ihrem Chef Chris, der auf einmal völlig unerwartete Seiten von sich zeigt.

Everly erlebt ihren schlimmsten Geburtstag ever und leider ist ihr Leidensweg am nächsten tag nicht automatisch vorbei und vergessen. Die rege Anteilnahme der Radiohörer an ihrem Liebesglück beschert ihr eine ungewollte Aufmerksamkeit. Aber vielleicht ergibt sich dadurch auch eine Chance für neue mutige Veränderungen in ihrem durchgeplanten Leben.
Ich mag Everly, die nach außen wahrscheinlich unnahbar und abweisend wirkt, aber einfach nur extrem schüchtern und zurückhaltend ist. Chaos und Überraschungen sind ihre persönlichen Feinde, aber gerade in dieser Hinsicht weist ihre eigene Familie null Empathie auf. Ich kann absolut nachvollziehen, dass Everly bei Chris starke Beschützerinstinkte weckt, denn mir ging es beim Lesen nicht anders. Auch ihre großartige beste Freundin Stacey ist für Everly ein unerschütterlicher Fels in der Brandung.
Chris vermittelt ebenfalls nach außen hin ein völlig anderes Bild, um die brodelnden Gefühle in seinem Inneren zu überspielen. Die Chemie zwischen ihm und Everly funktioniert hervorragend, aber beide unterdrücken die sprühenden Funken mit aller Gewalt.
Mir gefällt der feine und trockene Humor der Autorin, die mit ihrer süßen Liebesgeschichte und ihren liebenswerten und ganz speziellen Charakteren genau meinen Geschmack getroffen hat. Everly ist mit all ihren Ecken und Kanten eine wundervolle Hauptfigur und ich habe bis zum Schluss mit ihr und Chris mitgefiebert.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und die vollen fünf Sternchen!

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Veröffentlicht am 09.12.2021

Hoffnungen und Träume

The Beauty in the Shallows
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„The Beauty in the Shallows“ von Vanessa Hußmann erzählt von geplatzten Träume und Neuanfängen.
Hailey ist eine talentierte Fotografin, die kurz vor dem Abschluss ihres Fotografie-Studiums steht. In letzter ...

„The Beauty in the Shallows“ von Vanessa Hußmann erzählt von geplatzten Träume und Neuanfängen.
Hailey ist eine talentierte Fotografin, die kurz vor dem Abschluss ihres Fotografie-Studiums steht. In letzter Zeit fühlt sie aber nur noch Leere und keinerlei Inspiration oder Kreativität. Nicht ganz unschuldig daran ist die komplizierte Beziehung zu ihrem Dozenten, die sie immer weiter in die Abwärtsspirale zieht. Eines Abends stolpert Hailey über einen Obdachlosen, der sich als ihr Lieblingsschriftsteller Robin Yoon entpuppt. Robin ist nach seinen großen Bucherfolgen komplett abgestürzt und am Tiefpunkt seines Lebens angekommen. Hailey bietet ihm spontan ihre Hilfe an und endlich scheint auch der Funke der Inspiration wieder zu zünden.

Ich habe bereits die anderen Bände der Reihe förmlich verschlungen, aber zum Verständnis der Handlung muss man sie nicht zwingend gelesen haben. Vanessa Hußmann erzählt auch im dritten Band ihrer emotionalen Reihe eine berührende Geschichte voller Liebe und Hoffnung, selbst in den dunkelsten Momenten ihrer Protagonisten.
Hailey lässt sich von toxischen Einflüssen langsam zerstören und findet nicht den richtigen Weg hinaus. Das Projekt mit Robin könnte der Ausweg sein, aber jedem Schritt nach vorn folgt gefühlt ein neuer Rückschlag.
Robin war bereits an der Spitze und ist aus eigenem Verschulden tief gefallen. Erst wehrt er sich gegen Haileys Hilfe, aber mit jedem neuen Tag findet er ein wenig mehr zu seinem alten Selbst zurück. Natürlich bleibt es nicht aus, dass Hailey und Robin auch füreinander nach und nach ernste Gefühle entwickeln. Doch bevor beide an eine gemeinsam Zukunft denken können, müssen sie erst ihr eigenes Leben regeln.
Sowohl Hailey als auch Robin sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen und ich habe mit beiden mitgehofft und mitgefiebert. Ihre Verletzlichkeit und gleichzeitig ihre innere Stärke zeichnen ihre Charaktere aus, die wie die Figuren der Vorgängerbände ausgesprochen tiefgründig und interessant sind.

Mein Fazit:
Die Autorin hat mich auch im dritten Band komplett überzeugt und ich gebe eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.12.2021

Großartige Protagonistin

Animant Crumbs Staubchronik
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„Animant Crombs Staubchronik“ von Lin Rina erzählt die unterhaltsame und faszinierende Geschichte einer ganz besonderen Heldin.
Die neunzehnjährige Animant hat ihre Nase stets tief in einem Buch versteckt ...

„Animant Crombs Staubchronik“ von Lin Rina erzählt die unterhaltsame und faszinierende Geschichte einer ganz besonderen Heldin.
Die neunzehnjährige Animant hat ihre Nase stets tief in einem Buch versteckt und würde am liebsten ihr ganzes Leben lang nichts anderes tun. Heiraten und als brave Ehefrau einen Haushalt führen, steht zum Leidwesen ihrer Mutter auf ihrer Prioritätenliste ganz unten. Bisher konnte sie den Verkupplungsversuchen noch heil entkommen, aber eine Auszeit in London bei ihrem Onkel könnte trotzdem nicht schaden. Hier soll Animant als Bibliotheksassistentin dem von allen gehassten Bibliothekar unter die Arme greifen, was für sie eine vollkommen passende Herausforderung darstellt.

Für die Frauen des neunzehnten Jahrhunderts stellt Animant eine Ausnahmeerscheinung dar, denn ihre Interessen liegen weit abseits von Gesellschaften und Ballsälen. Doch es wird zunehmend schwieriger, den ehrgeizigen Plänen ihrer Mutter zu entkommen.
Ich war sofort begeistert von Animants direkter und unverstellter Art, mit der sie zwar pausenlos aneckt, aber die einfach zu ihrem Charakter gehört. In London findet sie das passende Gegenstück und es ist sehr amüsant, wenn sie sich über Charakterzüge aufregt, die sie eigentlich auch selbst hat. Die witzigen Schlagabtausche haben mich oft zum Lachen gebracht, genau wie Animants vernichtende Schimpftiraden, wenn ihr mal wieder der Kragen platzt.
Obwohl die Handlung hauptsächlich in der Bibliothek spielt und Animants Tagesablauf schildert, wurde es mir nie langweilig und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Die langsam aufkommenden Gefühle für den sturen und unhöflichen Bibliothekar sind vielleicht zurückhaltend, aber sehr authentisch geschildert, so dass die Chemie zwischen den beiden nur so glühte.
Animant ist eine Gefangene ihrer Zeit, aber trotzdem kämpft sie für ihre persönlichen Belange und die der Menschen, die ihr am Herzen liegen. Ihre Entwicklung im Buch ist großartig erzählt und auch die Nebenfiguren sind absolute Highlights.

Mein Fazit:
Lin Rina hat eine wundervolle Protagonistin erschaffen, von der ich gern noch mehr lesen würde. Eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 03.12.2021

Gelungenes Buchabenteuer

Litersum
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„Litersum – Musenherz“ ist der dritte Band der magischen Buchreihe von Lisa Rosenbecker.
Harper Green ist eine ganz besondere Muse, die ihre geheimen Fähigkeiten hinter einer arroganten und abweisenden ...

„Litersum – Musenherz“ ist der dritte Band der magischen Buchreihe von Lisa Rosenbecker.
Harper Green ist eine ganz besondere Muse, die ihre geheimen Fähigkeiten hinter einer arroganten und abweisenden Maske verbirgt. Sie möchte ihre Ausbildung an der Akademie möglichst unauffällig hinter sich bringen und hält alle anderen auf Abstand. Als zum ersten Mal auch Wandler als Schüler aufgenommen werden, gerät ihr schöner Plan ins Wanken. Ihr neuer Tandem-Partner Trace Rogers lässt sich nämlich nicht von ihrer Distanziertheit und ihrem schlechten Ruf abschrecken und reißt ihre Schutzmauern in kürzester Zeit ein. Harper genießt ein wenig ihr neues Glück, aber dann geschieht ein Mord und die Akademie gerat in Gefahr.

Fans der Reihe werden sich über eine weiter Fortsetzung aus der abenteuerlichen und faszinierenden Welt des Litersums freuen. Es ist sicher von Vorteil, wenn man die Vorgängerbände kennt, da dann die Hintergründe und die meisten Charaktere bereits bekannt sind, auch wenn es immer wieder kurze eingestreute Erklärungen zu Vergangenheit gibt.
Ich war nach wenigen Zeilen wieder komplett im Litersum angekommen und habe mit Harper mitgefiebert, die völlig zu Unrecht als Böse gebrandmarkt ist. Im Gegensatz zu ihrem Ruf ist Harper loyal, selbstlos und freundlich, was sie jedoch aus Gründen verbirgt.
Trace ist ihr sympathischer Gegenpart, der mit seiner offenen und direkten Art Harpers Abwehrstrategien durchbricht. Die Chemie zwischen den beiden funktioniert hervorragend und ich mag ihre Dynamik.
Lisa Rosenbecker lässt vor allem Harper eine riesige Entwicklung durchmachen, aber auch andere Charaktere konnten mich im Laufe der Handlung echt überraschen. Für die Freunde der Fellnasen ist diesmal der zuckersüße und verfressene Hamster Hamilton mit an Bord, den man einfach nur knuddeln möchte.
Die fantasievolle Story steckt voller Abenteuer, Spannung, Romantik und Gefühl, so dass es von Anfang bis Ende nicht langweilig wird. Von mir aus könnte es ruhig noch mehr Litersum-Geschichten geben, denn jede einzelne ist ein großartiges Leseabenteuer.

Mein Fazit:
Ich gebe natürlich eine ganz klare Leseempfehlung!

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