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Veröffentlicht am 07.07.2022

Eine moderne, süße Liebegeschichte, angelehnt an Romeo und Julia

Westwell - Heavy & Light
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Das Leben in der High-Society, zwei ungeklärte Todesfälle und eine Liebesgeschichte angelehnt an Romeo und Julia - was will man bitte mehr?
Doch konnte das Buch meine Erwartungen erfüllen?

Inhalt:
Valerie ...

Das Leben in der High-Society, zwei ungeklärte Todesfälle und eine Liebesgeschichte angelehnt an Romeo und Julia - was will man bitte mehr?
Doch konnte das Buch meine Erwartungen erfüllen?


Inhalt:
Valerie Weston und Adam Coldwell sind tot. Es ist nun schon zwei Jahre her, dass die beiden auf ihrer Verlobungsparty ums Leben gekommen sind und Helena Weston erträgt es kaum, wie die New Yorker Gesellschaft Valerie beschuldigt und beschimpft. Nach ihrer Rückkehr in die Großstadt beschließt sie deshalb das Mysterium um die Todesursache ein für alle Mal aufzuklären und die Wahrhheit ans Licht zu bringen. Doch auch Jessiah Coldwell hat seinen großen Bruder verloren und als die beiden aufeinandertreffen, geraten ihre Vorsätze ins Wanken...

Meine Meinung:

Auch wenn ich die klassische Liebesromane, in denen sich einfach normale Menschen in einem alltäglichen Setting verlieben auch wahnsinnig gerne mag, so liebe ich es doch ab und zu in die Welt der Reichen und Schönen einzutauchen. Besonders im Zusammenhang mit einem Mordfall liebe ich den Reiz zwischen schöner Fassade und dem Hässlichen dahinter. Da schien "Westwell" ja perfekt zu passen...

Es ist mir sehr leicht gefallen in das Setting der New Yorker High-Society einzutauchen, was wohl vor allem daran lag, dass die Protagonistin Helena sich dieser und vorallem ihrer Familie zwar zugehörig fühlt, aber trotzdem ihren sehrer eigenen Kopf hat und vieles stark kritisiert. Ich mag genau dieses Hinterfragen an ihr sehr, genauso wie ihren Ehrgeiz, ihre Loyalität und Direktheit. Auf der anderen Seite hat sie einen so weichen, lieben Kern, den sie eben nicht allen zeigt, aber der sie sehr sympathisch macht.
Zu Beginn hatte ich etwas Sorge, dass sie sich zu sehr in ihren "Rachegedanken" und ihrem Ziel verstrickt und dadurch gar nicht mehr richtig denken kann, aber das ist zum Glück nicht passiert.

Geholfen hat da sicherlich auch Jessiah, den ich von dem ersten Kapitel auf seiner Perspektive an, einfach nur geliebt habe. Er ist mir wahnsinnig sympathisch. Ähnlich wie Helena hinterfragt er viel, fühlt sich aber noch weniger zugehörig zur High Society als sie. Er hat so ein großes Herz und kümmert sich sehr liebevoll um seinen Bruder. Gleichzeitig ist er intelligent, hat seine eigenen Passionen (z.b. Kochen oder Surfen) und kann andere Menschen gut einschätzen.
Zusammen sind die beiden einfach ein unglaublich süßes Paar, welches mich aber vorallem mit ihrer Fähigkeit vernüftig miteinander zu kommunizieren und dem besonderen Knistern zwischen ihnen überzeugen konnte.

Insgesamt hat das Buch einen angenehm zu lesenden Schreibstil und man steigt schnell in die Handlung ein. Es gibt immer wieder kleine Hinweise, die am Ende zur Auflösung des Mysteriums rund um Valerie und Adam führen sollen. Am Anfang klappt das gut und es wird einiges an Spannung aufgebaut, im weiteren Verkauf des Buches liegt der Fokus dann aber sehr stark auf der Liebesgeschichte, was mich ehrlich gesagt kaum gestört hat, weil die beiden einfach so wunderbar zusammen sind.
Die Nebencharaktere sind meiner Meinung nach ebenfalls interessant gestalltet, nicht alle lassen schon hinter die Fassade blicken. Besonders gerne mag ich persönlich Eli

FAZIT:
Eine romantische, moderne Neuerzählung von Romeo und Julia, die mich besonders mit intelligenten, sympathischen Protagonisten und einer süßen Liebesgeschichte überzeugen konnte. Nur teilweise hätte ich mir mehr Fokus auf der Lösung des "Mordfalls" gewünscht.

4,5 von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 25.05.2022

Ein süchtigmachender Wohlfühlroman

A Place to Love
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Nachdem die "Green Valley"- Reihe von Lilly Lucas von allen so sehr geliebt wurde, wollte ich unbedingt "meine Bildungslücke" schließen und ihre neustes Buch lesen...Doch war ich auch so begeistert?

Inhalt:
June ...

Nachdem die "Green Valley"- Reihe von Lilly Lucas von allen so sehr geliebt wurde, wollte ich unbedingt "meine Bildungslücke" schließen und ihre neustes Buch lesen...Doch war ich auch so begeistert?

Inhalt:
June weiß gar nicht, was sie sagen soll, als plötzlich Henry vor ihr steht - ein Mann aus ihrer Vregangneheit, den sie so verzweifelt versucht hat zu vergessen. Inzwischen leitet sie die Obstfarm "Cherry Hill", befindet sich mitten in der Erntezeit und hat eigentlich gar keine Zeit für ein Aufleben ihrer Beziehung. Und trotzdem spürt sie schon bald, wie viel ihr noch an Henry liegt - obwohl dieser doch eigentlich angereist ist um endlich einen Schlussstrich zu ziehen...

Meine Meinung:
Schon auf den ersten Seiten habe ich gemerkt, was für eine wunderschöne Atmosphäre die Autorin mit ihrem Schreibstil erschafft. Cherry Hill ist vor meinem inneren Auge erschienen, die Obstplantagen, das Wohnhaus und das Baumhaus, die Charaktere und später auch das Peach Festival. Alles in dem Roman ist mit so viel Liebe und Detail gestaltet, dass ich mich immer gefreut habe ich die Geschichte zurückzukehren
.
Alle Protagonisten haben so viel Charakter, auch Nebenpersonen bekommen ihre kleinen Ticks und wirken so echter. June war mir als Protagonistin sofort symathisch und ich konnte mich leicht mit ihr identifizieren (auch, wenn das natürlich nicht notwendig ist). Auf ihren Schultern lastet viel Verantwortung, aber auch Druck, den sie sich selbst macht und das kenne ich nur zu gut. Sie bleibt gerne in ihren Strukturen und hat alles im Blick, ist aber gleichzeitig auch sehr mutig, klug und humorvoll. Im Laufe der Geschichte lockt Henry sie immer mehr aus ihrer Komfortzone, sodass sie wachsen kann - einfach schön mitzuverfolgen.

Henry kommt als eine besondere Person aus Junes Vergangenheit in die Handlung - eine solche Konstellation habe ich bisher noch nirgendwo anders gelesen, was mir sehr gut gefallen hat. Er selbst ist ein offener, aufmerksamer, freundlicher Protagonist, der aber auch deutlich zeigt, wenn ihn etwas stört und an June berechtigte Kritik übt. Die beiden ergänzen sich gut, haben eine besondere Dynamik und man spürt wirklich, wie gut sie sich kennen.
Die Geschichte liest sich sehr kurzweilig, viele Entwicklungen folgen schnell aufeinander, es wird nie langweilig. Am Ende gab es meiner Meinung nach ein wenig zu viel Hin und Her, auch, wenn ich irgendwo nachvollziehen kann, warum die Autorin das letzte Drittel so gestaltet hat.

FAZIT:
Zusammengefasst hat mir "A place to love" wirklich gut gefallen. Das Buch ist ein echter Wohlfühlroman, der neben echten Charaktere und einer wunderschönen Liebesgeschichte auch das Thema Feminismus an einigen Punkten anspricht. Auch die Nebencharaktere habe ich bereits sehr in mein Herz geschlossen, sodass ich den zweiten Band kaum erwarten kann!

4,5 von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.12.2021

Wenn dir etwas wirklich wichtig ist, gibt es kein Aber...

Still With You
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Nachdem mich Morgan Moncomble mit ihren Büchern bisher jedesmal überrascht - weil es doch irgendwie immer anders ist -, aber natürlich auch überzeugen konnte, war für mich klar, dass ich auch dieses Buch ...

Nachdem mich Morgan Moncomble mit ihren Büchern bisher jedesmal überrascht - weil es doch irgendwie immer anders ist -, aber natürlich auch überzeugen konnte, war für mich klar, dass ich auch dieses Buch unbedingt lesen möchte.

Im Fokus der Handlung steht Lara, die obwohl sie wegen ihrem Gewicht immer wieder angezweifelt wird, ihren Traum lebt und Luftakrobatik macht. Eigentlich gemeinsam mit ihrer Schwester, doch als diese mit dem Sport aufhört, braucht Lara schnell einen anderen Partner. Ihre Wahl fällt auf Casey, der eigentlich fest vorhatte nie wieder Luftakrobatik zu machen. Trotzdem kommt es dazu und die beiden merken, dass die Chemie zwischen ihnen nicht nur auf professioneller Ebene stimmt...

Ich muss ehrlich sagen, dass ich unglaublich lange gebraucht habe, dieses Buch zu lesen. Und nein, das lag absolut nicht daran, dass es nicht gut war, nein, es war sogar fast schon zu gut. Neben der angenehmen, herzerwärmenden Thematik der Liebesgeschichte zwischen Casey und Lara, gab es ein weiteres sehr stark dominierendes Thema, welches mich dann doch deutlich mehr mitgenommen hat, als gedacht. Allgemein kann man sagen, dass Morgane Moncomble auch dieses Mal wieder wahnsinnig viel in die Geschichte eingearbeitet hat, ganz vorne dabei sind Themen wie Bodyshaming, der Leistungsdruck unserer Gesellschaft, Erwachsenwerden und eben psychische Krankheiten.

Beide Protagonisten habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Lara ist ein Vorbild, am liebsten hätte ich sie einmal in mein reales Leben gebeamt. Sie ist sehr schlau, selbstbewusst und gleichzeitig manchmal sehr unsicher, weiß genau, was sie will und ist so ehrgeizig ihre Träume/ihren Willen dann auch tatsächlich durchzusetzen. Durch den flüssigen, manchmal leicht poetischen Schreibstil ist es mir sehr leicht gefallen in ihre Gedanken einzutauchen und ich habe mir auf jeder Seite gefühlte hundert Zitate angestrichen.

Casey dagegen konnte ich im ersten Moment nicht so ganz durchschauen, aber nach kurzer Zeit mochte ich ihn ebenfalls sehr. Ähnlich wie Lara weiß er genau, was er will, ist ähnlich zielstrebig, hat aber auch eine sehr einfühlsame und humorvolle Seite (lieben wir!). Es war wunderschön, wie respektvoll und aufmerksam er mit Lara umgegangen ist - können wir das in Echt bitte auch öfter haben?

Die Handlung kommt zügig in Schwung, die beiden kommen sich näher ... und dann passieren lauter Dinge, die man am Anfang vielleicht eher nicht erwartet hätte. Den beiden wurden so einige Steine in den Weg gelegt, besonders geschockt hat mich immer wieder, wie Laras Eltern mit dem Gewicht ihrer Tochter umgegangen sind. Auf der anderen Seite treten auch wirklich interessante, liebe Nebencharaktere auf, die dem Buch nochmal ein bisschen mehr Farbe eingehaucht haben. Das Ende hat mich dann nochmal hart getroffen, war aber schlüssig.

FAZIT:
Dieses Buch hat mich auf den unterschiedlichsten Ebenen so sehr berührt. Einerseits habe ich Lara und Casey zusammen sehr geliebt und auch die Thematik der Luftakrobatik hat mein Herz ein bisschen leicht gemacht. Andererseits hat die Autorin wieder wirklich "harte Dinge" in ihren Roman eingearbeitet, sodass mir das Lesen manchmal beinahe körperlich weh getan hat. Alles in einem liebe ich das Buch für genau diese Mischung sehr.

5 von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 18.10.2021

Hochaktuell und sehr fesselnd...

Reality Show
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INHALT:
Es ist Weihnachten, alle feiern zusammen gemütlich mit ihren Familien, doch dann der Schock. Im Fernsehn startet eine Übertragung: Einige der einflussreichsten Menschen des Landes wurden entführt ...

INHALT:
Es ist Weihnachten, alle feiern zusammen gemütlich mit ihren Familien, doch dann der Schock. Im Fernsehn startet eine Übertragung: Einige der einflussreichsten Menschen des Landes wurden entführt und sind nun der Meinung des Publikums ausgesetzt: Wer wird für seine Taten büßen müssen?

MEINE MEINUNG:
Vor "Reality Show" kannte ich nur Anne Freytags Jugenbücher, aber die habe ich schon mehrfach gelesen und überalles geliebt. Der Klappentext und auch das Cover haben mich ziemlich neugierig gemacht, ich finde das Thema super spannend und hochaktuell.

Wie gewohnt, ist Anne Freytags Schreibstil fesselnd und besonders. Sie hat einfach eine gnadenlos ehrliche Art, die gleichzeitig Schwächen und Stärken der Protagonistin hervorhebt und einen komplett in die Geschichte eintauchen lässt. Diese ist eher komplex, sodass man das Buch nicht zu oft aus der Hand legen sollte - aber wer will das schon?

Der Prolog baut gleich zu Beginn Spannung auf, dann lernen wir nacheinander alle Protagonisten kennen. Von sehr unsympathisch, bis wirklich nett, wahr für mich alles dabei, was wohl auch daran lag, dass aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und man alle gut kennenlernt. Man rätselt mit, macht Vermutungen und hofft auch ein bisschen, aber trotzdem bin ich bis zum Ende im Dunkeln geblieben.

Das Buch ist jedoch nicht nur ein hochaktueller und fesselnder Thriller, es regt den Leser auch zum Nachdenken an und übt auf eine sehr feine, kluge Art Gesellschaftskritik. In meinem Kopf sind immer wieder Fragen aufgetaucht, die mich auch noch nach Weglegen des Romans weiterbeschäftigt haben. Teilweise ging das soweit, dass ich vergessen habe, dass das Buch fiktiv ist und nicht auf rellen Ereignissen beruht.

FAZIT:
Wie immer konnte mich Anne Freytag mit ihrem genialen, ehrlichen Schreibstil, den besonderen Protagonistin und einer Spannung von Anfang bis Ende überzeugen. "Realtiy Show" ist ein fesselnder Roman, der hochaktuelle Themen ausarbeitet.

5 von 5 Sternen

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2021

Eine fantastische, starke Protagonistin und eine Geschichte, die ich nur so verschlungen habe

Witchghost
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INHALT:

Cass ist die letzte verbleibende Hexe der mächtigen Castairs-Familie, doch sie weigert sich ihre Fähigkeiten zu verwenden. Doch dann zieht sie unfreiwillig zu Hexer Wittmore, der alles daran setzt ...

INHALT:

Cass ist die letzte verbleibende Hexe der mächtigen Castairs-Familie, doch sie weigert sich ihre Fähigkeiten zu verwenden. Doch dann zieht sie unfreiwillig zu Hexer Wittmore, der alles daran setzt sie zu überzeugen es doch zu tun. Sie bleibt bei ihrer Meinung, bis ihr plötzlich der Geist einer rachsüchtigen, verzweifelten Frau erscheint. In welchem Zusammenhang steht sie zu den mysteriösen Todesfällen, die aktuell das Dorf erschüttern. Und so begibt sich Cass auf eine Spurensuche, die sie in dunkle Teile der Geschichte führt...Dabei unterstützt wird sie von Luke, dem undurchschaubaren Helfer des Hexers. Doch wem kann sie wirklich vertrauen?

MEINE MEINUNG:

Das Cover ist zweifelsohne ein echter Eyecatcher und so musste ich unbedingt wissen, welches Buch dahinter steht und was die Geschichte des Mädchens ist. Schon die Leseprobe hat mich mit einem flotten Schreibstil und eher kurzen Kapiteln neugierig gemacht, sodass ich mich wahnsinnig neugierig auf mein bisher erstes Buch von Lynn Raven gestürtzt habe.

Schon nach wenigen Seiten hatte mich Cassandras Geschichte nur so aufgesogen. Die Kombination aus unser alltäglichen, modernen Welt und die Traditionen der Hexen, alles umrahmt von einer düsteren, mysteriösen Atmosphäre. Der Schreibstil ist wie schon gesagt sehr einfach und schnell zu lesen, sodass ich mich ganz auf die Handlung einlassen konnte. Denn die hat wirklich einiges an Schwung. Von der ersten Seite an passiert unglaublich viel, immer wieder tauchen neue Plotstränge auf und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Im Nachhinein fällt mir auf, dass manche davon vielleicht gar nicht nötig gewesen wäre und andere dafür viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, aber während des Lesens ist mir das nicht aufgefallen.

Erzählt wird hauptsächlich aus Cassandras Perspektive, ab und zu gibt es Einblicke in Sarah Warrens` (der Geist)Leben bzw. das ihres Manns William und ganz selten kommt auch Ann zu Wort. Ich mochte die Mischung, da ich so die Chance hatte Sarah besser kennen zu lernen um zu verstehen, was sie zu dem Geist werden hat lassen, der sie jetzt ist. Gleichzeitig kann man so sehr gut "mitermitteln" und erfährt als Leser sogar relativ schnell, wer nun am Tod der Männer und an Sarah Warrens Leiden Schuld ist. Mich hat das nicht gestört, aber ich habe mitbekommen, dass es anderen Leser nicht gefallen hat.

Cassandra ist eine sehr starke, mutige Protagonistin, die mich vorallem mit ihrer trockenen Art und ihrem Humor überzeugt hat. Sie ist nicht auf dem Mund gefallen, hat einiges im Kopf und weiß ziemlich genau, was sie will. Also praktisch das Gegenteil der grauen Maus, die man sonst gerne mal in Jugendbüchern antrifft. Sie weiß viel über das Hexen und genießt es auch diese Macht einzusetzen. Für mich war ihre ganze Art einfach nur unglaublich erfrischend und ich habe mir einige Zitate angestrichen, die mich zum Lachen gebracht haben. Luke dagegen bleibt lange Zeit undurchschaubar, wir erfahren nicht viel über ihn, genauso wie auch über Ann. Luke ist ein aufmerksamer, lieber Junge, der gemeinsam mit Cass ein tolles Team bildet. Ihre Liebesgeschichte wurde eher langsam erzählt und der Fokus der Handlung lag nicht darauf, aber trotzdem war sie ein wirklich nettes Extra und mir hat gefallen, wie sehr sich die beiden necken.

Die ganze Hexenthematik ist etwas, was mir nach dem Lesen immer ziemlich nachgegangen ist. In der Vergangenheit sind so vielen Frauen (und auch Männern) wirklich schreckliche Dinge angetan worden, unschuldigen, klugen Menschen, die helfen wollten. Ich finde das Thema hätte man in dem Buch eventuell noch etwas tiefer aufarbeiten können. Allgemein sind am Ende viele Fragen für mich nicht beantwortet worden, es gab einige Lücken in der Aufklärung und ich hätte mir mehr gewünscht. Einiges ging zu leicht, einiges ging zu schnell und wieder anderes wurde gar nicht angesprochen. In manchen Punkten wurde da meiner Meinung nach nicht ganz ausgeschöpft. Einen zweiten Band wird es aber wohl nicht geben, denn mit dem Epilog schafft die Autorin ein rundes, fast schon sehr idyllisches Ende.

FAZIT:

"Witchghost" ist ein unglaublich fesselnder, msyteriöser Roman mit einer starken, klugen Protagonistin, den ich innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Die Handlung ist voller Wendungen und das Thema mit den Hexen hat das Buch zu etwas besonderem gemacht.

4,5 von 5 Sternen

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