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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2017

Was wir vom Löwenzahn lernen können

Die Löwenzahn-Strategie
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Meine Zusammenfassung und Bewertung:

Ein Löwenzahn wächst wild und frei, er erobert riesige Wiesen und die kleinsten Ecken. Es ist dem Löwenzahn egal, das so manch ein Vorgärtner ihn als Unkraut betrachtet ...

Meine Zusammenfassung und Bewertung:

Ein Löwenzahn wächst wild und frei, er erobert riesige Wiesen und die kleinsten Ecken. Es ist dem Löwenzahn egal, das so manch ein Vorgärtner ihn als Unkraut betrachtet und entfernt, denn jedes Jahr kommt er kräftiger und in voller Blüte wieder. Thomas Hohensee sagt, dass jeder Mensch sich einiges vom Löwenzahn abschauen kann und gibt viele Beispiele dazu. Denn auch wie es dem Löwenzahn egal ist, wo er wächst, sollte auch der Mensch seinen Raum nutzen, um sich bestmöglich zu entfalten.
Der Mensch strebt nach Perfektion, aber sollte er wissen, das Perfektion nicht möglich ist und er einfach seine Möglichkeiten und Fähigkeiten nutzen sollte, um seinen Weg bestmöglich zu gehen. Wie der Löwenzahn, der seine wunderschönen gelben Blüten in die Sonne ragt, soll auch der Mensch seine Begabung ausbauen, entfalten und auf die Sonnenseite des Lebens wechseln.

Ich finde diese Vergleiche zwischen Blume und Mensch sehr schön und poetisch. Der Schreibstil von Thomas Hohensee ist einfach und einprägsam. In diesem Buch werden 10 Löwenzahn-Strategien in jeweils einem eigenen Kapitel vorgestellt und am Ende werden diese nochmal kurz zusammengefasst. Auch der Löwenzahn kommt nicht zu kurz, er schreibt höchstpersönlich seine eigene Meinung zu jedem Kapitel hinzu. Ich finde das schön und kreativ gemacht, denn es lockert die Atmosphäre auf und macht einen neugierig auf das nächste Kapitel.

Weil es mir persönlich weitergeholfen und ich die Aufmachung des Buches von Inhalt und Design mag, kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Als schöne Lektüre für einen Selbst oder als liebes Geschenk. Dabei ist es eigentlich egal ob man schon selbstbewusst ist oder es noch lernt, ein paar Tipps fürs Leben kann man schließlich immer gebrauchen. Einzig der Preis ist ein kleiner Kritikpunkt, 16,99€ für ein dünnes Buch mit 176 Seiten ist etwas viel, allerdings ist es auch ein gebundenes Hardcoverbuch. Ein integriertes Leseband hätte das Buch auf jeden Fall noch edler gemacht.

Veröffentlicht am 08.05.2017

Lustiger Manga mit einer eigensinnigen Hexe und vielen heißen Jungs

Is Dorothy in a bad temper? 1
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Meine Zusammenfassung:

Dorothy ist eine wunderschöne und sexy Hexe, die außerdem viel Talent hat. Leider nutzt sie dieses für egoistische Zwecke und bereitet ihren Mitmenschen dadurch viel Ärger. Daher ...

Meine Zusammenfassung:

Dorothy ist eine wunderschöne und sexy Hexe, die außerdem viel Talent hat. Leider nutzt sie dieses für egoistische Zwecke und bereitet ihren Mitmenschen dadurch viel Ärger. Daher verbannt ihr Zaubermeister Dorothy aus der Stadt und legt ihr einen Zauber auf, der sie in ein kleines Mädchen verwandelt, dadurch werden ihre Kräfte unterdrückt. Aber Dorothy hat noch ein Ass im Ärmel ein magischer Stein wurde vom Zaubermeister übersehen, mit diesem kann sie Menschen an sich binden und zu ihren Sklaven machen. Leider muss sie bei diesem Bund die Sklaven küssen, das findet Dorothy gar nicht witzig, fügt sich aber in ihr Schicksal um sich am Meister zu rächen. Ihr erstes Opfer, ein hübscher junger Mann namens Tratt, lässt auch nicht lange warten, doch wird er sich alles von Dorothy gefallen lassen?

Bewertung:

Die Zeichnungen sind einfach und klar gehalten. Trotzdem ist das Artwork sehr schön und die Charaktere hübsch anzusehen. Dieser Titel ist sowohl für Mädels, als auch für Jungs interessant. Hier wird der klassische Haremsmanga, wo meist der Junge viele Mädels um sich hat (Love Hina, Highschool DXD u.a.) einmal umgedreht und das Mädel hat eine Menge hübscher Boys an ihrer Seite. Gerade weil es nicht viele von diesen Mangas gibt, es interessant diesen Manga zu lesen. Auch kommt der Witz nicht zu kurz, manche Gags sind allerdings etwas versaut, weshalb der Manga für ganz junge Leser nicht so geeignet ist.
Ältere werden hier durchaus ihren Spaß mit netten zweideutigen Aussagen haben. Dorothy ist obwohl sie einen miesen Charakter hat, schon sehr liebenswert und süß. Sie erinnert ein bisschen an Lina Inverse (nur mit deutlich mehr Oberweite - Slayers Fans wissen was ich meine). Auch ihre Sklaven sind nett anzusehen und laufen gerne mal mit freien Oberkörper rum, was bei Leserinnen sehr gut ankommen dürfte Lediglich die Story ist etwas flach, ansonsten ist der Manga sehr unterhaltsam und ich werde mir die Fortsetzung davon kaufen.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Angenehme Unterhaltungslektüre, mit einem Hauch Magie

Selkie
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Meine Zusammenfassung:

Kate lebt zusammen mit ihrem Bruder Gabriel und ihrem Vater auf einer einsamen schottischen Insel namens Shapinsay. Kates Familie hat Schafe, um die sie sich zusammen mit ihrem ...

Meine Zusammenfassung:

Kate lebt zusammen mit ihrem Bruder Gabriel und ihrem Vater auf einer einsamen schottischen Insel namens Shapinsay. Kates Familie hat Schafe, um die sie sich zusammen mit ihrem Bruder kümmert. Zum Leidwesen der Geschwister gibt sich der Vater, seit dem Verschwinden ihrer Mutter, regelmäßig dem Alkohol hin und das bereitet ihnen oftmals viele Probleme. Als eines Tages plötzlich drei Fremde auftauchen und Gabriel mitnehmen wollen, weiß Kate nicht mehr weiter. Ihr Bruder sagt ihr kein Wort wohin er will noch warum. Kate vermutet das Gabriel den Fremden nicht freiwillig folgt und beschließt ihn nicht im Stich zulassen. Als blinder Passagier schleicht sie sich ins Boot der Fremden. Doch als plötzlich ein Fremder Junge namens Ian auf dem Boot auftaucht und Kate zur Flucht überreden kann überschlagen sich die Ereignisse. Zusammen mit Ian springt Kate in die kalte Nordsee.
Nach einer aufreibenden Reise gelangt Kate zusammen mit Ian an einen alten Leuchtturm, wo sie noch weitere Freunde von Ian kennen lernt. Kate erfährt, dass Gabriel nun bei einer Organisation ist, die magischen Wesen wie Meerjungfrauen oder Selkies den Kampf angesagt hat und sie ausrotten will. Doch so einfach will Kate ihren Bruder nicht aufgeben und mit Hilfe ihrer neuen Freude schleicht sie sich als Anwärter in die Organisation ein. Wird es Kate gelingen ihren Bruder zu befreien bzw. will dieser das überhaupt noch? Erfahrt es in der magischen Welt der Selkies und Meerjungfrauen.

Bewertung:
Wirklich schade finde ich, dass das Cover nicht so ganz dem Inhalt des Buches entspricht. Es ist ein wirklich hübsches Cover, hat aber nicht so viel mit der Heldin zu tun. Eine Robbe und ein Mädchen im Meer wären hier passender gewesen.
Die Geschichte ist gut durchdacht, verliert aber zur Mitte des Buches hin etwas an Spannung und erst zum Ende hin wird es wieder spannender. Manche Textpassagen sind zu langatmig und vielleicht auch unnötig. Die Charaktere aber wirken ehrlich und originell. Ich finde jeden von ihnen ansprechend und interessant. Gut ist auch, das man nicht sofort durchblickt wie sie denken, dadurch wirken sie nicht oberflächlich oder langweilig. Man rätselt oft wie sich der Charakter in einer bestimmten Situation verhalten wird und auf welcher Seite er wirklich steht. Ich bin sicher, dass jeder Charakter noch eine entscheidende Rolle in der Fortsetzung spielen wird.
Der Schreibstil ist angenehm und man kann der Geschichte schnell folgen. Schottland und das Meer werden gut beschreiben, so dass man sich gut vorstellen kann zusammen mit Kate dort zu sein. Bis auf das ich die Spannung in diesem Buch teilweise etwas vermisst habe, kann ich bei diesem Erstlingswerk nicht meckern.

Wer eine angenehme Unterhaltungslektüre mit einem Hauch Magie sucht, wird bei diesem Buch fündig werden.

Veröffentlicht am 07.04.2017

Für alle die Kunst besser verstehen wollen

So geht Kunst!
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Meine Zusammenfassung und Bewertung:

Als Kunstfan überlegt man sich öfters in einer Galerie oder Ausstellung
>Ist das Kunst, oder kann das weg? <
Manches was als Kunst deklariert wird erschließt sich ...

Meine Zusammenfassung und Bewertung:

Als Kunstfan überlegt man sich öfters in einer Galerie oder Ausstellung
>Ist das Kunst, oder kann das weg? <
Manches was als Kunst deklariert wird erschließt sich dem normalen Betrachter nicht. Dabei kommt oft auch die Frage > Bin ich zu blöd, den Sinn dahinter zu verstehen?< Grayson Perry, ein englischer Keramik Künstler, versucht Kunst aus seiner Sicht dem Leser näher zu bringen.
Dabei geht es nicht nur um das Werk des Künstlers selber, sondern auch um das ganze drumherum - die Galerien, die Sammler und das Publikum. Kunstsammler sehen sich als eigene Gesellschaft an, wo man höher aufsteigt, wenn man ein besonderes Stück in seiner Sammlung aufweisen kann. Da muss einem noch nicht einmal das Stück gefallen, sondern nur von einem besonders angesagten Künstler sein. Die Galerien haben ihre eigene Strategie Kunstliebhaber in ihre Ausstellungen zu locken. Das Publikum tritt dabei manchmal in den Hintergrund, besonders merkt man das, wenn Kunst frei zugänglich ist und man nicht viel Geld für eine Karte zur Galerie ausgeben muss. Galerien sind oftmals Schmuckstücke eines Stadtteiles, wo sich das Hipster Leben drumherum abspielt und die Mieten in der Nähe in die Höhe schießen. Künstler ziehen halt an und so mancher möchte sich in ihrer Kreativität sonnen.

Grayson Perry erläutert weiterhin was als Kunst eigentlich zählt und warum man seine naive Kindlichkeit als Künstler behalten soll. Warum ist ein schlichtes im Baumarkt gekauftes Pissoir Kunst, wenn es statt ins Badezimmer in eine Galerie gestellt wird? Ist genau diese Zweckentfremdung des Pissoirs schon Kunst? Was geschieht wenn es wieder genutzt werden würde? Vor einiger Zeit wurde in New York ein goldenes Klo aus 18- karätigen Gold von dem Künstler Maurizio Cattelan aufgestellt. Dessen Zweck ist allerdings nicht dessen Bewunderung, sondern es soll auch tatsächlich von den Besuchern genutzt werden. Ist das jetzt Kunst, nur weil es aus Gold ist? Vielleicht ist es die Botschaft dahinter! Oftmals ist es wichtig was der Künstler mit dem Werk bezwecken möchte.

Im Buch geht es auch darum, wieso man für ein Kunststudium entscheidet und das die eigentliche Findungsphase eines Künstlers länger dauert als man denkt. Das ist ein sehr spannendes Kapitel und ich kann mir vorstellen, dass es hinter so mancher Kunsthochschule einen fetten Container gibt, wo der ein oder andere Misserfolg drin liegt. Auch Graysons eigener Weg zur Selbstverwirklichung findet in diesem Buch Platz und ist sehr interessant, weil er selber Künstler ist und auch einige Erfolge damit hat. Am schönsten fand ich, dass er Künstler erwähnt hat, die fern ab der Öffentlichkeit Kunst für sich selber produzieren und den Raum wo Kinder frei von jeglicher Belastung frei Kunst machen können.

Das Buch ist auf jeden Fall sehr interessant, um einen Einblick hinter die Fassade der Kunst zu bekommen und vielleicht das ein oder andere Kunstwerk zu verstehen. Schön waren auch die ganzen Bilder im Buch, die das ganze aufgelockert haben. Das Cover ist kreativ gestaltet und auch der Gesamteindruck vom Buch ist hochwertig. Das Papier ist stabil und fest. Vielleicht ein bisschen wenig Text für 18€, aber für den Kunstfan und alle, die es werden wollen ein guter Griff.

Veröffentlicht am 27.03.2017

Verrückt, verrücker Ruhrpott Omma :-)

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
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Meine Zusammenfassung:
In diesem Buch geht es um zwei alten Damen aus dem Ruhrpott, die es trotz ihres Alters noch faustdick hinter den Ohren haben. Omma und Mitzi haben sich in einem Puff kennengelernt, ...

Meine Zusammenfassung:
In diesem Buch geht es um zwei alten Damen aus dem Ruhrpott, die es trotz ihres Alters noch faustdick hinter den Ohren haben. Omma und Mitzi haben sich in einem Puff kennengelernt, wo die Omma als Wirtschafterin tätig war und die Mitzi als Hure. Als Herbert, der Puffleiter Mitzi fast zu Tode prügelt, bringt die Omma den Herbert in Selbstjustiz um und fackelt das Hotel ab. Beide machen sich daraufhin selbstständig. Lange Zeit war Mitzi für die Omma und ihre Enkelin Bianca eine gute Freundin, doch plötzlich stirbt Mitzi und hinterlässt eine große Lücke im Ruhrpott.

Bianca, Ommas Enkelin, ist eine angehende Designerin für Schlüpfer, mit nur mäßigen Erfolg. Um über die Runden zu kommen jobbt sie nebenbei als Kellnerin. Sie wohnt in einer WG in Berlin, mit einer faulen Mitbewohnerin, die regelmäßig keine Miete zahlt und Biancas Schlüppis und Leben schlecht macht. Als Bianca ihre Mitbewohnerin rausschmeißt, steht plötzlich die Omma mit Sack und Pack vor der Tür, um in Berlin zu bleiben. Kurzerhand nimmt sich die Omma Biancas Zimmer, füllt den Kühlschrank mit Samtkragen und zieht nachts um die Häuser.
Während Bianca sich über das komische Verhalten ihrer Omma wundert, quartieren sich noch ihr Vater und andere Bekannte zeitweise bei ihr ein. Damit ist das Chaos perfekt, denn jetzt muss Bianca sich nicht nur mit unzufriedenen Kundinnen ihrer Schlüppis befassen, sondern auch mit besoffenen Jungs, die mit ihrer Kleiderpuppe samt Schluppi Berlin unsicher machen, Männern die denken sie wäre eine Hure, Papas neuer Flamme und mit Ommas Gesundheitszustand. Als Bianca das Ganze nicht mehr aushält, schnappt sie sich kurzerhand Papas altes Auto, um weg von all dem Durcheinander zu kommen. Ihr Weg führt sie nach Essen, zu Mitzis Grab. Doch da macht Bianca eine Entdeckung, die sie völlig aus der Fassung bringt.
Bewertung:
Das Cover ist das der Zigarettenmarke EVE, Ommas Lieblingsmarke, die sie auch im Buch ständig raucht. Daher ist das Cover wirklich passend, wenn auch erst mal ungewohnt, denn ich kannte diese Marke überhaupt nicht
Das Buch ist im Ruhrpottdialekt geschrieben, was ich sehr komisch und erfrischend finde. Auch wenn man kein Dialekt kann, ist es überhaupt nicht schwer dem Text zu folgen. Die Geschichte rund um die Omma ist sehr vielseitig und es gibt kleinere Nebengeschichten die in einer groben Inhaltsangabe kaum Platz finden. Daher kann das Buch hier mit einigen schönen und weniger schönen Ruhrpott Geschichten aufwarten und befasst sich hemmungslos mit den zwielichtigen Gestalten und lustigen Begriffen aus der Rotlichtszene. Die Dialekte zwischen den Charakteren wirken echt und wie mach echte Person, kann dem Leser die ein oder andere Aussage von z.B. der Omma oder der blöden Mitbewohnerin von Bianca nerven oder auf die Palme bringen
Das Ende ist einer Person wie der Omma würdig und passt irgendwie. Ich habe allerdings nicht mit so einem Ende gerechnet. Ich dachte das Ende würde noch etwas tiefer werden und nicht ganz so schnell abgehakt. Manche Sachen wurden im Buch nur kurz angesprochen, dann aber nicht mehr erwähnt. Als Leser habe ich mir bei einigen Zeilen mehr hineininterpretiert und sie für wichtiger gehalten. Daher kann ich dem Buch nicht volle fünf Sterne geben. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und es war auch ein gutes Buch, aber gegen Ende hätte ich mir so viel Tiefe wie am Anfang gewünscht.

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