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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2021

Allerweltswissen stimmungsvoll präsentiert

Ein Buch, vier Jahreszeiten
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Ein Buch für alle vier Jahreszeiten, als Begleiter durch das gesamte Jahr, mit Gedichten, kreativen Ideen zum Basteln und Werkeln, Rezepten und kleinen Geschichten zur jeweiligen Jahreszeit.

Das Buch ...

Ein Buch für alle vier Jahreszeiten, als Begleiter durch das gesamte Jahr, mit Gedichten, kreativen Ideen zum Basteln und Werkeln, Rezepten und kleinen Geschichten zur jeweiligen Jahreszeit.

Das Buch bietet Allerweltswissen aus vielen Bereichen des Alltags, die Seiten sind sehr schön gestaltet mit vielen stimmungsvollen Fotos und Illustrationen. Wirklich neu war für mich relativ wenig. Das mag wohl daran liegen, dass ich nun schon einiges an Lebenserfahrung einsammeln konnte. Die Themen werden alle nur kurz gestreift, wer sie weiter vertiefen möchte, muss selbst weitersuchen. Allerdings kratzt das Buch somit bei allem nur an der Oberfläche.

Dieses Buch könnte sich vielleicht als Geschenk eignen für alle, die nach neuen Ideen und Anregungen querbeet durch alle Bereiche suchen. Mich selbst konnte das Buch nicht so ganz überzeugen. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.12.2021

Anschaulich erzählt

Das Haus der Düfte
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Anouk träumt schon immer davon, eigene Parfüms zu entwickeln. So kommt sie nach Grasse zur Familie Girard, wo sie das Handwerk erlernen kann. Sie landet mitten in einer Familienfehde zwischen zwei Familien, ...

Anouk träumt schon immer davon, eigene Parfüms zu entwickeln. So kommt sie nach Grasse zur Familie Girard, wo sie das Handwerk erlernen kann. Sie landet mitten in einer Familienfehde zwischen zwei Familien, die einstmals miteinander befreundet waren.

Anouk ist eine junge Frau, die durch ihre Berufung zu den Düften ihren Beruf findet. Sie ist mutig, sich dafür einzusetzen, gegen vielerlei Widerstände, denn nicht jeder gönnt ihr den Erfolg. Die Geschichte ist eingebettet in die Historie der Stadt Grasse, die ihren Ruf als alte französische Parfümstadt begründet hat. Die Familiengeschichte der Girards sowie Anouks eigene Geschichte sind anfangs sehr gut nachvollziehbar, doch dann kam bald der Punkt, an dem die Erzählung kaum noch glaubwürdig war. Vor allem der Schluss, auf den das Buch zusteuert, erscheint mir etwas zu sehr aufgesetzt. Insgesamt finde ich das ein bisschen schade, denn die Autorin Pauline Lambert kann sehr anschaulich erzählen, und man merkt die Recherche, die hinter dieser Geschichte steckt.

Es wird sicher Leserinnen geben, die Gefallen an dieser romantischen Geschichte finden. Ich selbst bin nicht ganz überzeugt von diesem Buch, so dass ich nur 3 von 5 Sternen vergeben kann.

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Veröffentlicht am 20.12.2021

Liebesgeschichte mit Familiengeheimnis

Das Geheimnis des Bücherschranks
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Als ihre Großmutter Anna ins Krankenhaus kommt, übernimmt es Rebecka, in deren Haus nach dem Rechten zu sehen. Dabei findet die junge Frau alte Briefe und ein Tagebuch ihrer Großmutter aus den vierziger ...

Als ihre Großmutter Anna ins Krankenhaus kommt, übernimmt es Rebecka, in deren Haus nach dem Rechten zu sehen. Dabei findet die junge Frau alte Briefe und ein Tagebuch ihrer Großmutter aus den vierziger Jahren. Nebenbei lernt Rebecka den Nachbarn Arvid kennen, der beim ersten Treffen etwas mürrisch wirkt. Während sich die Großmutter im Krankenhaus erholen soll, bessert Rebecka Schäden am Haus aus, ihr Nachbar hilft ihr dabei. Doch das ist nicht alles: Rebecka erfährt einiges aus den Jugendtagen ihrer Großmutter und kommt hinter ein großes Geheimnis.

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, und so ergibt sich auch die Möglichkeit, zwei Liebesgeschichten entstehen zu lassen. Dass die Großmutter in ihren jungen Tagen in einen Italiener verliebt war, der in Kriegszeiten flüchtigen Juden half, ist etwas, was Rebecka bisher nicht wusste. Sehr gut kann die Leserin Annas Zuneigung zu Luca nachempfinden wie auch die Gefahr, in die sie sich begibt, wenn sie ihn trifft oder gar selbst mithilft, ist doch ihr Vater groß im Geschäft mit Nazis aus Deutschland. Zuerst in der chronologisch aktuellen Zeitebene, später auch in der älteren aber wird die Geschichte sehr vorhersehbar, droht m.E. sogar, ins Triviale abzurutschen. So gerät diese Erzählung zu sehr zur leichten Kost; schade eigentlich, denn die Geschichte hat in meinen Augen mehr Potenzial.

Wer sich für Liebesgeschichten mit Geheimnissen in der Familie interessiert, wird vermutlich sehr gerne in dieses Buch eintauchen. Mir war der Schwerpunkt zu sehr auf den Liebesgeschichten, so dass meine Empfehlung eher verhalten ist. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.12.2021

Wichtiges Thema etwas holprig umgesetzt

Survivors - Die Flucht beginnt
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Fisch Zacky erkennt eines Morgens, dass das Wasser viel zu warm und eigentlich zu dunkel ist. Er erinnert sich an die Lieder seiner Vorfahren, sie helfen ihm, sich in dieser neuen Situation zurechtzufinden. ...

Fisch Zacky erkennt eines Morgens, dass das Wasser viel zu warm und eigentlich zu dunkel ist. Er erinnert sich an die Lieder seiner Vorfahren, sie helfen ihm, sich in dieser neuen Situation zurechtzufinden. Auch die anderen Riffbewohner merken, dass etwas anders ist als sonst.

Dieses Kinderbuch bettet die Geschichte der Riffbewohner in den Kontext der Erderwärmung ein. Allerdings ging mir das viel zu schnell, man ist sofort in der Geschichte drin, während die Erklärungen erst später kommen. Das Buch ist mit den Illustrationen sehr kindgerecht aufgemacht – eine kleine Hilfe, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch es fehlt etwas die Spannung, ich hatte mich auf ein kleines Seeabenteuer gefreut, blieb dann aber daran hängen, dass ich erst eine Weile lesen musste, um wirklich die Ausmaße der Zerstörung im Riff einordnen zu können. Auch hätte ich mir mehr Informationen über die jeweiligen Fische gewünscht und ob es diese auch wirklich gibt.

Dieses Buch hat noch einiges an Potenzial, das leider nicht ausgeschöpft wurde. Ich vergebe deshalb 3 von 5 Sternen und hoffe, dass das Potenzial in der Fortsetzung besser genutzt wird.

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Veröffentlicht am 15.12.2021

Zwei Schwestern im Nachkriegsdeutschland

Der schwarze Winter
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Silke Bensdorf und ihre Schwester Rosemarie sind bei der Flucht nach dem Krieg auf einem Bauernhof untergekommen. Doch während die eisige Kälte ganz Deutschland im Griff hat, müssen die beiden fliehen, ...

Silke Bensdorf und ihre Schwester Rosemarie sind bei der Flucht nach dem Krieg auf einem Bauernhof untergekommen. Doch während die eisige Kälte ganz Deutschland im Griff hat, müssen die beiden fliehen, denn der Bauer will Rosemarie an die Wäsche. Es gelingt ihnen, nach Hamburg zu kommen, allerdings nur über verschlungene Wege, denn die Briten haben einen Zuzugsstopp verhängt. Dennoch finden sie eine Nische, in der sie ein Auskommen finden können. Doch es scheint, als sei ihnen jemand nicht wohlgesonnen…

Schnell taucht der Leser ein in die Geschichte der beiden Schwestern, die sich unter ungünstigsten Bedingungen eine neue Zukunft schaffen wollen. Die Nachkriegszeit in Deutschland und vor allem in Hamburg wird sehr gut geschildert, es ist beklemmend zu lesen, wie sehr die Menschen unter dem Hunger und jede Menge Chaos litten. Dass die Schwestern dafür auf dem Schwarzmarkt tätig werden müssen, dass sie eine Bar für die englischen Besatzer betreiben, das ist alles nur auf dem Hintergrund der historischen Ereignisse zu verstehen und wirkt sehr authentisch. So konnte mich das Schicksal der beiden Frauen und der Menschen um sie herum sehr bewegen. Doch zum Ende der Erzählung wird die Handlung eher unwahrscheinlich, hier konnte ich der Geschichte nicht mehr richtig folgen. Schade, denn das Buch hat jede Menge Potential.

Insgesamt ist die Geschichte sehr flüssig geschrieben und entführt den Leser in ein dunkles Kapitel der Ereignisse in Deutschland. Ich vergebe 3 von 5 Sternen und empfehle das Buch bedingt weiter.

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