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Veröffentlicht am 20.10.2022

In nicht all zu ferner Zukunft...

Freiheitsgeld
1

Der neue Roman von Andreas Eschbach spielt in nicht all zu ferner Zukunft. Das Bargeld ist abgeschafft und das bedingungslose Grundeinkommen wird an jeden Europaer monatlich ausgezahlt. Es heisst nun Freiheitsgeld, ...

Der neue Roman von Andreas Eschbach spielt in nicht all zu ferner Zukunft. Das Bargeld ist abgeschafft und das bedingungslose Grundeinkommen wird an jeden Europaer monatlich ausgezahlt. Es heisst nun Freiheitsgeld, doch ob es einem wirklich die Freiheit bringt bleibt bis zum Ende offen.
Wegen der Grundidee des Romans bin ich sehr neugierig an das Buch herangegangen.
Der Schreibstiel ist gewohnt flüssig und die Personen sehr authentisch dargestellt.
Es geschieht viel, doch trotzdem plaetschert es ab und zu vor sich hin.
Der Einführer des Freiheitgeldes wird tod in seiner Wohnung aufgefunden, ebenso sein grösster Widersacher, ein Journalist. Was wie Selbstmord aussieht wirft bei den Ermittlern viele Fragen auf, erst Recht als sie Befehl von oben bekommen es auf sich beruhen zu lassen.

Hier verbindet der Autor geschickt eine neue Welt, wie sie eines Tages tatsaechlich sein könnte. Die Bürger kommen aus aller Herren Laender, das Klima drohte zu kippen wurde aber anscheinend durch den Lebenswandel der Menschen noch aufgehalten.
Alles könnte perfekt sein, ist es aber doch nicht.
Mir hat diese Dystophie gut gefallen.
Die Denkanstösse sind von Herrn Eschbach gewohnt gekonnt eingesetzt und es regt zum Nachdenken an!
Einen Stern ziehe ich dennoch ab, für fünf hat es bei mir nicht gereicht.
Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.06.2022

Gefiel mir besser als Band 1

Die Dorfschullehrerin
0

Helene wird die Stelle der Rektorin an der Dorfschule angeboten. Sie nimmt die Stelle an, obwohl sie Angst hat sich wieder in eine Beziehung mit dem Dorfarzt einzulassen.
Ein großes Thema des Buches ist ...

Helene wird die Stelle der Rektorin an der Dorfschule angeboten. Sie nimmt die Stelle an, obwohl sie Angst hat sich wieder in eine Beziehung mit dem Dorfarzt einzulassen.
Ein großes Thema des Buches ist die Liebe der beiden, was für mein Empfinden oft zu stark und romantisch daher kommt.
Der erste Band war ja ähnlich, aber dennoch Gefiel mir der zweite Band etwas besser als der Vorgänger. Das Ende war nicht so gehetzt und abrupt, und es blieben keine Fragen offen.
Ost-West Konflikte, amerikanische GI‘s und damit auch Rassismus, Frauenrechte und Selbstbestimmung werden thematisiert, Klischees bedient und dramatische Ereignisse beschrieben. Das ist schon ganz schön viel für so einen Roman. Ich habe mich gut durch die Geschichte gelesen, aber fesselnd war es nicht. Vielleicht würden drei Sterne ausreichen, aber da diese schon Teil eins von mir bekommen hat und mir dieses Buch besser gefallen hat, gibt es von mir vier Sterne.
Wer leichte, romantische Kost mag mit einer Spur Spannung und deutsch/deutscher Geschichte, sollte diesen Roman lesen.

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Veröffentlicht am 08.03.2022

schöne Zukunftsvision

Pantopia
0

Patricia und Henry wollen eigentlich nur eine Trading Software schreiben, doch haben plötzlich die erste wirklich interligente KI geschaffen. Beiden ist schnell klar, dass sie nicht in ihrer Firma weiter ...

Patricia und Henry wollen eigentlich nur eine Trading Software schreiben, doch haben plötzlich die erste wirklich interligente KI geschaffen. Beiden ist schnell klar, dass sie nicht in ihrer Firma weiter arbeiten können um diese KI noch unentdeckt zu lassen.

Einbug heißt die KI und sie entwickelt sich viel schneller, als erwartet. Um sich selbst und die Menschen zu schützen, entwickelt es einen Plan...

Ich hatte sehr viel Spass beim lesen. Einbug entwickelt Humor und wuchs mir schnell ans Herz. Ein sehr aktueller Roman, indem die Klimakrise, Corona, Rassismus, Flüchtlinge und vieles mehr angesprochen wird. Es könnte alles so einfach sein, mit Einbug wäre die Welt ein schönerer Ort...

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Veröffentlicht am 16.12.2021

kalte Atmosphaere in Irland

Der Sucher
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Cal Hooper, ein ehemaliger Cop aus Chicago, wandert nach Irland aus um die Ruhe und Natur zu geniessen. Er möchte seinen verfrühten Ruhestand mit schönen Dingen begehen, ohne die schrecklichen Verbrechen ...

Cal Hooper, ein ehemaliger Cop aus Chicago, wandert nach Irland aus um die Ruhe und Natur zu geniessen. Er möchte seinen verfrühten Ruhestand mit schönen Dingen begehen, ohne die schrecklichen Verbrechen die seinen einstigen Arbeitstag füllten.
Doch es dauert nicht lange, da fühlt er sich auf seinem neuen Anwesen beobachtet.
Eines Tages taucht ein Kind bei ihm auf, welches misstrauisch erscheint, aber langsam zutrauen zu Cal bekommt.
In der Nachbarschaft werden einige Schafe bestialisch ums Leben gebracht und ehe Cal es sich versieht, steckt er mitten in Ermittlungen. Dadurch macht er sich aber unter den Einheimischen nicht nur Freunde.

Ein spannender Roman, welchen ich allerdings nicht in einem Rutsch durchlesen konnte. Kein wirklicher Pageturner, dennoch spannend geschrieben. Die kalte Atmosphäre der Insel kommt sehr gut rüber und man fängt fast an zu frieren wenn man Cal bei seinen Ermittlungen ins Moor begleitet.
Das Ende ist schlüssig, aber ich hatte mir ein anderes erhofft, weswegen mit ein Stern zur vollen Punktzahl fehlt.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle die es spannend mögen!

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Veröffentlicht am 11.12.2021

starke Frauen der 1920ern

Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher
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Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher ist ein flüssig geschriebener Roman aus der 1920ern. Als Berlinerin die in der Nähe der Ullsteinhauses aufgewachsen ist, fand ich diese Geschichte besonders spannend.
Es ...

Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher ist ein flüssig geschriebener Roman aus der 1920ern. Als Berlinerin die in der Nähe der Ullsteinhauses aufgewachsen ist, fand ich diese Geschichte besonders spannend.
Es ist die Geschichte einer selbstbewussten, selbstbestimmten Frau und einer Liebe die von der Familie des Geliebten nicht akzeptiert ist.
Die Ullstein Familie war strikt gegen diese Verbindung und Intriegen, Eifersucht, Missgunst- all das ist in spannder Forn geschrieben. Der Roman ist voller Liebe, ohne kitschig zu sein, voller Beschreibungen ohne zu langweilen. Ich habe das Buch sehr gern gelesen, wenn mich auch eigentlich das Cover nicht zu Kauf annimiert hätte, wären des nicht die Ullsteins gewesen um die es geht.
Das Titelbild erscheint mir persönlich sehr kitschig, doch in dieser Art erscheinen ja zur Zeit eine Menge historischer Romane bekannter Persönlichkeiten. Das hat bestimmt auch einen Wiedererkennungseffekt.
Man sollte sich also durch das Cover nicht abschrecken lassen, der Roman ist auf jeden Fall lesenswert und spannend. Von mir vier Sterne, Kaufempfehlung

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